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Radio Luxemburg 1973-08-26 - 013
Ewald Frank
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Radio-Predigt Nr. 13
26. August 1973
Verehrte Hörer! Herzlich grüße ich alle in Europa sowie in anderen Teilen der Welt in dem teuren Namen des Herrn Jesus Christus. Gott hat vielen, die diese Sendungen mit Freuden hören, die Augen und Herzen geöffnet. Es geht darum, daß wir Gott erleben, mit Ihm verbunden sind und an Seinem Wirken in dieser Zeit Anteil haben. Wir lesen aus Hebr. 4 von Vers 1:
„Da nun die Verheißung des Eingehens in seine Ruhe noch unerfüllt geblieben ist, so wollen wir ängstlich darauf bedacht sein, daß es sich bei keinem von euch herausstelle, er sei zurückgeblieben.“
Wenn wir von der Hinwegnahme der Brautgemeinde Jesu Christi sprechen, denken wir an die erste Auferstehung und Entrückung Seiner Gemeinde. Doch gleichzeitig spricht die Schrift von denen, die zurückbleiben. Es steht geschrieben:
„ … daß es sich bei keinem von euch herausstelle, er sei zurückgeblieben.“
Welch ein Entsetzen und Schmerz wird über diejenigen kommen, die damit rechneten, entrückt zu werden und doch zurückbleiben! Im gleichen Kapitel lesen wir:
„Denn das Evangelium ist an uns ebensogut ergangen wie an jene: aber jenen hat das Wort, das sie hörten, nichts genützt, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben vereinigt war.“
Es geht bei dem Hören des Evangeliums, des Wortes Gottes, darum, daß wir von Herzen glauben, was die Schrift sagt. Für uns gilt dann die Verheißung von Vers 3:
„Wir dagegen, die wir zum Glauben gekommen sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat.“
Um welch einen Glauben handelt es sich hier? Es ist der Glaube, den der Heilige Geist wirkt und der in den Verheißungen Gottes verankert ist. Doch welch bestürzende Worte finden wir in Vers 6:
„ … die, welche zuerst die beglückende Botschaft empfangen haben, sind infolge ihres Unglaubens nicht hineingelangt.“
In dieser Zeit haben wir die beglückende Botschaft der Endzeit vernommen. Die verborgenen Geheimnisse Gottes wurden enthüllt. Niemals gab es eine Zeit, in welcher der Heilsplan Gottes so umfassend und tief offenbart wurde, doch es heißt von denen, die damals die beglückende Botschaft hörten, daß sie infolge ihres Ungehorsams nicht zur Ruhe eingingen. Die Warnung gilt auch uns. Durch eine von Gott gesandte Botschaft werden alle Dinge in der Gemeinde göttlich geordnet. Wer ungehorsam bleibt und sich dem Worte Gottes nicht unterordnet, kann durch seinen Unglauben nicht in die Ruhe Gottes eingehen. Wer aber begreift, daß Gott der Herr Seinem Volk eine beglückende Botschaft sendet, sie im Glauben aufnimmt und dem Wort Gottes Gehorsam leistet, geht in die göttliche Ruhe ein. Im 7 Vers lesen wir:
„So setzte Gott aufs neue einen Tag fest, ein ,Heute’…“
Es ist der Tag der Gnade, der Tag des Heils. Von dieser Zeit des neuen Bundes weissagten schon die Propheten im Alten Testament. In Hebr. 8,10 heißt es:
„Darin soll der Bund bestehen, den ich mit dem Hause Israel mich jenen Tagen schließen werde – so lautet der Ausspruch des Herrn: ,Ich will meine Gesetze in ihren Sinn hineinlegen und sie ihnen ins Herz schreiben, und ich will dann ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein!’“
Erst wenn der völlige Gehorsam hergestellt und Gottes Wort in unseren Herzen, in unserer Gesinnung, in unserem Munde zu finden ist; wenn wir sagen können, wie geschrieben steht: „Ich glaube, darum rede ich“, dann erst ist Gott unser Gott und wir sind Sein Volk.
