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Schriftgemäße Zeichen der Zeit

William Branham

calendar_month 10. 4. 1964

Schriftgemäße Zeichen der Zeit

(Scriptural Signs Of The Time)

gepredigt in Birmingham, Alabama

a m 1 0. A p r i l 1 9 6 4

Dies wird nur eine kurze Predigt von etwa dreißig bis fünfunddreißig Minuten sein. Bitte lasst uns aufstehen, während wir Mat 12 aufschlagen. Wir lesen aus Mat 12 von Vers 38 und beugen andächtig unsere Herzen:

Daraufhin entgegneten Ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern: »Meister, wir möchten ein Wunderzeichen von Dir sehen!«

Er aber gab ihnen zur Antwort: »Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht verlangt ein Zeichen; doch es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.

Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Leibe des Riesenfisches gewesen ist, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Inneren der Erde sein.

Die Männer von Ninive werden beim Gericht mit diesem Geschlecht als Zeugen auftreten und seine Verurteilung herbeiführen; denn sie haben auf Jonas Predigt hin Buße getan, und hier steht doch Größeres als Jona!

Die Königin aus dem Südland wird beim Gericht mit diesem Geschlecht als Zeugin auftreten und seine Verurteilung herbeiführen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, und hier steht doch Größeres als Salomo!“

„… und siehe, hier steht ein Größerer als Salomo!“

Lasst uns beten.

Herr, siehe bedeutet „Schau auf und gib acht!“ Lass uns daran denken, dass die Worte „ein Größerer als alle ist hier“ sich auf den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, beziehen. Wir bitten um den Segen, dass Er diese Worte nimmt und sie salbt, damit sie in den Herzen der Menschen Glauben bewirken, so dass Er sich als lebendig erweisen kann, wie Er es verheißen hat: „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende – oder der Vollendung – der Welt.“ Wir erbitten es in Jesu Namen. Amen.

Wir werden jetzt einige Minuten über das Thema „Schriftgemäße Zeichen der Zeit“ sprechen.

Jesus hat in diesem Text jene Generation getadelt, weil sie Seinem schriftgemäßen Zeichen nicht glaubten. Nehmt die Pharisäer: Sie kamen zu Ihm und sagten: „Meister, wir möchten ein Wunderzeichen von Dir sehen!“ Seht, wie blind sie waren! Das Wunderzeichen war bereits geschehen und sie erkannten es nicht.

Wisst ihr, ich glaube, die Entrückung wird eines Tages stattfinden und die Menschen werden es überhaupt nicht bemerken!

In Mat 11, nachdem die Jünger des Johannes zu Ihm gekommen waren und den Rückweg angetreten hatten, sagte Jesus: „Wozu seid ihr denn hinausgezogen? Wolltet ihr ein Schilfrohr sehen, das vom Winde hin und her bewegt wird? Wolltet ihr einen Mann in weichen Gewändern sehen? Oder seid ihr hinausgegangen, um einen Propheten zu sehen? Ja, Ich sage euch: einen Mann, der noch mehr ist als ein Prophet! Wenn ihr es annehmen könnt: Dieser ist es, auf den sich das Schriftwort bezieht: »Siehe, Ich sende Meinen Boten vor Dir her …«“

Eines Tages, als Er von sich als dem Menschensohn sprach, fragten Ihn Seine Jünger: „Wie können denn die Schriftgelehrten behaupten, Elia müsse zuerst kommen?“ (Mat 17).

Jesus bezog sich auf Maleachi 3:1, als Er sagte: „Siehe, Ich sende Meinen Boten vor Dir her …“ Mal 3:23-24 betrifft eine andere Zeit. Damals erfüllte sich Mal 3:1: „Ich sende Meinen Boten vor Mir her …“

Wenn derjenige, von dem Mal 3:23-24 spricht, gekommen ist, wird die Erde brennen und die Gerechten werden auf der Asche in das Tausendjährige Reich hineingehen. Das geschah nicht, nachdem Johannes aufgetreten war. Es wird jedoch geschehen, nachdem der Botschafter des letzten Tages aufgetreten ist, der die Herzen des Volkes zum Original-Evangelium, zu dem Glauben der Väter am Anfang zurückbringen wird. Der Glaube, den die Urgemeinde in Jerusalem hatte, wird in den letzten Tagen zurückerstattet. Es wird nur eine kleine Gruppe sein. Er wird das gleiche Wesen haben wie Elia und Johannes der Täufer, die beide die Wildnis liebten. Sie galten als Frauenverachter und Feinde der Denominationen. Er wird die gleiche Art Mensch sein und doch die Wahrheit haben, die bestätigte und bewiesene Wahrheit. So ist es verheißen.

Wir wissen, dass Jesus ihnen erwiderte: „Wahrlich, Elia ist bereits gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt.“

Wäre es nicht sehr traurig, wenn die Gemeinde eines Tages feststellte, dass sie sich bereits in der Trübsal befindet? Ich bin nicht hier, um eine Lehre zu predigen. Das tue ich nicht. Ich respektiere meine Brüder. Doch, wenn ihr erlaubt, möchte ich Folgendes erwähnen: Ich persönlich glaube, dass die Gemeinde durch die Trübsal geht – aber nicht die Braut. Die Braut geht nach Hause. Gott ruft die Braut aus der Gemeinde heraus, wie Er damals ein Volk aus einer Nation, nämlich aus Ägypten herausgeführt hat. Das eine ist die Braut, das andere ist der Überrest des Samens des Weibes. Die Auserwählten sind es, auf die Er Sein Muster anwendet. Der Rest sind diejenigen, die zurückbleiben. Der Überrest ihres Samens geht durch die Trübsal, nicht aber die auserwählte Gemeinde. Sie ist bereits gerechtfertigt und rein, denn sie ist in Christus. Deshalb braucht sie nicht hindurch zu gehen. Die anderen, die nicht dazugehören, müssen durch die Gerichtszeit gehen.

Eines Tages wird diese kleine Minderheit hinweggenommen. „Wie es einst in den Tagen Noahs gewesen ist, als nur acht Seelen durch das Wasser hindurch gerettet wurden, so wird es auch mit der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Wie es in den Tagen Lots zugegangen ist – als nur drei Seelen vor dem Feuer gerettet wurden –, ebenso wird es sein, wenn der Menschensohn kommt.“

Man wartet auf etwas Großes, Universelles, das gar nicht in der Schrift steht. Eines Tages wird man sagen: „Ich dachte, die Bibel sagt, die Gemeinde wird diesem allem entgehen!“ Die Braut wird davor verschont.

„Wie es in den Tagen Noahs gewesen ist …“ Denkt daran: Nachdem Noah in die Arche gegangen war, wurde die Tür verschlossen. Er ging am 17. Mai in die Arche und die Tür wurde verschlossen. Doch es vergingen sieben Tage, ohne dass es regnete. „… und sie beachteten es nicht.“ Gott hatte die Tür verschlossen.

Eines Tages wird die Gnadentür geschlossen werden. Die Menschen werden weiterhin denken, sie seien gerettet, werden predigen usw., obwohl die Gnade längst zum allerletzten Mal verschmäht wurde. Doch sie erkennen es nicht, bis es zu spät sein wird.

Denkt daran, hunderte Menschen werden täglich auf der ganzen Welt vermisst, die man nicht mehr findet und für deren Verschwinden es keine Erklärung gibt. „Da werden zwei auf dem Felde sein: der eine wird angenommen, der andere zurückgelassen. Von zwei, die auf einem Bett liegen, wird einer mitgenommen …“ Das wird weltweit geschehen. Es werden nicht sehr viele sein, die als Braut entrückt werden. Denkt an die Zeichen.

Israel sollte sich immer auf die Zeichen verlassen anstatt auf intellektuelle Reden. Gott sandte Propheten. Die Propheten gaben ihnen Zeichen. Einem schriftgemäßen Zeichen muss immer eine schriftgemäße Stimme folgen. Alles muss gemäß der Schrift, gemäß der Verheißung geschehen.

Es verläuft immer gleich. Luther erkannte die Rechtfertigung. Es genügte ihnen; sie gaben sich damit zufrieden und legten sich mit ihrer Lehre fest. Dann trat Wesley mit der Lehre von der Heiligung auf. Er ging weiter. Später machten sie eine Organisation daraus. Schließlich kam die Pfingsterweckung mit der Wiedererstattung der Geistesgaben; und auch daraus machten sie eine Organisation. Doch Gott geht immer weiter vorwärts und wirkt in jedem Gemeindezeitalter.

Ihr habt heute Abend ein erstaunliches Bild hier, das auch in dem Buch veröffentlicht werden wird, an dem drei Jahre gearbeitet wurde. Der Herr ließ mich auf einer Tafel den Verlauf der Gemeindezeitalter zeichnen. Als ich damit fertig war, kam jenes Licht, der Engel des Herrn, vor ungefähr so vielen Menschen, wie sie heute hier versammelt sind, herab. Er stand neben der Mauer. Menschen fielen in Ohnmacht. Er zeichnete es an der Wand nach. Drei Jahre später, einige Tage, bevor ein Papst zum ersten Mal nach Jerusalem reiste, gab es eine totale Mondfinsternis, die genau so verlief.

Alles nimmt Gestalt an, auch der Weltkirchenrat. O Bruder, Schwester, ich darf gar nicht damit anfangen! Wir sind dem Ende ganz nahe. Jedes Zeichen, alles weist darauf hin.

Gott gibt Zeichen, schriftgemäße Zeichen als eine Stimme. Denkt an Mose. Wozu wird ein Zeichen gegeben? Um Aufmerksamkeit zu erwecken. Ein Zeichen soll Aufmerksamkeit erwecken. Wenn das Zeichen nichts zum Ausdruck bringt, dann ist das Zeichen nicht richtig. Und wenn das Zeichen nicht etwas anderes als das Altbekannte, Kirchliche aussagt, dann ist das Zeichen nicht von Gott. Doch auch wenn es etwas anderes aussagt, muss es schriftgemäß sein, muss es sagen, was die Schrift sagt.

Wenn zum Beispiel dem, was eine Kirche/Gemeinde sagt, ein bestimmtes Zeichen folgen würde, dann kommt es nicht von Gott. Die Kirchen und Gemeinden haben wir doch schon die ganze Zeit. Es muss etwas anderes sein; es muss das So spricht der Herr gemäß der Schrift sein. Gott verheißt etwas in Seinem Wort, und dann geschieht ein Zeichen, um die Aufmerksamkeit der Menschen darauf zu lenken. Dem Zeichen folgt die Stimme: das ist die dazugehörende Lehre.

Zunächst war Jesus hoch angesehen. Er war ein junger Rabbi, der Prophet aus Galiläa. Als Er die Kranken heilte usw. war Er ein angesehener Mann. Eines Tages aber setzte Er sich und begann zu lehren, indem Er zu ihnen sagte: „Ich und der Vater sind eins“. Das war die Stimme, die folgte. Doch das wollten sie nicht hören. Das Zeichen war ihnen willkommen, doch die Stimme wollten sie nicht hören. „Wie nun wird es sein, wenn ihr den Menschensohn dahin auffahren seht, wo Er vordem war?“ Das konnten sie überhaupt nicht verstehen. Als die Stimme dem Zeichen folgte, wollten sie nichts damit zu tun haben. Zeichen und Stimme gehören immer zusammen.

Aus diesem Grund zog Mose seine Schuhe aus. Das Zeichen erweckte seine Aufmerksamkeit. Er schaute hin und sah, dass der Dornbusch brannte. Er war ja Chemiker und Wissenschaftler, denn man hatte ihn in aller Weisheit der Ägypter unterrichtet. Sie waren zu Dingen imstande, die unsere Wissenschaft heute nicht tun kann. Sie bauten die Pyramiden, die Sphinx; sie hatten Flüssigkeiten zum Einbalsamieren, die wir nicht haben; hatten Farben, die wir nicht kennen. Sie hatten eine höhere Kultur, waren gebildeter als wir heute. Moses übertraf sie noch. Als er dann aber sah, dass der Dornbusch brannte, aber nicht verbrannte, hätte er zweifellos zu sich sagen können: „Ich gehe hin, pflücke einige Blätter davon und bringe sie ins Labor, um zu sehen, mit welcher Chemikalie sie besprüht wurden.“ Wenn er das getan hätte, hätte die Stimme nie zu ihm gesprochen.

