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1989-07-02 - 10:00 - Krefeld - DEUTSCH

Ewald Frank

calendar_month 2. 7. 1989

Ewald Frank

Sonntag, 2. 7. 1989 10.00 Uhr, Krefeld, Deutschland

Thema: Römer 3,4: Gott allein ist wahrhaftig, und ein jeder Mensch ist ein Lügner!

ausgestrahlt am Sonntag, 21. 12. 2025 10.00 Uhr

Das glauben wir nicht nur, das ist so; er ist noch auf dem Thron. Er hat das erste Wort gesprochen, er wird das letzte sprechen; und er wird seine Sache herrlich hinausführen.

In dem gleichen Johannes-Brief, aus dem schon gelesen wurde, möchte ich nur Vers 18 lesen, weil wir eben gerade gesungen haben, dass Furcht uns erspart bleibt.

1. Johannes 4, Vers 18 sagt uns:

(18) Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus…

Ich glaube, der Zeitpunkt ist da, um Gott völlig und ganz zu vertrauen.

Furcht ist nicht in der Liebe.“

Gott hat uns geliebt. Er hat seine Liebe unter Beweis gestellt, nicht in Worten, in der Tat und hat auf Golgatha die Versöhnung geschenkt, eben als Beweis seiner göttlichen Liebe, weil er uns nicht im Verlorensein lassen wollte, sondern als gerettet zu sich führen und mit sich wieder vereinen.

Wollen wir es von ganzem Herzen glauben, dass es geschehen ist, wollen wir glauben, dass Gott uns in das Reich der Liebe hineinversetzt hat, wie geschrieben steht, und dass dem Erlösungswerk nichts hinzugefügt werden kann. [Kol 1:13] Es ist ein Werk Gottes, das auf Golgatha geschah.

Es wird entweder angenommen oder abgelehnt, entweder erlebt oder nicht erlebt. Und Gott möge uns Gnade schenken, dass wir es erleben und im Glauben unter dem Schall des Wortes sind.

Ihr wisst, eine Predigt muss im Glauben aufgenommen werden, wenn sie eine göttliche Auswirkung haben soll.

Nur das Wort zu hören genügt nicht. Man muss es beim Hören glauben. Und man muss beim Glauben damit rechnen, dass Gott es in unserem Leben tut, dass er das, was er in seinem Worte gesagt hat, vollführt, vollstreckt, bewirkt und auch tut.

Das ist sehr wichtig.

Wenn wir die heilige Schrift betrachten, dann waren es diejenigen, die auf das Wort des Herrn hin handelten, die die Wunder Gottes gesehen haben.

Ich gebe euch ein Beispiel, ehe wir dann kurz in die Wortbetrachtung übergehen werden. Ein Beispiel dafür ist besonders in Lukas Kapitel 5 gegeben – Lukas Kapitel 5, was den Gehorsam betrifft und im Glauben entsprechend dem Wort des Herrn zu handeln. Lukas Kapitel 5 von Vers 1 berichtet uns von Petrus und einigen seiner Freunde, die Fischer waren.

Es heißt hier in Vers 3:

(3) Da trat er in eins der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande abzustoßen; darauf setzte er sich nieder und lehrte die Volks-scharen vom Boote aus.

Erstmal nur diesen einen Vers.

Der Herr war sehr praktisch veranlagt. Er sah, dass die Volksmenge sich um ihn schart und ihn drängt. Er wollte ein paar Meter Abstand haben; um reden zu können – ungehindert reden zu können.

Er stieg in das Boot.

Aber das Boot war ja nicht als Kanzel gedacht, um weiterhin darin Reden zu halten; es war zum Fischen gedacht.

Und wir sehen hier weiter aus Vers 4:

(4) Als er dann seine Ansprache beendet hatte, sagte er zu Simon: »Fahre auf die Höhe des Sees hinaus und werft eure Netze aus, damit ihr einen Zug tut!«

(5) Da antwortete Simon: »Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts gefangen; doch auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.«

Wer es je beobachtet hat – ich habe es besonders auf der Insel Patmos beobachtet, als ich damals eine Woche lang dort war, wann die Fischer fischen. Wenn man nicht schlafen kann weder bei Tag noch bei Nacht, dann kann man manche Dinge beobachten.

Die fischen nicht am Tage, wenn die Sonne heiß scheint. Die wissen ganz genau, wann gefischt wird. Und hier gibt Petrus deshalb die Antwort und sagt:

"Wir haben die ganze Nacht über gefischt und haben nichts gefangen."

Jetzt aber sprach der Meister; und Petrus wusste, wenn er spricht, ist zu gehorchen; und er tat, was gesagt wurde.

Lasst es mich noch ganz lesen von Vers 5:

(5) Da antwortete Simon: »Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts gefangen; doch auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.«

Ich habe es eben schon gesagt oder angedeutet, wie oft habe ich morgens, wenn die Fischer zurückkamen, gesehen, was sie alles in ihre Netzen hatten. Es war eine Freude, das mitzusehen.

Petrus und die Seinen haben gefischt die ganze Nacht hindurch; und die Netze waren leer. Nun aber sagt er:

(5) … doch auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.«

(6) Als sie das getan hatten, fingen sie eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zerreißen wollten.

(7) Da winkten sie ihren Genossen, die in dem anderen Boot waren, sie möchten kommen und ihnen helfen; die kamen auch, und man füllte beide Boote, so dass sie tiefgingen.

Es war also nicht nur für einen genug, es war für beide genug.

Als ich das so las, kam mir wirklich der Gedanke: In dem Moment, wo der Herr einem einzigen einen Befehl und Auftrag erteilen kann, dann kann es passieren, dass der Segen so groß ist, dass noch für andere, die sich mit zum Fischen begeben, genügend sein wird, dass nicht nur ein Boot, sondern mehrere Boote gefüllt werden können, nicht nur einer gesegnet wird, sondern alle gesegnet werden, die dazu bestimmt waren, zu fischen.

Der Herr hatte ja gesagt: "Ich werde dich zu einem Menschenfischer machen"; und wenn Gott einen segnet, kann er alle segnen. [Mt 4:19]

Im Grunde genommen ist es ja immer so: Wenn Gott einen segnet, dann segnet er alle mit, die mit dem einen mitmachen, den Gott gesegnet hat – das ist eine göttliche Ordnung. Und so sehen wir es hier, dass Petrus so gesegnet war, der auf das Wort des Herrn hin handelte, dass nicht nur sein Boot, sondern auch das Boot seiner Mitbrüder so gefüllt werden konnte, dass beide Boote gleichermaßen tieflagen, weil die Last darin so schwer war.

