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RUNDBRIEF September 1978
Ewald Frank
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Kapitola 1
RUNDBRIEF September 1978
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„Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit“ Heb. 13.8
RUNDBRIEF September 1978
Herzlich grüße ich alle in dem teuren Namen Jesu Christi mit dem Wort aus Jes. 41,13: „Denn Ich, der HERR, Dein Gott, werde deine Rechte stark machen, Ich, der Ich dir zurufe: ,Fürchte dich nicht, Ich helfe dir!’“
Möchte dieses Wort doch ganz persönlich zu jedem einzelnen sprechen. Könnten wir nur im Glauben erfassen, was uns darin gesagt wird. der HERR ist Gott, ER ist dein Gott, ER ist mein Gott, ER ist unser Gott. So gewiß wir Ihm gehören, so gewiß gehört ER mit allem, was ER hat, uns. ER hat einen Bund mit uns in Christus, Seinem eingeborenen Sohne, geschlossen. Die Fernstehenden sind zu Nahestehenden geworden, Feinde wurden zu Freunden, Sünder zu Gotteskindern. Wir alle sind mit diesem Wort gemeint. Manchmal fühlen wir uns einsam und verlassen und meinen, Gott habe sich zurückgezogen. Doch ER ist denen nahe, die gebeugten Herzens und zerschlagenen Geistes sind. ER läßt sich von denen finden, die Ihn von ganzem Herzen suchen.
Gerade wenn wir schwach und elend sind, ruft ER uns zu: „…Ich der HERR, dein Gott, werde deine Rechte stark machen.“ ER ist der Allmächtige, Seine Rechte bleibt erhöht und verleiht uns den Sieg. ER ist der HERR, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist, ER will uns stark machen und uns Seine Hilfe zuteil werden lassen. Im Glauben wollen wir unsere Herzen öffnen und unsere Hände zu Ihm erheben, auch wenn wir uns noch so schwach und elend fühlen. Es kommt auf das an, was wir glauben, denn nach unserem Glauben wird es geschehen.
Uns gilt die Aufforderung: „Darum richtet die erschlafften Hände und die ermatteten Knie wieder auf.“ Das müssen wir im Glauben tun, dann wird Gott Seinerseits auch das tun, was wir nicht zu tun vermögen. Wir erheben unsere Hände, doch stärken kann uns nur der HERR. ER wird es tun, denn ER hat es verheißen.
Der HERR spricht weiter und betont mit Nachdruck: „…Ich, der Ich dir zurufe: ,Fürchte dich nicht!'“ Oft hat der HERR im Alten und Neuen Testament die Anrede benutzt: „Fürchte dich nicht!“ Abraham, der Glaubensvater, hatte viele Erlebnisse mit Gott. In 1. Mose 15 lesen wir: „Nach diesen Begebenheiten erging das Wort des HERRn an Abraham in einem Gesicht also: ,Fürchte dich nicht, Abraham. Ich bin ja dein Schild, dein Lohn wird sehr groß sein.’“
Wenn wir wirklich glauben, können wir damit rechnen, daß der HERR sich uns offenbart, zu uns redet und uns stärkt. Wenn wir glauben, muß auch die Furcht von uns fliehen. Solange wir alles mögliche befürchten, werden wir nicht zu der bleibenden Ruhe in Christus kommen. Erst wenn die Furcht völlig aus uns gewichen ist, kann sich der Glaube voll entfalten. der HERR ruft jedem einzelnen von uns zu:
„Fürchte dich nicht! Ich bin dein Schild, dein Lohn wird sehr groß sein!“
Wer Furcht vor bestimmten Dingen hat, über den werden sie kommen. Wer eine Krankheit befürchtet, braucht sich nicht zu wundern, wenn er krank wird. Die Krankheit muß Furcht vor uns bekommen, weil wir uns fest auf das Wort Gottes stellen und bezeugen, daß wir in den Wunden Jesu geheilt sind. Wir müssen glauben, was Gott uns in Seinem Worte sagt. ER spricht: „Ich bin der HERR, dein Arzt.“ Wer die Sünde fürchtet, über den wird sie kommen. Wer Angst hat vor Dämonen, den werden sie plagen. Wer befürchtet, daß ihm etwas passiert, dem wird es früher oder später passieren. So gewiß der Glaube die Segnungen Gottes über unser Leben bringt, so gewiß bringt der Unglaube die Flüche des Feindes über diejenigen, die in Furcht leben. Wer sich aber auf den Siegesboden von Golgatha stellt, wird den Sieg des Kreuzes erleben. Nicht was wir zu all diesen Fragen zu sagen haben ist von Bedeutung, sondern was der HERR dazu gesagt hat. ER hat unsere Schuld und Sünde auf sich genommen, ER trug unsere Krankheit, die Strafe war auf Ihn gelegt, damit wir Frieden hätten.
