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Rundbrief September 1977

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 4 calendar_month 14. 9. 1977

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Wir werden ermahnt: „Darum macht euch geistlich fertig zum rüstigen Vorwärtsschreiten, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ausschließlich auf die Gnade, die euch in der Offenbarung Jesu Christi dargeboten wird“. (1. Pet. 1,13)

Oft fragen sich die Gläubigen untereinander: Wie soll es weitergehen? Was wird als nächstes geschehen? Wie wird das Werk Gottes seinen Abschluß finden? Wir können unbesorgt sein und vorwärts schreiten im festen Glauben. Die Zeit bleibt nicht stehen. Der Prophet rief aus: „HErr, ich habe Deinen Ruf vernommen, ich bin voller Furcht. HErr, verwirkliche Dein Werk inmitten der Jahre. Mache es offenbar im Laufe der Jahre“. (Hab. 3)

Schon die Propheten im Alten Testament sehnten sich danach, das Werk Gottes zu sehen. Die Apostel erwarteten es zu ihrer Zeit. Seit den Tagen der Urgemeinde warten alle Gläubigen mit Sehnsucht darauf, doch erst muß die Zeit kommen. Jetzt ist sie nahe, jetzt ist sie da.

Br. Branham weist in seiner jüngst übersetzten Predigt besonders auf unsere Zeit hin, in der alles vereinigt wird. Alle Dinge werden unter einem bestimmten Haupt in religiöser Hinsicht, sowie auf allen anderen Gebieten vereinigt. Die Zeit, in der wir leben, ist tatsächlich in jeder Weise die Zeit der Vereinigung. Uns geht es in der Hauptsache um die Vereinigung der Brautgemeinde mit dem Bräutigam.

Es gibt zwei Themen, die in den Kreisen der Gläubigen von Wichtigkeit sind. Einmal ist es Israel, und zum anderen die Gemeinde. Alles andere nehmen wir zur Kenntnis, ordnen es biblisch ein, ohne daß wir uns unbedingt daran aufhalten oder besonders damit befassen. Wenn es aber um Israel oder die Gemeinde geht, werden wir gezwungen, darüber nachzudenken, nachzulesen und die Verheißungen der Heiligen Schrift auf den Leuchter zu stellen. Wir erkennen daraus wie weit die Zeit fortgeschritten ist. Das Thema über Israel und die Gemeinde bleibt zunächst aktuell.

Der Staat Israel muß von Freund und Feind zur Kenntnis genommen werden. Seine Existenz läßt sich nicht leugnen, nur sind die Völker mit Blindheit geschlagen und erkennen nicht, daß es eine Fügung Gottes und die Erfüllung biblischer Prophetie ist. Sie kennen den Heilsratschluß Gottes nicht.

Wenn man z.B. daran denkt, welch unermeßlich große Fläche der arabischen Welt zur Verfügung steht und wie winzig das Land Israel ist, und dann davon hört, daß Flüchtlingslager eingerichtet und Tausende von Menschen jahraus und jahrein darin festgehalten, anstatt in die Gesellschaft eingegliedert werden, dann könnte man meinen, daß diesen Menschen die klare Überlegung genommen wurde. Doch das muß alles so sein. Der Haß wird dadurch geschürt bis die Schrift sich erfüllt und eines Tages der letzte große Kampf vor Beginn des Tausendjährigen Reiches gegen Israel stattfindet. Viel könnte über dieses Thema gesagt und geschrieben werden, doch die Hauptsache bleibt für uns zunächst die Gemeinde, denn erst nach Vollendung und Entrückung der Brautgemeinde wird sich der HErr den Juden zuwenden und sich in ihrer Mitte offenbaren. Erst danach werden die beiden Propheten gemäß Offbg. 11 in Jerusalem auftreten.

Von einem Dienst heidnischer Evangelisten und Prediger in Israel ist in der Heiligen Schrift nichts gesagt worden. Man muß sich eigentlich fragen, ob es nicht ein Trick des Feindes ist, wenn christliche Kreise, die nicht begreifen wollen, daß Gott eine Botschaft zur Vollendung der Gemeinde gesandt hat, sich ausschließlich auf das Thema „Israel“ spezialisieren.

Solche Menschen gehen an der göttlichen Heimsuchung in dieser Zeit vorbei und beachten nicht, was Gott unter Seinem Volk jetzt tut. Mit Blindheit geschlagen rühmen sich große Evangelisten ganz besonders hoher Erkenntnisse. Sie sind klug in ihren eigenen Augen und gebärden sich weise vor den Menschen, halten große Vorträge, begeistern die Zuhörerschaft und machen das große Geschäft mit ihrem Israel-Programm.

