Circular Letter
Rundbrief Juni 1974
Ewald Frank
„Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.„ (Heb. 13:8)
Herzlich grüße ich alle in dem teuren Namen Jesu mit dem Wort aus Jak. 5,7-11: „So harret denn standhaft aus, liebe Brüder, bis zur Ankunft des Herrn! Bedenket: Der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfängt. So haltet auch ihr geduldig aus und macht eure Herzen fest, denn die Ankunft des HERRn steht nahe bevor. Seufzt nicht gegeneinander, liebe Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet! Bedenkt wohl: Der Richter steht vor der Tür! Nehmt euch, liebe Brüder, für die Leiden und das geduldige Aushalten die Propheten zum Vorbild, die im Namen des HERRn geredet haben! Seht, wir preisen die selig, welche geduldig ausgeharrt haben. Vom standhaften Ausharren Hiobs habt ihr gehört und von dem Ausgang, den der HERR ihm bereitet hat; erkennt daraus, daß der HERR reich an Mitleid und voll Erbarmens ist.“
Gott hat die Verheißungen für alle Ereignisse von heilsgeschichtlicher Bedeutung im voraus gegeben. Wenn die Zeit der Erfüllung naht, sendet Er Seine Knechte, die Sein Volk unterweisen.
Der verlesene Schriftabschnitt enthält Offenbarung und tiefe Belehrung über Zusammenhänge der Wiederkunft Jesu Christi. Obwohl das Wort vor fast 2000 Jahren niedergeschrieben wurde, trifft es für unsere Zeit zu. Das Kommen des HERRn steht nahe bevor. Wir werden zum standhaften Ausharren ermahnt. Viele Gerechte haben sich danach gesehnt, mitzuerleben, was Gott in dieser Zeit tut. Wie bei dem ersten Kommen Christi, so erfüllen sich auch jetzt die Weissagungen vor Seinem zweiten Kommen. Er hatte damals Seine Zeugen und hat sie auch in dieser Zeit. Was von Ewigkeit her im Heilsplan Gottes beschlossen ist, verwirklicht Er zu der bestimmten Zeit. Es kommt jetzt darauf an, daß wir zu dem Ursprung der göttlichen Offenbarung Seines Willens zurückkehren.
Johannes schreibt zu Beginn seiner Epistel: „Was von Anfang an da war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir beschaut und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens ... das bezeugen und verkündigen wir euch.“ Wahre Knechte Gottes sind Augenzeugen dessen, was Gott gemäß Seinem Wort zu ihrer Zeit tut. Sie haben etwas zu berichten.
„Im Anfang war das Wort ... “ dasselbe Wort ist am Ende. Das Wort Gottes ist unser Zeugnis. Noch auf der Insel Patmos legte Johannes Zeugnis ab von dem, was er sah und hörte. Alle Propheten und Apostel kehrten immer zu dem ursprünglichen Wort zurück. Wenn wir wissen wollen, wie sich der Herr am Ende offenbart, dann müssen wir sehen, wie Er sich am Anfang offenbarte. Bei allem, was wir glauben und lehren, müssen wir zu dem Beginn der göttlichen Offenbarung zurückgehen. Ob es da um die Lehre der Gottheit, Taufe, Geistestaufe, Abendmahl, erste Auferstehung, Entrückung, usw. geht, immer müssen wir zu der Lehre der Apostel und Propheten zurückgehen.
Viele gehen nur bis zum Anfang ihrer Gemeinde zurück und lehren das, was vor fünfzig, hundert, vor zweihundert oder vierhundert Jahren gelehrt wurde, je nachdem, wann ihre Denomination begann. Sie berufen sich auf den Gründer und merken nicht, daß sie geistlich stehen geblieben sind. Sie bleiben bei dem, was er gelehrt hat, ohne zur göttlichen Autorität des Wortes zurückzugehen. Alle Kirchen und Freikirchen gehen zu ihrem Anfang zurück und weisen auf ihre Entstehung hin. Doch wer zur Gemeinde Jesu Christi gehört, geht an allem vorbei und gelangt zu der ursprünglichen Lehre der Apostel und Propheten. Er macht weder in Rom noch in Nizäa Station, sondern findet den Weg zu Gott und seinem Wort. Ohne daß Menschen sich dessen bewußt sind, lehren sie das, was im Laufe von Jahrhunderten eingeführt und praktiziert wurde und stellen das Ursprüngliche, das am Anfang war und gelehrt wurde, als falsch hin. Sie akzeptieren das später Eingeführte als richtig, weil sie nicht zum Anfang durchdringen.
