Circular Letter
RUNDBRIEF April 1978
Ewald Frank
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Kapitola 2
Israel und die Gemeinde
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Es ist schon sehr viel über Israel gesprochen und geschrieben worden. Viele Schriftstellen wurden verwandt, doch die Frage muß gestellt werden, ob sie richtig unter der Leitung des Heiligen Geistes eingeordnet wurden. Jeder Gläubige liebt Israel, doch dürfte uns bekannt sein, daß die Juden nicht auf einen Evangelisten, der aus den Heidenvölkern zu ihnen kommt, warten, sondern auf den Messias selbst, der Seine Propheten gemäß Offbg. 11 Seiner Erscheinung vorausschicken wird. Gott selbst führt die Sache Israels. ER hat Israel nicht der Gemeinde oder ihrem Auftrag überlassen, wie es manchmal behauptet wird. Dort ist mit einem evangelistischen Team überhaupt nichts getan, dort wartet man auf die prophetische Botschaft eines Mose und Elia.
Der Prophet Sacharja sah die beiden Ölbäume nicht innerhalb des Leuchters, sondern neben dem Leuchter stehen. Der Leuchter stellt gemäß Offbg. 1–3 die neutestamentliche Gemeinde dar. Die beiden Ölbäume sind gemäß Offbg. 11 die zwei Zeugen, die in Jerusalem auftreten werden. Alle diejenigen, die sich an den großen Israel-Programmen finanziell beteiligten und eine Bekehrung der Juden erwarteten, sind in letzter Zeit ein wenig enttäuscht, wenn nicht gar erschüttert worden. Ein Gesetz, das kürzlich von der ,Knesset’ verabschiedet wurde, stellt die Bekehrung eines Juden zu einer anderen Religion unter Strafe. Dagegen hat der vereinigte christliche Rat strengstens protestiert. Wer sich in Israel mit großen Projekten engagiert hat, wird erkennen müssen, daß der Weg zur Bekehrung Israels ein ganz anderer ist. Gott der HErr spricht: „Nicht durch Heere und nicht durch Macht, sondern durch Meinen Geist soll es geschehen.“
Wenn die Zeit Israels anbricht, wird der Geist der Gnade und der Buße und des Gebets über die Juden ausgegossen werden. Es wird in unserer Zeit so viel getan, das den Anschein erwecken soll, es handele sich dabei um einen göttlichen Auftrag. Und gerade hierbei kommt es darauf an, das Richtige zu erkennen und von dem Unrichtigen zu unterscheiden.
Man will auf jede nur denkbare Weise Israel zur Bekehrung bringen, doch ist ein solches Bestreben von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil es nichts als Menschenwerk und entgegen dem Plan Gottes ist, auch wenn noch so viele Bibelstellen zitiert werden.
Israel wird nie einem Evangelisten glauben, sondern wartet auf die göttliche prophetische Botschaft. Vergessen wir es nicht, Gott führt Seine Sache mit der Gemeinde und danach Sein Vorhaben mit Israel aus. Ich sehe es als eine Fügung Gottes, daß solch ein Gesetz gerade mit Ende 1977 in kraft getreten ist. Die Gnade Gottes, die Israel zugedacht ist, und die Zeit Seiner göttlichen Heimsuchung muß so nahe sein, daß ER selbst für die Durchführung dieser Maßnahme gesorgt hat. Die Decke bleibt über Israel und kann nur in Christus, dem Messias, weggenommen werden.
Sicher kann man sich vor den Menschen so geben, als sitze man auf dem prophetischen Lehrstuhl. Man spricht von dem Kampf um die Erfüllung biblischer Prophetie und erkennt nicht, daß sie sich erfüllt, wenn auch anders wie man es wünscht und erwartet.
Gemäß Offbg. 14 sind die 144.000, die in Kapitel 7 während der Versiegelung gezeigt werden, jungfräulich und haben sich, wie es im prophetischen Wort ausgedrückt wird, mit Weibern nicht befleckt. In Offbg. 12 wird ein Weib gezeigt, das mit der Sonne überkleidet war, welches die Gemeinde darstellt. In Offbg. 17 wird die Weltkirche als Weib und als große Hure dargestellt» Man braucht nicht besonders geistlich zu sein, um die biblischen Bilder zu verstehen, Gott will nicht, daß die Juden zu Katholiken oder Protestanten oder zu Mitgliedern einer christlichen Gemeinschaft oder Gemeinde werden, ER will, daß sie durch die wahrhaftige Verkündigung der prophetischen Botschaft herausgerufen und rein erhalten bleiben. Niemals werden sie Mitglieder einer christlichen Gemeinde sein. Wohl dem, der die göttliche Ordnung respektiert.
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