Das heißt hier in Vers 8:

(8) Als Simon Petrus das sah…

Als er das sah. Und warum sah er das? Weil er den Mut und den Glauben hatte, auf das Wort des Herrn hin zu handeln – nicht argumentierte, sondern begriff: Hier hat der Herr geboten, hier habe ich danach zu handeln.

Und dann heißt es:

(8) Als Simon Petrus das sah, warf er sich vor Jesus auf die Knie nieder und rief aus: »Herr, gehe weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!«

Jeder Mensch wird das in der Gegenwart des Herrn ausrufen und besonders dann, wenn wir feststellen, dass wir ohne ihn ja nichts haben ausrichten können. Ein sehr gutes Beispiel.

(5) … die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts gefangen; doch auf dein Wort hin …

Ihr Lieben, wir haben das an dieser Stätte schon einige Male gesagt: Wenn es um heilsgeschichtliche Dinge geht, dann haben wir abzuwarten, bis die Stunde Gottes für bestimmte Dinge schlägt, die auf Erden geschehen müssen und geschehen werden gemäß dem großen Heilsratsschluss unseres Gottes.

Wir warten auch in dieser Zeit auf eine Weisung des Herrn; und dann verspreche ich euch, dass die Netze voll sein werden, die Boote gefüllt sein werden. Auf das Wort des Herrn hin werden wir mit Gottes Hilfe noch den größten Fischzug aller Zeiten machen.

Gott hat das so gewollt.

Die Ernte wird ja zur Erntezeit eingebracht, nicht schon vorher. Und die Ernte, sagt unser Herr in Matthäus 13, ist das Ende der Welt. Nicht schon vorher, sondern das Ende der Welt.

Und auf uns ist das Ende der Zeit gekommen. Und deshalb wird auch die große Ernte ganz am Ende eingebracht werden.

Ich gehöre nicht zu denen, die nun auf viele Offenbarungen zurückgreifen können. Das ist mir von Gott einfach nicht geschenkt worden. Hin und wieder habe ich etwas erlebt, dafür bin ich dankbar. Aber wie gesagt, ich gehöre nicht zu denen, die nun jede Woche oder jeden Monat oder jedes Jahr etwas Übernatürliches erleben. Ich wünschte selber, dass es öfter sein könnte.

Aber Gott ist Gott; und er weiß was er tut.

Aber den Traum werde ich nie vergessen mit dem Weizenfeld, mit dem neuen Mähdrescher und wie die Wolken sich zusammenzogen und ich in die Luft schaute und sah, als sei da ein Kampf in der Luft.

Und es wurde immer dunkler und dunkler, und ich sagte: "Herr, es ist zu spät, die Gerichte brechen herein, die Ernte kann nicht mehr eingebracht werden."

Und plötzlich öffnete sich in dieser vollen Wolkendecke eine Öffnung und das Licht der Sonne strahlte hindurch – aber fragt nicht, in welcher Majestät und Pracht. Einfach ganz herrlich.

Und die Ähren waren lang und dick, wie man sie hier überhaupt nicht sieht. Und überreif, goldgelb, hingen alle schwer herunter. Nicht eine stand aufrecht, alle hingen geneigt nach unten, voller Gewicht.

Und als diese Öffnung so über mir war oder kurz vor mir so auf dieses Weizenfeld strahlte, das war ein herrlicher Anblick.

Und dann kam die Stimme des Herrn: "Besteige den Mähdrescher, auf dem noch keiner gesessen hat und bringe die Ernte ein, denn dazu habe ich dich bestimmt."

Und ich sah mich in diesem Traumgesicht wie ein Jüngling unbeschwert diesen Mähdrescher besteigen, hier ein Hebel, da einen Hebel gezogen und began, damit die Ernte einzubringen.

Alles in einem Zug – gemäht, gedroschen, alles war in einem Werdegang.

Ich habe immer wieder mal nach oben geschaut. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich dann den letzten Teil – ihr wisst ja, bei einer Ernte mäht man so lange, bis die letzte Reihe, die letzte Schicht genommen werden kann. Ich war gerade mit diesem letzten schmalen Streifen wieder zum Ausgangspunkt zurückgekommen – und siehe da, die Öffnung schloss sich. Es wurde total finster, es begann zu donnern und zu krachen. Ich meinte wirklich, die Welt bricht zusammen.

Aber eins war mir klar: Ehe der Tag des Herrn mit seinen Gerichten hereinbrechen wird, wird durch Gottes Gnade, mit Gottes Hilfe die Ernte eingebracht werden. Denn so steht es geschrieben: "Er wird den Weizen in seiner Scheue sammeln, nur die Spreu wird er verbrennen." [Mt 3:12]

Den Weizen wird er sammeln und der wird eingebracht werden.

Auf sein Wort hin, auf sein Wort hin. Nicht, wann wir wollen und wie wir wollen, sondern auf sein Wort hin. Wie er will, so wird es geschehen.

Wie dankbar können wir sein, dass Gott uns nicht hat laufen lassen in eigenen Wegen, mit eigenen Plänen, sondern dass er uns aus Gnaden zu einem Teil seines Heilsplanes gemacht hat.

Und ihr könnt es ja alle bezeugen: Nie haben wir besondere Ansprüche gestellt, etwas Besonderes zu sein. Wenn Gott aber einen Dienst schenkt, wenn er Aufträge gibt, dann müssen sie ausgeführt werden. Und je besser wir das tun, umso angenehmer wird es sein.

Und was immer geschieht, geschieht zum Aufbau der Gemeinde und zum Segen des Volkes Gottes, nie zur Hervorhebung eines einzelnen Menschen. Denn so steht es geschrieben: "Und wenn ihr alles getan habt, was ich euch geboten habe, so sprecht, wir sind unnützige Knechte." [Lk 17:10]

Petrus hat in diesem Wort getan, was der Herr ihm geboten hatte. Und was war seine Reaktion auf das hin? Er warf sich auf seine Knie nieder und sprach: "Herr, gehe von mir, ich bin nur ein sündiger Mensch." [Lk 5:8] Es war ihm nicht zu Kopf gestiegen, wie es manchen zu Kopf steigt, die nie vom Herrn berufen sind.

Wer von Gott beauftragt ist, dem steigt es nicht zu Kopf, dem geht es in das Herz hinein. Und er weiß sich zu diesem Dienst von Gott bestimmt und gerufen und weiß gleichzeitig, nichts mehr zu sein als alle anderen, die das Wort hören – mit dem einzigen Unterschied, dass die Verantwortung entsprechend größer ist, die ja alle anderen nicht im Gesamtmaß erfassen können.

Wir glauben anhand der Dinge, die wir sehen, dass wir wirklich am Ende der Zeit angekommen sind. Und auch speziell nach dem gestrigen Abend habe ich mir vergegenwärtigt, welch ein Vorrecht es ist, in dieser Generation die prophetische Botschaft gehört zu haben.