Johannes schreibt von dem, was von Anfang an war. Im Anfang waren nicht die Deutungen und Auslegungen der Schrift: „Im Anfang war das Wort.“ Es möge allen zu Herzen gehen, daß im Anfang das Wort als der Original-Same Gottes war, der göttliche Frucht hervorbrachte. Erst danach kamen die Deutungen. Wer Gottes Wort glaubt, wie es am Anfang durch den heiligen Mund des HERRn geredet wurde, wird leben. Wer aber die Deutungen glaubt, die nachträglich gegeben wurden, wird sterben. Diese Tatsache finden wir seit Adam und Eva bestätigt. Immer kommt das Wort Gottes zuerst, danach die Deutung.
Erst trat Mose auf, danach Bileam. Erst tat er die Wunder aufgrund göttlicher Offenbarung, danach taten es die Zauberer. Erst traten die wahren Propheten auf mit dem „So spricht der Herr!“ des Wortes Gottes, dann kamen die falschen mit ihren Deutungen.
Zu Anfang gab es die wahren Apostel mit der Lehre Jesu Christi, dann traten die falschen auf. Von Gott kommt alles echte und wahre gemäß dem Wort, das von Anfang an war. Vom Teufel kommen alle nachträglichen Deutungen der Schrift.
Zurückkommend auf unseren Text wollen wir uns mit den darin enthaltenen Ausführungen befassen: „So harret denn standhaft aus, liebe Brüder, bis zur Ankunft des HERRn!“ Gemäß Gal. 5 ist GEDULD eine Frucht des Heiligen Geistes. Hier wird offenbar, ob wir eigene Geduld durch eigene Anstrengung hervorbringen, oder ob in uns durch den Heiligen Geist die Frucht der Geduld gewirkt worden ist. Nur so wird es uns gelingen, auszuharren und dem Wort der Schrift Folge zu leisten. Hierbei denken wir an Heb. 10, 36–37: „Denn Geduld tut euch not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens das verheißene Gut erlangt, denn es währt ,nur noch eine kleine, ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und nicht auf sich warten lassen.'“
In beiden Schriftstellen ist von dem Kommen des HERRn und von der geistgewirkten Geduld die Rede. Jakobus gibt uns einen praktischen Hinweis für die Geduld indem er schreibt: „Bedenket wohl: Der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfängt.“
Hierin liegt eine große Lektion für uns alle. Das praktische Beispiel eines Landmannes soll uns hier behilflich sein, zu begreifen, was der Herr uns zu sagen hat. Der Landmann weiß, daß alles zur rechten Zeit kommt. Gott hat auch im irdischen alles wunderbar geordnet. Er sendet Regen vor der Aussaat, Er sendet Regen vor der Ernte. Beides ist notwendig. Der erste Regen dient dazu, das Land zu befruchten, es zu befeuchten, damit der hereinfallende Same sterben kann. Durch die Feuchtigkeit geht er in Verwesung über und dadurch wird das neue Leben frei und kommt hervor.
Der nächste Regen kommt, um das neue Leben zur Reife zu bringen. Das neue, zarte Leben ist zunächst ganz weich, doch durch den Regen und die Sonne wird es fest und gelangt zur völligen Reife. Wie wunderbar zu wissen, daß der Herr sich eines irdischen Beispieles bedient, um uns etwas himmlisches darzulegen. Wir müssen uns nur in Geduld fassen, bis Gott tut, was notwendig ist. „So haltet auch ihr geduldig aus und macht eure Herzen fest, denn die Ankunft des HERRn steht nahe bevor.“
In der heutigen Zeit, wo jeder es eilig hat und nichts schnell genug geht, müssen wir uns in Geduld fassen und unsere Herzen festmachen, welches allein durch Gnade geschieht, denn die Ankunft des HERRn steht nahe bevor. Gerade in Verbindung mit der Wiederkunft des HERRn lesen wir von dem geduldigen Ausharren.
