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Radio Luxemburg 1973-07-08 - 006
Ewald Frank
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Radio-Predigt Nr. 6
8. Juli 1973
Verehrte Hörer! Ich grüße Sie herzlich in dem teuren Namen des Herrn mit dem Wort aus Rom. 11,29:
„Denn unwiderruflich sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes.“
Menschen vertreten die Meinung, daß die Gaben des Geistes allein für die Apostel und die urchristliche Gemeinde bestimmt waren. Doch Gottes Wort sagt uns, daß die Gnadengaben und die Berufung Gottes unwiderruflich sind. In geistlichen Dingen gilt keine Menschenmeinung, sondern allein das durch den Geist Gottes inspirierte Wort. Menschen, denen die Offenbarung des Geistes zuteil geworden ist, erleben auch heute noch die Verheißungen Gottes.
Wir wollen mit dem Thema über die Geistesgaben fortfahren. Dazu lesen wir aus 1. Kor. 12:
„Jedem wird aber die Offenbarung des Geistes zum allgemeinen Besten verliehen.“
Hier gibt es keine Ausnahmen, denn es heißt, daß jedem Gläubigen die Offenbarung des Geistes zuteil wird. Am Pfingsttage sprach Petrus, durch den Geist geleitet, zu der herbeigeeilten Volksmenge:
„Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, soviele ihrer der Herr, unser Gott, berufen wird.“
Gottes Walten in Seiner Gemeinde bleibt unverändert. Dieselben Geistesfrüchte und Geistesgaben, die im Urchristentum vorhanden waren, werden auch heute offenbar. Obwohl in dieser Zeit überall Menschengeist am Werke ist und Gottes Wort außer Kraft gesetzt wurde, gibt es dennoch den Überrest der wahren Gläubigen, die sich dem Worte und Wirken des Geistes Gottes unterordnen. Sie glauben jede Verheißung des Wortes Gottes.
Als nächstes wird die Gabe des Glaubens genannt. Hier geht es nicht um einen allgemeinen Glauben, sondern um die Gabe des Glaubens. In Hebr. 11 finden wir Beispiele von den Glaubenshelden. In 2. Kor. 4,13 spricht Paulus von dem Geist des Glaubens, von dem Glauben, der durch den Geist gewirkt wird. In Tit. 1,1 lesen wir von dem Glauben der Auserwählten Gottes. Dieser Glaube nimmt Gott bei Seinem Wort und erlebt Seine Wundertaten.
Dann lesen wir von den Heilungsgaben, die durch denselben Geist gewirkt werden. Für viele ist das Thema der Glaubensheilung ein Anstoß und ein Ärgernis, ohne daß sie merken, im Widerspruch zu Gott und Gottes Wort zu stehen. Alle wahrhaft Gläubigen sind dankbar für jede Verheißung. Sie glauben jedes Wort, wie es geschrieben steht und haben Anteil an der Offenbarung des Geistes. Eine Gemeinde, die ablehnt, was Gott in Seinem Worte verheißen hat, kann nicht den Anspruch stellen, Gemeinde Jesu Christi zu sein. Ob es sich um die Gabe der göttlichen Erkenntnis, der geistgewirkten Weisheit, der Gabe des Glaubens oder um die Heilungsgaben handelt, so ist es doch immer derselbe Herr, derselbe Gott, derselbe Geist, der alles in allen wirkt. Viele haben sich am Wirken des Geistes Gottes versündigt, indem sie es als vom Teufel bezeichneten, ohne zu wissen, daß sie damit den Heiligen Geist gelästert haben.