Und manche mögen meinen oder fragen: "Ist das denn wirklich so wichtig? Hängt denn davon etwas ab?" – und so weiter.

Alles, Bruder Russ sagt eben: "Alles" und das stimmt. Und ich sage euch auch warum, ohne zu urteilen – aber schaut euch alle Denominationen an: Sie gehen über den Weltrat der Kirchen zurück in den Mutterschoß. Da ist keiner mehr, der herausruft wie das früher war; sondern von dort, wo sie herausgerufen wurden, dahin kehren sie jetzt über ihre Blindenführer zurück.

Wären wir nicht alle den gleichen Weg gegangen, wenn sich Gott unser nicht erbarmt hätte?

Wer von uns hätte Übersicht gehabt, worum es geht, wenn nicht Gott einen Propheten gesandt hätte und uns die Offenbarung geoffenbart hätte und die verborgenen Geheimnisse kundgetan hätte!

Wer wüsste denn, was dies oder jenes ist, auf das es eigentlich gerade in unserer Zeit ankommt?

Und ihr wisst, der Feind hat sich schon manchmal in das Bild eines Engels des Lichts gestellt oder verkleidet. Und wenn es der Antichrist genauso tut, dann wird die ganze Welt dadurch betört.

Aber es gibt eine Schar auf Erden, die für Christus bestimmt ist, eine Erstlingsschar, die das Siegel Gottes trägt und die den Antichristen mit all seinem frommen Machwerk durchschaut hat. Weil wir die Offenbarung Jesu Christi haben, haben wir gleichzeitig die Erkenntnis darüber, wer der Antichrist ist.

Ich sage euch auch das ganz frei und offen: Wer die Offenbarung Jesu Christi nicht hat, wird nie den Antichristen durchschauen können.

Und ich werde euch aus der heiligen Schrift zeigen, dass es nicht genügt, nur die wahre Lehre zu haben. Wir müssen in dem Wahrhaftigen sein, der Gott und ewiges Leben zusammen ist.

Ihr wisst, es gibt ja auch Richtungen, die hier und da in der Lehre stimmen und trotzdem Denominationen geworden sind und den weiteren Teil des prophetischen Wortes liegen lassen, ohne die ganze Schrift zu nehmen. Und ich möchte dazu einiges lesen heute in dieser Vormittagsstunde.

Als erstes aus Römer, Kapitel 3, Vers 4 – ein uns allen sehr bekanntes Wort:

(4) … Es bleibt vielmehr dabei: Gott ist wahrhaftig, ob auch jeder Mensch ein Lügner ist, wie es in der Schrift heißt…

… und so weiter.

Besonders der Begriff "Gott ist wahrhaftig".

Das wissen wir, das glauben wir von ganzem Herzen – Gott ist der wahrhaftige Gott. In ihm kann nichts als Wahrheit und Wahrhaftigkeit sein.

Aber diese göttliche Wahrhaftigkeit muss auch in uns gefunden werden. Auch wir müssen in dem Wahrhaftigen sein, durchdrungen von der göttlichen Wahrheit von Kopf zu Fuß und ein Teil des Wortes geworden sein, damit alle Lüge und was sonst noch sein mag, von uns abprallt.

Ich lese dazu aus 1. Johannes, dem 5. Kapitel, Vers 20, ebenfalls uns allen sehr gut bekannt:

(20) Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht verliehen hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen…

Das ist der erste Schritt. Das ist Punkt 1, aber noch nicht das Ende – „… damit wir den Wahrhaftigen erkennen…“ – durch Offenbarung erkennen.

Aber dann kommt ein zweiter Schritt:

(20) … und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

Nicht nur erkennen, sondern in ihm sein – ein Teil Gottes geworden zu sein. Ein Teil des Wortes, eins mit Gott, eins mit dem Worte zu sein.

Gott ist wahrhaftig. Er hat sich uns in Jesus Christus, seinem Sohne, offenbart – „… und nun sind wir in dem Wahrhaftigen…“

Darauf kommt es an: nicht nur an den Wahrhaftigen zu glauben, nicht nur über ihn lehrmäßig zu reden, sondern durch den Geist in das Göttliche versetzt zu werden und ein Teil Gottes zu sein insofern wir göttlichen Geschlechts geworden sind durch die Wiedergeburt, durch geistliche Zeugung aus dem Wort und dem Geiste Gottes.

So wie wir irdisch Menschenkinder sind aufgrund irdischer, menschlicher Zeugung, so sind wir Gotteskinder geworden aufgrund göttlich-geistlicher Zeugung durch das Wort und den heiligen Geist. Wir sind nach dem Zeugnis der heiligen Schrift das göttliche Geschlecht, das heilige Priestertum.

Wir sollen die Tugenden dessen verkündigen, der uns aus der Finsternis berufen und in sein Licht gestellt hat. [1Pt 2:9]

(20) Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht verliehen hat…

Ihr wisst ja, niemand hätte wissen können, wer und was Gott ist. Im Sohne hat der Vater sich geoffenbart; und der Sohn konnte sagen: "Wer mich sieht, der sieht den Vater." [Joh 14:9]

"Wer mich hört, der hört den Vater."

Und er sagt:

"Ich bin's nicht, der diese Werke tut, sondern der Vater, der in mir ist, er tut seine Werke." [Joh 14:10]

Kein Mensch hätte gewusst, wer Gott ist, wenn er sich nicht in Jesus Christus offenbart hätte. Hier haben wir diese volle Offenbarung, und deshalb steht:

(20) Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht verliehen hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; …

Halleluja, Preis sei Gott!

In der Offenbarung Jesu Christi ist die Offenbarung Gottes in Sicht gekommen, ja sichtbar offenbar geworden.

Das ist der Anfang. Wer diese Offenbarung Gottes in Christus nicht hat, wird nie in den Wahrhaftigen hineinkommen können, denn das eine zieht das andere nach sich.

Und ihr Lieben, hier geht es nicht nur um eine Lehre, hier geht es um eine Offenbarung.

Ich habe schon Brüder getroffen, die die Jesus-Allein-Lehre genauso führen wie andere die Trinitätslehre führen.

Ein Streitgespräch nach dem anderen, eine Rechthaberei nach der anderen – und auch das ist nicht richtig.

Richtig ist, wenn der Mensch eine Begegnung mit Jesus Christus hat, wenn sich Gott ihm in Christus offenbart und es nicht eine Lehre, sondern ein Erlebnis ist, das der Einzelne mit dem lebendigen Gott gemacht hat.