Nicht der Landmann bestimmt den Zeitpunkt des Früh- und des Spätregens, nicht er bestimmt Aussaat und Ernte, sondern der Herr selbst fügt alle Dinge zur rechten Zeit. Alles ist einer bestimmten Entwicklung unterworfen und von Gott geordnet. Paulus, der große Apostel des HERRn, hatte einen tiefen Einblick in den Heilsplan des allmächtigen Gottes. Ihm wurde das Geheimnis Gottes in vielfältiger Weise kundgetan. Er schreibt an die wahrhaft Gläubigen in Eph. 1. von der Auserwählung vor Grundlegung der Welt, von der Liebe Gottes, durch die wir zu Söhnen durch Jesus Christus vorherbestimmt wurden nach dem Wohlgefallen Seines Willens. Er schreibt von der Erlösung durch das Blut, von der Vergebung unserer übertretungen nach dem Reichtum Seiner Gnade, und von aller Weisheit und Einsicht, die uns in überströmender Fülle zuteil geworden ist.
„Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens kundgetan, nach seinem freien Ratschluß, dessen Ausführung er sich vorgenommen hatte.“ Bei Gott gibt es keinen Zufall. Er plant nicht von heute auf morgen. Von Ewigkeit her hat Er einen Plan gefaßt, den Er durchführt.
Die Ausführung Seines Heilsplanes wird niemand hindern, dessen können wir gewiß sein. Doch alles geschieht zu Seiner Zeit, sei es Früh- oder Spätregen, Aussaat oder Ernte. Wer das göttliche Walten richtig verstehen will, muß begreifen, daß für jedes Handeln Gottes die dazu bestimmte Zeit gekommen sein muß. Paulus führt weiter aus: „Sobald die Zeiten zum Vollmaß der von ihm geordneten Entwicklung gelangt wären ... “ Nicht wir, sondern Gott bestimmt Zeit und Stunde, wann etwas geschehen soll. Die Geburt Jesu Christi, Sein Leben und Sterben, Seine Himmelfahrt, die Ausgießung des Heiligen Geistes, Seine Wiederkunft, alles ist von Gott von Ewigkeit her festgesetzt worden. Er hat alles geordnet. Wir müssen lediglich diese göttliche Ordnung erkennen und uns darin fügen. Deshalb das Wort der Ermahnung, uns in Geduld zu fassen, bis das Vollmaß der göttlichen Entwicklung gekommen ist.
Zu Anfang der neutestamentlichen Gemeinde mußten sie warten, bis der Frühregen fällt, damit die Aussaat des kostbaren Wortes stattfinden konnte. Jetzt am Ende müssen wir darauf warten, bis der Spätregen sich über den Samen Gottes ergießt und die Sonne der Gerechtigkeit ihre vollen Strahlen auf das Erntefeld sendet. Gott hat es verheißen und Er wird es geschehen lassen, nicht wann wir es wünschen oder wollen, sondern wenn es die geordnete Entwicklung des Heilsplanes Gottes als notwendig erweist, bzw. notwendig macht.
Jakobus ermahnt uns: „Nehmt euch, liebe Brüder, für die Leiden und das geduldige Ausharren die Propheten zum Vorbild, die im Namen des HERRn geredet haben!“ Die Propheten wurden oft in ihrer Geduld über alle Maßen geprüft, denn manchmal dauerte es lange, oft hunderte von Jahren, bis erfüllt wurde, was sie im Namen des HERRn geredet hatten. Sie warteten in Geduld schon zu ihren Lebzeiten darauf. Bei Abraham dauerte es 25 Jahre, doch er war dessen gewiß, daß geschehen würde, was Gott zugesagt hatte. Die Zeit bestimmen nicht die Propheten, sondern Gott allein. Auch wir können uns im Hinblick auf die Verheißung Gottes nicht durch Unglauben irremachen lassen. Vielmehr geben wir Gott die Ehre und danken Ihm, daß Er alles wohlmachen wird. Viele Verheißungen, die sich auf die Endzeit beziehen, sind schon erfüllt. Die letzten werden sich mit Sicherheit in Kürze erfüllen.