Ihr könnt Gott nicht erforschen. Ihr müsst zu Ihm kommen und mit Ihm reden. Zieht sozusagen eure Schuhe aus, legt eure Bildung ab. Schaut direkt in Sein Wort hinein und sagt: „Es ist mir egal, was jemand anders sagt. Du hast es hier für diese Zeit verheißen: es ist die Wahrheit.“ Moses zog seine Schuhe aus.

Beachtet die Stimme, die daraus geredet hat. Wenn es keine schriftgemäße Stimme gewesen wäre, hätte Moses es nicht geglaubt. Das Zeichen erweckte seine Aufmerksamkeit. Es diente dazu, die Aufmerksamkeit des Propheten zu erwecken.

Ein Prophet selbst ist ebenfalls ein Zeichen. Wenn Gott einen Propheten sendet, dann gebt acht: es folgt Gericht. So war es immer und so wird es immer sein. Es führt kein Weg daran vorbei, auch wenn es zunächst über die Köpfe der Menschen hinweggeht und sie es erst erkennen, wenn es zu spät ist. Kein Wunder, dass Jesus sagte: „Ihr baut den Propheten Grabmäler und tüncht sie, doch eure Väter haben sie hineingetan. Und so wie eure Väter werdet auch ihr tun.“ Und sie taten es.

Wir stellen uns vor, wie Mose dort hinaufstieg. Er sah den brennenden Dornbusch und ging auf ihn zu. Da erscholl eine Stimme daraus, die rief: „Ziehe deine Schuhe aus, denn der Boden, auf dem du stehst, ist heilig.“ Er zog seine Schuhe aus und kniete nieder. Und es hieß: „Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs!“ Das, was die Stimme sagte, war schriftgemäß: „Ich gedenke Meiner Verheißung.“ „Ich habe das Elend Meines Volkes gesehen. Ich gedenke Meiner Verheißung und Ich sende dich dorthin, um es herauszuführen. Ich mache dich zu Meiner Stimme.“

„Ich gebe dir zwei Zeichen: das eine wird an deiner Hand sein, und als zweites wirst Du den Stab hinwerfen, so dass er zur Schlange wird …“ Zuerst sollte er seine Hand zwecks göttlicher Heilung in den Busen stecken. Er sagte: „Wenn sie der Stimme des ersten Zeichens nicht glauben, dann werden sie der Stimme des zweitens Zeichens glauben. Sollten sie aber auf diese beiden Zeichen hin nicht glauben, so nimm Wasser aus dem Fluss und gieße es auf die Erde, dann wird es zu Blut werden.“ Dadurch wurde angedeutet, dass die Erde mit ihrem Blut durchtränkt würde. Ägypten war dahin.

Auch wir hatten das erste und das zweite Zeichen. Ich frage mich, ob als nächstes die Erde nicht mit Blut getränkt wird. Ich frage mich, wo wir uns heute Abend befinden. Stimmen und Zeichen! Gott hat ihnen Zeichen gegeben. Denkt an das, was wir gesehen und miterlebt haben, nämlich eine schriftgemäße Stimme, keine Deutung.

Menschen befinden sich in einer furchtbaren Verblendung und sagen: „Ich gehöre hierzu. Ich gehöre dazu.“ Doch es hat mit Gott überhaupt nichts mehr zu tun.

Gott hat zu allen Zeiten Seine Zeichen gesandt. Jesus sagte, dass Er auch vor Seinem Kommen Zeichen geschehen lassen würde. Die Menschen müssen immer daran erinnert werden, den schriftgemäßen Zeichen zu glauben. Es müssen bestätigte, schriftgemäße Zeichen sein. So hat Gott es immer getan.

Wie ich gestern Abend sagte, hat die Gemeinde die Dinge durcheinandergebracht und ist abgewichen. Dann aber salbt Er eine Person. Jeder Mensch unterscheidet sich vom anderen; deshalb salbt Er einen. Gott ist Einer, und so salbt Er immer nur einen. Nie hat Er eine Gruppe gebraucht. Er gebraucht immer nur einen. So hat Er immer gehandelt. Er weicht nie von Seiner Handlungsweise ab. Er gebraucht einen, den Er sendet, eine Botschaft zu predigen. Sie wird von der Allgemeinheit abgelehnt, doch alle, die aus jener Generation herauskommen sollen, werden kommen. So war es in der ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften, sechsten und siebten Nachtwache. Dann kommt der Bräutigam. Wir sind jetzt in der siebenten.

Und wir sehen, wohin die Kirchen und Gemeinden gehen. Ich schämte mich für die christlichen Geschäftsleute, als ich eines Abends in einem ihrer Bücher vom „Heiligen Vater Soundso“ las. Wisst ihr Pfingstler denn nicht, dass wir niemanden auf dieser Erde „Vater“ nennen sollen? Dies zeigt, dass eure Augen verblendet worden sind. Jawohl. Begreift ihr nicht, dass die Bibel von jenem Überrest, den törichten Jungfrauen, sagt: Wenn sie kommen, um Öl zu kaufen, werden sie es nicht bekommen. Vielleicht haben sie sogar im Geist getanzt und in Zungen geredet. Doch ich habe gesehen, wie vom Teufel Besessene das Gleiche taten. Es ist kein Beweis. Ich rede vom echten Heiligen Geist, dem Heiligen Geist der Bibel. Ich habe auf dem Missionsfeld Einiges miterlebt, bin sieben Mal um die Welt gereist, habe alle möglichen Heiden gesehen. Einmal versammelten sich fünfzig- oder sogar hundertfünfzigtausend Menschen. Ich wurde von Hexenmeistern und dergleichen herausgefordert. Da muss man wissen, wovon man redet! Da reicht es nicht, nur gebildet daherzureden: da muss Gott das Gesagte bestätigen. Sonst braucht ihr gar nicht auf das Missionsfeld zu gehen, denn ihr werdet in Bedrängnis geraten.

Doch denkt daran: Gott ist immer noch der Gott Elias. Er ist immer noch der Gott, der Er von jeher war. Er ist immer noch derselbe Gott. Er handelt immer noch auf die gleiche Art und Weise. Er ist gestern, heute und in Ewigkeit Derselbe. Ich sah, wie Menschen stumm und starr weggeführt wurden. Gott ist immer noch Gott. Seht, Jesus sagte, dass diese Dinge in den letzten Tagen geschehen würden, und wir erkennen sie eindeutig als Zeichen Seines Kommens, und zwar alle.

Wir sind uns wohl alle darin einig, dass wir am Ende der Zeit angekommen sind. Wenn Er sich jedoch herabneigt und an der Gemeinde, Seinem Leib, Seiner Braut zu erfüllen beginnt, was Er für die letzten Tage angekündigt hat, dann rümpft man die Nase und geht davon. Doch seht, es muss so sein. Die Welt rümpft die Nase darüber. Sie versuchen es zu ignorieren.

Nehmt doch die Fernsehprogramme: Viele Pfingstleute bleiben am Mittwochabend zu Hause, um sich „Wir lieben Susi“ anzusehen, unmoralische Sendungen von Frauen und Männern, die vier oder fünf Mal verheiratet sind. Das liebt ihr mehr als eure Gemeinde, als Christus. Kein Wunder, dass wir keine Erweckung haben können, wenn die Liebe zur Welt in euren Herzen größer ist als die Liebe Gottes.

Oh, wir können einfach kommen, unsere Entscheidung treffen, unseren Namen in das Mitgliedsbuch eintragen und weiter in der Welt leben. So will es die Welt. So will es die Kirche/Gemeinde. Sie möchten ihre Konfession behalten und meinen trotzdem, gläubig zu sein, obwohl sie leben, wie sie wollen. Macht euch keine Sorgen: im Ökumenischen Konzil wird es so weit kommen. Man wird euch erlauben zu tun, was ihr wollt.

Doch denkt daran: Die Braut wird herausgerufen, abgesondert, wiedergeboren und mit Heiligem Geist erfüllt. Sie wird im Blut des Lammes gewaschen, mit Ihrem Bräutigam verbunden sein und sich von allem Schmutz fernhalten. Sie ist eine keusche, durch das Wort gereinigte Jungfrau. Das Wort und sie sind eins. Wie ein Mann und seine Frau eins werden, so wird es auch mit der wahren Gemeinde Gottes sein. Wenn jemand in Christus ist, bekräftigt er die Bibel, jede Verheißung mit einem „Amen“, ganz gleich, was die Denomination sagt. Die Seele im gläubigen Menschen bekräftigt es, weil das Wort in ihm ist.

„Das Wort ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert … und ist ein Richter über die Regungen und Gedanken des Herzens.“ So sagt es die Bibel. So ist es bestätigt worden, und so kennt man es.

Beachte es, mein Bruder. Es ist so schade, dass wir diese Dinge nicht sehen. Jesus hat von ihnen gesprochen.

Er war ihr schriftgemäßes Zeichen, doch sie erkannten Ihn nicht. Er war eindeutig das schriftgemäße Zeichen. Er hat es ihnen gesagt. Er sprach: „Ihr durchforscht die Schriften, weil ihr in ihnen ewiges Leben zu haben meint, und sie sind es auch wirklich, die von Mir Zeugnis ablegen. Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, so glaubt Mir nicht.“

Doch jeder hat seine eigene Auslegung. Alle Kirchen und Gemeinden haben ihre Seminare, und aus diesen Brutkästen schlüpfen dann sogenannte Prediger. Ich hatte schon immer Mitleid mit einem Küken aus dem Brutkasten. Es hat keine Mutter. So sehr es auch piept, es wird nicht bemuttert. Ebenso bringen diese Einrichtungen Geistliche hervor, die manchmal nicht mehr von Gott wissen als ein Hottentotte von einer ägyptischen Nacht oder ein Hase darüber, wie man Schneeschuhe anzieht.

Was wir brauchen, ist ein erfahrener Prediger, der so lange in der Ein-öde mit Gott war, bis die Feuersäule vor ihm herabkam wie bei Mose. Das kann ihm dann niemand mehr nehmen. Er war dabei, als es geschah. Es ist eine Tatsache. Zurück zu Gott, zurück zu Seinem Wort! Jesus sagte: „Wenn ihr Mich erkannt hättet, würdet ihr Meinen Tag erkennen.“

Jeder hat seine eigene Deutung. Die Methodisten, die Baptisten, die Presbyterianer, die Pfingstler und all die anderen haben ihre eigenen Deutungen. Die Bibel aber sagt, dass das Wort Gottes keine eigenmächtige Deutung zulässt.

Was ist dann die Auslegung des Wortes? Er legt Sein Wort selbst aus! Er sprach: „Es werde Licht!“ – und es wurde Licht. Dafür ist keine Auslegung nötig. Er sagte: „Eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden“ – und sie wurde guter Hoffnung. Dafür ist keine Auslegung nötig. Er sprach: „In den letzten Tagen werde ich Meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen“, und Er tat es. Das braucht nicht gedeutet zu werden. Es hat sich erfüllt, sogar vor den Augen der Kritiker, die sagten, es könne nicht geschehen. Gott hat es trotzdem getan, weil Er Sein Wort selbst auslegt.

Er sagte: „Wie es in den Tagen Sodoms zugegangen ist, so soll es in der Endzeit sein, wenn der Menschensohn sich offenbart.“ Das braucht nicht ausgelegt zu werden. Es legt sich selbst aus wie alle Verheißungen, die Er gegeben hat.