Deshalb steht hier:

(20) … der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht verliehen hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; …

Wenn wir mit dieser Schriftstelle zu Evangelium Johannes 17 gehen, hier steht geschrieben – Johannes 17, Vers 3:

(3) Darin besteht aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Wie viele sagen: "Wir haben das ewige Leben, wir haben das ewige Leben."

Gemäß dem Zeugnis der heiligen Schrift – und ich lese es noch einmal – haben diejenigen ewiges Leben, die den allein wahren Gott erkennen, denn er allein ist der Wahrhaftige und das ewige Leben. Wir sehen, nicht eine Lehre, in der man leichtfertig über die Dinge hinweg geht, sondern ein göttlicher Eingriff durch Offenbarung, damit wir dieses Erlebnis persönlich machen.

(3) Darin besteht aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. [Joh 17:3]

Hier haben wir gelesen, "… dass er dazu gekommen ist, um uns Einsicht über den Wahrhaftigen zu verleihen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne, Jesus Christus und er ist der wahrhaftige Gott und ewiges Leben." [1Jo 5:20]

Wir nehmen keinen Anstoß daran, dass er sich als Vater im Sohne offenbart hat, im Gegenteil, wir freuen uns darüber, weil es notwendig war, dass Gott Mensch wurde und die Menschheit dann in den göttlichen Stand zurückversetzen zu können. Das war der Heilsratsschluss unseres Gottes, den er zur Ausführung gebracht hat.

Lesen wir noch weiter über die Wahrhaftigkeit. Im 3. Johannes-Brief steht – 3. Johannes-Brief, Vers 3:

(3) Denn es ist mir eine große Freude gewesen, wenn Brüder kamen und dir wegen deiner Wahrhaftigkeit ein anerkennendes Zeugnis erteilten, wie du ja in der Wahrheit wandelst.

Nicht nur den Wahrhaftigen erkennen, sondern auch in dem Wahrhaftigen sein, und dann in Wahrhaftigkeit mit Übereinstimmung des Wortes der Wahrheit zu wandeln, als Beweis, dass es nicht nur Worte sind, die wir machen, sondern dass unser Leben dahintersteht.

Darauf kommt es an. Und wenn unser Leben als Zeugnis dahinter steht, wird Gott seinen Segen aus Gnaden schenken.

Schaut, hierin liegt auch der Beweis oder die Tatsache, dass wahrhaft Gläubige sich nicht vermischen können mit Auslegungen und Deutungen, die immer wieder neu auf den geistlichen religiösen Markt gebracht werden.

Wie oft haben wir das schon gesagt: Jesus Christus, unser Herr und Erlöser, war das reine Wort Gottes, das Fleisch geworden war.

(1) Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. [Joh 1:1]

In jedem Fall keine Vermischung, sondern rein und heilig hier auf Erden offenbar geworden.

Die Braut als ein Teil des Bräutigams kann keine Vermischung sein. Sie muss aus dem Originalwort hervorgehen und durchdrungen werden von der gleichen Wahrhaftigkeit Gottes, muss ein Teil Gottes werden. Nur so können wir und uns und andere verstehen, wenn wir keine Kompromisse eingehen können.

Es gibt keine Möglichkeit. Wir sind ja aus Gottes Gnaden aus jeder Vermischung herausgenommen worden, herausgerufen worden, nicht um abermals eine noch trügerische Vermischung zu Machen oder ihr zum Opfer zu fallen.

Und ich sage es euch auch: Die Verführungskunst ist nicht so sehr in den altbekannten Kirchen auf religiösem Gebiet.

Für uns oder für alle, die die Endzeit-Botschaft glauben, wird es ja so nahe der richtigen Sache kommen müssen und sein, dass, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführt würden in den Irrtum.

Also, da wird niemand kommen und sagen: "Ihr müsst von jetzt das ‘Ave Maria’ beten." So wird niemand kommen oder euch vorschlagen eine Pilgerreise nach Fatima zu machen. So wird euch kein Mensch kommen.

Wie wird das geschehen?

In dem gleichen Vokabular, das wir verwenden: Botschaft, Offenbarung und was alles so da an besonderen Worten geprägt wurde, wird man verwenden, um den Trug glaubhaft zu machen. Und dann kommt es darauf an, in Worte Gottes gegründet zu sein, mit Wahrhaftigkeit Gottes durchdrungen zu sein und nicht nur den Wahrhaftigen erkannt zu haben, sondern in dem Wahrhaftigen zu sein.

Ich möchte in ihm sein, in dem Wahrhaftigen, um von seiner Wahrhaftigkeit durchdrungen zu werden. Und dann wird und muss alles andere automatisch von uns abprallen und abfallen. Es wird dann keinen Zugang mehr finden.

Es gibt da ein Wort im Lukas-Evangelium, das unser Herr auch auf sich bezogen gesprochen hat, indem er sich als Bräutigam nennt. Es gibt wahrscheinlich nur diese eine Stelle in den Evangelien außer der, in der Johannes der Täufer ihn Bräutigam nennt. Hier in Lukas Kapitel 5 von Vers 33 lesen wir:

(33) Sie aber sagten zu ihm: »Die Jünger des Johannes fasten häufig und verrichten Gebete, ebenso auch die der Pharisäer, während die Deinigen essen und trinken.«

(34) Jesus antwortete ihnen: »Könnt ihr etwa von den Hochzeitsgästen verlangen, dass sie fasten, solange der Bräutigam noch bei ihnen weilt?

(35) Es werden aber Tage kommen, wo der Bräutigam ihnen genommen ist: dann, an jenen Tagen, werden sie fasten.«

Hier spricht unser Herr von sich als dem Bräutigam.

Wie schon gesagt: Johannes hatte ihn als Bräutigam erwähnt, als der, der die Braut hat; und die Stimme des Bräutigams war zu hören.

Hier ist unser Herr, der von sich als Bräutigam spricht und sagt: “Können die Hochzeitsgäste fasten, wenn der Bräutigam in ihrer Mitte ist?”

Und dann denken wir an das Wort, das Bruder Russ gestern Abend hier las, aus Offenbarung 19. Deshalb kam ich überhaupt auf das Wort aus dem Lukas-Evangelium.

In Offenbarung 19 von Vers 6 haben wir ja alle mitgelesen:

(6) Dann hörte ich ein Getön, das klang wie der Jubel einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Krachen starker Donnerschläge, als sie riefen: »Halleluja! Der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten!

(7) Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich gerüstet,

Damals war der Bräutigam noch auf Erden, als er die Worte in Lukas 5 sprach.

Nun wartet er, bis die gesamte Braut vollzählig sein wird; und dann kehrt er wieder gemäß Matthäus 25, um die Seinen zu sich zu nehmen, um dann mit ihnen das Hochzeitsmahl zu feiern.

Siehe da, es gibt Menschen, die tatsächlich mit aller Macht predigen, er sei schon gekommen und ist jetzt hier auf Erden.

