Circular Letter

Rundbrief September 1975

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 2 calendar_month 18. 9. 1975

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Kapitola 2

Das Wirken des Geistes Gottes in der Gemeinde

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Uns allen ist bekannt, in welch einer Weise der Geist Gottes am Anfang unter den Gläubigen wirksam war. Als erstes ist notwendig, daß wir die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, mit Geist und Feuer getauft werden und so an allem, was der Geist Gottes jetzt tut, Anteil bekommen, wie der Herr Jesus uns verheißen hat.

Br. Branham hat die Notwendigkeit dieses Erlebnisses, das jeder Gläubige machen muß, in vielen seiner Predigten betont. Oft hat er gesagt: „Wenn Jesus Christus heute derselbe ist, dann muß jede Verheißung des Wortes Gottes erfüllt werden.“ Immer wieder gebrauchte er die Redewendung: „Ich kann euch zeigen, wo Gott den Heiligen Geist gab, wo Menschen Gaben empfingen. Zeigt mir, wo Er es widerrufen hat!“ Ich bitte, die letzten Predigten über die sieben Sendschreiben, besonders das an Laodicea gerichtete, unter Gebet zu lesen. Es gibt kein Evangelium Jesu Christi, wodurch eine göttliche Verheißung aufgelöst wird.

Wenn jemand der Ansicht ist, die Geistestaufe zu haben, weil er das Wort der Wahrheit glaubt, so muß gesagt werden, daß es zwei verschiedene Dinge sind, die jedoch zusammengehören.

Paulus schreibt an die Epheser: „In Ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium von eurer Rettung, vernommen habt und zum Glauben gekommen seid, mit dem verheißenen Heiligen Geist versiegelt worden.“ Die Jünger waren mit dem Herrn Jesus gewandelt, Er hatte sie bereits nach Seiner Auferstehung angehaucht und gesprochen: „Empfanget Heiligen Geist!“ (Joh. 20,22) Gemäß Joh. 17,17 waren sie im Wort der Wahrheit geheiligt. Schon vorher hatte Jesus gesagt: „Sie gehören nicht zur Welt, wie auch Ich nicht der Welt angehöre, und für sie heilige Ich Mich, damit sie in Wahrheit geheiligt seien.“ Und dann lesen wir in Apg. 1, daß der Herr ihnen gebot, nicht von Jerusalem zu weichen, bis sie die Kraft des Heiligen Geistes empfangen hätten, um Seine Zeugen in Jerusalem, in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde zu sein. Das ist das, Volle Evangeliums Jesu Christi', das ewig–gültig ist und allen Völkern, Sprachen und Nationen abschließend zu einem Zeugnis und den Gläubigen zum Heil verkündigt wird. Br. Branham sagte: „Die Jünger auf dem Söller sprachen nicht nach einigen Tagen: ,Ach, ich glaube, wir haben es bereits empfangen.' Nein, sie warteten, bis sie es erlebten.“ Es ist meine Pflicht vor dem Angesicht des Allmächtigen Gottes, die reine Wahrheit zu sagen. Sollte jemand meinen, mit den Predigten Sr. Branhams die Bibel widerlegen zu können, dem sage ich frei und offen, daß er den von Gott gesandten Propheten mißverstanden hat.

Mir ist der Ausspruch Br. Branhams bekannt, daß, wer den Heiligen Geist wirklich hat, das von Gott für diese Zeit geoffenbarte Wort glaubt. Weiter sagte er aber auch: „Es gibt zwei Gruppen, die aus jeder Botschaft hervorgehen. Die einen, die es nur mit dem Verstande glauben, die anderen, denen es vom Heiligen Geist geoffenbart wird.“

Ich möchte meinen Dienst gewissenhaft ausführen und deshalb den ganzen Ratschluß Gottes verkündigen, damit alle die Möglichkeit haben, das Angesicht Gottes im Gebet zu suchen, das Wort der Wahrheit aufzunehmen und die Geistestaufe zu erleben, auf daß sie geheiligt werden und, mit der Kraft des Heiligen Geistes ausgerüstet, auf das Kommen Jesu Christi warten können. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

Wer wissen will, in welch einer Weise der Geist Gottes nach der Wiedererstattung in der Gemeinde wirksam ist, braucht nur die Apostelgeschichte zu lesen. Überall begegnen wir dort dem Wirken des Heiligen Geistes. So ist es auch jetzt: Wiedererstattung dessen, was die Gemeinde am Anfang besaß und in der Zwischenzeit verloren hatte.