Er sagte: „Wer an Mich glaubt, wird die Werke, die Ich tue, auch vollbringen.“ Es braucht nicht gedeutet zu werden, Er tut es einfach. „Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben.“ Dasselbe Leben, das in dem Weinstock ist, ist auch in den Reben – wie in jener Rebe, die am Pfingsttag hervorgekommen ist.

Neulich habe ich etwas Geheimnisvolles beobachtet. John Sharrit ist ein guter Freund von mir und auch ein Freund von Jack Moore. Der Herr segnete ihn am Anfang des Dienstes. Er hatte keine Kinder, arbeitete damals für einen Stundenlohn von 25 Cents als Straßenarbeiter. Er kam in die Versammlung, und der Herr segnete ihn. Er hat jetzt fünf Kinder und ihm gehört halb Phoenix. Jedes Jahr gibt er dem Herrn etwa 2-3 Millionen Dollar. Vor kurzem war ich auf einer seiner Farmen, wo er 1500 Mexikaner dauerhaft beschäftigt. Er besitzt ganze Landstriche, wo nur Baumwolle oder Kartoffeln angebaut werden. Vor fünfzehn Jahren verdiente er 25 Cents die Stunde für das Aufreißen von Straßen. Er vertraute Gott.

Er besitzt riesige Zitrus-Plantagen. Ich betrachtete einen seiner Bäume: Er trug unterschiedliche Früchte. Ich fragte: „Bruder Sharrit, was ist mit dem Baum hier?“

Er antwortete: „Bruder Branham, an ihm wachsen alle möglichen Früchte.“

Ich sagte: „Ich sehe Zitronen, Mandarinen, Tangelos, Pampelmusen und Orangen.“

Dann fragte ich: „Was für ein Baum ist das?“

Er antwortete: „Ein Orangenbaum.“

Ich sagte: „Orangen? Mit all den anderen Früchten an ihm?“

Er meinte: „Ja, sie sind eingepfropft worden.“

Und ich sagte: „Oh, ich verstehe. Das also ist es, was man einpfropfen nennt?“

Er antwortete: „Ja, Bruder Branham.“, und erklärte, wie sie es gemacht haben. Zu einer bestimmten Jahreszeit wird der Zweig eingepropft.

Ich fragte: „Dann werden nächstes Jahr keine Mandarinen, keine Tangelos, keine anderen Früchte, sondern nur noch Orangen daran sein?“

Er erwiderte: „Oh nein, nein. Der Pampelmusenast wird Pampelmusen tragen, der Mandarinenast Mandarinen und der Zitronenast wird Zitronen hervorbringen.“

„Nun,“ sagte ich, „was für ein Baum ist es denn?“

Er antwortete: „Ein Orangenbaum.“

„Aber wenn dieser Orangenbaum jemals wieder einen neuen Zweig hervorbringt, was wird der dann tragen?“

Er antwortete: „Orangen“.

Da meinte ich: „Jetzt verstehe ich es.“ Weshalb ist das möglich? Weil es alles Zitrusfrüchte sind.

Wir alle behaupten, in Christus zu sein. Aber wenn wir mit einem konfessionellen Glaubensbekenntnis kommen, leben wir davon. Jawohl. Wenn dieser Baum jedoch abermals einen Zweig hervorbringt, wird man wieder eine Apostelgeschichte schreiben können. Er wird wie der erste Zweig sein, der hervorkam. Er wird mit dem Heiligen Geist erfüllt sein und vom Heiligen Geist geleitet werden. Es wird kein Glaubensbekenntnis daran sein, sondern das Wort!

Viele von euch bekommen meine Tonbänder und haben die Predigt „Die Zurückerstattung der Braut“ (Restoration of the Bride Tree) gehört. Die Frucht ganz oben reift in der Abendsonne. Jetzt ist es Abendzeit und die Frucht wird zur Reife gebracht.

Wir haben festgestellt, dass sie Ihn hätten erkennen müssen, doch sie erkannten Ihn nicht. Auch in unserer Zeit erkennen sie Ihn nicht.

Wir wollen uns nun beeilen, um zu dem zu kommen, was ich sagen möchte. Jesus bezog sich auf die Vergangenheit und darauf, dass Er genau die Zeichen vollführte, die der Messias tun sollte, um ihnen zu beweisen, dass Er der Messias war: das Zeichen des Messias. Wie wir gestern Abend betrachteten, haben Viele es geglaubt.

Wir wissen, dass die Frau am Brunnen nicht gebildet war. Sie hatte einen schlechten Ruf. Doch sofort, als sie das Zeichen sah, sagte sie: „Herr, ich sehe: Du bist ein Prophet. Ich weiß, dass der Messias kommt. Wenn Er kommt, wird er diese Dinge tun.“

Er antwortete: „Ich bin’s, der mit dir redet.“

Da ging sie in die Stadt Sychar, erzählte den Menschen dort, was Er getan hatte, und sagte: „Kommt und seht einen Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ist das nicht der Messias?“ Er tat es nicht noch einmal, doch die Bibel sagt, dass sie aufgrund des Zeugnisses der Frau mit dem schlechten Ruf an Ihn gläubig wurden.

Was meint ihr nun dazu, dass die Männer aus der Zeit Jonas beim Gericht als Zeugen auftreten und die Verurteilung dieser Generation herbeiführen werden?

Wir wissen auch, dass Nathanael, Petrus und andere glaubten, ebenso der blinde Bartimäus. Der kleine Zachäus stieg auf einen Baum. Er sagte sich: „Hier oben wird Jesus mich nicht sehen.“

Doch Jesus blieb direkt unter dem Baum stehen, blickte nach oben und sagte: „Zachäus, steige herunter.“ Er war das Wort, und das Wort erkennt die Gedanken, die im Herzen sind.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten jener Zeit verurteilten es, weil es nicht den kirchlichen Glanz und Schein in sich hatte. Es hatte nicht den Bildungsstandard, den es haben sollte. Es hatte nicht den Prunk, den die Kirchen hatten, wie große Hüte, umgedrehte Kragen und Ausdrücke, die für das gemeine Volk zu hoch waren.

Die Bibel jedoch sagt: „Die gewöhnlichen Menschen hörten Ihn gerne.“ Er redete verständlich. Er lebte wie ein gewöhnlicher Mensch.

Wir wissen, was geschah. Sie konnten nicht glauben und sagten: „Dieser Mann ist Beelzebub. Er hat einen bösen Geist.“ Mit anderen Worten: „Entweder liest Er die Gedanken oder Er ist eine Art Wahrsager.“ Jeder weiß, dass dies vom Teufel ist. Es ist Betrug. Wir wissen, dass sie Ihn ablehnten.

Dann stand Er da und sie sagten: „Meister, wir möchten ein Zeichen von dir sehen.“ Was entgegnete Er ihnen? Er sagte: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht verlangt ein Zeichen.“

Beachtet: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht!“ Er weissagte, indem Er sprach: „Und die böse und ehebrecherische Generation wird es bekommen.“ Wenn das nicht die Generation ist, in der wir leben, dann weiß ich es nicht. Denkt daran, jede Weissagung hat eine mehrfache Bedeutung.

Geht zu Matthäus, dem zweiten Kapitel, wo geschrieben steht: „Aus Ägypten habe Ich Meinen Sohn gerufen.“ Wenn ihr die Referenz zurückverfolgt, werdet ihr feststellen, dass Er dort von seinem Sohn Jakob sprach. Doch auch Seinen bedeutenderen Sohn, Jesus, rief Er aus Ägypten.

Wir halten nun fest: „Eine böse und ehebrecherische Generation verlangt ein Zeichen und sie wird es bekommen, denn das böse und ehebrecherische Geschlecht wird das Zeichen der Auferstehung sehen. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Wals gewesen ist, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Inneren der Erde sein und dann auferstehen.“

Zweitausend Jahre sind vergangen und wir haben wieder eine böse und ehebrecherische Generation. Und sie wird das Zeichen des auferstandenen Christus sehen, der sich nach eintausendneunhundert Jahren lebendig unter uns erweist! Er ist Derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

Wir wissen, dass Jona ein Prophet war. Viele glauben, er sei weggelaufen. Das ist er nicht. „Die Schritte der Gerechten werden vom Herrn geleitet.“ Vor kurzem las ich ein Buch darüber. Er brach nach Tarsis auf, anstatt nach Ninive zu gehen. Doch das war im Plan Gottes. „Die Schritte der Gerechten …“ – auch wenn euch manchmal Böses widerfährt. So erging es Hiob. Er war zu seiner Zeit der beste Mensch im Land, der beste Mensch, den Gott finden konnte. Doch seht, was ihm trotzdem widerfahren ist. Gott hat ihn nicht gestraft, Er hat ihn auf die Probe gestellt. Er hat Satan bewiesen, dass Er jemanden hatte, der Ihm trotz aller Schwierigkeiten glaubte.

Mit Jona war es genauso. Wir wissen, dass er sich auf den Weg nach Ninive machen sollte, aber ein Schiff nach Tarsis nahm. Das Meer wurde aufgewühlt, als er schlief. Dann sagte er zu ihnen: „Packt mich an Händen und Füßen und werft mich ins Meer, denn ich bin der Grund von all dem.“ Und als sie ihn hineingeworfen hatten, kam ein großer Wal angeschwommen und verschluckte den Propheten.

Ich erinnere mich, dass vor kurzem, als ich noch in Indiana wohnte, auf der anderen Seite des Flusses, in Louisville, Kentucky, ein Wal auf einem Lkw-Auflieger gezeigt wurde. Da sagte einer von diesen Rickies mit so viel Verstand, dass er gar nicht wusste, wohin damit: „Ihr habt doch bestimmt die alte Fabel von dem Wal gehört, der Jona verschluckt haben soll.“ Er hatte einen Tennisball, hielt ihn an die Speiseröhre des Wals und sagte: „Seht her, nicht einmal dieser Ball passt hindurch. Die Geschichte von Jona, der von einem Wal verschluckt worden sein soll, ist doch nur ein Märchen.“ Das war zu viel für mich!

Ich sagte: „Einen Augenblick, mein Herr!“ Er erklärte, dass ein Mensch unmöglich durch den Rachen passen könne. Ich sagte: „Mein Herr, sie haben die Heilige Schrift nicht richtig gelesen. Das ist kein Märchen; es ist die Wahrheit.“

Er sah mich an und fragte: „Wer sind Sie?“

Ich antwortete: „Ich bin Reverend Branham und wohne auf der anderen Seite des Flusses.“

Er sagte: „Oh, ich verstehe: ein Prediger, der das glaubt!“

Ich meinte: „Von ganzem Herzen! Von ganzem Herzen.“

Dann sagte er: „Sehen Sie, mein Herr. Ich möchte nicht streiten, ich bewundere Ihren Standpunkt, usw. Doch wissenschaftlich betrachtet, können Sie kaum eine Hand in seinen Rachen stecken.“

Ich sagte: „Mein Herr, Sie lesen die Schrift nicht richtig. Die Bibel sagt, dass es ein besonderer Fisch war. Jawohl. Es heißt dort: ‚Gott ließ einen großen Fisch kommen.‘ Er war außergewöhnlich. Ich glaube, dass alles, was Gott sagt, die Wahrheit ist. Er war außergewöhnlich.“

Er rümpfte zwei, drei Mal die Nase mit der Brille darauf und fuhr mit seinem Vortrag fort. Und jeder lachte. Oh ja, es war ein besonderer Fisch! Gott ließ einen Fisch kommen, der Jona verschlang. Ich glaube es von ganzem Herzen. Er hat ihn verschluckt.

Nachdem ein Fisch gefressen hat, schwimmt er hinunter auf den Grund. Gebt einmal acht, was passiert, wenn ihr eure Goldfische gefüttert habt: Sie schwimmen sogleich auf den Grund des Aquariums und ruhen sich dort aus. Ihr kleiner Magen ist voll und deshalb ruhen sie sich dort unten aus.