Ihr Lieben, auch in diesem Punkt brauchen wir uns gar nicht anzustrengen und auch nicht überheblich über andere zu stellen. Wir brauchen Gott, um Gottes Wort nur Recht zu geben; und dann sind alle Dinge geklärt.

Es gibt keine Verheißung, die uns sagen würde, dass der Herr auf diese Erde zurückkommt. Die gibt es in der ganzen Bibel nicht. Wer sie findet, kann sich tausend Mark abholen.

Es gibt nur die Verheißung, dass er hingeht, uns die Stätte bereitet und dass er wiederkommen wird – aber nicht um seine Füße irgendwo auf diese Erde zu setzen, sondern dass wir ihm in der Luft begegnen und dann bei dem Herrn sein werden allezeit. Nicht er allezeit bei uns hier, sondern wir allezeit bei ihm dort – das lehrt die heilige Schrift.

Es gibt Brüder, mit denen kann man nicht mehr reden. Die vergeistlichen alles, die sind so geistlich, dass sie selbst natürliche Vorgänge vergeistlichen bis hin zur Auferstehung der Toten und sagen mir ins Gesicht: “Die Toten sind schon auferstanden; die Gräber waren die Denominationen und, nun sind die Gläubigen aus diesen Denominationsgräbern hervorgekommen – also hat die Auferstehung stattgefunden.”

Nicht mit mir und nicht mit denen, die aus der Wahrheit sind und die mit der Wahrhaftigkeit Gottes durchdrungen sind!

Wenn Jesus wiederkommt – das war eine meiner letzten Fragen an die Brüder, die das so behauptet haben und wir können es nachlesen 1. Thessalonicher 4, speziell Vers 13 und 14, dass wenn Christus wiederkommt, wird Gott alle, die uns vorausgegangen sind, mit ihm bringen.

Die in Christo Entschlafenen müssen ja zuerst auferstehen; und dann werden wir, die wir leben und übrig geblieben sind, verwandelt werden.

Das ist die göttliche Reihenfolge seines heiligen Wortes.

Es gibt keinen Menschen, der das Recht hat, die klaren Aussprüche des Wortes zu verdrehen und eine Lehre daraus zu machen, die unbiblisch ist.

Alles, was Gott gesagt hat, ist im Grunde genommen so einfach und klar verständlich, dass wir keinen Daniel brauchen, der mit besonderer Weisheit gefüllt wäre, um uns das klar zu machen. Es ist sonnenklar.

Nur wenn Menschen die klare Sache anders deuten, wird es unklar für diejenigen, die da zuhören und dann in geistlicher Verwirrung gebracht werden.

Es gibt zu viele Bibelstellen, die speziell die Wiederkunft Jesu Christi behandeln, als dass man darüber im Unklaren gelassen worden wäre. Gottes Wort bezeugt uns auch den Vorgang so deutlich und so klar.

Und ihr wisst ja sowieso, mit dem Augenblick werden wir doch aus dieser sterblichen Hülle herausgenommen werden und in den Auferstehungsleib hineinkommen.

Wer hat denn heute, so darf ich doch sicherlich fragen – und das nicht mit Ironie, sondern mit Aufrichtigkeit: Wo gibt es einen Menschen auf Erden, der einen Auferstehungsleib hat, wenn die Auferstehung bereits stattgefunden hätte?

Bitte, wo sind sie? Wer hat sie gesehen?

Alle gehen sie, wie sie vorher gegangen sind, alle leben sie, wie sie vorher lebten und sagen trotzdem, die Auferstehung sei schon passiert.

Nicht mit mir und nicht mit uns! Wenn der Herr wiederkommt, dann wird das Vergängliche von der Unvergänglichkeit abgelöst werden und das Sterbliche von der Unsterblichkeit. [1Kor 15:53] Das sagt Gottes heiliges Wort und so wird es sein, gelobt sei der Name des Herrn!

Schade, dass man darüber noch sprechen muss.

Und ihr wisst, welch ein Leid mich durchdringt, wenn ich daran denke, wie viele Richtungen entstanden sind.

Aber auch da bin ich voller Zuversich;, tief in meinem Herzen bin ich davon überzeugt, dass Hesekiel 34 und viele Bibelstellen ihre Erfüllung finden werden, dass der Herr als der wirkliche Hirte seine Schafe vom Munde all derer, die sie geschoren haben, nehmen und dass er selbst der Hirte seine Herde werden wird, wie er der Erlöser war und noch heute ist. [Hes 34:11]

Die Schafe seiner Weide sind die Herde seiner Hand [Ps 95:7], und ganz am Ende wird der Herr die Seinen fordern, denn sie sind in seine Hände gekennzeichnet. Er hat sein Leben für die Schafe gelassen.

Wofür? Damit sie Leben und volles Genüge haben – nicht hin und her gerissen und gezogen werden, sondern zur Ruhe kommen in Gott und volles Genüge in ihm haben.

Kommen wir zurück zu dem Wort hier aus Offenbarung 19 – Braut, Bräutigam, Hochzeit des Lammes.

Jesus sagte damals: "Ich werde von dem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken, bis dass ich es neu trinken werde im Reiche meines Vaters." [Mt 26:29]

Und hier finden wir es beschrieben, dass es geschehen wird beim Hochzeitsmahl des Lammes.

Wer Matthäus 22 nachlesen will, wird finden, er wird sich schürzen und wird uns bedienen am Hochzeitsmahl des Lammes.

Ihr Lieben, lasst uns dafür Sorge tragen, dass wir nicht nur den Wahrhaftigen erkenntnismäßig verstanden haben. Lasst uns danach trachten, eine wirkliche Offenbarung Gottes in Christus Jesus zu haben, eine persönliche Begegnung, ein direktes Erlebnis mit unserem Herrn, so dass wir wissen, was tatsächlich Sache ist. Nicht nur, weil es uns von anderen gesagt oder bezeugt wird, sondern, dass wir es aus dem eigenen Erlebnis heraus bezeugen können.

Es passt hier wahrscheinlich gar nicht ganz hin; und trotzdem werde ich es sagen, weil ich gerade den Punkt des persönlichen Erlebnisses anschneide, aber es war schon eine ganz böse Sache, die ich da erlebte auf dem Flug an der Ostküste Australiens von Adelaide nach Sydney.

Als die Dame neben mir sah, dass ich für die Mahlzeit gedankt hatte, begann ein Gespräch und sie stellte sich als Mormonin vor. Und dann gab es natürlich noch mehr Gespräch.

Aber ich fragte sie schlicht und einfach: "Haben Sie ein persönliches Erlebnis mit dem Herrn gehabt?"

