Circular Letter

Rundbrief April 1997

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 4 calendar_month 12. 4. 1997

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Kapitola 3

„Habe deine Lust am HERRN, so wird Er dir geben, was dein Herz begehrt.“ (Ps. 37, 4)

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Es sind nun 35 Jahre seit meiner Berufung zur Verkündigung des Wortes. Mir ist bewusst, dass die Brautgemeinde nicht nur herausgerufen, sondern auch unter Gebet zubereitet werden muss. In all den Jahren hat der treue HERR für alles, was mit dem Dienst und Werk verbunden ist, zur rechten Zeit Sorge getragen. Hier im Missions-Zentrum durften wir miterleben, wie je nach Notwendigkeit das Gotteshaus und die anderen Gebäude bis hin zum Druck- und Verlagshaus entstanden. Wer seine Lust am HERRN hat, dem wird Er geben, was sein Herz begehrt, nämlich was notwendig ist.

Erkennen kann man den Willen Gottes daran, dass Er dann auch die Mittel zur Verfügung stellt. Männer Gottes sind keine Geldeintreiber wie die »Hollywood-Evangelisten« in dieser Zeit. In all den Jahren habe ich nicht ein einziges Mal ein Programm vorgestellt oder um Geld gebeten. Kein einziges Mal ist einer Sendung (ob Bücher, Cassetten, Videos) eine Zahlkarte oder ein Überweisungsschein beigefügt worden, obwohl allein die Versandkosten mittlerweile mehrere Tausend Mark im Monat betragen.

Auf meinem Glaubensweg erfüllt sich noch ein zweites Wort still- schweigend: „Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, dann wird euch all das andere obendrein gegeben werden" (Matth. 6, 33). Dass ich das Reich Gottes, die Gemeinde des HERRN, ja Sein Werk an die erste Stelle gesetzt habe, ist allgemein bekannt. Es war nicht meine Entscheidung, ist nicht mein Verdienst – das ist göttliche Bestimmung, Berufung und Erwählung, die sich im praktischen Leben erwiesen hat. Theorie haben viele, manche haben auch Träume, doch erst die tatsächliche Erfüllung ist die sichtbare Bestätigung.

Ein drittes Wort gehört auch noch dazu: Petrus wollte wissen, was denen, die der HERR berufen, die alles um Seinetwillen verlassen haben und Ihm nachgefolgt sind, als Belohnung zuteil wird. Sie bekommen schon hier hundertmal Wertvolleres, als sie zurückgelassen haben: Häuser, Brüder, Schwestern etc., so lautet die Antwort des HERRN (Matth. 19, 27-30; Mark. 10, 28-30; Luk. 18, 28-30). Jedes Wort Gottes ist wahr und erfüllt sich an denen, für die es bestimmt ist.

Seit vielen Jahren habe ich den Wunsch in meinem Herzen getragen, ein geeignetes Objekt als »Stätte der Begegnung« zu finden, einen Ort, an dem unsere Brüder und Schwestern sich einerseits erholen und andererseits Gemeinschaft mit Gott und untereinander haben können. Das Missions-Zentrum dient ja ausschließlich der Verkündigung des Wortes Gottes und der Verbreitung desselben in alle Welt. Nun ist es auf wunderbare Weise wahr geworden, dass wir ein Gästehaus unser eigen nennen dürfen, das sich für vielerlei Zwecke eignet. Im »Landhaus Benz« können alle Geschwister die Stille suchen, Ferien machen und das Gute mit dem Angenehmen verbinden.

Es liegt im gesunden Schwarzwald, in dem kleinen Ort Loßburg, 5 km südöstlich von Freudenstadt, fast in der Mitte zwischen der Autobahn Nr. 5 Karlsruhe Basel und der Autobahn Nr. 81 Stuttgart-Singen. Weit weg von Schwerindustrie und Autogasen kann man sich hier am Ortsrand in einer Höhe bis zu 850 m. ü. M. mit Weitblick in die Natur bestimmt gut erholen.

Das Gästehaus verfügt über 21 Doppelzimmer und 2 Einzelzimmer, die alle Bad oder Dusche, WC und Balkon haben.

Wir planen, von Zeit zu Zeit dort Bibelwochen sowie besondere Gebets- und Rüsttage abzuhalten. Für die Geschwister aus Österreich, der Schweiz und dem süddeutschen Raum, die wegen der großen Entfernung nicht nach Krefeld kommen können, soll hier auch die Gelegenheit gegeben sein, am biblischen Abendmahl mit Fußwaschung teilzunehmen. Selbstverständlich werden alle Bücher, Broschüren und Cassetten, die wir zur Verfügung haben, ausgelegt sein und somit allen zum Segen gereichen. Das Objekt ist wirklich für alles geeignet, auch für Jugendfreizeiten, Hochzeiten usw. Es soll ein dem HERRN geweihtes »Bethaus für alle Völker« sein. Jeder, der zum Volk Gottes in ganz Europa gehört, ist herzlich willkommen.

Gäste, die mit dem Auto anreisen, werden darum gebeten, Bettwäsche, Handtücher etc. mitzubringen. Wir wollen alles gemeinsam haben und nur einen Kostenbeitrag von eventuell 35,- oder 40,- DM pro Person und Übernachtung mit Frühstück in die Gemeinschaftskasse einzahlen, damit das Objekt sich trägt. Vorläufig wird niemand mit Gehaltsbezug tätig sein, denn dadurch würde ein monatlicher Kostenfaktor entstehen, den wir vermeiden müssen. Für jeden sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, das Zimmer bei Abreise so zu verlassen, wie es vorgefunden wurde. Im gemütlichen Speisesaal kann sich jeder selbst am Frühstücksbuffet bedienen, das die Schwestern zubereiten werden. Die weitere Gestaltung und Planung des Tages während der Ferien obliegt allen persönlich. Wenn anberaumte Tagungen etc., die jeweils vorher bekannt gegeben werden, stattfinden, wird wie im Missions-Zentrum in Krefeld für weitere Mahlzeiten gesorgt.