Sobald also dieser große Fisch Jona verschluckt hatte, muss er zum Grund hinunter geschwommen sein, um sich auszuruhen von dem Sturm und den Wellen. Bei all dem Auf und Ab der Wellen durch den Wind, der das Meer aufwühlte, schaute er sich nach etwas Essbarem um, fand diesen Prediger, verschluckte ihn und schwamm hinunter zum Meeresgrund.

Da lag Jona nun, an Händen und Füßen gebunden, im Bauch des Wals inmitten all der anderen Speisereste.

Wie oft habe ich Menschen sagen gehört: „Für mich wurde gestern Abend gebetet und meiner Hand geht es trotzdem nicht besser. Sie ist immer noch gelähmt.“ „Ich habe immer noch Magenschmerzen.“ „Ich kann immer noch nicht gut sehen.“ Oh, was sollte Jona sagen? Wenn jemand Symptome hatte, dann doch er. Schaute er dahin, war da die Magenwand des Wals; blickte er dorthin: wieder der Magen vom Wal. Überall, wo er hinsah, war nichts als Walmagen. Und die Hände waren hinter seinem Rücken gefesselt.Er war im Bauch des Wals auf dem Meeresgrund, vielleicht in 70 Metern Tiefe. Das kann man Symptome nennen! Und ihn bezeichnet ihr als abtrünnig?

Wisst ihr, was er sagte? „Das sind alles Nichtigkeiten. Ich beachte sie gar nicht. Ich will wieder nach Deinem Heiligen Tempel schauen, Herr.“

Jona wusste, dass Salomo bei der Einweihung des Tempels gebetet hatte: „Herr, wenn Dein Volk irgendwo in Not ist und zu dieser heiligen Stätte schaut, dann erhöre es vom Himmel her.“ Er hatte so viel Vertrauen in das Gebet eines Mannes, der dem Herrn später nicht mehr volle Hingabe bewies (1. Kön. 11:6), dass er dieses Gebet sprach.

Keiner von uns ist heute Abend in solch einer Lage. Niemand unter uns hat diese Probleme. Und doch schauen wir auf unsere Symptome. Warum denn? Er hatte solch ein Vertrauen in das Gebet eines fehlbaren Menschen! Und wir sind aufgefordert, zum Himmel aufzuschauen, wo Jesus zur Rechten der Majestät sitzt – in einem Tempel, der nicht von Menschenhand gemacht wurde. Er tritt aufgrund eures Bekenntnisses für euch ein. Wie viel mehr sollten wir unsere Symptome ignorieren und sagen: „Ich will wieder auf Deine heilige Verheißung blicken, Herr!“ Oh, wenn Gott eingreift!

Es heißt, dass Jona sich drei Tage und drei Nächte lang in diesem Wal befand, der mit ihm hin und her schwamm und eine Kehrtwendung machte. Die Menschen von Ninive waren, wie die Welt heute ist. Ihre Wirtschaft, ihre Industrie war der Fischfang. Alle lebten vom Fischen. Sie verehrten Götter, und der Wal war der Meeresgott. Eines Tages, während sie draußen waren und fischten, kam ihr Meeresgott herangeschwommen und streckte seine Zunge heraus – und der Prophet ging den Landungssteg entlang. Kein Wunder, dass sie Buße taten. Das war ein Zeichen.

Was war die Stimme? „Habt ihr gesehen, was ich kann?“ Nein! „Tut Buße, sonst wird Gott diesen Ort in 40 Tagen zerstören.“ Ein Zeichen und die Stimme. Die Stimme, die dem Zeichen folgte, sagte: „Tut Buße.“

„Und diese Menschen, die nicht die rechte Hand von ihrer linken unterscheiden konnten, haben auf Jonas Predigt hin Buße getan, und hier steht doch ein Größerer als Jona.“, so sagte Er. Dann fuhr Er fort: „Die Königin des Südens wird beim Gericht mit dieser Generation auftreten und seine Verurteilung herbeiführen; denn sie kam von den entferntesten Teilen der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, und hier steht doch ein Größerer als Salomo.“

Zum Schluss möchte ich noch etwas sagen. Wenn Gott der Erde ein Zeichen als Geschenk sendet und die Menschen glauben es, dann ist es das herrlichste Zeitalter, das Menschen je erlebt haben. Wenn Er jedoch ein Zeichen sendet und es wird abgelehnt, dann endet diese Generation im Chaos. So war es immer. Was wäre, wenn das amerikanische Volk heute Abend das Zeichen Gottes für diese letzten Tage erkennen würde?

Man spricht davon, die Regierung nach Fort Knox in den Untergrund zu verlegen. Doch die russischen Bomben dringen einige Meter weit in den Boden und sprengen alles im Umkreis von hunderten Kilometern in die Luft. Die Erschütterung würde den ganzen Untergrund zerstören. Ihr seid hier auf der Erde nirgendwo sicher. Der einzig sichere Ort ist in den Armen von Jesus Christus. Er ist unsere Zuflucht.

Doch was wäre, wenn wir als Amerikaner unser Vertrauen heute Abend in die Gabe setzen würden, die Gott uns in diesen letzten Tagen gegeben hat, nämlich in den Heiligen Geist? Jede Nation würde Ehrfurcht vor uns haben, wie es in den Tagen Salomos war.

Gott gab Salomo eine Gabe und die ganze Gemeinde glaubte es. Zur Zeit Salomos war es für die Juden wie im Tausendjährigen Reich. Es war das Tausendjährige Reich des Alten Testaments, ein Schattenbild des zukünftigen Millenniums. Das goldene Zeitalter der Juden! Beachtet: Niemand fing einen Krieg mit ihnen an. Sie fürchteten sich, weil sie wussten, dass ihr Gott Realität war. Er war gegenwärtig und das Volk war ein Herz und eine Seele. Der Ruhm verbreitete sich überall hin. Allerorten konnte man hören: „Oh, was für einen großen Gott hat Israel! Einen lebendigen Gott!“

Sein Ruhm reichte bis nach Saba. Messt auf der Landkarte nach und seht, wie weit entfernt es ist. Dort gab es eine Königin, die in ihrem Herzen nach Gott hungerte. Jedes Mal, wenn sie hörte, dass eine Karawane vorbeikam, fragte sie: „Seid ihr durch Palästina gezogen?“

„Ja.“

„Erzählt mir von der gewaltigen Erweckung, die sie dort haben.“

Und jeder sagte: „Oh, sie ist wunderbar.“

„Habt ihr es gesehen?“

„Ja.“

„Wie ist es dort?“

„Oh, jener große Gott, dem sie dienen, ist herabgekommen und hat in einem Seiner Knechte Wohnung genommen und sie haben ihn zum König gemacht. Er hat die Gabe der Unterscheidung. Er erkennt die Gedanken in den Herzen der Menschen. Und, weißt du, sie sagen: »Gott ist das Wort und das Wort ist Gott, und das Wort erkennt die Gedanken des Herzens.« Die Weisheit dieses Mannes übertrifft alles, was du jemals gehört hast. Er erkennt sogar die Gedanken und weiß, was du denkst. Oh, es ist eine wunderbare Erweckung, die sie dort haben.“

Ihr wisst, der Glaube entsteht durch das Hören des Wortes Gottes, der Verheißung Gottes.

Die Königin bekam ein Verlangen, zu dieser Erweckung zu gehen. Doch es gab eine Menge, was dem entgegenstand. Zunächst einmal war sie ja Heidin. Sie würde ihren Priester fragen müssen, ob sie dorthin gehen durfte. Sie war auch Königin in Amt und Würden.

Zweifellos ging sie zum Oberpriester und sagte: „Großer heiliger Vater, wie ich erfahren habe, ist in Israel eine Erweckung und sie haben eine großartige Zeit dort. Sie haben einen lebendigen Gott, der große Zeichen und Wunder wirkt, wie wir sie noch nie gesehen oder gehört haben. Ich habe mich bei jeder Karawane erkundigt und alle sagen, es sei wunderbar. Erlauben Sie mir, meine Gemeinde zu verlassen, um sie zu besuchen?“

Ich kann mir die Antwort vorstellen: „Wir haben mit dieser Versammlung nichts zu tun. Geh da lieber nicht hin.“ Ihr wisst ja: Menschen sterben, Geister aber nicht. So heißt es immer: „Nein, geh da lieber nicht hin. Wir haben damit nichts zu tun.“

„Sehen Sie, heiliger Vater, ich habe erfahren …“

„Schau mal: Wenn etwas geschieht, dann würde es doch bei uns, in unserer Gemeinde geschehen.“ Ich kann mir vorstellen, wie sich die Königin erhebt und sagt: „Ich habe diese Götter jahrelang hier herumstehen sehen. Ich habe Sie auf der Kanzel über einen Gott der Vergangenheit predigen gehört. Meine Ururgroßmutter hörte schon die gleichen Geschichten. Es hat sich seither nichts getan. Jetzt hat man mir erzählt, dass sie einen lebendigen Gott haben, der unter ihnen wohnt; etwas Echtes. Ich möchte es sehen.“ Ihr Mut gefällt mir.

„Sieh doch, mit was für Leuten du dich abgibst, wenn du dorthin gehst: Sie glauben, dass sich das Rote Meer geteilt hat und lauter solche Geschichten. Geh da lieber nicht hin. Denn wenn du es tust …“

„Ich gehe trotzdem.“

„Dann streichen wir deinen Namen aus dem Mitgliedsbuch.“

„Dann streicht ihn.“ Wenn jemand nach Gott hungert und dürstet, kann kein Buch der Welt sie halten, weil sie einem Buch nachjagen. „Streicht meinen Namen, wenn ihr wollt. Ich gehe trotzdem. Ich habe von einem lebendigen Gott gehört, der Realität ist. Ich werde es herausfinden. Ihr könnt meinen Namen ruhig streichen.“

Sie musste viele Hindernisse überwinden. Doch sie war entschlossen. Sie hatte die Schriftrollen bekommen, in denen sie lesen konnte, wer Jehovah war. Sie war eine kluge Frau.

Richtet euch nicht danach, was jemand anderes meint. Nehmt nur das, was die Bibel über Ihn sagt, was Er selbst über sich sagt. Findet heraus, wer Er ist; ob Er lebt oder nicht. Es geht nicht darum, was ein Gelehrter, sondern was Er selbst über sich sagt und was Er verheißen hat.

Sie begann zu lesen und kam auf eine wirklich gute Idee. Sie sagte: „Ich werde viele Geschenke einpacken und mitnehmen. Wenn es die Wahrheit ist, werde ich es unterstützen. Wenn es nicht die Wahrheit ist, kann ich mein Geld ja wieder mitnehmen.“

Sie könnte den Pfingstlern noch etwas beibringen, die Radioprogramme unterstützen, in denen genau das lächerlich gemacht wird, woran ihr glaubt. Und das unterstützt ihr auch noch! Ich sage lieber nichts darüber. Ihr wisst sowieso Bescheid. Das liegt an euren Predigern. Es ist eine Schande.

Sie sagte: „Wenn es nicht echt ist, dann bringe ich meine Geschenke wieder zurück.“ Also belud sie ein Kamel damit. Denkt daran, was vor ihr lag. Es war eine lange Reise. Wisst ihr, wie lange sie dauerte? Sie musste auf einem Kamel reisen. Wisst ihr, wie lange sie unterwegs war? 90 Tage. Drei Monate auf dem Rücken eines Kamels; nicht in einem Cadillac mit Klimaanlage. Nein. Drei Monate auf dem Rücken eines Kamels.

Kein Wunder, dass Jesus sagte: „Sie wird am Tage des Gerichts mit dieser Generation auftreten und ihre Verurteilung herbeiführen.“ Es gibt Leute in Birmingham, die nicht einmal über die Straße gehen würden, um das zu sehen. Heute haben wir Busse, Straßenbahnen, Flugzeuge und alles Mögliche.