Und sie sagt wörtlich: "Davon weiß ich gar nichts, was ist das?"

Und dann fing ich an, darüber zu sprechen, wie der Geist Gottes über den Menschen kommt, wie Reue und Buße und Sündenerkenntnis einem Menschen geschenkt wird und so weiter. Und wie es dann bis dahin kommt, dass ein Friede und die Seligkeit Gottes in unsere Herzen dringt und so weiter – habe das also alles so in wenigen Sätzen gesagt, wie man es bei einem solchen Fall sagen kann.

Und nachdem ich das alles so gesagt habe, auch mit dem Erleben, dass himmlische Friede, Glaubensgewissheit und Freude das Herz durchströmt, dann sagt diese Dame: "Ja könnte es vielleicht doch gewesen sein, dass ich dieses Erlebnis gemacht hatte, nämlich nachdem ich meinem ersten Kind die Geburt geschenkt hatte; danach hatte ich ein so eigenartig angenehmes Gefühl."

Und dann fragte sie mich, ob das das Erlebnis mit Gott hätte gewesen sein können.

Was in mir vor sich ging, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Ich habe nur sagen können: "Frau, das Erlebnis, das Sie hatten, Sie haben einem irdischen Kind eine irdische Geburt geschenkt. Ich rede hier von der Wiedergeburt aus dem Geist und den Worten Gottes. Ich rede von einer ganz anderen Sache, begreifen Sie das noch nicht?"

Und dann muss man ja ein bisschen energisch werden.

Und dann sagt sie aber: "Nein, das verstehe ich nicht, das hat mir bis jetzt noch niemand gesagt."

Und als ich dann noch fragte, ob sie an die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Christi glaubt – und dann hat sie natürlich mit einem kräftigen "Ja" gesagt: "Ja, wir glauben, dass die Wiederkunft Christi ganz nahe bevorsteht."

Ja, das war sonderbar – kein Erlebnis mit Gott, gar nichts – und glauben, dass es jetzt die Endzeit ist und die Wiederkunft Christi nahe bevorsteht.

Und mir blieb ja gar nichts weiter übrig, ich wandte mich wieder so ein bisschen nach links und sagte: "Werte Dame, jetzt möchte ich von Ihnen wissen, was Sie wohl meinen, was mit Ihnen bei der Wiederkunft Jesu Christi passieren wird."

Denn das wollte ich jetzt ja wissen. Ja, und wisst ihr, was sie mir antwortete?

"Dann geht die Welt in Flammen auf."

Ja, ich sagte: "Werte Dame, das habe ich Sie doch gar nicht gefragt; ich habe gefragt, was passiert mit Ihnen persönlich bei der Wiederkunft Jesu Christi."

"Ja", sagte, "Das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich meinen Zehnten bezahle und dass ich so gelehrt werde, wie ich gelehrt worden bin."

Oh, welch ein Schmerz hat mich da durchdrungen. Und wieder kam es über mich, und ich dachte: Mit welch einem Betrug werden die Menschen durch das ganze Leben geführt und darin gehalten. Welch ein Erwachen wird das geben, wenn die Gnadenzeit vorüber ist und die Menschen überhaupt zur Besinnung kommen.

Denn in dem Punkt wird einer der großen Köpfe recht gehabt haben, als er sagte: "Religion ist Opium fürs Volk." Jede Religion, gelöst von Christus und dem Worte Gottes, betäubt die Menschen.

Und ich kann es euch vorlesen hier aus der Offenbarung, da wird es tatsächlich gesagt, dass die Menschen – oder sogar im Propheten Jeremia wird gesagt, es sind ja zwei Parallelstellen – dass die Menschen aus dem Becher Babylons getrunken haben und dass sie deshalb ihren Verstand verloren haben. Das steht tatsächlich in der heiligen Schrift, ob ihr es glaubt oder nicht, aber so steht es im Propheten Jeremia im 51. Kapitel irgendwo geschrieben.

Ich lese wieder eine relativ neue Bibel, habe es noch nicht unterstrichen hier drin, aber ihr könnt es irgendwo hier, wenn ihr so von Vers 41 lesen werdet. Ja, vielleicht schon von Vers 7. Natürlich, Jeremia 51, von Vers 7:

(7) Ein goldener Becher war Babylon in der Hand des HERRN, der die ganze Erde trunken machte; von seinem Wein haben die Völker getrunken, darum haben die Völker den Verstand verloren.

Was war das?

Babylon hat seinen Becher der ganzen Menschheit gereicht. Und selbst diejenigen, die aus Babel herausgegangen sind, haben all die babylonischen Lehren über Gottheit, über Taufe, über alles mitgenommen und bis zum heutigen Tage ist der babylonische Mantel über alles gehängt worden.

Und die Stunde Gottes schlägt, um diesen Mantel zu zerreißen und den Völkern der Erde zu zeigen, was eigentlich Sache ist.

Aber ihr seht es, die heilige Schrift hat es deutlich vorausgesagt, was passieren würde. Die Menschen sind in einem geistlich betrunkenen Zustand. Sie taumeln hin und her wie jemand, der über den Durst getrunken hat.

Der kann euch glatt in die Augen sagen: "Ich kann noch gerade gehen." Früher hat die Polizei, wenn man vermutete, dass jemand zu viel getrunken hatte, einen Test gemacht. Dann musste der auf der geraden Linie gehen; und wehe dem, dass der Mann nach links oder rechts ein bisschen abkam, dann hat man genau gewusst: Mann, bei dir stimmt es nicht ganz; du hast etwas anderes als Wasser getrunken. Heute hat man einen anderen Test.

Ich sage euch: Wer nicht den geraden Weg, den Hochweg der Erlösten ohne hin und her zu schwanken gehen kann, der hat noch vom Becher Babylons getrunken.

Wer den Kelch des Heils trinkt, wird nüchtern und wird klar, bekommt Fundament unter seine Füße, wird den Wahrhaftigen erkennen und in dem Wahrhaftigen sein und selber von der göttlichen Wahrhaftigkeit durchdrungen werden zur Ehre Gottes. Den Becher Babylons brauchen wir gewiss nicht, aber den Kelch des Heils, der uns so reichlich gegeben worden ist.

Hier steht:

(8) und ihr ist – also der Braut – verliehen worden, sich in glänzend weiße Leinwand zu kleiden«; die Leinwand nämlich, die bedeutet die Rechttaten der Heiligen. —

Welch ein Vorrecht, das Gott Menschen hat, die ihm wirklich ganz und gar glauben, die ihm dienen und folgen – Menschen, denen er sich offenbaren konnte.

