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Radio Luxemburg 1973-08-05 - 010

Ewald Frank

calendar_month 5. 8. 1973

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Radio-Predigt Nr. 10
5. August 1973

Verehrte Hörer! Es ist mir ein Vorrecht, alle in dem teuren Namen des Herrn Jesus Christus zu grüßen. Wir wissen uns mit vielen Tausenden in Ost- und Westeuropa sowie in anderen Teilen der Welt in der Liebe Gottes verbunden. Die vielen Briefe geben Zeugnis von dem Segen, den die biblische Wortverkündigung bewirkt.

Unsere Sendung trägt den Titel: „Die Endzeit-Botschaft“. Es geht darum, den Gläubigen die Botschaft der Endzeit zu bringen. Viele Weissagungen erfüllen sich in dieser Generation. Wir stehen vor der Wiederkunft Jesu Christi. Alle haben das Recht, über den Heilsplan Gottes in dieser Zeit informiert zu werden.

Immer, wenn Gott auf Erden etwas Außergewöhnliches zu tun gedachte, ließ Er es durch einen Seiner Knechte ankündigen. Ehe die Sintflut als Gericht Gottes über die Erde hereinbrach, sandte Gott der Herr Seinen Propheten Noah mit einer Botschaft. Der Herr verglich jene Zeit mit der mistigen. Damals sprach Er:

„Mein Geist soll nicht für immer im Menschen erniedrigt sein, weil er ja Fleisch ist.“

Doch die Kinder Gottes achteten nicht auf das Wort und ließen sich nicht vom Geiste Gottes leiten. Sic vermischten sich mit Menschentöchtern und zogen somit den Zorn Gottes über die gesamte Menschheit. Die gesegnete Linie Seths vermischte sich mit der Linie Kains. und Gott beschloß das Ende allen Fleisches.

Auch in dieser Zeit gibt es nur zwei Linien: die Gläubigen und die Ungläubigen, die Kinder Gottes und die Kinder dieser Welt. Wir erleben heute die größte Vermischung aller Zeiten, und Gott spricht wiederum:

„Mein Geist wird nicht immer mit dem Menschen rechten.“

Die Menschen sind überall um Einheit bestrebt, sei es auf religiösem, politischem oder wirtschaftlichem Gebiet. Nur die wahrhaft Gläubigen nehmen die Ermahnung aus 2. Kor. 6,14 ernst:

„Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“

Das Ende allen Fleisches ist vor Gott beschlossen. Doch ehe das Verderben über die Erde kommt, findet die Hinwegnahme der wahren Gläubigen statt.

Von Noah heißt es, daß er Gnade bei dem Herrn fand. Darum geht es in dieser Zeit. Gnade vor Gott zu finden, bedeutet den Willen des Herrn zu erkennen, Sein Wort zu glauben und sich vom Geiste Gottes strafen zu lassen.

Zwei Bücher in der Bibel heben den prophetischen Teil der Heilsgeschichte in besonderer Weise hervor. Im Alten Testament ist es das Buch des Propheten Daniel, im Neuen Testament die Offenbarung Jesu Christi. In beiden werden Ereignisse in Symbolen und Bildern dargestellt, die nur durch göttliche Offenbarung verstanden werden können. Die Propheten sahen das Vorhaben Gottes in Gesichten und konnten sie dem Volke beschreiben. In Dan. 8,15 lesen wir:

„Als nun ich, Daniel, das Gesicht sah und es zu verstehen suchte, sah ich plötzlich jemand mir gegenüber stehen, der wie ein Mann aussah.“

Es war der Engel Gabriel, der von Gott mit dem Auftrag zu dem Propheten gesandt worden war:

„Gabriel, erkläre diesem das Gesicht!“

Wenn heute jemand solch ein Erlebnis berichten würde, brauchte er für Spott nicht zu sorgen. Selbst diejenigen, die sich als gläubig bezeichnen, haben Mühe, dem übernatürlichen Wirken Gottes Glauben zu schenken. Der Prophet Daniel berichtet von dem Engel Gabriel:

„Da kam er auf den Ort zu, wo ich stand: und als ich bei seiner Annäherung erschrak und mich auf mein Angesicht niederwarf, sagte er zu mir: ,Gib acht, Menschenkind, denn das Gesicht bezieht sich auf die Endzeit.“

Der Herr selbst gibt Seinen Knechten das rechte Verständnis über die biblischen Ereignisse. Sie empfangen die Bedeutung des prophetischen Wortes durch Gesichte, durch die Sendung eines Engels oder durch direkte Offenbarung des Heiligen Geistes. Mit Wahrhaftigkeit überbringen sie die göttliche Botschaft dem Volke Gottes. Nicht jeder ist befugt, das Wort Gottes zu verkündigen. Man hat allerdings im Laufe der Zeit einen Beruf daraus gemacht, der wie jede andere Tätigkeit gewählt wird, ohne eine göttliche Berufung empfangen zu haben. Niemals hatten Propheten und Apostel von sich aus gesprochen; sie alle wurden von Gott berufen und beauftragt.