Kein Wunder, dass sie auftreten und diese Generation verdammen werden. Denn hier ist ein Größerer als Salomo: der Heilige Geist.

Noch etwas anderes: In der Wüste lauerten Gefahren. Manche Nachkommen Ismaels waren Räuber. Sie hatte doch so viel Geld bei sich! Die wenigen Eunuchen, Dienerinnen und Wachen wären machtlos. Man konnte sie ohne Weiteres überfallen, den Schatz nehmen und fliehen.

Aber, wisst ihr, wenn euer Herz nach der Realität Gottes zu hungern beginnt, dann gibt es keine Gefahr. Ihr fürchtet euch vor keiner Gefahr. Ihr erwartet kein Scheitern, indem ihr sagt: „Werde ich wohl gesund werden?“ Solch eine Frage kommt euch nicht in den Sinn. Der echte Glaube ist fest verankert. Nichts kann ihn erschüttern. Er bleibt fest.

Sie dachte nie über die vor ihr liegende Gefahr nach. Sie hatte nur ein Ziel vor Augen. Ihr Motiv war gut, und so machte sie sich auf, es zu erreichen, denn ihr Herz hungerte und dürstete. „Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen gesättigt werden.“ Jawohl.

Seht, wie sie sich aufmacht, die Wüste zu durchqueren. Wahrscheinlich reiste sie bei Nacht und ruhte sich tagsüber in einer Oase aus, indem sie die Schrift las. Endlich erreichte sie den Palast Salomos. Im Hof entlud sie die Kamele und schlug ihr Zelt auf.

Sie kam nicht wie manche Menschen heute. Heute, im Jahr 1964, heißt es: „Ich habe gehört, der Herr soll dort wirken. Ich werde hingehen. Doch beim ersten Wort gegen das, was ich glaube, gehe ich wieder.“

Aber nicht sie. Sie setzte sich und las das Wort. Sie blieb dort, bis sie wirklich überzeugt war. Sie wollte nicht ihre eigenen Vorstellungen bestätigt bekommen. Sie wollte prüfen, ob es mit dem Wort übereinstimmt.

Sie ging hinein. Ich stelle mir vor, dass sie sich am ersten Tag in die hinterste Reihe setzte. Die Posaunen ertönten, die Glocken läuteten und dann begannen die Sänger zu singen. Die Bundeslade war an ihrem Platz. Pastor Salomo kam heraus und nahm Platz. Sie sagte sich: „Jetzt werde ich sehen, ob Gott in diesem Mann ist oder nicht.“ Sie war sehr aufmerksam. Jede Angelegenheit wurde gelöst. O wie wunderbar! Nichts blieb verborgen.

Dann erhielt sie ihre Gebetskarte und wartete, bis sie endlich an der Reihe war. Tag für Tag wartete sie. Ihr Interesse wurde während der Erweckung immer größer. Oh, ihr Herz hungerte! Nach einer Weile kam sie vor Salomo, und die Bibel sagt: „Nichts war Salomo verborgen, worüber er ihr nicht hätte Auskunft geben können.“ Die Gabe der Unterscheidung!

Dort stand nun Jesus, der Gott Salomos, und sagte: „Hier steht ein Größerer als Salomo.“

Sie hatten gefordert: „Meister, wir möchten ein Wunderzeichen von Dir sehen.“

„Hier steht ein Größerer als Salomo. Die Königin aus dem Südland kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, und hier steht doch ein Größerer als Salomo.“

Nun sind zweitausendachthundert Jahre in der Geschichte der Bibel vergangen. Heute Abend ist ein Größerer als Salomo hier mit dem Wort der Verheißung für unsere Zeit. Und wir sind trotzdem niedergeschlagen! Kein Wunder, dass sie beim Gericht auftreten und mit ihrem Zeugnis die Verurteilung von Birmingham, den USA und allem anderen herbeiführen wird, denn ihr Herz hungerte danach, Gott wirken zu sehen. Sie blieb, bis es geschehen war.

Was sagte sie, als sie das Echte gesehen hatte? Wisst ihr, was sie sagte, nachdem Salomo ihr geoffenbart hatte, was in ihrem Herzen war? „Es ist wahr, was ich gehört habe, ja es übertrifft es noch.“ Weshalb? Weil es an ihr geschehen war. Sie hatte gesehen, was andere ihr erzählt hatten; aber dann war sie an der Reihe. Ihre Geheimnisse wurden geoffenbart. Deshalb sagte sie: „Es übertrifft alles.“ Ja: „Beneidenswert sind die Menschen, die ständig um dich sind und diese Dinge miterleben dürfen. Diejenigen, die immer hier sind und alles sehen, sind gesegnet.“ Sie hatte auch gesehen, wie er zum Haus des Herrn ging, um anzubeten. Sie wurde gläubig.

Er hat angekündigt, dass sie beim Gericht auftreten und die Verurteilung dieser Generation herbeiführen werden, denn es ist, wie es in den Tagen Salomos und Jonas war. Sie wird an jenem Tag, bei der Auferstehung, auftreten und die Verurteilung der Menschen herbeiführen, die in dieser Zeit gelebt haben. Denn ein Größerer als Salomo ist hier – der Heilige Geist selbst. Der Schöpfer des Himmels und der Erde ist hier und gibt sich den Seinen mit derselben Gabe zu erkennen, die in Christus war. Er selbst hat es getan. Er war es auch in Salomo. Er war auch in den Propheten und hat es getan. Das Gleiche ist für die letzten Tage geweissagt worden. Es ist seit Hunderten von Jahren nicht geschehen. So war es auch bei Seinem ersten Kommen: es hatte Hunderte Jahre keine Gabe der Unterscheidung gegeben. Doch dann trat jemand auf und stellte den Messias vor. Er hat verheißen, dass es das nächste Mal in den letzten Tagen wieder geschehen sollte.

Jetzt befinden wir uns in den letzten Tagen. Die Zeichen, die Er verheißen hat, geschehen; der Zustand der Welt ist genau so, wie es vorhergesagt ist: die Verderbtheit der Welt und alles, was wir heute haben. Auch der Heilige Geist tut genau das, was verheißen ist. Oh, es ist etwas Wunderbares zu wissen, dass wir einem wahren Gott dienen!

Ich möchte euch jetzt etwas erzählen. Ich habe es schon einmal erzählt, doch ich fühle mich geleitet, es noch einmal zu tun. Wie jeder von euch weiß, gehe ich gerne jagen – nicht so sehr wegen des Wildes, sondern weil ich mich gerne in den Wäldern aufhalte. Meine Mutter war ein Halbblut. Das wisst ihr. Sie war zur Hälfte eine Cherokee-Indianerin; ihre Mutter bekam eine Pension aus Tennessee. Deshalb gehe ich wohl so gerne jagen. Auch meine Bekehrung hat daran nichts geändert.

Meine erste Bibel war die Natur. Ich beobachtete, wie die Blume verwelkte und starb. Das kleine Samenkorn lag in der Erde und verrottete. Und im nächsten Jahr war nichts mehr davon übrig. Man hätte eine Handvoll Erde ins Labor bringen können und kein Chemiker der Welt hätte den Lebenskeim gefunden. Doch er geht auf, wenn die Sonne darauf scheint. Das Leben kam wieder hervor, und dadurch wusste ich, dass es nach dem Leben, dem Tod und der Beerdigung eine Auferstehung gibt.

Der Sonnenaufgang am Morgen ist mit einem Neugeborenen vergleichbar. Um 8:00 Uhr wird der Mensch eingeschult. Gegen 10:00 Uhr hat er die Hochschule absolviert. Um die Mittagszeit ist er in seiner vollen Stärke. 14:00 Uhr entspricht einem Lebensalter von 55 Jahren. Gegen 16:00 Uhr ist er 80 oder 85 Jahre alt und stirbt. Sie hat dem Zweck gedient, den Gott ihr zugedacht hat. Aber ist damit alles zu Ende? Nein. Am nächsten Morgen geht sie wieder auf, um zu bezeugen, dass es die Geburt, das Leben, den Tod und die Auferstehung gibt.

Doch der Same, der in die Erde gesät wird, muss vorher befruchtet worden sein, sonst wird er nicht hervorkommen. Das hat Gott so bestimmt, damit er hervorkommt. Dasselbe ist mit uns. Wir müssen den Lebenskeim in uns haben, sonst können wir nicht an der ersten Auferstehung teilhaben, sondern werden erst zum Endgericht hervorkommen – wie eine Getreidekreuzung, die gerade so weit hervorkommt, dass sie ihr Urteil von der Sonne bekommt und stirbt. Das ist dann ihr Ende. Der echte Same jedoch kommt wieder zum Leben hervor; er bringt Ertrag.

Seht euch den Pflanzensaft in einem Baum an. Bevor der Frost kommt, sagt ihm die Natur: „Gehe schnell hinunter in die Erde, denn der Frost kommt.“ Wenn das nicht geschieht, stirbt der Baum. Der Saft bleibt so lange dort unten, bis der Frost vorbei ist, dann steigt er wieder hinauf. Irgendeine Intelligenz vollbringt das. Wisst ihr, was das für eine Intelligenz ist? Erklärt mir, was für eine Intelligenz es ist, die den Saft dazu veranlasst, sich zurückzuziehen, sich dort zu verbergen und wieder hochzusteigen. Dann sage ich euch, welche Intelligenz es ist, die mir sagt, wer ihr seid, woher ihr kommt, was ihr getan habt und wohin ihr geht. Es ist das Gleiche, weil es derselbe Gott ist. Natürlich. Ganz gewiss. Es ist Gott, der diese Dinge vollbringt. Vergesst es nicht, Freunde.

Eines Tages war ich auf der Jagd, wo ich gewöhnlich jage: oben in den Nordwäldern. Ich war mit einem Freund zusammen, mit dem ich gern jagen gehe. Auch er ist indianischer Abstammung. Sein Name ist Bert Call, ein feiner Mensch. Soweit ich weiß, ist er jetzt hier. Er kommt jedes Mal hier in den Süden. Er ist ein guter Jäger. Man muss sich keine Sorgen um ihn machen: er verirrt sich nie. Wir jagen zusammen und kennen uns gut. Doch er war der hartherzigste Mensch, den ich in meinem ganzen Leben getroffen habe. Er schoss auf Rehkitze, nur um mich traurig zu machen, weil ich es nicht mitansehen kann, wenn diese kleinen Geschöpfe getötet werden.

Es ist in Ordnung, ein Kitz zu schießen, wenn die Regierung es erlaubt. Ich war jahrelang Wildhüter und bin immer noch Naturschützer. Ich liebe Tiere und setze mich für ihren Schutz ein. Wenn ihr die Tiere sich selbst überlasst und nicht einige zum Verzehr erlegt, vermehren sie sich zu stark, bekommen Krankheiten, an denen sie eingehen, oder sie verhungern. Haltet euch einfach an das Gesetz. Sie wissen, wie es zu regeln ist. Überlasst es ihnen.

Bert jedoch tötete sie einfach, um gemein zu sein und mich leiden zu sehen. Er sagte immer: „Billy, du bist ein guter Prediger und ein guter Jäger. Aber dein Problem ist, dass du zu sehr Prediger bist. Du bist zu ängstlich“. Ich antwortete: „Bert, du bist einfach grausam. Das ist alles.“ Und wir gingen weiter.

Einmal musste ich lange arbeiten und konnte erst zum Ende der Saison zur Jagd kommen. Dort gibt es den Weißwedelhirsch. Ich weiß nicht, ob er hier auch vorkommt. Ihr habt ja von Houdini, dem Entfesselungskünstler, gehört. Doch sie sind besser als er. Es war zum Ende der Saison und man hatte schon einige Male auf sie geschossen. Wir sind am Morgen losgegangen, denn wir wollten über die Presidential Range. Es lag etwa 15 cm hoch Schnee.

