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RUNDBRIEF MÄRZ 1986

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 5 calendar_month 14. 3. 1986

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In seiner Predigt Der neue Wein behandelt Bruder Branham den Text aus Hes. 36, 26-27: „Und Ich will euch ein neues Herz verleihen und euch einen neuen Geist eingeben: das steinerne Herz will Ich aus eurer Brust herausnehmen und euch dafür ein Herz von Fleisch verleihen. ICH will Meinen Geist in euer Inneres geben und will solche Leute aus euch machen, die nach Meinen Satzungen wandeln und Meine Weisungen beobachten und tatsächlich ausführen…“, sowie das Schriftwort aus Markus 2, 22: „Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; sonst sprengt der Wein die Schläuche, und der Wein geht samt den Schläuchen verloren. Nein, neuer Wein gehört in neue Schläuche.“

So spricht der HErr: „ICH will euch ein neues Herz geben!“ Die Worte „ICH will“ erinnern uns an die Heilung des Aussätzigen, der sich vor Jesus niederwarf und ausrief: „HErr, wenn Du willst, kannst Du mich reinigen. Jesus streckte Seine Hand aus, faßte ihn an und sagte: ,ICH will's, werde rein!’ Da wurde er sogleich von seinem Aussatz rein.“ (Mt 8:2-3).

Wir wissen: der HErr will, und Er kann. Also brauchen wir nur zu Ihm zu kommen, damit Er uns schenken kann, was Er geben will. ER hat beides zugesagt: „ICH will euch ein neues Herz geben!“, und auch: „ICH will das steinerne Herz aus euch herausnehmen…“ Wir müssen uns Ihm, dem großen Arzt, nur anvertrauen, damit Er diese „Herzoperation“ durchführen kann.

Bis jetzt ist viel neuer Wein in alte Schläuche gegossen worden, denn der Geist fällt ja auf alles Fleisch, doch dabei kann die Seele immer noch unberührt und das Herz alt geblieben sein. Über das Öl und den Wein spricht Bruder Branham im dritten Siegel. Öl repräsentiert den Geist, Wein deutet auf die Auswirkung der Geistesoffenbarung hin. Ist das Herz nicht wirklich erneuert, dann geht es im alten Wesen mit neuer Energie weiter. Wird neuer Wein in alte Schläuche gefüllt, so geht beides verloren. Der alte Schlauch zerreißt. Deshalb ist die Zerrissenheit in dieser Zeit so groß; es wurde neuer Wein in alte Schläuche gefüllt. Nie sind die größten Offenbarungen so verschüttet worden wie jetzt.

Der HErr hat zugesagt: „ICH will euch ein neues Herz geben!“ Vorher möchte Er das alte, steinerne Herz herausnehmen, erst danach kann Er Seinen Geist in uns hineinlegen. ER hat verheißen: „ICH will Meinen Geist in euer Inneres geben und will solche Leute aus euch machen, die nach Meinen Satzungen wandeln und Meine Weisungen beobachten und tatsächlich ausführen.“

So eigenartig es auch klingen mag: wir müssen unseren Teil dazu beitragen, indem wir alles, was zum alten Menschen gehört, ablegen. Durch den gleichen Propheten läßt der HErr uns sagen: „Kehrt um und wendet euch von all euren Übertretungen ab, damit sie euch nicht weiter ein Anlaß zur Verschuldung werden! Werft alle eure Übertretungen, durch die ihr euch gegen Mich vergangen habt, von euch ab und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! denn warum wollt ihr sterben…?“ (Hes. 18:30-31)

Aus diesem Wort geht klar hervor, daß Gott nur da wirken kann, wo Menschen durch den Geist Gottes von der Sunde überführt werden und sie ablegen. Alles, was als Übertretung des Wortes Gottes gilt, bringt uns vor Ihm in Schuld. Deshalb schreibt Paulus in Eph. 4, 22-24: „… daß ihr … den alten Menschen ablegen müßt … und den neuen Menschen anziehet“. Es gibt kein neues Herz und Leben, solange wir in den alten Wegen und Übertretungen wandeln. Die Aufforderung lautet: „Werft alle eure Übertretungen, durch die ihr euch gegen Mich vergangen habt, von euch ab und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist!“ Gott tut nichts gegen unseren Willen. Sündenerkenntnis und Vergebung müssen wir im Glauben an das vollbrachte Erlösungswerk empfangen, ehe wir ein neues Herz und einen neuen Geist durch Erneuerung und Wiedergeburt erhalten können. Geschehen kann es nur, wenn das alte Leben völlig aufgegeben wird und die Bereitschaft besteht, ein neues zu führen. Einerseits geben wir die Dinge preis, die in unserem alten, verdorbenen Herzen ihren Ursprung haben, andererseits hat der HErr verheißen, das Ihm zur Verfügung gestellte Herz zu erneuern und auch einen neuen Geist zu schenken. Wo das geschieht, erfüllt sich, was Er verheißen hat: „Ich will Meinen Geist in euer Inneres geben und will solche Leute aus euch machen, die nach Meinen Satzungen wandeln und meine Weisungen beobachten und tatsächlich ausführen.“

In solchen Fällen wird sich eine Geistestaufe so auswirken wie vor fast zweitausend Jahren. Gott sagt: „ICH will…“ In Hebr. 10, 10 wird ausgeführt: „… und auf Grund dieses Willens sind wir durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt.“

Legen wir unseren Willen in Seinen, damit wir von Herzen sagen können: „Dein Wille geschehe!“ Bitten wir Ihn: „Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und stell' einen neuen, festen Geist in meinem Innern her!“ (Ps 51:12). Nur so können wir wie David Menschen nach dem Herzen Gottes sein. Ihnen ist verheißen worden: „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!“

[BILD IST IM PDF ZU FINDEN]

Ein jeder aber prüfe sich selbst, wie es um ihn steht und womit das Herz erfüllt ist. Das alte Herz ist voller Auflehnung gegen Gott, die sich als Übertretungen Seines Wortes äußert. Das neue Herz empfängt zu dem neuen Geist noch die Fülle des Geistes, die Kraftausrüstung aus der Höhe. Das eine ist die Erneuerung und Wiedergeburt durch den Geist, das andere die Erfüllung und Versiegelung mit dem Geist. Alle Erlebnisse, die in der Urgemeinde gemacht wurden, müssen von allen in der wiedererstatteten Gemeinde gemacht werden.