Circular Letter
Rundbrief Juni 1976
Ewald Frank
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Kapitola 2
Der Auftrag der Gemeinde
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Ich möchte auf 2. Korth. 5 von Vers 14 eingehen. Hier ist von der Liebe Christi die Rede, die uns drängt. Wohl dem, der das sagen kann und der es erlebt, daß die Liebe Gottes, die in Christus am Kreuz auf Golgatha offenbar geworden ist, ihn drängt und leitet. Kein anderes eigennütziges Motiv darf in uns gefunden werden. Nur die Liebe Christi muß der Antrieb in unserem Herzen sein.
Paulus beschreibt diese Liebe in ihrer Vielfalt in den verschiedensten Zusammenhängen. Hier führt er aus: „Einer ist für alle gestorben. Deshalb sind alle mitgestorben.“ „ … Er ist darum für alle gestorben, damit die, welch leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt ist.“ (Vs. 15) Hierin liegt da Geheimnis unseres Lebens mit Gott, das allein in der Gemeinschaft mit IHM fruchtbar sein und anderen zum Segen gereichen kann. Wir gehören nicht uns selbst, sondern IHM. ER hat uns erkauft.
Alle, in denen diese Gesinnung Jesu Christi wohnt, beherzigen, was weiter geschrieben steht: „Daher kennen wir von jetzt ab niemand mehr nach dem Fleisch; nein, sogar wenn wir Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir Ihn doch jetzt nicht mehr so.“
Wir sehen die Erlösten, wie der Erlöser sie sieht, nämlich durch das vergossene Blut der Versöhnung. ER hat uns aus dem Tode gerissen und uns das ewige Leben geschenkt. Sein Leben will ER hier durch uns leben. Seine Kraft, ja Seine Auferstehungskraft will ER durch uns hier offenbaren. Weiter führt der Apostel aus: „Wenn also jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung: das Alte ist vergangen, siehe, ein Neues ist entstanden!“ Das glauben wir und haben es auch erlebt. Wir können auf einen Tag und eine Stunde hinweisen, in der Gott uns begegnet ist, all unsere Schuld und Sünde vergab, unsere eigenen Wege aufhörten und der Weg Gottes mit uns begann. Es bedarf einer echten Bekehrung, einem Hinwenden zu Gott, einer Wiedergeburt, die eine neue Schöpfung in uns hervorbringt.
Das ist nicht unser Verdienst, sondern Gottes Tat. Deshalb schreibt der Apostel: „Das alles ist aber das Werk Gottes, der uns durch Christus mit sich versöhnt hat und uns den Dienst der Versöhnung übertragen hat.“ Das ist der Hauptgedanke, um den es uns in dieser Betrachtung geht. Das Wort von der Versöhnung hat ER in denen niedergelegt, die selbst die Versöhnung mit Gott erlebt haben. Das Wort vom Kreuz ist in denen, die selbst den Sieg des Kreuzes erlebt haben. Hier gilt keine Theorie, hier zählen keine christlichen Ansichten oder Auslegungen – die Frohe Botschaft lautet: „Gott und Mensch ist versöhnt und in Christus vereinigt…“ Nur wer diese Versöhnung und Vereinigung erlebt hat, kann die Siegesbotschaft von Golgatha den anderen weitergeben. Nichts hat Gott uns angerechnet. Alles hat ER vergeben und in uns das Wort von der Versöhnung mit Ihm selbst hineingelegt. Solche Menschen reden nicht für sich oder eine Glaubensrichtung, sondern für Christus. Sie erkennen, daß Gott in Christus die Welt mit sich selbst versöhnte, wie geschrieben steht: „Denn Gott war in Christus und hat die Welt mit sich versöhnt, indem ER ihnen ihre Übertretungen nicht anrechnete und in uns das Wort von der Versöhnung niedergelegt hat.“ Die Stunde hat geschlagen, in der Jesus Christus als der Gekreuzigte neu vor unsere Augen gestellt werden muß. Der Sieg des Kreuzes kann nur da offenbar werden, wo wir Jesus Christus vergegenwärtigt am Kreuz erblicken und erkennen, daß ER für uns gestorben ist, für uns gebüßt hat, und daß wir durch Seinen Sühnetod die Vergebung unserer Schuld und durch den Glauben an IHN das ewige Leben empfangen haben.