Ihr Lieben, er gab die Verheißung, ehe er von dieser Erde schien: "Die Welt sieht mich von jetzt an nicht mehr, ihr aber werdet mich sehen." [Joh 14:19]

Es gibt die Möglichkeit, durch Offenbarung des Geistes ein persönliches Erlebnis mit dem Herrn zu haben. Und ich lege es euch ans Herz: Seid nicht zufrieden, indem ihr die Wortverkündigung in euch aufnehmt und sie bejaht. Nehmt Gottes Wort in euch auf, aber möge dann das Wort mit Glauben und Gebet und Erwartung begleitet werden. Erwartung, dass der Herr sich jedem persönlich offenbart und es nicht nur ein gehörtes Wort, eine gehörte Wahrheit, eine gepredigte Lehre oder Erkenntnis ist, sondern das, was als Lehre, als Erkenntnis, als Wahrheit verkündigt und gepredigt wurde, soll ja in uns erlebte Wahrheit aus Gnaden werden.

Das Wort soll in uns Fleisch warden; wir sollen mit diesem Worte durchdrungen werden. Darauf kommt es an.

Es wird nicht nützen, wenn wir nur gehört haben, wie wir ja schon vorlasen, dass wir den Wahrhaftigen erkennen.

Es muss der zweite Schritt folgen: "… und wir sind in dem Wahrhaftigen." [1Jo 5:20]

Wir haben ihn nicht nur erkannt, wir sind in dem Wahrhaftigen.

Bruder Russ hat es aus dem Kapitel davor vorgelesen.

"Wer Gott erkennt…". [1Jo 4:6]

Wir müssen Gott erkennen, um von ihm erkannt worden zu sein – das geht Hand in Hand.

Nur wer von Gott erkannt wurde, kann Gott erkennen.

Und nur wer Gott erkennen kann, dem offenbart er sich.

Und ich glaube, dass wir gerade den Begriff "Die Offenbarung Jesu Christi" deutlich behandelt haben.

Und ich glaube weiter, dass es für uns nicht eine Lehre oder Erkenntnis ist, sondern wirklich eine lebendige Offenbarung des lebendigen Gottes, die wir aufgrund des gehörten Wortes der Wahrheit mit Gott gemacht und erlebt haben.

So wie alle Propheten nicht nur das Wort empfingen, sondern Gott erlebten, so müssen alle, die das Wort empfangen, es nicht nur hören, sondern Gott erleben.

Und wenn wir ab und zu den Chorus singen: "Ich bete um ein neues Erleben", dann hat das seine Berechtigung. Ein solches Erleben mit Gott, das wir wirklich spüren können, erleben – erlebt hätten – von der Wahrhaftigkeit Gottes durchdrungen worden zu sein und in den Wahrhaftigen hineinversetzt worden zu sein.

Bitte schaut nicht auf euch, schaut auf den Herrn. Einem jeden von uns wird es ergehen, wie es Petrus damals erging, als er das Wunder miterlebte, das der Herr tat, als er den Mut hatte, aufgrund des gegebenen Wortes zu handeln. Auch wir werden auf unser Angesicht fallen und ausrufen: "Herr, gehe von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch."

Und dann hören wir ihn sagen: "Der Menschensohn ist gekommen, nicht dass er Gerechte, sondern die Sünder zur Buße rufe." [Lk 5:32] Und er spricht: "Die Gesunden bedürfen des Ärztes nicht." [Mk 2:17]

Ich hab es mir vor gut einer Woche mit einer älteren Dame, vielleicht ist sie heute sogar hier, wahrscheinlich bis zum Tode verdorben, weil ich ihr sagte, dass sie erst einsehen muss, dass sie verloren ist, wenn sie gerettet werden möchte.

Und das gab eine schlimme Sache. Sie wollte überhaupt nie verloren sein und nie von Gott getrennt sein, habe nie etwas getan und so weiter. Und das ist die Not.

Ich sage das jetzt in Liebe:

Wer mit Gott versöhnt werden möchte, muss wissen, dass die Versöhnung notwendig war und dass wir alle irregingen und von Gott getrennt waren.

Wer Vergebung haben möchte, muss wissen, dass er der Vergebung bedarf.

Niemand kann zum Herrn kommen und sagen: "Herr, ich danke dir, dass ich nicht so bin wie der und der" und dann wieder mit hochgerecktem Halse aus dem Saal heraus, sondern wie der andere Mann an die Brust schlagen: “Herr, ich bin nicht wert.” – und so weiter.

Gott muss uns manchmal ein bisschen hart anfassen, um uns zu zeigen, was Sache ist: Jeder Mensch ist in Sünden geboren.

Und dann sagte mir die Dame, vielleicht ist sie sogar heute hier: "Bei mir wird es nicht so sein, ich bin ja ein Wunschkind oder könnte ein Wunschkind sein."

Ihr Lieben, glaubt es mir, ich sage das mit allem Ernst, um zu helfen, nur um zu helfen, nur um zu helfen:

Jeder Mensch muss Gott ganz persönlich erleben.

Jeder Mensch muss das Verlorensein zu spüren bekommen bis zur Verzweiflung, dass man genau weiß, von Gott getrennt zu sein. Und dann rufen wir ihn als Retter an. Und dann erfüllt sich, was in Psalm 103 geschrieben steht: "Der dir all deine Sünden vergibt und heilet all deine Gebrechen." [Ps 103:3]

Dann erfüllen sich viele Schriftstellen in unserem Leben.

Und ich kann es mir nicht leisten, den besten Freunden die Wahrheit vorzuenthalten. Ich habe die Wahrheit zu sagen, zu jeder Zeit, unter allen Umständen, ob es den Leuten gefällt oder nicht; denn nur die Wahrheit kann uns frei machen. Nur so kann uns geholfen werden.

Wenn Leute wünschen, dass man ihnen nach dem Munde spricht, werden sie es nie mit dem Herzen erfassen.

Wenn sie aber begreifen, dass Gott zu unseren Herzen spricht, dass damit die Wahrheit dort hineindringen muss, dann werden sie es erfahren, dass Gott Liebe ist und dass er seinen eingeborenen Sohn dafür sandte, um uns zu erlösen.

Wenn wir nicht hätten erlöst werden brauchen, wozu dieser teure Preis auf Golgatha?

Wozu das Blut und das Leben des Lammes Gottes? Wir sind nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold erkauft worden, sondern mit dem teuren und heiligen Blute des Lammes Gottes. [1Pt 1:18] Wenn es nicht nötig gewesen wäre, dann hätte Gott das nicht tun brauchen.

"Seht, das Gottes Lamm, das die Sünde der Welt hinwegträgt!" [Joh 1:29]

Gott sei Dank, er hat meine Sünden hinweggetragen! Wir sind alle, ob Wunschkinder oder nicht, wir sind alle in Sünden geboren.