Ach, daß sich bei keinem von uns herausstellen möchte, er sei zurückgeblieben! Die Ermahnung ist an uns alle gerichtet. Für diejenigen, die dem Worte Gottes und der beglückenden Botschaft Glauben geschenkt haben, gilt die Verheißung:
„Werft also eure freudige Zuversicht nicht weg: sie bringt ja eine hohe Lohnvergeltung mit sich.“
Haben wir eine freudige Zuversicht und selige Gewißheit, wenn wir an die Wiederkunft Jesu Christi denken? Sind wir bereit, in Seine Herrlichkeit einzugehen? Uns gilt das Wort der Ermahnung:
„Standhaftes Ausharren tut euch not, damt ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens das verheißene Gut erlangt.“
Wer immer die freudige Zuversicht hat, wird bemüht sein, standhaft auszuharren und bereit sein, den Willen Gottes zu tun, um die Verheißung zu erleben. Die Verheißung und die Bedingung sind eng miteinander verbunden. Wer in dieser Zeit auf die Wiederkunft Jesu Christi wartet, muß bereit sein, die Botschaft Gottes zu hören und den Willen Gottes zu tun. Die Schrift sagt:
„Denn es währt nur noch eine kleine, ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und nicht auf sich warten lassen.“
Wieviel mehr können wir in dieser Zeit sagen, daß es nur noch eine kleine Weile bis zur Wiederkunft Jesu Christi dauert. Er verzieht mit Seiner Verheißung nicht, sondern hat Geduld mit den Seinen, daß niemand zurückbleibt, sondern zur Erkenntnis der Wahrheit gelange und zubereitet werde. Dann steht das herrliche Wort:
„Mein Gerechter aber wird aus Glauben das Leben haben, und wenn er kleinmütig zurückweicht, hat mein Herz keinen Wohlgefallen an ihm.“
Wenn Gottes Wort an uns ergeht, wenn wir von Ihm gerechtfertigt sind, den göttlichen Glauben empfangen haben und das göttliche Leben uns zuteil wurde, dann sollen wir nicht zaghaft und kleinmütig zurückweichen, damit Gottes Wohlgefallen bleibend auf uns ruhen kann. Nur diejenigen, auf denen Gottes Wohlgefallen ruht, werden an der I,nlrückung teilnehmen.
Henoch, der siebente nach Adam, hatte das Zeugnis, daß er Gott wohlgefällig war. Weil er mit Gott wandelte, wurde er zur Herrlichkeit hinauf-genommen. Wenn Gott mit uns redet und wir Seinem Worte Glauben schenken, dann können wir mit Ihm wandeln. Wenn wir nicht kleinmütig zurück-weichen und Sein Wort nicht in Frage stellen, werden unsere Herzen mit Zuversicht erfüllt und Gottes Wohlgefallen ruht auf uns. Hier sprechen wir von der wahren Gemeinde Jesu Christi, von den Erstgeborenen und den vollendeten Gerechten. In Hebr. 12 von Vers 22 lesen wir:
„ … ihr seid zu dem Berge Zion, zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, herangetreten und zu vielen Tausenden von Engeln, zu einer Festversammlung.“
Welch ein Wort voller Trost für diejenigen, die begriffen haben, worum es hier geht. Weiter steht:
„ … und zur Gemeinde der im Himmel aufgeschriebenen Erstgeborenen und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten.“
Die Gemeinde Jesu Christi ist in den Augen Gottes gerechtfertigt, ist schon zu einer Festversammlung versammelt, vereinigt mit Tausenden von Engeln im himmlischen Jerusalem. Die Erstgeborenen werden zur Vollendung gelangen. Sie sind im Himmel aufgeschrieben. Ach, möchte Gott Gnade schenken, daß wir nicht nur hier auf Erden zu einer Gemeinde gehören und unsere Namen hier eingeschrieben sind, sondern daß wir alle die Gewißheit hätten, daß unsere Namen in dem Lebensbuch des geschlachteten Lammes seit Grundlegung der Welt geschrieben stehen.
„Wir sind zu Jesus, dem Mittler des Neuen Bundes, und zu dem Blute der Besprengung gekommen.“
Nachdem nun der Schreiber des Hebräerbriefes diese tiefen und kostbaren Gedanken ausführte, richtete er in Vers 25 die Warnung an uns alle:
„Hütet euch, daß ihr den nicht ablehnt, der zu euch redet! Denn wenn jene nicht ungestraft geblieben sind, die den ablehnten, der sich ihnen auf Erden kundgab: wieviel weniger werden wir dann davonkommen, wenn wir uns von dem abwenden, der vom Himmel her mit uns redet.“
Verehrte Hörer, werte Freunde! Könnten wir es doch erfassen, daß hier nicht ein Mensch etwas sagt, sondern daß Gott der Herr vom Himmel her durch Sein Wort und durch Seinen Geist mit uns redet. Wir müssen begreifen, welch eine beglückende Botschaft Er jetzt an Sein Volk richtet – ein Wort der Ermahnung, der Zurechtweisung, der Auferbauung. Alles muß von Gott in den rechten Stand gebracht werden. Der Herr selbst redet in Seiner Gemeinde, Er räumt auf und bringt alles wieder in die biblische Ordnung zurück. Wenn wir begriffen haben, daß Er es ist, der durch alle Propheten und Apostel, durch Sein teures und heiliges Wort sowie durch die mächtige Offenbarung Seines Heiligen Geistes auch in dieser Zeit zu uns redet, dann können wir Ihn nicht ablehnen noch an Seinem Reden vorbeigehen. Wenn jene nicht ungestraft geblieben sind, zu denen Er auf Erden redete, wieviel weniger werden wir ungestraft davonkommen, wenn wir Ihn jetzt ablehnen, der so klar und deutlich, so eindringlich vom Himmel her mit uns redet. Die Stimme Seines Wortes ist es, die bis an die Enden der Erde dringt.
Wir wollen beten.
Herr, unser Gott, wir wollen vor Dir stille werden. Rede Du zu allen, die Dein Wort hörten. Rette, heile und hilf allen. Ich bitte es in Jesu Namen. Amen.