In diesem Zusammenhang denke ich an die Berufung unseres geliebten Bruder Branham's, der von Gott in einer außergewöhnlichen Weise gebraucht wurde. Des öfteren berichtete er, daß der Engel des Herrn zu ihm kam und ihm die göttliche Unterweisung zuteil werden ließ. Viele mögen jetzt sagen: „Ich glaube nur, was in der Bibel steht.“

Werte Freunde! Wer das glaubt, was Gott in der Vergangenheit tat, wird auch glauben, was derselbe Gott in unserer Zeit tut. Br. Branham beschrieb die Gestalt des Engels, der am 7. Mai 1946 zu ihm kam, wie folgt: seine Größe auf etwa 1,80 m, sein Gewicht mit ungefähr 200 englische Pfund, mit dunklem Haar und ohne Bart und barfuß. Br. Branham erging es so wie dem Propheten Daniel. Doch der Engel sprach: „Fürchte dich nicht! Ich bin aus der Gegenwart des allmächtigen Gottes gesandt worden, dir mitzuteilen, daß dein ungewöhnliches Leben und deine mißverstandenen Wege angezeigt haben, daß Gott dich mit einer Gabe der göttlichen Heilung zu den Menschen der Welt gesandt hat. Wenn du aufrichtig bist und erreichst, daß die Menschen dir glauben, wird deinem Gebet nichts widerstehen, nicht einmal der Krebs.“

Ich selbst hatte das Vorrecht, diesen Gottesmann in Europa und den USA EU hören. Seine bevollmächtigte Wortverkündigung hat mich tief beeindruckt. Schon mit 18 Jahren hatte ich die Bibel durchgelesen, doch jetzt Uin Ich sie nochmals gründlich unter Gebet. Ich bin Gott dankbar, daß Er Seinen Knecht und Propheten in dieser Generation mit dem ,So spricht der Herr’ des geoffenbarten Wortes sandte. Viele geben sich nicht die Mühe, gründlich anhand der Heiligen Schrift zu prüfen, was Gott in dieser Zeit gelnn hat. Stattdessen hören sie auf die Schriftgelehrten, die das Wirken Jesu in dieser Zeit dem Teufel zuschreiben. Doch ein wahrer Knecht Gottes ist nicht von dem Urteil der Menschen abhängig. Er steht vor dem allmächtigen Gott und führt seinen Auftrag gewissenhaft aus. Ich habe den göttlichen Ruf zur Wortverkündigung schon in der Frühe meiner Jugend gehört und hatte bereits viele Jahre gepredigt, als der Tag der Bestätigung der göttlichen Berufung kam. Es war am 2. April 1962 bei Sonnenaufgang, als der Herr mit lauter Stimme folgende Worte zu mir sprach: „Mein Knecht, deine Zeit für diese Stadt ist bald um. Ich werde dich in andere Städte senden, Mein Wort zu verkündigen…“

Was ich dabei empfand, kann ich nicht beschreiben. Ich hatte gerade zum Fenster hinaufgeschaut, als von der rechten Seite des Fensters die Stimme des Herrn ertönte. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was geschehen würde. Die Autorität der Stimme des Herrn war so gewaltig, daß ich meinte, die Welt bliebe stehen und der Jüngste Tag bräche an. Ich wußte, was immer diese Stimme ausspricht, ist absolut und gewiß. Weitere Einzelheiten meines Zeugnisses, auch meine Reise zu Br. Branham, können Sie in der Broschüre „Glaube nur das ,So spricht der Herr!’“ nachlesen. Br. Branham sagte mir durch göttliche Offenbarung genau dieselben Worte und gab mir die Bestätigung des göttlichen Auftrages. Für mich sowie für alle wahrhaft Gläubigen in dieser Zeit steht fest, daß Jesus Christus derselbe ist, daß Er redet und wirkt und Seine Knechte beauftragt, um Seinem Volk Sein Wort zu offenbaren. Wie der Herr dem Propheten Daniel durch die Sendung des Engels Gabriel Aufschluß über das Gesicht gab, so sandte Gott in dieser Zeit Seinen Engel zu Seinem Knecht. Würden wir auf alles, was der Herr durch den Dienst Br. Branhams getan hat, eingehen, so würden wir eine neue Apostelgeschichte schreiben.

Werte Freunde! Ich habe Ihnen Tatsachen berichtet, die auch vor dem Throne Gottes gelten. Gott der Herr hat sich nicht geändert. Er erfüllt und bestätigt die Verheißungen Seines Wortes. Der Geist Gottes wird nicht immer mit dem Menschen rechten. Die Gnadenzeit geht zu Ende, die Wiederkunft Jesu Christi steht nahe bevor. Sind wir alle bereit, Ihm zu begegnen? Wir wollen beten.

Herr, unser Gott, wir danken Dir für Dein geoffenbartes Wort in dieser Zeit. Laß die Endzeit-Botschaft in alle Herzen dringen. Segne Dein Volk auf der ganzen Erde in Jesu Namen. Amen.