Circular Letter
RUNDBRIEF März 1982
Ewald Frank
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Kapitola 4
Reisebericht
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Nach Beendigung meiner Missionsreisen im Januar und Februar muß ich die gewaltigen Eindrücke und Erlebnisse mit euch teilen. Es war einfach ein Siegeszug des HErrn, der alles herrlich geleitet hat. Meine Augen sahen Tausende, die von Gott begnadigt wurden und die Botschaft angenommen haben. Auch ganz neue Türen haben sich aufgetan. Ich war besonders ergriffen, als ein Prediger vor einer versammelten Menge sagte: „Bruder Frank, all diese Menschen haben deine englischen Broschüren gelesen und sind zum Glauben gekommen.“
Mit Absicht vermeide ich es, die Namen der Städte und Personen anzugeben, weil ich nicht möchte, daß Unbefugte, wie es in der Vergangenheit geschehen ist, sich durch „Selbstbedienung“ der Adressen bemächtigen, Kontakte knüpfen und ihre eigene Sache machen.
Ob in Malaysia, auf Sumatra, Java, auf den Philippinen oder in all den anderen Ländern — überall war die Hand des HErrn wirksam. Auf dieser Reise öffneten sich ganz neue Türen für Thailand, Nepal, Korea, Japan und China. Mir bleibt die Begegnung mit einem aus China stammenden Baptisten-Prediger unvergessen. Dieser mit Heiligem Geist erfüllte Mann hatte meine englischen Broschüren gelesen. Er suchte mich im Hotel auf und sagte, daß er sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet habe. Gott hat es ihm aufs Herz gelegt, mit mir durch China zu reisen und seinem Volk die frohe Botschaft zu bringen. Sein Vater, der schon fast 80 Jahre alt ist, hat viele Jahre in China mit Watchman Nee zusammengearbeitet. Die Gemeinden dort warten auf unser Kommen.
In einem Land, das ich auf der Reise im Februar besuchte, waren Zettel gegen mich gedruckt worden, die man seit gut einem Jahr verbreitete. Niemand, nicht einmal die engsten Freunde, glaubten, daß uh trotz der gespannten Lage tatsächlich kommen würde. Doch Gott hat Sorge für alles getragen. Dieser Mann, der mitverantwortlich für die Zettel war, setzt sieh fanatisch für einen Bruder aus den USA und seine Sonderlehren ein. Er fühlte sich verpflichtet, gegen mich zu Felde zu ziehen, und dünkte sich auch befugt, einen Trinitäts-Prediger zu verunglimpfen. Dieser jedoch suchte ihn auf und stellte ihn zur Rede. Bei seinem zweiten Besuch brachte er noch 11 Männer mit und rechnete mit dem Verleumder handfest nach dem Gesetz Mose ab. Danach war er zu keinem Einsatz mehr fähig.
Ein anderer, der ebenfalls vorhatte, die Versammlungen zu stören, wurde selbst auf tragische Weise verhindert. Allerdings hatte er für diesen Zweck schon vorher einen jungen Mann beauftragt. Dieser kam auch, wurde aber vom Geist Gottes mächtig ergriffen. Am Schluß der Versammlung eilte er nach vorne, legte Zeugnis ab und entschuldigte sich. Der HErr spricht: „ICH werde für dich streiten“. Das habe ich buchstäblich erlebt.
In einer Großstadt war ich mit der Planung der Versammlungen nicht ganz zufrieden. Der junge Bruder meinte es zwar gut, hatte aber noch zu wenig Erfahrung. Ich war in meinem Herzen betrübt. Am 17. 2. gegen 10.00 Uhr morgens befand ich mich auf dem Weg zum Reisebüro, um meinen Weiterflug für den nächsten Tag bestätigen zu lassen. Als ich gerade am Postamt vorbeiging, sprach mich ein älterer Herr an. Er fragte, ob er mit mir sprechen könnte. Ich antwortete ihm, daß ich auf dem Weg zum Reisebüro sei und wenig Zeit hätte. Darauf sagte der Mann: „Ich bin ein Prediger des Evangeliums. Der HErr hat mich hierher gesandt. Ich warte schon seit heute früh auf dich.“ Der Mann hatte meinen Namen noch nie gehört. Er sagte: „Gott will dich in unserem Land besonders gebrauchen. Ich werde die Versammlungen für dich in dieser Stadt anberaumen.“ Gemeinsam gingen wir dann zum Reisebüro, sprachen und beteten miteinander und legten dem HErrn alles hin.