Als fünfte Geistesgabe wird die Verrichtung von Wundertaten genannt. Im Alten und im Neuen Testament begegnen wir dem allmächtigen Gott, der Seine Knechte dazu gebrauchte, Wunder zu tun. Wir denken an Mose und Elia, an Petrus und Paulus und viele andere, deren Dienst Zeugnis von den Wundern Gottes ablegt. Die Urgemeinde betete mit den Worten:
„ … Herr, blicke hin auf ihre Drohungen und verleihe deinen Knechten Kraft, dein Wort mit allem Freimut zu verkündigen! Strecke deine Hand dabei zu Heilungen aus und laß Zeichen und Wunder durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus geschehen.“
Heute würde ein solches Gebet in vielen Gemeinden befremdend wirken oder sogar als Ärgernis aufgefaßt werden. Doch Gott erhörte sie, weil es Ihm wohlgefällig war. Es muß also richtig sein, wenn auch wir in derselben Weise beten. Wir brauchen die Bestätigung Seines Wortes. Es sei denn, wir glauben, beten und erleben Gott wie die ersten Christen, sonst können wir nicht den Anspruch stellen, Gemeinde Jesu Christi zu sein. Gott will sich in dieser Zeit in Seiner Macht und Herrlichkeit unter den Seinen offenbaren, indem Er Sein Wort durch Wunder und Zeichen bestätigt. Die allgemeine Auffassung, man brauche die göttliche Bestätigung und die Geistesgaben in dieser Zeit nicht mehr, ist unbiblisch. Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Er baut Seine Gemeinde heute wie damals und offenbart sich in derselben Weise in ihrer Mitte. In Hebr. 2,4 lesen wir:
„Wobei auch Gott noch Zeugnis dafür abgelegt hat durch Zeichen und Wunder, durch mannigfache Krafttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes, nach seinem Ermessen.“
Alle Gotteskinder werden vor die Entscheidung gestellt, ob sie der verstandesmäßigen Überlegung oder dem Worte Gottes Glauben schenken. Wenn wir das übernatürliche Wirken Gottes in die Vergangenheit setzen, berauben wir die Gemeinde der Gegenwart und Segnungen Gottes. Sind Prediger und Gemeindemitglieder in dieser Zeit bereit, das Wort Gottes so zu glauben, wie es geschrieben steht? Dann werden sie Gott in derselben Weise erleben, wie es uns in der Bibel berichtet wird.
In Apg. 8,6-7 steht:
„Die Volksmenge zeigte sich allgemein für die Predigt des Philippus empfänglich, indem sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat: denn aus vielen fuhren die unreinen Geister, von denen sie besessen waren, mit lautem Geschrei aus, und zahlreiche Gelähmte und Verkrüppelte wurden geheilt.“
So sieht der von Gott bestätigte Dienst eines von Ihm berufenen Evangelisten aus. Wieviele haben diese göttliche Bestätigung in dieser Zeit aufzuweisen? Apg. 6,8 berichtet uns:
„Stephanus aber, ein Mann voll Gnade und Geisteskraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volke.“
Dies ist die Zeit, in der Gott die Seinen aus allen menschlichen Traditionen herausführt und sie durch Sein Wort und Seinen Geist belehrt. Ehe der Herr die Seinen heimholt, wird Er alles biblisch ordnen. Er wird Sein Wort bestätigen und durch Seinen Geist mächtig wirken. Er ist Alpha und Omega, Er der Erste und der Letzte. Sein Wort ergeht bis an die Enden der Erde.
„Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“
Von Jesus steht in Apg. 3,21:
„Diesen muß allerdings der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, was Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von der Urzeit her verkündigt hat.“
Wir hören nicht auf moderne theologische Deutungen, wir achten allein auf das, was der heilige Mund des Herrn durch Seine Propheten geredet hat. Verehrte Hörer! Sind Sie von Gott begnadigt und ein Glied Seiner Gemeinde? Können Sie zu jedem Worte Gottes ,Ja’ sagen? Können Sie glauben, daß der Herr sich noch heute in Seiner Gemeinde in derselben Weise offenbart? Tragen Sie ein Verlangen, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden? Möchten Sie an den Geistesgaben und Geistesfrüchten Anteil haben? Daran kann sich ein jeder prüfen, ob er vom Geist Gottes erfaßt wurde. Bitte lehnen Sie nicht ab, was Gott verheißen hat, denn es geht um Ihre Seligkeit. Lassen Sie sich von keinem Menschen das Wort Gottes anders deuten. Wer das Wirken des Geistes Gottes ablehnt, ist noch nicht von der Gnade erfaßt worden. Der Heilige Geist stimmt mit jedem Worte Gottes überein. Wir wollen beten.
Himmlischer Vater, ich bitte Dich in Jesu Namen, rede durch Dein Wort und durch Deinen Geist zu allen in einer solch eindringlichen Weise, daß sie Dich in Deinem Wirken verstehen. Schenke Gnade, daß jeder erkennt, wo Du durch Deinen Geist wirksam bist, indem Du Dein Wort bestätigst. Erfasse jeden und schenke ihnen die Offenbarung Deines Geistes. Ich bitte es in Jesu Namen. Amen.