„Für Christus also reden wir als Seine Gesandten, da ja Gott durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: ,Laßt euch mit Gott versöhnen!'“ Das Wort vom Kreuz ist nur denen eine Gotteskraft, die der Predigt Glauben schenken. Gott redet durch die, die auf Sein Reden gehört haben. ER bietet die Versöhnung an durch diejenigen, die versöhnt sind. Christus spricht durch uns zu den Verlorenen und bietet ihnen die Rettung an. ER spricht durch uns zu den Gebundenen und läßt ihnen sagen, daß sie frei gemacht sind. ER spricht durch uns zu den Kranken und läßt ihnen mitteilen, daß sie geheilt sind. Zu den Traurigen spricht ER: „Seid getrost, ICH habe alles überwunden.“
Der Weg der Gemeinde Jesu Christi führt in dieser Zeit durch eine tiefe Beugung und Reinigung, damit der völlige Sieg unseres Gotte offenbar werden kann. Ehe der HErr Jesus am Kreuz auf Golgatha den Triumph über Sünde, Krankheit und Tod vollzogen hat, ging e durch Gethsemane, durch Leiden, Ringen, Beten und Flehen. Der Weg der Gemeinde geht jetzt in ähnlicher Weise vor sich. Ehe der letzte Sieg Gottes, der Abschluß, die Vollendung und die Krönung des Werkes Gottes in der neuen Schöpfung, die mit Christus ihren Anfang nahm, stattfinden kann, geht es durch einen tiefen Zerbruch, durch Selbstverleugnung und völlige Hingabe, in der ein jeder sein Kreuz auf sich nimmt und dem HErrn folgt.
Ohne Leiden gibt es kein Herrschen, ohne Kampf keinen Sieg. Der HErr ist auf unserer und wir auf Seiner Seite. Sein Wort, das Wort vom Kreuz, das Wort von der Versöhnung, ist in uns. Die Liebe Christi drängt uns also, daß wir dem Volke Gottes in dieser Zeit alles mitteilen, was ER durch Seinen Geist und durch Sein Wort zu uns redet. Nicht nur hier in der Gemeinde, sondern überall sollen die wahrhaft Gläubigen erfahren, was Gott in dieser Zeit tut und in welch einer Weise ER wirkt.
Wir sind so dankbar, daß wir Gnade vor Gott gefunden haben, daß ER uns Seine Wege in dieser Zeit wissen läßt und daß wir an dem, was ER tut, Anteil haben dürfen. Zu allen Zeiten hat Gott, wenn entscheidende Ereignisse geschehen sollten, Seinem Volke Weisungen gegeben. ER ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.
Wir haben es erlebt, daß ER allgemein zu Seinem Volke spricht und auch zu den Einzelnen. Wir können nicht alles veröffentlichen, was wir hier in der Gemeinde an geistlichen Segnungen erleben, doch immer wieder möchten wir auf einiges Bezug nehmen, damit alle, die in der Zerstreuung leben, einen direkten Anteil an dem Wirken Gottes haben. Auch darauf soll hingewiesen werden, daß in unserer Mitte nicht einfach nach menschlicher Art etwas gesagt wird, das später als Reden des HErrn bezeichnet wird, sondern daß der HErr zuerst in Gesichten zeigt, worum es geht, und dann durch die Inspiration des Geistes Seine Botschaft an uns richtet, ebenso, daß zunächst durch den Heiligen Geist in einer anderen Sprache etwas durch Zungenrede angekündigt wird, das dann unter der gleichen Inspiration durch die Gabe der Auslegung in unserer Sprache geschenkt wird. Die Richtigkeit der göttlichen Offenbarungen in unserer Mitte können nicht nur zwei oder drei, sondern Hunderte im Laufe der vergangenen Jahre bezeugen.
