Circular Letter
RUNDBRIEF März 1987
Ewald Frank
Formats
Typ písma
Výška riadku
Medzera odseku
Veľkosť písma
Navigate
Kapitoly
expand_more
Navigate
Kapitoly
Navigate
Kapitoly
Jump to any chapter without leaving the reader.
Kapitola 2
Ein gewaltiges Zeugnis
2 / 2
Heute liegt es mir auf dem Herzen, ein wenig über die Inschrift zu sagen, die in drei Sprachen über unserem gekreuzigten Erlöser angebracht wurde. Am genauesten, oder besser gesagt, am vollständigsten gibt sie Johannes wie folgt wieder: „Jesus von Nazareth, der König der Juden.“ Wer im 19. Kapitel die Verse 16-22 liest, wird merken, dass die Griechen und Römer, in deren Sprache das gleiche geschrieben stand, nichts beanstandeten, wohl aber die jüdischen Hohenpriester. Sie wurden bei Pilatus vorstellig und baten ihn darum, den Text abzuändern. Sie schlugen ihm folgende Formulierung vor: „Schreibe nicht: ‚Der König der Juden‘, sondern: ‚Dieser Mensch hat behauptet, er sei der König der Juden‘.“ Doch Dank sei dem lebendigen Gott für die Standhaftigkeit des Pilatus. Er fertigte die verblendeten Würdenträger ganz kurz mit der Erklärung ab: „Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben!“ Dabei ist es bis zum heutigen Tag geblieben.
Wir müssen uns in die Lage eines Juden von damals versetzen, um sie nicht ungerechterweise zu beschuldigen, denn im Grunde genommen war alles von Gott so gefügt. Aufgrund der vielen Verheißungen in der Schrift erwarteten die Juden von ihrem Messias mit Recht, dass Er sie von ihren Feinden befreien, von jeder Unterdrückung erlösen und Sein Königreich aufrichten würde. Doch sie waren nicht imstande, zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen des Messias und den dazugehörenden Schriftstellen zu unterscheiden. Für sie gab es nur ein Kommen. In Luk. 19 wird uns berichtet, was geschah, als Jesus vom Ölberg herabkam und in Jerusalem einzog: „…die gesamte Menge der Jünger begann Gott freudig mit lauter Stimme um all der Wundertaten willen, die sie gesehen hatten, Lobpreis darzubringen, indem sie ausriefen: ‚Gepriesen sei, der da kommt als König im Namen des HErrn!‘“ (Vers 37-38)
Bevor man unseren HErrn zur Kreuzigung übergeben hat, wurde Er einem Verhör unterzogen. Dabei fragte Ihn Pilatus: „‚Ein König bist Du also?‘ Jesus antwortete: ‚Ja, Ich bin ein König. ICH bin dazu geboren und in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf Meine Stimme.‘“ Jesus, unser Erlöser, hat nicht den Anspruch gestellt, etwas zu sein, Er war es in der Tat. Hier sprach der König aller Könige nicht von der Aufrichtung Seines Königreiches, sondern davon, dass Er dazu in diese Welt hineingeboren wurde, um Zeugnis für die Wahrheit abzulegen. Die Zeit, Sein Königtum aufzurichten, war noch nicht gekommen. Doch gerade das haben die Menschen damals erwartet. Die Zeitspanne des Neuen Testaments, der Tag des Heils, insbesondere die Gnadenzeit, die Gott den Nationen zugedacht hatte, blieb den Juden verborgen. Sie rechneten mit der Erfüllung aller Verheißungen auf einmal, weil sie keine Übersicht über den Plan Gottes hatten.
Wir, die wir jetzt am Ende der Gnadenzeit leben und denen der Ratschluss Gottes geoffenbart worden ist, haben es in dieser Hinsicht wesentlich leichter. Wir können klar unterscheiden, welche Verheißungen sich beim ersten Kommen des Messias erfüllten und welche in Verbindung mit Seiner Wiederkunft stehen. Ebenso kennen wir die Verheißungen, die mit der Aufrichtung Seines Königreiches zusammenhängen. Wir sind, wie Bruder Branham oft gesagt hat, zwar ein bedürftiges Volk, wir sind aber auch ein bevorzugtes Volk, dem jetzt am Ende der Heilsgeschichte ein Gesamtüberblick über den Plan Gottes mit der Menschheit zuteilgeworden ist.