Wie immer hatten wir heißen Kakao und ein Sandwich dabei. Wenn wir gegen Mittag noch keinen Hirsch erlegt hatten, trennten wir uns dort in den Bergen und kehrten um 9:00 oder 10:00 Uhr abends zurück. Wenn wir einen Hirsch geschossen hatten, hängten wir ihn auf. Wir kennen uns dort ja aus und würden später zurückkommen und ihn holen.

Bevor wir an jenem Morgen losgingen, sagte er zu mir: „Hey Billy, ich habe hier etwas für dich.“ Ich fragte: „Was denn?“ Da griff er in seine Tasche und zog eine kleine Pfeife heraus. Er blies hinein und es hörte sich an, als wenn ein kleines Kitz nach seiner Mutter ruft.

Ich sagte: „Bert, du wirst doch nicht so grausam sein!“

Er antwortete: „Oh, ihr weichherzigen Prediger seid doch alle gleich.“

So stiegen wir den Berg hinauf und kamen gegen 23:00 Uhr an eine Lichtung, die ungefähr so groß war wie dieser Raum, vielleicht ein wenig größer. Wir hatten nicht einmal eine Fährte gesehen. Der Mond schien, und dann grasen sie nachts. Doch diesmal war es schwer, sie zu finden. Sie hielten sich verborgen und lagen im Dickicht und im Unterholz, fraßen Moos, das sie freigescharrt hatten, und fühlten sich sicher.

Wir kamen also an diese Lichtung und er setzte sich neben eine Schneewehe. Ich dachte, er würde seine Thermosflasche aus der Tasche holen, um einen Schluck von seinem Kakao zu nehmen, und dass wir unser Abendbrot essen würden, bevor wir uns trennten und durch das Gebirge zurückgingen; er auf dem einen Weg und ich auf dem anderen. Ich war ein wenig hungrig geworden und nahm mein Sandwich. Als ich mein Gewehr gegen einen Baum lehnte und in meine Tasche griff, schaute ich ihn an. Und er schaute mich an. Er hatte Augen wie eine Eidechse; genau wie die Frauen heute ihre Augen bemalen. So etwa sahen seine Augen aus, ein bisschen schräg wie bei einer Eidechse. Als er mich so ansah, dachte ich: „Was hat er vor?“ Da griff er hinunter und holte diese kleine Pfeife hervor. Ich sagte: „Bert, schämst du dich nicht?“

Doch er blies hinein, und als er das tat, stand in nicht einmal 30 Metern Entfernung eine große Hirschkuh auf. Die Pfeife ahmte das Junge nach, wie es nach der Mutter rief. Sobald er in die Pfeife blies, sprang sie auf. Normalerweise hätte sie das nicht getan, denn sie wusste, dass wir da waren. Doch ihr Baby war in Gefahr! Er sah mich wieder mit diesen Eidechsenaugen an. Ich beobachtete, wie er sein Gewehr entsicherte. Er brauchte immer nur einen Schuss. Er war ein guter Schütze.

Dann blies er noch einmal in die Pfeife. Die Hirschkuh ging direkt auf die Lichtung zu. Bruder, das war sehr ungewöhnlich. Normalerweise tun sie das nicht. Sie würde nicht einmal aufstehen. Und wenn, dann würde sie in die andere Richtung laufen. Doch sie kam direkt auf die Lichtung zu. Sie wusste, dass wir dort waren. Sobald die Sicherung des Gewehrs klickte, drehte sie den Kopf und schaute direkt in die Richtung des Jägers. Anstatt davonzulaufen, stand sie nur da. Ihre großen Ohren aufrecht gestellt, die Augen weit geöffnet, sah sie her.

Was war es? Sie war eine Mutter. Ihr Junges war in Gefahr. Es weinte wie ein kleines Kitz. Sie war nicht scheinheilig. Sie wollte sich nicht wichtig machen. Sie war aufrichtig. Sie war eine echte Mutter. Ja, das war sie.

Dann legte er das Gewehr an. Ich dachte: „Wie kannst du das nur tun, Bert?“

Ich konnte es nicht mitansehen, drehte mich um und dachte: „Herr, mein Gott, wie kann der Mann nur so grausam sein, das treue Herz dieser Mutter, die nach ihrem Baby schaut, totzuschießen; sie so zu täuschen und zu der Lichtung zu locken!“ Ich wusste, er war so ein guter Schütze, dass er ihr gutes Herz einfach zerschießen würde. Diese Mutter war nur gekommen, weil sie ihr Kleines hörte. Wir sprechen über Zeichen: Das war wirklich ein Zeichen, ein Zeichen der Treue, denn in ihrem Inneren war sie eine wirkliche Mutter. So drehte ich mich um und sagte: „Herr, mein Gott, wie kann ein Mensch nur so grausam sein und so etwas tun?“

Ich wartete und wartete, doch es fiel kein Schuss. Ich dachte, jede Sekunde würde der Schuss losgehen. Er hatte ein 180-Grain aufpilzendes Geschoss geladen, das ihr Herz zerfetzen würde. Ich dachte: „Warum geht der Schuss nicht los?“ Ich stand mit geschlossenen Augen da und betete.

Als ich mich umdrehte, sah ich, dass der Gewehrlauf wackelte. Ich sah genau hin: er konnte das Gewehr nicht ruhig halten. Dann schaute er auf, und diese Eidechsenaugen hatten einen ganz anderen Ausdruck angenommen. Die Tränen liefen ihm über die Wangen. Er warf das Gewehr auf den Boden und sagte: „Billy, ich hab genug davon. Führe mich zu dem Jesus, von dem du immer redest.“ Was war es?

Direkt dort auf der Schneewehe führte ich diesen grausamen Menschen zum Herrn. Er ist jetzt Diakon in einer Gemeinde. Was war es? Er sah etwas Echtes, nicht irgendeine Theologie oder etwas, das einmal war. Er sah Gott in der Realität. Das hat ihn überzeugt.

Oh, wie viele, die hier sind, möchten solche echten Christen sein, wie diese Hirschkuh Mutter war – mit einem wahren Erlebnis im Angesicht des Todes? (Die Versammlung sagt „Amen“.)

Lasst uns die Häupter neigen.

Himmlischer Vater, die Zeit ist fortgeschritten. Die Menschen sind aufmerksam. Sie sind freundlich und hören zu. Ich erinnere mich, wie ich an dem kalten Novembertag dort stand und der Wind über die Berge wehte. Ich sehe noch vor mir, wie die glitzernden Tränen seine bärtigen Wangen hinunterlaufen und er mich am Bein festhält. Er weinte und sagte: „Billy, du hast mir von Jemandem erzählt, der Liebe ist, und ich habe es hier in der Realität gesehen.“ Es war etwas in der Hirschkuh, Herr, das sie herauszog: echte Mütterlichkeit. Es war ein wahres Zeichen für echte Liebe und Mütterlichkeit.

O Gott, lass Dein Wort heute Abend durch Deinen wahren, echten Heiligen Geist sprechen. Lass es nicht nur ein Gefühl oder Begeisterung sein, was auch dazugehört, sondern etwas Echtes, das durch das Wort offenbar wird. „Das Wort ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und kennt die Gedanken des Herzens.“ So hast Du all Deine Propheten gekennzeichnet. Als Du auf Erden warst, nanntest Du sie Götter. Du sagtest: „ Ihr nennt jene, an die das Wort Gottes erging Götter. Wie könnt ihr dann Mich verdammen, wenn Ich sage, Ich bin Gottes Sohn?“

O Herr, die Welt kennt die Ihren. Sie ist all die Jahre blind gewesen. Ich bete, Vater, dass Du den Menschen heute Abend die Augen öffnest und uns zu echten Christen machst, die wahren Glauben haben, denn ein Größerer als Salomo ist hier. Ein Größerer als all die Propheten ist hier. Der Sohn Gottes selbst ist hier in der Gestalt des Heiligen Geistes. Er hat verheißen: „Nur noch eine kleine Weile, dann sieht Mich die Welt nicht mehr. Der Kosmos, die Weltordnung sieht Mich nicht mehr. Ihr aber werdet Mich sehen, denn Ich werde mit und in euch sein bis an der Welt Ende.“ Vater, Du hast gesagt, Du bist Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit, und wir wissen, dass es die Wahrheit ist. Ich bete, o Gott: sei heute Abend gnädig.

Während wir unsere Häupter gebeugt halten, möchte ich, dass ihr in der Gegenwart Gottes aufrichtig seid. Ihr habt noch nichts geschehen sehen, doch in eurem Herzen wisst ihr, dass ihr kein solch echter Christ seid, wie die Hirschkuh Mutter war. Der Grund, weshalb sie sich wie eine Mutter verhalten hat, war, weil sie geboren wurde, um Mutter zu sein. Sie konnte nichts dafür. Sie war von Geburt an so mütterlich. Wenn ihr noch nicht wiedergeboren seid und die gleiche Liebe zu Christus habt, dann kümmert euch nicht darum, was jemand anders sagt, sondern glaubt Ihm. Er ist Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Wenn ihr die gleiche Liebe Christi wie die Mutterliebe, die durch sie hervorkam, in Euch haben wollt, würdet ihr dann mit geneigtem Haupt und geschlossenen Augen eure Hand erheben? Sagt: „Bete für mich, Bruder Branham.“, und ich werde es gewiss tun. Gott segne Dich, Bruder. Gott segne Dich. O Gott, überall im Gebäude und auf der Empore sind die Hände erhoben.

Schämt euch nicht. Wenn ihr euch Seiner schämt, dann, so sagte Er, wird Er sich auch euer vor dem Vater und den heiligen Engeln schämen. Ihr seid nun in Seiner Gegenwart. Er ist hier. Er ist wirklich hier, der große Heilige Geist. Die Feuersäule, die mit Mose war, ist jetzt hier.

Denkt daran, als Er auf Erden war, sagte Er: „Ich bin von Gott ausgegangen und kehre zu Gott zurück.“ Es steht auch geschrieben: „Mose erachtete die Schmach Christi für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens.“ Er ging in die Wüste mit Christus. Jeder Bibelleser weiß, dass die Feuersäule der Engel des Bundes war, der Logos, der von Gott ausging, nämlich Jesus. Und dann starb Er und ist in den Himmel aufgefahren. Und als Er Saulus auf dem Weg nach Damaskus begegnete, war er wieder zur Feuersäule geworden, die durch ihre Helligkeit sogar Seine Augen erblinden ließ.

Er ist jetzt hier – Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Möchtet ihr euch Ihm nicht offenbaren und sagen: „Herr, mein Gott, ich habe dieses Erlebnis noch nicht gemacht. Ich möchte es machen.“? Ich bitte euch nicht, nach vorne zu kommen. Ich bitte euch nur, eure Hand zu Ihm zu erheben, wenn ihr es so empfindet. Hat jemand die Hand noch nicht erhoben? Tut es jetzt. Gott segne euch.

Unser himmlischer Vater, sie sind Dein. Gemäß der Wissenschaft könnten wir unsere Hände gar nicht heben, denn die Schwerkraft zieht sie nach unten. Aber es ist ein Geist in Männern und Frauen, und ein anderer Geist, der Heilige Geist, kam zu ihnen und sagte: „Hebe deine Hand.“ Und so setzten sie sich über das Gesetz der Schwerkraft hinweg und erhoben ihre Hände zu Gott, der sie erschaffen hat, und sagten: „Ich möchte ein echter Christ sein.“

Himmlischer Vater, ich bete, dass du aus jedem Einzelnen von ihnen einen echten Christen machst, im Namen Jesu Christi. Sie gehören Dir, Herr. Wie wenig ahnte ich an jenem Tag, als die Hirschkuh auf die Lichtung zulief, dass es einem Zweck diente! Doch es war ein Zeichen. Du aber weißt alles, und deshalb bete ich, Vater, dass Du sie jetzt annimmst. Sie sind Beweise für den Sieg des Evangeliums. Sie gehören Dir.