Christus hat den Teufel ganz besiegt. Am Kreuz auf Golgatha rief unser HERR aus: „Es ist vollbracht.“ Es gibt keine größere Vollmacht als die Autorität des Sohnes Gottes. Wir müssen das Wort Gottes als Schwert des Geistes gebrauchen. Wir müssen im Glauben das aussprechen, was Christus für uns getan hat, und einfach mit der Verwirklichung rechnen. Der Teufel muß es zur Kenntnis nehmen und respektieren. Jedes Anrecht, das der Feind an uns hatte, ist ihm verloren gegangen. Wir sind durch das teure Blut des Lammes erkauft worden und ein Eigentum Jesu Christi. Wir sind völlig erlöst und stehen auf der Seite Gottes. Wir sind nicht mehr unter dem Fluch des Gesetzes, sondern unter der Gnade und dem Segen.
Mose, ein Mann, der beim ersten Mal, als er nach Agypten ging, die Flucht ergriffen hatte, rief dem ganzen Volke Israel, als die Stunde Gottes geschlagen hatte, die Worte zu: „Fürchtet euch nicht, haltet nur stand, so werdet ihr sehen, welche Rettung euch der HERR noch heute schaffen wird.“ (2. Mose 14,13) Als er auf die Umstände schaute, floh er. Die Stunde Gottes war noch nicht gekommen. Als die Zeit erfüllt war, sagte er: „Nicht erst morgen, sondern heute will der HERR Rettung schaffen.“ Mose vertröstete das Volk nicht auf morgen, er sprach und es geschah, weil die Stunde Gottes geschlagen hatte und die Verheißungen, die der HERR Abraham gegeben hatte, ihre Erfüllung fanden.
Wenn wir ohne Furcht sind und unser ,Heute’ erkennen, werden wir die Rettung sehen, werden wir die Heilung und alles das erleben, was ER uns verheißen und zugedacht hat. Wer in der Stunde der Prüfung nicht standhält, wird vom Unglauben zu Boden geworfen, wer aber sein Vertrauen auf den HERRn setzt, standhaft bleibt und die Stunde Gottes abwartet, der wird mit eigenen Augen sehen, welche Taten Gott vollführt.
Josua und Kaleb berichteten im Glauben von dem verheißenen Lande und sprachen: „Empört euch nur nicht gegen den HERRn und fürchtet euch ja nicht vor den Bewohnern des Landes, denn wie einen Bissen Brot werden. wir sie vertilgen: der Schutz ihrer Götter ist von ihnen gewichen, aber mit uns ist der HERR, darum fürchtet euch nicht vor ihnen.“(4. Mose 14,9)
Welch ein wunderbares Zeugnis dieser Glaubenshelden! Sie hatten den Beweis des fruchtbaren Landes mitgebracht und zeigten die Weintrauben dem Volke. Es hätte allen genügen müssen, der Verheissung Gottes völlig zu vertrauen. Unglaube ist Empörung gegen Gott. Unglaube zerstört, Furcht macht zaghaft. Es ist immer so; entweder werden wir HERR der Umstände oder die Umstände beherrschen uns.
Josua und Kaleb waren furchtlos, denn sie standen auf den Verheissungen des Wortes Gottes. Sie sprachen und handelten im Glauben und legten damit ein gewaltiges Zeugnis ab. Weil sie selbst ohne Furch t waren, konnten sie dem gesamten Volke auch zurufen:
„Fürchtet euch nicht!“
Josua glaubte die Verheißung, stellte sich darauf und handelte danach, und der HERR war mit ihm und bestätigte das Wort. Auch wir müssen uns im Glauben auf die Verheißungen Gottes stellen, einander ermutigen und als Volk Gottes vorwärts gehen, bis wir das gesamte verheißene Erbe empfangen haben. Es muß sehr ermutigend gewesen sein für die ganze Gemeinde, die Werke solcher Glaubenshelden zu sehen und ihre Worte zu hören.
Er rief vor allen aus: „Mit uns ist der HERR! Darum fürchtet euch nicht vor ihnen.“ Es sind die Glaubenszeugnisse, die uns im Worte Gottes berichtet werden, die allen so viel zu sagen haben. Nicht eine Deutung oder ein Reden über das, was Gott gesagt hat, wird anderen zum Segen, sondern die Erfüllung Seiner Verheißungen, die wir erleben dürfen.
Mose, der Mann Gottes, führte dem Volke nochmals alles das vor Augen, was Gott geredet hatte, sprach ihnen Mut zu und sagte: „Ihr wißt, daß der HERR, euer Gott, euch dies Land übergeben hat…“ Nicht erst übergeben wird, sondern übergeben hat. Das sprach er im Glauben aus, als sie noch gar nicht in das Land hinübergegangen waren. Für ihn war die Verheißung des Wortes Gottes schon eine Tatsache. Er sprach und handelte im Glauben. Er ermutigte das Volk und sprach: „So zieht denn hinauf und nehmt es nach dem Befehl des HERRn, des Gottes unserer Väter in Besitz. Fürchtet euch nicht und seid unverzagt!“ zu allen Zeiten hat der HERR Seinen Knechten und Seinem Volke Mut und Kraft gegeben, in allen Prüfungen standzuhalten und im Glauben vorwärts zu gehen. Oft hat der Heiland den Seinen zugerufen: „Fürchtet euch nicht!“ ER ist es, der uns stark macht, festigt und gründet.
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