Ich fühle mich geleitet, nicht mehr zu verschweigen, was Gott aus Gnaden tut. Wir werden in den kommenden Radio-Sendungen und, so Gott es will, in den zukünftigen Rundbriefen, wie der Herr es leitet, darauf Bezug nehmen. Es geht nicht darum, die Gemeinde hier in Krefeld in den Vordergrund zu rücken, sondern zu bezeugen, daß der Geist Gottes wieder wirkt, wie in den Tagen der Apostel. Wenn die Apostelgeschichte von verschiedenen Ortsgemeinden berichtet, dann doch nur, um das dort stattgefundene Wirken des Heiligen Geistes zu bezeugen.

In der Heiligen Schrift ist der Maßstab ein für allemal gelegt worden, der für die neutestamentliche Gemeinde gilt. Gott hat nicht nur die fünf Dienste in der Gemeinde eingesetzt, sondern darüber hinaus auch durch die Offenbarung des Geistes die Einzelnen in der Gemeinde bestätigt.

Am Mittwoch den 24. 9. 1975 haben wir in einem Gottesdienst das erlebt, was in der Gemeinde zu Antiochien geschah. An diesem Gottesdienst nahmen etwa 300 Personen teil, die alle einmütig bezeugen, etwas Derartiges vorher nicht erlebt zu haben. Nachdem ich über das Wirken Gottes gesprochen und auf Weissagungen Bezug genommen hatte, die der Herr in unserer Mitte gab, gingen wir zum Gebet über. Was in der Zeit des Gebets geschah, kann man hier im Einzelnen nicht beschreiben. Die Gegenwart Gottes erfüllte den Raum. Nachdem einige in ihren Gebeten dem Herrn gedankt hatten, betete ein Bruder, den der Herr zum Dienst am Wort bestimmt hatte. Er war gerade zum Abschluß gekommen, als eine Weissagung gebracht wurde, in der es hieß: „Siehe, so spricht der Herr! Mein Sohn, ... komme nach vorne und empfange unter Handauflegung die Gabe, die für dich bereitgelegt ist seit Grundlegung der Welt. So spricht der Herr! Denn dein Glaube ist groß.“

Nachdem wir auf Geheiß des Herrn für diesen Bruder gebetet und ihn zum Dienst geweiht hatten, fühlte ich mich geleitet, zwei ältere Brüder nach vorne zu rufen, die im Glauben bewährt sind, um für sie zu beten, damit sie beim Austeilen des Abendmahls helfen. Als ich damit fertig war, kam eine weitere Weissagung, daß ich noch für einen anderen Bruder und seine Frau beten sollte. Auch sie wurden mit Namen genannt. Dieser Bruder, der mit seiner Frau und der Familie vor einigen Jahren aus dem entferntesten Teil Rußlands wie durch ein Wunder Gottes in die BRD übersiedeln konnte, hat vom Herrn die Gnade und den Auftrag empfangen, die Sendungen der Endzeit Botschaft in der russischen Sprache zu bringen. Seine Frau, die ihm beim übersetzen behilflich ist, wurde ebenfalls dem Herrn geweiht.

Nach dem Gebet für diejenigen, die zum Dienst bestimmt wurden, fühlte ich mich geleitet, für alle zu beten, die sich Gott ganz weihen möchten. Viele kamen nach vorne und erlebten einen besonderen Segen Gottes. In einem Gesicht wurde gezeigt, daß der Herr selbst den Tisch bereitet hat und das Mahl mit uns hält. Die Herrlichkeit des Herrn breitete sich über der Plattform und dem vorderen Teil des Saales wie ausgespannte Leinwand aus. Es wurde gezeigt, wer die letzte Person in der Gebetsreihe sein würde, und daß danach alle sich zum Gebet vorne versammelten.

Ich wußte nichts von dem, was in Gesichten in der Versammlung gezeigt wurde, jedoch vom Geist Gottes geleitet, sprach ich die Worte aus, daß der Herr Jesus mit uns gemäß Offbg. 3 das Mahl hält. Ich rief dann alle nach vorne, und wir beteten gemeinsam und standen wie unter der Wolke der Herrlichkeit des allmächtigen Gottes, der uns alle in einer übernatürlichen Weise begegnete.

Schon am Sonntag, den 7. 9. 1975, als Geschwister aus verschiedenen Städten und Ländern hier in Krefeld an einer Versammlung teilnahmen, wirkte der Geist Gottes in mächtiger Weise.

Wir sind von Herzen dankbar, nicht nur von einem lebendigen Herrn zu reden, sondern durch Seine Gnade Ihn als den Auferstandenen in unserer Mitte wirksam zu sehen. Br. Branham sprach von einer Erweckung unter der Braut, und ich glaube von Herzen, daß wir in diese Zeit hineingehen.

Dem Herrn gebührt Lob, Preis und Anbetung.

Im Auftrage Gottes wirkend