Wenden wir uns der Überschrift, die am Kreuz angebracht wurde, noch einmal zu und versuchen wir zu verstehen, warum die Juden so sehr Anstoß daran genommen haben. Es war folgender Text:
4 3 2 1
Hjahudim Wmelech Hanozrim Jahshua
1 2 3 4
Jesus von Nazareth, König der Juden
Weil man im Hebräischen von rechts nach links schreibt, muss man auch von rechts nach links lesen. Die Anfangsbuchstaben dieser Inschrift ergeben den geheimnisvollen Namen Gottes J H W H. Dieser Tatbestand kränkte die schriftkundigen Hohenpriester bis zum äußersten, denn damit wurde ihnen vor Augen gestellt, wer derjenige ist, den sie der Kreuzigung preisgegeben hatten. In keinem Punkt entsprach Er den Vorstellungen, die sie an das Kommen des Erlösers als Messias, als Retter, geknüpft hatten. Sie übersahen völlig, dass Er leiden und sterben musste. Um ihr Gewissen zu beruhigen, versuchten sie, diese Überschrift abändern zu lassen. Doch gerade sie war das gewaltigste Zeugnis Gottes über Seine Selbstoffenbarung, und Er fügte es so, dass ein heidnischer Herrscher diese alles übersteigende Wahrheit in drei Sprachen niederschreiben ließ.
Ursprünglich bildeten in der hebräischen Sprache nur die sogenannten „Wurzelbuchstaben” das Wortgerüst. Vokalzeichen gab es darin nicht. Entsprechend dem Sinn und der Bedeutung mussten sie beim Lesen eingefügt werden. Die hebräischen Gelehrten wagten es nicht, in den Gottesnamen JHWH die Vokale a und e einzufügen, und erklärten, dass es sich dabei um den geheimnisvollen Namen handelt, der von keinem ausgesprochen werden kann und darf. Anstatt dieses Namens verwenden sie bis zum heutigen Tag in ihren Gebeten die Formulierung „Elohim-Adonai“ für „Elohim-JAHWEH“.
Wie ganz anders war es doch mit den Propheten, die in Gemeinschaft mit Gott standen und Ihn und Seinen Namen kannten! Zu Mose sprach Gott: „ICH bin Jahweh (der HErr). ICH bin dem Abraham, Isaak und Jakob als Elohim (der allmächtige Gott) erschienen, aber mit Meinem Namen Elohim-Jahweh habe ich Mich ihnen nicht geoffenbart.“ Mose war der erste, dem dieser Bundesname aus dem Munde Gottes mitgeteilt wurde, weil die Bundesschließung mit dem Volke Israel bevorstand. Mose wurde mit der Herausführung des Volkes Israel aus Ägypten betraut und empfing das Gesetz auf dem Berge Sinai. Er war es auch, den Gott dazu beauftragte, die gesamte Zeitspanne von Adam bis zu seiner Zeit, also die Geschichte von fast 2800 Jahren niederzuschreiben. Weil ihm dieser Name geoffenbart wurde, verwendete er ihn immer im richtigen Zusammenhang, das erste Mal in 1. Mose 2:4. Insgesamt steht dieser geheimnisvolle Name Gottes 6700mal im Alten Testament.
Es wäre zu wünschen, dass die Bibelübersetzer dieselbe göttliche Offenbarung wie die Propheten gehabt und die Namen in ihrer ursprünglichen Form gelassen hätten. Aufgrund des Namens erkannte man die Bedeutung, die daraus hervorgeht. Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte haben Philologen viel Mühe darauf verwandt, die Sprachen der Bibel zu ergründen. Doch es bleibt dabei, dass Göttliches nur durch den Heiligen Geist geoffenbart werden kann. Aus den vier Wurzelbuchstaben des Namens Gottes wurden im Laufe der Zeit verschiedene Worte abgeleitet, bis hin zu dem bekannten Begriff „Jehova“. Es ist eine Missdeutung, die mit Sicherheit nicht mutwillig erfolgte. So wie die beiden Buchstaben El für Gott stehen, so stehen die drei Buchstaben Jah für den Namen des HErrn. So bedeutet zum Beispiel Emmanuel: Gott mit uns, Hallelujah: Preiset den HErm, und das Wort Elijah: Gott ist Jahweh. Man könnte die Namenskombinationen mit einem ganzen Register fortsetzen.