In diesem Schriftwort werden alle, die sich in Geduld gefaßt und im Glauben ausgeharrt haben, selig gepriesen: „Seht, wir preisen die selig, welche geduldig ausgeharrt haben. Vom standhaften Ausharren Hiobs habt ihr gehört und von dem Ausgang, den der Herr ihm bereitet hat ... “ In diesem Text ist von dem Kommen des HERRn, vom Früh- und vom Spätregen die Rede. Uns wird gesagt, daß wir die Propheten und ihr geduldiges Ausharren zum Vorbild nehmen sollen. Dann aber wird nicht einer der großen Propheten mit Namen erwähnt, sondern Hiob. Die Schrift macht keine leeren Worte. Auch darin liegt eine große Bedeutung für die Gemeinde Jesu Christi und ihre Wiedererstattung in diesen letzten Tagen.
Jakobus spricht nicht von dem Leid und der Not, die Hiob getroffen hat, nicht von dem Aschhaufen, auf dem er saß. Das alles ist uns bekannt. Nein, er spricht hier von dem standhaften Ausharren und legt besonderen Wert auf den Ausgang, den der Herr ihm geschaffen hatte. O, Gemeinde des HERRn, harre aus! Der HERR selbst wird uns einen wunderbaren Ausgang bereiten. Er segnet beides, den Ein- und Ausgang. Mögen wir wie Hiob für eine Zeit durch Prüfungen gehen, von Freunden mißverstanden und getadelt werden. Ja oft sieht es aus, als hat der Teufel sich die Erlaubnis von Gott geholt wie bei Hiob, uns auf jede nur mögliche Weise zu prüfen und zu schlagen. Dem Hiob fügte er viel Schaden zu. Eine Unglücksbotschaft folgte der anderen.
Doch der Herr selbst legte Zeugnis von Hiob ab mit den Worten: „ ... Denn so wie er ist kein Mensch auf der Erde, so fromm und rechtschaffen, so gottesfürchtig und dem Bösen feind.“ Dennoch wurde er geprüft. Dasselbe Zeugnis kann der Herr von Seiner Gemeinde ablegen. Trotzdem muß sie wie Hiob durch die tiefsten Prüfungen hindurch, bis die völlige Wiedererstattung offenbar wird. In diesem Zusammenhang gedenken wir des Wortes unseres Heilandes aus Luk. 22, 31-32: „Simon, Simon! wisse wohl: der Satan hat sich ausgebeten, Gewalt über euch zu erhalten, um euch zu sichten, wie man Weizen siebt; ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht ausgehe ... “. Der HERR hat für uns alle gebeten.
In besonderer Weise denken wir an das hohepriesterliche Gebet. Auch wenn der Teufel uns auf mancherlei Weise zu schaden versucht, wird dennoch am Ende offenbar werden, daß Gott Seinen Zweck mit uns allen erreicht hat. Er gibt uns Geduld und standhaftes Ausharren. Wie bei Hiob hat Gott verheißen, alles wiederzuerstatten. Wir müssen uns nur in Geduld fassen, bis die Zeit gekommen ist.
Im letzten Kapitel des Hiob lesen wir: „Der HERR stellte dann Hiobs Glücksstand wieder her, als er Fürbitte für seine Freunde eingelegt hatte; und der Herr vermehrte den ganzen Besitz Hiobs so, daß er doppelt so groß war als früher.“ Hier müssen wir wieder eine neue Lektion lernen. Obwohl die Freunde Hiobs ihn beschuldigten und tadelten, hatte er die Gnade von Gott, fürbittend für sie einzutreten. Auch wir werden in dieser Zeit von unseren Freunden und Bekannten mißverstanden. Man sagt uns alles mögliche nach. Doch vergessen wir nicht, – vor Eintreten der Wiedererstattung müssen wir Fürbitte für unsere Freunde, für unsere Brüder und Schwestern einlegen. Nur so kann der Glücksstand der Gemeinde wieder hergestellt werden.