Gemäß Matth. 25 beschäftigt sich der biblische Mitternachtsruf mit der Gemeinde aus den Nationen, denn hier ist die Rede vom Kommen des Bräutigams und vom Eingehen der klugen Jungfrauen zum Hochzeitsmahl. Der biblische Mitternachtsruf hat mit Israel nichts zu tun. Er lautet: „Siehe, der Bräutigam kommt!“ Johannes der Täufer ruft aus: „Wer die Braut hat, das ist der Bräutigam“. (Kap. 3,29)

Das Volk Israel ist nicht die Braut und wartet auch nicht auf den Bräutigam. Das Volk Israel wartet auf den Messias als König, denn so steht es geschrieben: „Siehe, dein König kommt zu dir!“

Die Brautgemeinde dagegen erwartet ihren Erlöser als Bräutigam; das geschieht als nächstes im Programm Gottes. Was nützen alle groß angelegten Veranstaltungen, mit denen man sich einen Namen macht, der Gemeinde Jesu Christi jedoch überhaupt keinen Nutzen bringen?

Unter den großen Rednern dieser Tage, die auf andere herabschauen, gibt es solche, die das ABC der biblischen Verkündigung und der neutestamentlichen Lehre weder glauben noch praktizieren. Die einen lehnen zum Beispiel die biblische Wassertaufe der Gläubiggewordenen auf den Namen Jesu Christi ab, schlicht und einfach aus dem Grund: sie möchten eine breite Masse ansprechen, damit die Kasse stimmt. Die anderen lehnen die biblische Geistestaufe und die Geistesgaben ab, wagen es sogar, dieses Erlebnis dem Teufel zuzuschreiben, obwohl die Propheten, Johannes der Täufer, der HErr Jesus und die Apostel es lehrten, und welches die Gläubigen im Urchristentum und Tausende bis in diese Zeit hinein empfangen haben. Schon längst haben sie den Heiligen Geist gelästert, ohne es zu wissen, weil sie das Wirken des Geistes als von „Unten“ kommend bezeichnen. Wer nicht den Heiligen Geist in der Weise empfangen hat, wie es die Heilige Schrift bezeugt, hat einen religiösen Geist, lebt in Verblendung, wird sich bibelkundig gebärden, aber das, was wirklich vom Geiste Gottes ist, ablehnen. Wir müssen den biblischen Maßstab an die Verkündigung legen, wie es im Urchristentum geschah. Damals hörten die Gläubigen genau hin, was gepredigt wurde, und verglichen es mit dem, was die Apostel des HErrn lehrten. Falls es nicht übereinstimmte, hat man kurz und bündig solche Redner als falsche Apostel entlarvt, ganz gleich, wie fromm sie taten. (Offbg. 2)

Jedes biblische Thema muß mit dem Gesamtzeugnis der Schrift übereinstimmen. Jetzt geht es um die Botschaft für die Gemeinde. Es sei denn, daß wir anerkennen, daß Gott zu allen Zeiten Männer besonders beauftragte und bevollmächtigte, und es in dieser Zeit genauso tat, sonst werden wir den Ruf Gottes, der jetzt ergeht, gar nicht beachten. Nur die Auserwählten haben zu allen Zeiten einen göttlichen Dienst anerkannt und auf die Boten Gottes gehört. So ist es auch jetzt.

Das Volk Israel konnte nicht an Mose vorübergehen. Auch der Aufstand unter Korah änderte nichts an dem außergewöhnlichen Dienst des Propheten, den Gott selbst gesetzt hatte. Genauso war es mit dem besonderen Auftrag Br. Branhams. Nur der religiös Verblendete, von sich selbst Überzeugte, wird daran vorübergehen. Wer aber in dieser Zeit auf das Wort Gottes achtet, dem Zeugnis der Heiligen Schrift Glauben schenkt und die Verheißungen für diese Zeit aufnimmt, wird dankbar sein für die biblische Botschaft, die Herausrufung und Zubereitung der Brautgemeinde Jesu Christi.

Nach meinem Wissen gibt es keinen Gottesmann in dieser Generation, der eine solche Berufung und einen direkten Auftrag vor dem zweiten Kommen Christi empfangen hat wie Br. Branham. Die Gemeinde des HErrn wird jetzt unter der biblischen Verkündigung versammelt und durch den Geist Gottes zur Einheit gebracht. Nur solche Verkündiger, die nicht begriffen haben und nicht anerkennen wollen, daß Gott Seinen Knecht und Propheten gesandt hat, werden sich auf mancherlei Themen spezialisieren, weil sie der Gemeinde keine Botschaft zu bringen haben. Noch einmal muß betont werden, daß es jetzt nicht um eine Botschaft für Israel geht; die wird von den beiden Propheten zur rechten Zeit gebracht werden, jetzt geht es um die Botschaft für die Gemeinde. Deshalb verkündigen und glauben wir die Endzeit-Botschaft, die den ganzen Ratschluß Gottes beinhaltet.

Im Auftrage Gottes wirkend

Br. Frank