Am 20. 6. 1976 sprach der HErr zu uns, nachdem wir eine Predigt Br. Branhams gehört hatten:
„Sehet, sehet, Mein Volk, so spricht der Heilige in eurer Mitte! Habt ihr acht gehabt auf Mein Wort, das ihr vernommen habt in dieser Stunde, das ICH geredet habe zu euren Herzen? Glaubt nicht, daß ihr etwas verbergen könnt. Denn wenn ICH den Sünder zur Verantwortung ziehen werde, wieviel mehr den Gerechten! Und wenn ihr nicht offenbar werden wollt dort in der Herrlichkeit vor Meinem Richterstuhl, müßt ihr offenbar werden hier schon. Denn was hat Mein Geist gehaßt von Anfang? Hurerei und Unzucht und Ehebruch, spricht der Heilige in eurer Mitte. Darum ist alles tänzelnde Spielen der Gedanken ein Schauen auf die Schlange, die eure Gedanken und eure Sinne verführt. Aber Heiligkeit verlange ICH von Meinem Volke, und Mein Geist ist euch gefolgt in euren Gedanken und euren Werken. ICH habe gesehen, was ihr getan habt, und ICH kann einzeln rufen einen jeden einzelnen von euch, denn ihr seid nicht gekommen zu Menschen, sondern in Mein Licht; und in Meinem durchdringenden Licht sehe ICH jeden. Und ein Beispiel gebe ICH euch in diesen Tagen, auf daß Furcht kommt über alle, und ihr nicht wartet, daß ICH euch mit Namen rufe, sondern daß ihr kommt vor Mein Angesicht und euch niederwerft…“
Darauf wurden Einzelne, die vorher im Gesicht gezeigt wurden, durch Weissagung mit Namen genannt, die ihr Leben vor Gott und Menschen ordneten. Wir alle müssen uns Gott ganz weihen und den HErrn um Gnade bitten, alles zu bekennen, was unser Gewissen belastet, um es in Ordnung zu bringen. Es hieß: „ … du hast noch lange nicht alles bekannt, was du bekennen solltest. Und…, auch deine Gedanken sind Mir offenbar und deine Sünden sind nicht verborgen vor Meinem Angesichte. Und sehet, das ist der Anfang in eurer Mitte! Und wer immer sich entgegenstellen wird Meinem Geiste, den werde Ich hier öffentlich mit Namen rufen. Und wisset wohl, auch dort oben werdet ihr offenbar werden, wenn ihr es hier nicht wollt.“
Der Geist Gottes tut ein gründliches Werk in diesen Tagen. ER will uns von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes befreien und lösen. Paulus führt aus: „Da wir nun solche Verheißungen haben, Geliebte, wollen wir uns von jeder Befleckung des Fleisches und de Geistes reinigen und völlige Heiligung bei uns schaffen in der Furcht Gottes…“ (2. Korth. 7,1)
Wir haben die größten Verheißungen Gottes empfangen. Von Gott werden wir schon als Heilige und Geliebte angesprochen, doch jetzt kommt die Reinigung von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes. Nur so kann eine völlige Heiligung in uns bewirkt werden. Es steht geschrieben: „Ohne Heiligung wird niemand den HErrn schauen.“
Nachdem der Heilige Geist uns durch die Offenbarung des Wortes in die tiefsten Geheimnisse und Gedanken Gottes eingeführt hat, geht es jetzt um eine tiefe Reinigung im Leben derer, die vor Gott bestehen möchten. Es nützt keinem, sich darauf zu berufen, was er mit Gott erlebt hat, sei es Bekehrung, Wiedergeburt, Geistestaufe, oder was immer wir an Segnungen empfangen haben. Jetzt gebietet der HErr allen Gläubigen, sich dieser völligen Reinigung und Heiligung zu unterziehen und zwar in der Furcht Gottes. Ehe die letzten Verheissungen ihre Erfüllung finden können, muß dieser völlige Reinigungsprozess an uns vollzogen werden. (1. Joh. 3,3)
Die ursprüngliche Sünde geschah in zweifacher Weise, erstens: der Ungehorsam dem Worte Gottes gegenüber, die Befleckung des Geistes; und zweitens: die Übertretung des Wortes und die Befleckung des Fleisches. Das eine wird im Worte Gottes als geistliche, das andere als fleischliche Hurerei bezeichnet. Mit beidem müssen wir jetzt gründlich aufräumen, ohne Rücksicht auf unser persönliches Ansehen. Der HErr will uns zerschlagen und ein Gefäß zu Seiner Ehre au uns machen. Oft ist es unser Ansehen und Stolz, wodurch wir zurückgehalten werden, unsere Sünden zu bekennen, doch gerade darin liegt das Hindernis, daß der Geist nicht voll durchbrechen kann und der völlige Sieg des Kreuzes nicht offenbar wird.