Du hast gesagt: „Niemand kann sie Meinem Herzen und Meiner Hand entreißen.“ Du hast auch gesagt: „Alle, die Du mir gegeben hast, sind Dein Eigentum, Vater. Niemand vermag sie Seiner Hand zu entreißen.“ In Johannes 5:24 sagte Jesus: „Wer Mein Wort hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen.“ Herr, das ist Dein Wort. Nicht diejenigen, die vorgeben zu glauben, sondern alle, die wirklich glauben, haben das ewige Leben. Sie gehören Dir, Vater. Ich übergebe sie Dir jetzt im Namen Jesu Christi. Amen.

Seid jetzt wirklich aufrichtig. Jetzt wäre es Zeit, zum Schluss zu kommen. Doch bleibt noch ein wenig. Ich möchte vorher noch wissen, wie viele glauben, dass Jesus Christus verheißen hat, mit uns zu sein, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind? (Die Versammlung sagt „Amen.“) Wie viele glauben, dass Er gestern, heute und in Ewigkeit Derselbe ist? („Amen.“) Wenn Er heute Abend hier ist, dann ist Er, wie Er damals war, und wird dasselbe tun. Die Bibel sagt, dass „Er ein Hoherpriester ist, der Mitgefühl mit unseren Schwachheiten hat.“ Stimmt das? („Amen.“) Im Neuen Testament, dem Hebräerbrief, im 4. Kapitel steht, dass wir in Ihm einen Hohenpriester haben, der Mitgefühl mit unseren Schwachheiten hat. Habt jetzt Glauben an Gott. Glaubt einfach von ganzem Herzen.

Wie viele von euch in der Versammlung sind krank? Wenn ihr krank seid, hebt eure Hand und sagt damit: „Ich bin krank.“ Bitte seid jetzt wirklich alle ganz leise.

Betet und sagt: „Herr Jesus, Bruder Branham kennt mich nicht. Doch Er hat gesagt, dass heute Abend ein Größerer als Salomo hier ist. Ich weiß, dass es sich wiederholen soll. Es ist vorhergesagt. Seit Jahrhunderten, sogar Tausenden Jahren ist es nicht mehr geschehen. Doch in Maleachi 3, Lukas 17 und anderen Stellen hast Du verheißen, dass es sich in den letzten Tagen wiederholen würde. Du sagtest, es würde sein, wenn der Menschensohn sich offenbart. Es muss gemäß dem Wort sein.“

„Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort … Und das Wort wurde Fleisch und nahm Seine Wohnung unter uns.“ Und das Wort erkennt die Gedanken. Das Wort war in den Propheten. Das Wort war im Sohn. Heute Abend ist das Wort in euch. Das Wort! Es ist vorausgesagt, eine Verheißung. Auch wenn es viele Nachahmungen, viel Menschliches gibt, hebt es dennoch das Echte nicht auf. Es gibt den echten Heiligen Geist, den wahren Gott.

Glaubt jetzt von ganzem Herzen und seht zu mir her. Sagt: „Herr, mein Gott, ich bete, dass Du Bruder Branham etwas offenbarst. Lass mich Dein Gewand berühren, wende Dich mir zu und sage mir durch ihn, was mein Problem ist. Er kennt mich nicht. Dadurch werde ich wissen, dass Du gegenwärtig bist.“

Freunde, wisst ihr, was das Problem mit den Pfingstlern ist? Sie haben zu viel gesehen.

Ein alter Seemann, der eines Tages vom Meer kam, traf einen Schriftsteller, der auf dem Weg zum Meer war. Der alte Mann fragte ihn: „Wohin gehst du, guter Mann?“ Er antwortete: „Ans Meer. Ich möchte das Salzwasser riechen, den blauen Himmel mit den weißen Wolken und die Möwen sehen.“ Jener sagte: „Ich wurde vor 50 Jahren dort geboren. Ich kann nichts Besonderes daran finden.“ Das ist es: Er hatte so viel davon gesehen, bis es alltäglich geworden war.

Das Gleiche ist mit uns. Wir haben so viel von Gott gesehen. Die Gemeinde, die in dieser letzten Zeit aus den Denominationen herausgerufen wurde, hat so viel davon gesehen, dass es normal geworden ist. Man übersieht es einfach.

Lass nie zu, dass Christus gewöhnlich für dich wird, mein Freund. Tu das niemals! Glaubt einfach von ganzem Herzen und mit allem, was in euch ist. Habt nun Glauben an Gott.

Betet jetzt und lasst den Herrn Jesus wirken. Berührt nun einfach Sein Gewand. Ich weiß nichts. Berührt Ihn. Er kann berührt werden.

Betet jetzt. Ich sage nicht, dass Er es tun wird. In einem Augenblick kann alles geschehen.

Da ist ein Licht. Macht jetzt keine Fotos mit Blitzlicht. Seid andächtig.

Es ist hier. Es ist über einer Frau, die dort sitzt und mich ansieht. Dort hinten. Glauben Sie, dass ich Sein Knecht bin, werte Dame? Ich bin Ihnen fremd. Sie kennen mich nicht. Ich kenne Sie nicht. Doch wenn Gott mir Aufklärung gibt wie bei der Frau mit dem Blutfluss oder der Frau, die fünf Ehemänner hatte – wenn der Herr Jesus Ihnen durch mich solch eine Information geben würde, würden Sie es von ganzem Herzen glauben? Sie werden wissen, ob es die Wahrheit ist oder nicht. Gut. Es ist ein Blasenleiden. Wenn das stimmt, dann heben Sie die Hand. Seht. Genau das ist es.

Du daneben wolltest ihr helfen. Du berührtest sie mit deiner Hand. Das war sehr nett. Glaubst du, dass Gott mir sagen kann, woran du leidest? Glaubst du, dass Er es tun kann? Bluthochdruck. Wenn es stimmt, hebe deine Hand.

Der Herr daneben: Glauben Sie, dass Gott mir sagen kann, was Ihr Problem ist? Sie werden wissen, ob es die Wahrheit ist oder nicht. Krampf-adern. Glauben Sie?

Die Dame, die dort sitzt und wohl weint: Es ist eine Nervensache. Das stimmt genau. Ein Schatten ist über dir. Du bist tagsüber schwach und meinst den Verstand zu verlieren. Der Teufel versucht dir das einzureden, aber es stimmt nicht. Von heute Abend an ist alles vorbei. Du hast den Sieg. Es hat dich verlassen. Der schwarze Schatten, der über dir war, ist von dir genommen worden.

Die Dame neben ihr hat eben geweint. Es hat dich getroffen. Glaubst du, dass ich Sein Prophet, Sein Knecht bin? Einige stoßen sich daran. Ich kenne dich nicht. Wir sind einander fremd. Glaubst du, dass Gott mir sagen kann, was du hast? Gut. Du hast ein Herz- und ein Nierenleiden und Anämie. Wenn das stimmt, dann hebe deine Hand.

Die korpulente Dame, die dort drüben sitzt und ein dunkelrotes Kleid trägt, betet. Sie möchte in die Gebetsreihe gerufen werden. Wenn das stimmt, hebe deine Hand. Glaubst du, Gott kann mir sagen, was dein Anliegen ist? Dein Freund wird gesund werden. Das geistliche Problem wird verschwinden. Und dein Frauenleiden wird dich verlassen, wenn du Gott von ganzem Herzen glaubst. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Wenn es das war, worum du gebetet hast, dann hebe deine Hand hoch, so dass die Menschen es sehen. In Ordnung. Habt einfach Glauben an Gott.

Ihr müsst nicht hier vorne sitzen. Glaubt auch dort hinten von ganzem Herzen. Weit hinten sitzt eine Frau. Sie hat ein Gewächs an der Seite. Sie betet. Sie begreift nicht, dass es um sie geht. Herr, mein Gott, ich bitte Dich: hilf mir. Mrs. Goodman, glauben Sie von ganzem Herzen, dass Gott dieses Gewächs von Ihnen nehmen wird? Dann stellen Sie sich hin und heben Ihre Hand, so dass die Menschen Sie sehen können. Ich bin ihr völlig fremd, habe sie nie vorher gesehen. Stimmt das alles? Dann heben Sie die Hand. In Ordnung.

Eine Dame, die dort drüben am Ende sitzt, hat ein Gallenleiden. Sie hat auch Diabetes und ein Herzleiden. Mrs. Holderfield, glauben Sie von ganzem Herzen? Dann können Sie auf der Stelle geheilt werden.

Bitte lauft nicht herum. Ich bitte euch im Namen Jesu Christi, es zu lassen. Krankheiten übertragen sich von einem zum andern. Seht. Der Unglaube ist das Schlimmste, das es auf der Welt gibt. Glaubt einfach.

Hier sitzt eine Dame, die für ihren Mann betet. Er trinkt. Das stimmt. Du betest, er möge mit dem Trinken aufhören, nicht wahr? Gut. Ich kenne dich nicht. Hast du eine Gebetskarte? Nein. Du brauchst auch keine, nur Glauben, dass Du es empfangen hast. Du hast etwas berührt. Von mir bist du 6 bis 9 Meter weit entfernt. Du hast den Hohenpriester berührt.

Die Dame hinter ihr betet ebenfalls für ihren Ehemann. Das stimmt. Dein Mann ist nervös. Es ist psychisch bedingt. Er wird vermisst. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Mit deiner Hand stimmt auch etwas nicht. Du hast eine Art Allergie. Sobald du mit speziellen Dingen in Berührung kommst, sieht man es deinen Händen an. Ist es nicht so? Dein Name ist Mrs. Patty. Glaubst du jetzt von ganzem Herzen? Wenn es so ist, hebe deine Hand. Amen. Ich habe euch gebeten, mir zu glauben.

Was ist mit der Dame, die dort sitzt? Du hast ein Mal auf deinem Gesicht, das aussieht wie Hautkrebs. Glaubst du, dass ich ein Knecht Gottes bin? Ja? Ich kenne dich nicht. Du bist mir fremd. Doch darum betest du nicht. Du betest wegen deines Herzleidens. Jawohl. Stimmt das? Meine Dame, wenn du von ganzem Herzen glaubst, kannst du geheilt sein. Dein Mann wurde gestern Abend geheilt, warum nicht jetzt du? Du warst früher Predigerin. Glaube von ganzem Herzen. Damit du es weißt: Du hattest Zweifel in deinen Gedanken. Jetzt bist du überzeugt, dass es geschieht, nicht wahr? Hebe deine Hand, wenn das stimmt. Habt Glauben an Gott.

Was meinen Sie, mein Herr, der Sie mit erhobener Hand dort sitzen? Glauben Sie, dass Gott Ihren Diabetes heilen und Sie gesund machen kann? Sie glauben es? Gut. Gott kann Sie heilen. Auch Sie sind mir fremd. Glauben Sie von ganzem Herzen!

Dort sitzt ein Mann mit einem Herzleiden. Auch mit seinem Rücken stimmt etwas nicht. Mr. Easter. Er wurde bei einem Zugunglück verletzt. Das ist die Ursache dafür. Steh auf, wenn das stimmt. Jesus Christus wird dich heilen und alles wohl machen.

Wie viele von euch glauben? Ein Größerer als Salomo ist hier. Glaubt ihr das? Jesus Christus, Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit wirkt im ganzen Gebäude. Glaubt ihr, dass Er jetzt hier ist? Er ist jetzt hier. Das ist Realität. Es ist genau das, was Er vorhergesagt hat: „Die Werke, die Ich tue, werdet auch ihr vollbringen; ja, größere als diese, denn Ich gehe zu Meinem Vater.“

Einmal berührte Ihn eine Frau und Er wurde schwach, so dass Er sagte, es sei Kraft von Ihm ausgegangen. Und Er war der Sohn Gottes! Ich bin nur ein Sünder, der aus Gnaden gerettet wurde, und es heißt: „Ihr werdet noch mehr vollbringen.“ Ich weiß, dass die King James Bibel sagt „Größeres“. Im Originaltext steht jedoch: „Ihr werdet noch mehr vollbringen; denn Ich gehe zu Meinem Vater …“ Glaubt ihr das?