Nachdem Gott alles wiedererstattet und dem Hiob ein doppeltes Maß gegeben hatte, steht geschrieben: „Da kamen alle seine Brüder und Schwestern und alle seine früheren Bekannten zu ihm ... “ Dasselbe wird sich wiederholen, wenn der Spätregen über die Gemeinde des lebendigen Gottes fällt, alles wiedererstattet und in den rechten Stand gebracht wurde.
Die Ausgießung des Heiligen Geistes wird so mächtig sein, daß selbst die törichten Jungfrauen zu den klugen kommen und sie um öl bitten werden. Damals kamen die Brüder, Schwestern und Freunde zu Hiob, nachdem Gott ihn aus dem Staube erhoben, Seine Verheißung an ihm verwirklicht, und sein standhaftes Ausharren belohnt hatte, er bekannte schon vorher: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt ... “ Das ist auch unser Bekenntnis. Wir wissen, daß Jesus Christus, unser Erlöser, lebt. Er hat geredet, Er hat sich geoffenbart. Er hat Seine Gemeinde jetzt am Ende zu der wahren Lehre, die am Anfang war, zurückgebracht. Mit großer Spannung, jedoch in Geduld gefaßt, erbitten wir die Gnade von Gott, für unsere Freunde und Brüder beten zu können, die uns mißverstehen. Wir sind dessen gewiß, daß Gott den Glücksstand der Gemeinde wieder herstellt, daß Er den Glauben und die Kraft vermehrt und uns in dieser Zeit ein doppeltes Maß des Segens zuteil werden läßt. Dann werden unsere Brüder und Schwestern, die uns vorher verachtet haben, zurückkommen.
Die Ermahnung: „ ... standhaftes Ausharren tut euch not!“, wollen wir uns alle zu Herzen nehmen. Die Propheten, die im Namen des HERRn geredet haben, stehen uns als Vorbilder vor Augen. Wir halten fest an dem, was Gott durch sie gesagt hat, denn wir wissen, die Stunde der Erfüllung aller Weissagungen ist nahe gekommen. Es gibt keinen Aufenthalt mehr dafür. Die Wiedererstattung muß verwirklicht werden, wie die Schrift es sagt.
Gemäß Eph. 1, 19–20 wird Gott dieselbe Kraft an den Seinen offenbaren und erweisen, wie Er sie an Christus erwiesen hat, als Er von den Toten auferweckt wurde. Der Tod muß in der Gemeinde durch das Leben Gottes überwunden werden. Die überschwengliche Kraft Gottes muß an allen Gliedern des Leibes Jesu Christi offenbar werden, wie sie an dem Haupt offenbar wurde. Im Triumph ist Er hervorgekommen, als Sieger über Tod, Hölle und Teufel. Er, der Sieger von Golgatha, wurde hoch erhoben und sitzt zur rechten der Majestät Gottes. Er herrscht, bis der letzte Feind zum Schemel Seiner Füße gelegt ist. Ehe Er wiederkommt, um die Seinen heimzuholen, wird dieselbe Gotteskraft unsere sterblichen Leiber erfüllen und lebendig machen nach dem Wort der Schrift:
„Und wenn der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen in euch wohnenden Geist.“
Die ganze Schöpfung sehnt sich nach dem Offenbarwerden der Söhne Gottes. Er, der Sieger von Golgatha, macht uns zu Siegern durch Golgatha. Er hat überwunden, damit wir durch Ihn überwinden. Wenn dieselbe Kraft in den Gliedern Seines Leibes sein wird, wie in Ihm, dem Haupte, so werden dieselben Wunder und Zeichen geschehen,– der vollkommene Sieg Gottes wird offenbar zur Verherrlichung Jesu Christi und zur Vollendung Seiner Gemeinde.