Wir sind alle von Gott getrennt in diese Welt hineingekommen. Das ist die Wahrheit des Wortes Gottes. Der Garten Eden wurde zugemacht und das Schwert kreiste vor dem Eingang. Niemand hatte Zugang zum Baum des Lebens.

Als aber Christus am Kreuz auf Golgatha starb, rief er dem Schächer im letzten Augenblick mit letzten Worten zu: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." [Lk 23:43]

Auf Golgatha ist die Menschheit mit Gott versöhnt worden.

Auf Golgatha ist der Fluch von uns genommen worden.

Auf Golgatha hat Gott uns begnadigt und vergeben und mit sich selber versöhnt.

Herrliches Golgatha, Halleluja, Preis und Ehre sei unserem Gott.

Heute können wir ihn erleben, indem wir so zu ihm kommen, wie wir sind, aber nicht so gehen brauchen, wie wir kommen.

Petrus ist anders zurückgekommen, als er losgefahren ist. Er tat es auf das Wort des Herrn hin.

Auch wir wollen uns heute auf das Wort des Herrn stellen und ihn darum bitten, unseren Glauben zu stärken, dass wir ihn neu erleben, neue Zuversicht bekommen, neu gestärkt werden, dass unsere Seele nicht nur aufatmen, sondern kräftig durchatmen kann und dass der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft der Menschen, unsere Herzen und Sinne regieren könnte. Dass bald offenbar werden kann, dass wir Kinder Gottes sind; und so wie die ganze Schöpfung, so warten auch wir auf das Offenbarwerden der Kinder Gottes, wenn sie im vollen Sohnesstand, in der Vollreife des Wuchses der Fülle Christi offenbar werden und die Werke, wie sie durch ihn geschehen, auch durch die Gemeinde geschehen werden.

So wie er das Wort sprach, so werden wir es sprechen.

Die Zeit und Stunde der Verherrlichung des Sohnes Gottes und des Namens Jesu Christi ist nahe gekommen. Er wacht über seinem Wort, um es zu erfüllen, bis hin zum letzten.

Gott wird es aus Gnaden tun.

Wir haben ihm den wahrhaftigen erkannt, möchten von seiner Wahrhaftigkeit durchdrungen sein und in ihm, dem Wahrhaftigen, erfunden werden.

Ihm gebührt Ehre, jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

Lasst uns aufstehen und dem Herrn gemeinsam danken.

Herr, unser Gott, gemeinsam danken wir dir, dass wir an dieser Stätte dein reines und heiliges Wort hören dürfen. Dein Wort hat uns dich, den Wahrhaftigen, gezeigt.

Durch deinen Geist haben wir dich erkannt, durch Offenbarung erlebt.

Geliebter Herr, hier sind wir vor deinem heiligen Angesicht, durchdrungen von dir, dem Wahrhaftigen, von deinem Wort der Wahrheit, das wir lieben, das wir aufgenommen haben.

Gemeinsam danken wir dir für das Blut des Lammes, das auf Golgatha floss zu unserer Erlösung und Versöhnung und Vergebung.

Geliebter Herr, du hast uns vergeben, du hast uns versöhnt, wir sind dein Eigentum geworden aus Gnaden.

Wir gingen alle irre wie Schafe ohne einen Hirten, doch nun sind wir bekehrt zu dir, nicht zu einer Gemeinde, nicht zu einem Verein, sondern zu dir, dem Hirten unserer Seele, zu dem lebendigen Gott.

Halleluja! Geliebter Herr, nimm dich deiner Herde selber an.

Du kennst die Schafe deiner Weide, die Herde deiner Hand. Ach, führe aus allen Hocken und Zäunen heraus in die herrliche Freiheit der Kinder Gottes, damit nicht viele Denominationszäune aufgerichtet und viele Hirten mancherlei Speise darbieten, sondern eine große Herde und ein Hirte wäre.

Geliebter Herr, du wirst es tun aus Gnaden.

Wir danken dir von Herzen, dass du uns die Zeit, in der wir leben, gezeigt hast durch Offenbarung deines Wortes, oh Herr.

Wir danken dir besonders für den Dienst Bruder Branhams. Geliebter Herr, wir hätten vieles nicht gewusst. Das eine führte doch zum anderen, das eine zog das andere mit sich. Es war eine Kettenreaktion göttlicher Führungen und Fügungen, Offenbarungen und Belehrungen, Erkenntnis und was alles dazu gehört. Geliebter Herr, von Klarheit zu Klarheit hast du uns geführt.

Dir, dem lebendigen Gott, sei Dank für die Botschaft der Endzeit, für das geoffenbarte Wort. Du hast die Geheimnisse kundgetan. Du hast durch einen Mann von Gott gesandt geredet, und wir haben darauf gehört, denn er hat nicht seine Lehre und nicht sich präsentiert. Er hat die göttliche Lehre auf die Leuchte gestellt, hat dich verherrlicht und deinem Volke den Weg gewiesen.

Wir danken dir für solche Knechte und bitten dich, sei uns gnädig, denn wahrlich, du hast eine Botschaft deinem Zweiten Kommen vorausgesandt; und dazu bedurft es eines Botschafters.

Geliebter Herr, schenk uns Ohren, um zu hören, was der Geist den Gemeinden sagt, Herzen, um aufzunehmen, gesalbte Augen, um zu sehen, Herr.

Ach, komm über uns als der Früh- und der Spätregen und verherrliche du dich, indem du dein Wort bestätigst und dein Volk segnest.

Dir, dem allmächtigen Gott, danken wir auch jetzt für deine Gegenwart.

Du bist hier, Halleluja! Halleluja, Preis und Ehre, Ruhm und Anbetung seid dir. Halleluja!

Segne alle, rette die Verlorenen, heile die Kranken, mach die Kranken gesund von Kopf zu Fuß an Seele, Geist und Leib.

Nochmals danken wir dir, dass du uns am Tage des Heils geholfen hast, Gnade geschenkt hast, geliebter Herr, und uns deine Wege wissen ließest.

Mögen wir dich, den Wahrhaftigen, durch Offenbarung noch mehr erkennen, um noch tiefer in dich einzudringen und um in dir, dem wahrhaftigen Gott und im ewigen Leben erfunden zu werden.

Möge die ganze Belehrung in deinem Volke jetzt göttliche Realität werden, zur Ehre und zum Preise deines Namens.

Dein Wort für diese Zeit wird nicht leer zurückkommen.

Es wird eine Braut herausrufen und sie zubereiten, schmücken, auf den Tag der Wiederkunft des Bräutigams.

Dir, unserem geliebten Herrn und Bräutigam unserer Seele, sagen wir innig Dank auch in diesem Gottesdienst und bitten dich, sei mit uns allen aus Gnaden in Jesu Namen.

Amen.