Glaubt ihr, dass Er gegenwärtig ist? Warum legt ihr Gläubigen euch dann nicht gegenseitig die Hände auf und betet für denjenigen, der neben euch sitzt? Legt jetzt alle einander die Hände auf und glaubt von ganzem Herzen, während ihr betet. Betet, wie ihr in eurer Gemeinde betet. Glaubt, wie ihr immer geglaubt habt. Möge der Heilige Geist Gottes, der euch zu Gläubigen gemacht hat, sich euch gegenüber groß und treu erweisen, während ihr, so mütterlich wie jene Hirschkuh war, für den anderen betet. Der treue Geist Christi ist gegenwärtig.

Die Welt glaubt es nicht. Die Welt hasst es. Die Welt versteht es nicht. Das hat die Bibel vorhergesagt. Die Welt kennt nur das Ihre.

Gott aber kennt die Seinen. Er hat es verheißen. Es ist die Wahrheit. Er möge mir helfen, es ist die Wahrheit. „Jesus Christus ist Derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.“

Betet jetzt.

Herr Jesus, hier sind Taschentücher hingelegt worden, die für Kranke und Leidende bestimmt sind. Ich lege meine Hände darauf. Wir erfahren aus der Bibel, dass man sogar Schweißtücher oder Schürzen von Paulus zu den Kranken brachte, worauf dann böse Geister ausfuhren und sie von ihren Krankheiten geheilt wurden. Wir sind nicht Paulus, doch Du bist immer noch derselbe Jesus. Ich bitte, dass Du Deinen Segen auf sie legst für diejenigen, die nicht zur Versammlung kommen konnten.

Möge das Gleiche geschehen, wenn man den Menschen diese Taschentücher auflegt, was jener Dichter von den Israeliten zum Ausdruck gebracht hat, als sie das Rote Meer durchzogen: „Gott blickte voll Zorn aus der Feuersäule herab, und das Meer erschrak, weil es den Gläubigen den Weg versperrte, den sie gehen mussten. Also wich das Meer zurück und die Gläubigen zogen hindurch auf ihrem Weg zum verheißenen Land.“

Herr, unser Gott, blicke heute Abend durch das Blut Deines Sohnes Jesus Christus auf diese Taschentücher und auf die versammelten Menschen herab, die einander die Hände aufgelegt haben und füreinander beten. Du hast gesagt: „Bekennet also einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr Heilung erlangt. Denn das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernsthaft ist.“

O Gott, ich bete mit den bekennenden Christen, die jetzt für denjenigen beten, dem sie die Hände aufgelegt haben, dass die Kraft des Heiligen Geistes auf sie herabkommt. Möge der Geist sie der Realität gegenüber lebendig machen, Herr. Mögen sie es nicht verpassen, Herr. Lass sie nicht daran vorbeigehen, Vater. Möge Birmingham erkennen, dass der auferstandene Jesus Christus gegenwärtig ist – ein Größerer als alle Propheten, ein Größerer als alle Prediger, ein größerer als alle Päpste, als alle Herrscher oder sonst jemand. Es ist Jesus Christus, Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit, der sich in diesen letzten Tagen gemäß Seinem verheißenen Wort kundtut. Gewähre es, Herr. Ich bete das Gebet des Glaubens im Glauben für sie, während sie füreinander beten. Im Namen Jesu Christi bringen wir es Dir dar.

Schließt nun alle eure Augen, während ihr einander die Hände aufgelegt habt, und denkt daran: Jesus Christus, der es verheißen hat, hat sich herabgeneigt und bestätigt es.

Ja, ich sehe einen Mann, der von TB geheilt worden ist. Er sitzt hier in der ersten Reihe. Nehmt es an. Es geschieht jetzt überall im ganzen Gebäude. Gott ist wirklich gegenwärtig.

Ein Mensch kann etwas sagen; deshalb braucht es nicht so zu sein. Doch wenn Gott sich herabneigt und etwas sagt und es bestätigt, ja den Beweis erbringt, dass es wahr ist: wenn man es dann nicht glaubt, ist es eine unvergebbare Sünde, von der Jesus gesagt hat, dass sie weder in dieser noch in der zukünftigen Welt vergeben wird.

Es ist in der Schrift verheißen, und ihr seht es vor euch bestätigt. Ihr Menschen, ich bitte euch im Namen Jesu Christi: Nehmt Ihn an, während Er heute Abend hier gegenwärtig ist und wir Ihm so nahe sind. Glaubt es doch!

Alle, die ihr es wirklich glaubt und Ihn als euren Retter und Heiler annehmt: Steht bitte auf und bezeugt dadurch: „Ich stehe zum Zeugnis dafür auf, dass ich wirklich glaube und jetzt meine Heilung, meine Rettung annehme. In der Gegenwart Jesu Christi nehme ich jetzt alles an, was ich benötige.“

Schaut euch im Gebäude um: Fast alle sind aufgestanden. Wie herrlich! Es ist wunderbar! Es geschieht jetzt, wenn ihr es glaubt. Wenn ihr glaubt!

Lasst uns nun die Augen schließen, unsere Hände erheben und singen: „Ich lieb’ Ihn, ich lieb’ Ihn, denn Er hat mich zuerst geliebt.“ Wir wollen Ihm durch unseren Gesang den Lobpreis darbringen.

Ich lieb’ Ihn, ich lieb’ Ihn,
das teure Gotteslamm,
das mich geliebt und für mich starb
am Kreuzesstamm.

Wir wollen unsere Hände heben und sagen: „Preis sei dem Herrn!“ „Preis sei dem Herrn!“ „Preis sei dem Herrn!“

Ich lieb’ Ihn …

Alle, die gerettet werden möchten, kommt bitte nach vorne.

… und für mich starb am Kreuzestamm.

Neigt einen Moment eure Häupter. Der Pianist und der Organist sollen weiterspielen.

Ich frage mich, ob ihr heute Abend wirklich im Glauben überzeugt wurdet. Ich frage mich, ob ihr glauben könnt, dass Gott mir zur Bestätigung die Geheimnisse eurer Herzen sagen kann. Er braucht es jetzt nicht zu tun, aber Er tut es, weil Er es verheißen hat. Als Jesus damals auftrat, hätte Er nicht heilen müssen, doch Er hatte es verheißen. Es musste alles in Erfüllung gehen, was die Propheten von Ihm vorausgesagt hatten. Er tut es heute Abend, weil die Propheten und auch Jesus selbst es vorausgesagt haben.

Ich frage mich, ob ihr, die ihr solch eine Liebe zu Gott in euren Herzen haben möchtet wie die Hirschkuh für ihr Baby, die ihr solch eine Liebe zu Christus in euren Herzen haben möchtet, glaubt, dass Er euer Gebet erhört. Würdet ihr dann nach vorne kommen, damit wir für euch beten? Kommt bitte, während wir noch einmal singen. Ihr legt dadurch ein öffentliches Bekenntnis ab, indem ihr kommt und euch hier hinstellt. Wenn ihr glaubt, dass mein Gebet euch hilft, dann kommt, während wir noch einmal singen.

Beweist, dass ihr Ihn liebt, indem ihr kommt. Gott segne euch. Er hat uns zuerst geliebt.

Kommt auch von der Empore herunter. Wir warten auf euch. So ist es gut. Wenn ihr wirklich aufrichtig seid, kommt jetzt.

Die Menschen kommen von der Empore herunter. Singt alle. Stellt euch in den Gängen auf. Kommt nur.

Denkt daran: der Gott, vor den ihr beim Gericht treten müsst, ist euch heute hier in der Versammlung begegnet.

Ihr Prediger, die ihr an der Rettung der verlorenen Seelen interessiert seid, denen Menschen in Not am Herzen liegen, wollt ihr nicht kommen und euch zwischen die Menschen stellen? Ihr Prediger, die ihr glaubt, dass Gott immer noch Sünder rettet, werdet eines der größten Dinge erleben, das ihr je gesehen habt. Das gefällt dem Heiligen Geist.

Beweist es jetzt. Beweist, dass ihr daran interessiert seid, dass ihr Ihn liebt. Wenn ihr Ihn liebt, liebt ihr auch Seine Kinder.

Mischt euch unter die Menschen hier. Kommt und mischt euch unter das Volk und legt ihnen die Hände auf. Kommt jetzt. Wir werden gemeinsam beten. Ich glaube, dass der Heilige Geist heute Abend über die Menschen, über die ganze Zuhörerschaft ausgegossen wird.

Wenn ihr in Liebe mit Ihm verbunden seid, so lest Sein Wort.

Sondert euch jetzt von der Welt ab; entfernt euch von der Welt.

Prediger, kommt jetzt. Stellt euch unter das Volk.

Er ist hier. Er weiß, was in euren Herzen ist. Meint ihr nicht, dass Er es weiß? Er ist hier, nichts ist Ihm verborgen. Er weiß, was ihr redet und was ihr im Sinn habt.

Lasst uns nun die Häupter neigen, ihr alle hier, auch ihr, die ihr nicht hierher kommen konntet. Lasst uns beten.

Bekennt all eure Fehler und euren Unglauben. Sagt: „Herr Jesus, ich habe zu einer Gemeinde gehört. Ich bin zur Kirche gegangen. Aber ich war nie ganz zufrieden. Es musste noch etwas anderes geben. Ich habe gejauchzt. Ich habe in Zungen geredet. Ich habe zu einer Gemeinde gehört.“ All diese Dinge sind fein. Ich habe nichts dagegen. Doch davon spreche ich jetzt nicht.

Ich spreche von der Liebe Gottes tief drinnen; vom Heiligen Geist. Darum geht es. Das möchtet ihr: etwas, das sich wirklich bewährt hat, das bewirkt, dass Gottes Wort sich durch euch auslebt und durch euch wirkt; dass keine Wurzel der Bitterkeit in euch ist, damit der Heilige Geist durch euch strömt. Das möchtet ihr.

Neigt eure Häupter und betet andächtig. Ihr Prediger, legt ihnen jetzt die Hände auf.

Unser himmlischer Vater, wir bringen Dir heute Abend diese Versammlung, die Menschen, die hier stehen und ihr Bekenntnis ablegen, weil sie wissen, dass sie verkehrt gehandelt haben. Wahrscheinlich hatten sie auch Beweggründe und Einwände, die verkehrt waren. Doch heute Abend sind sie im Glauben gekommen, dass Du ihnen jede Sünde vergibst. Viele gehen schon seit Jahren in eine Gemeinde, viele tun viel Gutes. Doch heute Abend, Herr, möchten sie das Echte, die Lieblichkeit, die ihnen in ihrem Leben fehlt, dass der Heilige Geist Gottes in sie hineinkommt, damit das Wort Gestalt annimmt.

Deine Knechte, die Prediger, haben ihnen die Hände aufgelegt. Wir beten gemeinsam für sie und bitten Dich, Herr, dass es heute in Deiner Gegenwart ein für allemal tief in ihre Herzen dringt und erledigt ist. Möge der Heilige Geist jetzt in ihr Leben kommen und ihnen diese Lieblichkeit schenken, Herr, jene große Lieblichkeit des Himmels. Schenke ihnen ein Erlebnis, das für sie eine bleibende Erfahrung ist. Möge die erhabene Gegenwart des lebendigen Gottes spürbar in ihr Leben kommen und ihnen das geben, was sie gerade jetzt benötigen. Gewähre es, ewiger Gott. Sie gehören Dir. Ich übergebe sie Dir als Liebesgabe. Sie selbst geben sich Dir als Opfer hin. Möge der Heilige Geist es jetzt Wirklichkeit für sie werden lassen. O Gott, gewähre es im Namen Jesu Christi. Amen.