Missverständnisse entstehen nur da, wo Menschengeist forscht und Gottesgeist nicht offenbart. Hieronymus, einer der bekanntesten Männer der Kirchengeschichte (347-420), hat ja das Alte Testament aus dem Hebräischen ins Lateinische übersetzt (die sogenannte Vulgata). Als er zu der Stelle in 2. Mose 34:29 kam, fand er die drei Wurzelbuchstaben k r n vor. Anstatt daraus das Wort „karan“, nämlich „Lichtstrahl“ zu lesen, nahm er „keren“ an, was „Hörn“ bedeutet. So ging das „strahlende Angesicht“ Moses als „gehörntes Antlitz“ (faciescornuta) in die Vulgata ein. Aufgrund dieses Missverständnisses hat Michelangelo seine Mosesstatue mit zwei Hörnern auf der Stirn versehen.
Kommen wir zu unserem Thema „Ein gewaltiges Zeugnis“ zurück. Es ist müßig zu fragen, warum Gott nicht alles eindeutig und klar niederschreiben ließ. Wie Bruder Branham immer wieder betonte, ist alles auf Offenbarung gegründet. Auch der HErr Jesus sprach nur in Gleichnissen, und wem der Geist Gottes das darin enthaltene Geheimnis nicht offenbart, dem bleibt es verborgen. Das trifft auf die gesamte Heilige Schrift zu. Denken wir dabei an den Namen, der im Taufbefehl den einen verhüllt und den anderen offenbart ist.
Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass in der hebräischen Inschrift der Name unseres HErrn Jahshua lautet. In unseren Bibeln steht dagegen die aus dem Griechischen entstandene Form Jesus. Es ist gut zu wissen, dass der Engel den Namen in Hebräisch ausgesprochen hat, denn er bedeutet Jahweh-Retter. Deshalb steht geschrieben: „Sie wird Mutter eines Sohnes werden, dem du den Namen Jahshua geben sollst; denn Er ist es, der Sein Volk von ihren Sünden erretten wird.“ (Matth. 1:21) Welch ein überzeugender Beweis, dass der Jahweh des Alten Testaments der Jahshua des Neuen Testaments ist! ER ist Immanuel — Gott mit uns. Das, was die Juden damals nicht erkennen konnten, erfreut uns über alle Maßen.
Der Engel hatte zu Maria gesagt: „Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott Jahweh wird Ihm den Thron seines Vaters David geben, und Er wird als König über das Haus Jakobs in alle Ewigkeit herrschen, und Sein Königtum wird kein Ende haben.“ (Luk. 1:32-33) Wir wissen heute, dass dieser Ausspruch eine Weissagung war, die sich erfüllen wird, wenn der HErr nach dem Hochzeitsmahl wiederkommt, um die Königsherrschaft anzutreten. Denn so steht es geschrieben: „Da ließen sich laute Stimmen im Himmel vernehmen, die riefen: ‚Die Königsherrschaft über die Welt ist an unseren HErrn und Seinen Gesalbten gekommen, und Er wird als König in alle Ewigkeit herrschen!‘“(Offbg. 11:15) Zu diesem Thema könnten viele Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament aufgeführt werden. So hat z. B. der Prophet Sacharja im Hinblick darauffolgende Weissagung gegeben: „Jahweh wird dann König sein über die ganze Erde; an jenem Tage wird Jahweh der Alleinige sein und Sein Name der Einzige.“ Auch die Juden, die ja mit Recht auf die Königsherrschaft warteten, werden an ihr teilhaben. Wenn die Vollzahl der Heiden eingegangen ist, wird die Decke, die bis zum heutigen Tag über Israel liegt und nur in Christus weggenommen werden kann, von ihnen entfernt. (2. Kor. 3:12-16) Die Stunde ist nicht mehr fern, dann werden sie auf den blicken, den sie durchbohrt haben. (Sach. 12:9-10) Gott hat alles wunderbar geordnet.
Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich betonen, dass wir selbstverständlich auch weiterhin den uns vertrauten Namen „Jesus“ gebrauchen. Es ging mir mit dieser Darlegung lediglich darum, die wirkliche Bedeutung aus der hebräischen Sprache hervorzuheben. Offenbaren muss Gott es jedem einzelnen, dass Er selbst sich der Menschheit in diesem Namen kundgetan hat und dass wir uns Ihm deshalb allein in diesem Namen nahen können. Im Urchristentum geschahen große Wunder und Zeichen, ja die Kraft Gottes tat sich mächtig kund, wo immer der Name Jesu Christi in der Vollmacht des Geistes ausgesprochen wurde. Es geschah so viel, dass die Obrigkeit den Aposteln schließlich sogar verbot, in diesem Namen zu predigen.