Wir haben nichts zu verlieren und nichts zu verbergen. Vor Gott ist ohnehin alles offenbar, und wenn wir nicht wollen, daß es erst vor dem Richterstuhl Christi aufgedeckt werden soll, dann müssen wir es schon hier tun. Ich weiß, es ist ein schwerer Weg, ein Weg der Selbstverleugnung, ein Weg der Demütigung, aber es ist der Weg Gottes mit uns in dieser Stunde, und wohl dem, der sich Gnade schenken läßt, auch hierin gehorsam zu sein. Er wird es nicht bereuen.
Wir müssen einfach begreifen, daß es nicht auf die großen Dinge ankommt, die wir tun, sondern auf die Kleinen, die wir ungetan lassen. Der Ungehorsam beginnt schon mit der Übertretung eines Wortes, das wir nicht genau nehmen. Wir müssen erkennen, daß ein anderer Geist hinter jedem Ungehorsam steckt und daß eine Verführung damit verbunden ist und der Feind, dessen Einfluß wir uns dadurch unterstellen, ein gewisses Anrecht an uns bekommt. Selbst auf die Kleidung hat der HErr uns hingewiesen. Wiederholt hat Br. Branham in seinen Predigten davon gesprochen, daß eine Schwester, auch wenn sie so rein ist wie eine Lilie, einst vor Gott zur Rechenschaft gezogen wird, wenn sie sich in einer Weise gekleidet hat, daß Männer auf sie aufmerksam gemacht wurden und in ihren Gedanken Ehebruch mit ihr begingen. Der Geist Gottes hat in den Predigten Br. Branhams immer wieder darauf Bezug genommen und uns in der letzten Zeit eindringlich gemahnt. Diese Mahnung möchte ich hiermit weitergeben und alle Schwestern im Namen des HErrn auffordern, sich unauffällig, schamhaft und sittsam zu kleiden, ohne irgendeinen Reiz auf die Männer auszuüben.
Ich bin mir dessen bewußt, daß wir mit dieser Verkündigung nicht alle Gläubigen ansprechen können, doch weiß ich, daß alle, die zur Entrückung bestimmt sind, diese Ermahnungen ernst nehmen werden und sich von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes reinigen lassen und völlige Heiligung schaffen, wie es das Wort Gottes von uns fordert. Es ist unmöglich, daß wir uns allein auf die Gnade stützen, ohne daß wir jedes Wort Gottes ernst nehmen. Wer die Gnade erlebt, bekommt die Kraft, das Wort in die Tat umzusetzen und den Willen Gottes schon hier auf Erden zu tun. Gott fordert nichts von uns, das wir nicht auch zu tun vermögen. Es gibt keinen, der sich nicht in dieser oder jener Weise, in Gedanken, in Worten oder Taten befleckt und versündigt hat. Nicht einer kann einen Stein aufheben oder mit dem Finger auf jemand anders zeigen. Jeder prüfe sich vor dem HErrn und bekenne seine eigene Schuld und Sünde und nicht die des anderen. Die Liebe Gottes deckt der Sünden Menge zu, sofern die vergebende Gnade nach dem Bekennen über unser Leben kommt. Der HErr will eine Gemeinde ohne Flecken und ohne Runzeln. ER wird sie haben, denn so sagt es Sein Wort.
Im Auftrage Gottes wirkend
Bruder Frank
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