Könnten es nur alle erfassen, was Gott uns bereitet hat und in Geduld ausharren, bis die Stunde des HERRn gekommen ist, solches alles zu verwirklichen, so wird Seine Macht und Herrlichkeit sich an uns erweisen, wie sie an Ihm offenbar geworden ist. Hiob wird uns als das Beispiel der Wiedererstattung vor Augen gestellt. Gott selbst hat die Verheißung gegeben: „Ich will alles wiedererstatten!“ Er hat in dieser Zeit Seinen Knecht und Propheten gesandt um alles gemäß der Schrift zu ordnen. Die Botschaft der Endzeit kann unter dem Leitwort zusammengefaßt werden „Zurück zur Bibel! Zurück zum Anfang! Zurück zu dem Ursprung der göttlichen Offenbarung! Schluß mit allen Deutungen der Schrift! Zurück zum Original-Samen des Wortes Gottes!“ Das sind Voraussetzungen für die Wiedererstattung.
Wir sind Gott von ganzem Herzen dankbar für die Sendung Seines Knechtes und Propheten Br. Branham, der sich in selbstloser Liebe zu Gott und den Seinen aufgeopfert hat, um das Wort, das am Anfang gepredigt wurde, jetzt am Ende zu predigen, und die biblischen Wahrheiten und Lehren neu auf den Leuchter der Gemeinde zu stellen. „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“
Alle, die in dieser Zeit der Stimme des Wortes Gottes Gehör schenken und sich in Geduld fassen und von ganzem Herzen jede Verheißung glauben, werden Anteil an der völligen Wiedererstattung haben, die Gott durch eine mächtige Ausgießung Seines Heiligen Geistes verwirklichen wird. Möchte der Heilige Geist die betrachteten Bibelstellen einem jeden einzelnen so verklären und zu unseren Herzen weiter reden, bis wir zum vollen Verständnis des Geheimnisses Gottes und der Verwirklichung Seines Heilsplanes gelangen.
„Werfet also eure freudige Zuversicht nicht weg: sie bringt ja eine hohe Lohnvergeltung mit sich! Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens das verheißene Gut erlangt. Denn es währt, nur noch eine kleine, ganz kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und nicht auf sich warten lassen.“ (Heb. 10, 35 – 37)
„Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch dieses vor den Gemeinden zu bezeugen ... Und der Geist und die Braut sagen: ,Komm!’, und wer es hört, der sage: ,Komm!’ und wen da dürstet, der komme! Wer Verlangen trägt, der empfange Wasser des Lebens umsonst!“ (Off. 22,16 – 17)
In dankbarer Liebe verbunden
Versammlungen
Heilbronn Sa., den 29. 6. 1974 um 15.30 Uhr im Festsaal „Harmonie“.
Zürich Jeden letzten So. d. Mo. im Volkshaus, um 15 Uhr.
Ferien Im Monat August wird es uns nur begrenzt möglich sein, die Bestellungen wahrzunehmen und die Korrespondenz zu beantworten.
Krefeld So Gott will, haben wir am 7. und 8. Sept. 1974, drei besondere Versammlungen im Gotteshaus. Zu allen Versammlungen laden wir herzlich ein.
Radio-Sendungen
Viele Tausende hören jeden Sonntag morgen um 6.05 Uhr unsere Sendung: „Die Endzeit Botschaft“ über Radio Luxembourg. Sagt es allen in eurem Freundes- und Bekanntenkreis, damit noch viele in dem letzten Augenblick vor dem Kommen Jesu Christi den Tag und die Botschaft, die Gott gesandt hat, erkennen.
Radio-Predigten
Leider können die gedruckten Radio-Predigten erst Ende Juli mit der zweiten Predigt Br. Branhams versandt werden.
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Diese Anbetungsstätte, schlicht und einfach gebaut, bietet ca. 700 Leuten Sitzgelegenheit und kann durch extra Stühle auf 1000 ergänzt werden. Wir sind Gott für die Stunden des Segens, die wir hier erleben dürfen, sehr dankbar. Möge es dem Herrn gefallen, Sein geoffenbartes Wort von dieser Stätte aus, wie damals von Jerusalem, bis an die Enden der Erde hinaus zu posaunen.
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Gotteshaus Krefeld, Untergath 301-303.
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