Als der Gemeinde die wahre Erkenntnis über die Gottheit verlorengegangen war, blieb auch die Bedeutung des Namens verborgen, und man verwendet Titel. Wie bei den Juden damals, so herrscht bei den heutigen Christen Unwissenheit darüber, wer Jesus Christus von Nazareth wirklich ist. Wenn wir bezeugen, dass uns dieser Name in Seiner göttlichen Bedeutung neu offenbart worden ist, so muss jetzt dasselbe geschehen wie am Anfang. Der auferstandene Herr wusste am besten, welch eine Kraft in Seinem Erlösungsnamen durch die Erlösten offenbar werden würde. ER gab den Gläubig gewordenen Vollmacht und sprach: „In Meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, werden Schlangen aufheben und; wenn sie etwas Todbringendes trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesundwerden.“ (Mark. 16:17-18) Möge es dem lebendigen Gott gelingen, die Kraft des neutestamentlichen Bundesnamens noch einmal in der neutestamentlichen Gemeinde kundzutun. Es muss ein Sinn und Zweck damit verbunden sein, dass wir diesen Namen in Seiner ursprünglichen Bedeutung erkannt haben.
Es bleibt dabei: Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben worden, in dem sie selig werden können. Ja, alles, was wahrhaft Gläubige in Worten oder Werken tun, das sollen sie in dem Namen des HErrn Jesus Christus tun. Von Herzen glauben wir, dass Jesus von Nazareth der König der Juden und unser Erlöser ist ER ist Jahweh, Er ist Jahshua, Er ist Retter und Heiler. IHM sei die Ehre in Ewigkeit. Amen! Ich hoffe, dass alle von dieser kurzen Ausführung innerlich überwältigt und ergriffen werden. Der HErr segne Euch alle und sei mit Euch.
Im Auftrage Gottes wirkend
Br. Frank
Das Foto oben zeigt einen Teil der Zuhörerschaft, die in der Zeit vom 17.-21. Februar 1987 in Nairobi, Kenya, an den Versammlungen teilnahm.
Mit großer Freude habe ich festgestellt, dass der HErr über mein Erwarten hinaus neue Türen für die Verkündigung öffnet. Zurzeit sind es die Länder Afrikas, wo ein großer Hunger nach dem Worte Gottes herrscht. Zuhörerscharen von einigen tausend Menschen sind keine Seltenheit mehr.
Das Wort hat nicht nur Gläubige und Ungläubige, sondern auch die verantwortlichen Brüder aus verschiedenen Denominationen zutiefst ergriffen. Ein Bischof versprach, die auf Video aufgenommenen Predigten an zweihundert Gemeinden zu senden. Diese Versammlungen waren ein mächtiger Durchbruch für die Sache Gottes, und die Teilnehmer werden sie gewiss nie mehr vergessen.
Vielleicht haben wir hier in Europa manchmal den Eindruck, dass Gott nichts tut. Dem ist nicht so. Wir leben immer noch in der Gnadenzeit, und der HErr ruft aus allen Völkern, Sprachen und Nationen die Seinen heraus. Der Geist Gottes wirkt, wo und wann Er will. Bruder Branham hat sich danach gesehnt, den Massen in Afrika die Botschaft zu bringen. Jetzt geht sein Wunsch in Erfüllung.
Euch allen danke ich für Eure Gebete, die mich tragen. Bitte gedenkt meiner auch weiterhin, dass der Wille des HErrn in jeder Weise geschehe und Er zu Seinem vollen Recht kommt.
Versammungsbekanntgaben
Osterkonferenz in Krefeld, Missionszentrum, Am Herbertzhof/Untergath
Erste Versammlung: Karfreitag, 17. April 1987, 15.00 Uhr
Letzte Versammlung: Ostersonntag, 19. April 1987, 15.00 Uhr
Salzburg Samstag, April 1987
Hotel Winkler Franz-Josef-Straße, 14.00 Uhr
Zürich Sonntag, April 1987
Volkshaus, Helvetiaplatz, Weisser Saal, 14.00 Uhr
Paris Freitag, 1. Mai 1987,
39, nie de la Chapelle, 75018 Paris, 14.30 Uhr
Brüssel Samstag, 2. Mai 1987, 14.30 Uhr,
Auditorium Passage 44 Bld. du Jardin Botanique, 44 1000 Brüssel
Krefeld Sonntag, 3. Mai 1987, 10.00 Uhr 14.30 Uhr
Kommt alle und bringt auch andere mit. Jeder ist herzlich willkommen. Für die Versammlungen in Krefeld bitten wir wie immer um eine kurze Anmeldung, damit wir entsprechend planen können.