In einer anderen Großstadt im Osten des Landes sprach ich in einer Methodisten-Kirche. Zu diesem Vortrag kamen viele Menschen, denn sie hatten die Bekanntgabe in der Zeitung gelesen. Nach dem Gottesdienst kam ein Mann auf mich zu, drückte mir die Hand und sagte: „Du hast uns Gottes Wort klar und mächtig verkündigt.“ Er fügte hinzu: „Ich lade dich morgen zum Mittagessen ein, zu dem auch der Methodisten-Prediger kommen wird.“ Ich sagte zu und erlebte am nächsten Tag eine Überraschung, denn er sagte: „Ich habe alles gut verstanden, die Bibelstellen notiert und bis in die Nacht hinein mit meiner Frau darüber gesprochen. Ich habe viele Feldzüge für die großen Evangelisten vorbereitet, auch den für Billy Graham. Sage mir nur, wann du kommen kannst, und ich werde in den größeren Städten Versammlungen anberaumen.“ Ich wandte ein: „Hör mal, das gibt große Schwierigkeiten, denn mein Dienst ist direkt mit dem Dienst Bruder Branhams verbunden, und du wirst überall auf Widerstand stoßen.“ Er aber sagte: „Das überlasse mir. Ich habe dich gehört. Das ist die Botschaft, die wir brauchen.“ Der Wille Gottes geschehe.
Nach derselben Versammlung kam auch eine etwa sechzigjährige Frau mit ihrer Tochter zu mir, fing an zu weinen und sagte: „Ich bin Armenierin, habe viele Jahre in Jerusalem gewohnt und meinen Kindern immer gesagt, daß der HErr einen Vorläufer senden wird. Nie zuvor war ich in dieser Kirche, doch als ich die Anzeige las, sprach der Geist Gottes zu mir: ,Gehe hin, denn Gott wird durch diesen Mann zu dir reden’“. Wieder fing sie an zu weinen und konnte nicht aufhören, dem HErrn zu danken.
In der gleichen Stadt sprach ich am 19. 2. 1982 um 16.00 Uhr vor den Professoren, Lehrern und Schülern des größten kirchlichen Bibelseminars des Landes. Das war ein Erlebnis für sich. Wie Gott es führte, fand dieser Vortrag, dem die meisten aufmerksam zuhörten, in dem riesigen Lesesaal statt, wo tausende von Büchern übersichtlich einsortiert waren. Als ich während der Ansprache plötzlich, vom Geist Gottes erfaßt, auf die Bücher zeigte und mit lauter Stimme in den Saal hineinrief: „Ihr könnt all diese Bücher lesen und wißt dann immer noch nicht, was Gott jetzt tut! Denn all jene Schreiber lebten vor unserer Zeit und konnten nicht ahnen, was Gott jetzt tut!“, da wachten auch die Träumer auf. Ich bin selbst darüber erstaunt, wie Gott immer wieder Gnade und Weisheit schenkt, Seinen Ratschluß vor hoch und niedrig zu verkündigen.
Am Sonntag vormittag, dem 21. 2. 1982, war ich als Redner für den Hauptgot lesdienst in der Landeskirche angekündigt. Ich wußte zuerst nicht, was ich dort predigen sollte, doch als in dieser protestantischen Kirche ZU An lang des Gottesdienstes das Glaubensbekenntnis aufgesagt wurde und ich die Worte hörte: „ … ich glaube an die heilige katholische Kirche …“, da standen mir plötzlich so viele Stellen vor Augen, und ich begann mit Jeremia 51:7.
Ich konnte nicht anders, als das Schwert des Geistes mit aller Schärfe zu betätigen. Die Kirche befindet sich, wie der Reformator schon damals sagte, in der babylonischen Gefangenschaft. Es gibt nur eine apostolische Lehre und ein apostolisches Glaubensbekenntnis, das ist m der Bibel. Außerdem erklärte ich, daß das sogenannte apostolische Glaubensbekenntnis weder von den Aposteln stammt, noch mit dem Worte Gottes übereinstimmt. Es wurde auf den Konzilen im Jahre 325 und 381 als Lehre festgelegt. Die Aufforderung erging an alle, zum Worte Gottes zurückzukehren und aus aller religiösen Verwirrung herauszukommen. Durch die Gnade Gottes haben auch diese Menschen die Wahrheit hören dürfen und die Gelegenheit bekommen, ihre Entscheidung zu treffen.
In einer überfüllten Presbyterianer-Kirche sagte der Pfarrer nach dem Gottesdienst: „Ich hätte laut schreien können, als ich die biblische Verkündigung hörte.“ Seine Mutter, eine betagte Dame, kam, faßte mich bei der Hand und sagte: „Gott hat heute durch dich geredet. Komm bald wieder!“
Es konnte noch viel berichtet werden, doch das würde zu weit führen Für mich waren diese Reisen eine ganz neue und gewaltige Bestätigung für den göttlichen Auftrag. Ich bin dem HErrn für die Öffnung ein Türen, die bis jetzt verschlossen waren, sehr dankbar. Wir wissen, dass die Vollendung der Brautgemeinde erst stattfinden kann, wenn sie ans allen Volkern, Sprachen und Nationen herausgerufen worden ist.
Gedenkt meiner in Euren Gebeten und schließt alle Brüder und Schwestern, weltweit, in Eure Fürbitte ein. Ganz herzlich danke ich allen im Namen des Herrn, die das Werk Gottes durch ihre Spenden mittragen.
Im Auftrage Gottes wirkend
Br. Frank
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