Circular Letter

RUNDBRIEF April 1978

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 3 calendar_month 12. 4. 1978

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Kapitola 3

Fragen und Antworten

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Einige beschäftigen sich mit schwerverständlichen Zitaten Br. Bran-hams. Gott sei Dank, daß es nur wenige sind, die sich mit dem befassen, was sie nicht verstehen. Ob wir genau wissen, in welche Zeit die Posaunengerichte und die Zornschalen fallen^oder nicht, hindert uns nicht, selig zu werden. Ob wir Qffbg. 10 in Verbindung mit der Gemeinde oder mit Israel bringen, wird Gott nicht davon abhalten, alles gemäß Seinem Plan geschehen zu lassen. Unsere Zubereitung sollte das Wichtigste sein. Nicht wer alles weiß, sondern wer bereit ist, wird zur Herrlichkeit eingehen.

Ich habe 36 Zitate von Br. Branham über die sieben Donner gründlich gelesen. Er predigte niemals über dieses Thema, sondern brachte lediglich eine Hoffnung durch kurze Aussprüche in den verschiedensten Versammlungen zum Ausdruck: einerseits, daß die Gemeinde den Entrückungsglauben empfangen wird, andererseits, daß Israel Christus als den Messias erkennen wird.

Ich bin von Anfang an so geleitet worden, nur das zu sagen, was die Bibel sagt, und zu schweigen, wo sie schweigt. Ich kann mich nur an den Inhalt der Heiligen Schrift halten. Auch meine ich, daß jeder Ausspruch Br. Branhams im Worte Gottes eingeordnet werden muß. Es ist unverantwortlich, daß Zitate aus dem Zusammenhang gerissen werden und eine Lehre daraus gemacht wird. Noch schlimmer ist es, wenn man die Seligkeit anderer von der eigenen Deutung dieser Aussprüche abhängig macht.

Wenn man in Betracht zieht, daß Br. Branham einige Male klar und deutlich gesagt hat, daß von der Gemeinde nur bis Offbg. 3 die Rede ist und dann erst wieder in Kapitel 19, und daß alle Dinge von Offbg. 4–18 auf Israel, bzw. in die Zeit nach der Entrückung fallen, dann dürfte es nicht schwer sein, das, was er über Offbg. 10 sagte, richtig einzuordnen. In Vers 1 wird uns Christus als der Engel des Bundes gezeigt, wenn ER vom Himmel herabkommt. Es muß beachtet werden, daß ER ohne jegliche Begleitung ist. Weder die 24 Ältesten, noch die vier Lebewesen, noch die Brautgemeinde war dabei. Wenn der HErr sich Israel offenbart, wird ER allein sein wie Joseph, als er sich seinen Brüdern zu erkennen gab. In Vers 2 wird uns berichtet, daß ER ein offenes Buch in Seiner Hand hält und einen Fuß auf das Meer und den anderen auf das Land setzt. Dieses kann nicht vor Entrückung der Gemeinde geschehen. Wenn ER wiederkommt, um die Seinen heimzuholen, werden wir Ihm gemäß 1. Thess. 4 in der Luft begegnen und hinaufgenommen werden. Die Juden werden nicht entrückt. Zu ihnen kommt ER als Engel des Bundes. Dann werden sie auf Den blicken, den sie durchbohrt haben. (Sach. 12,9–14)

Im 3. Vers wird uns berichtet, daß ER mit lauter Stimme wie ein Löwe brüllte. Danach ließen die sieben Donner ihre Stimmen erschallen. Johannes durfte nicht aufschreiben, was sie geredet haben. Das genügt mir. Ich habe nur die Verantwortung, das Wort Gottes so zu predigen, wie es uns hinterlassen wurde. Ich kann mich auf Spekulationen und Deutungen nicht einlassen oder mich mit dem beschäftigen, was nicht geschrieben wurde, weil es keiner weiß. Die Verantwortung ist mir zu groß. Ohne jemandem etwas zu wollen, muß zur Klärung noch gesagt werden, daß die sogenannte Offenbarung oder Botschaft über die sieben Donner doch keineswegs den Entrückungsglauben, sondern nur Verwirrung gebracht hat. Was Gott tut, führt uns näher zusammen, verbindet uns in Liebe und ist immer darauf abgezielt, Jesus Christus in den Mittelpunkt zu stellen und Ihn zu verherrlichen.

Es ist allen bekannt, wie sehr ich den Dienst Br. Branhams respektiere und wie wertvoll mir die göttliche Botschaft ist. Deshalb schmerzt es mich, daß mit seinen Aussprüchen Verwirrung von Unbefugten gestiftet wird. Ich bin davon überzeugt, daß die Endzeit-Botschaft Gottes Wort selbst durch den Heiligen Geist geoffenbart ist. Wir können uns nicht auf spitzfindige Fragen einlassen, die nur Streit hervorrufen, sondern müssen für jeden Fall das Richtige erkennen, und das trifft auch auf Offbg. 10 zu. Wir lassen es stehn und gehen vorwärts mit unserem Gott in dem Wissen, daß ER zur rechten Zeit das Rechte tun wird.

Das gilt auch für alle anderen Fragen, die der eine oder andere hat. Wie schön hat es Mose zum Ausdruck gebracht: „Das noch Verborgene steht beim HErrn, unserem Gott, aber das bereits offenbar Gewordene ist für uns und unsere Kinder für alle Ewigkeit bestimmt; damit wir alle Worte dieses Gesetzes erfüllen.“ Mir genügt es zu wissen, daß Gott uns durch den prophetischen Dienst alles zur Entrückung Notwendige dargereicht hat. Auf die sogenannten neuen Offenbarungen können wir verzichten. Jetzt kommt es darauf an, alles in dem richtigen Zusammenhang zu sehen und sich vom Geiste Gottes leiten zu lassen. Nur wer nicht verstanden hat, was die Botschaft Gottes ist, wird sich neuen Spekulationen und Deutungen öffnen. Das Volk des HErrn aber bleibt im Worte Gottes, ohne sich vom Wind der Lehren in verschiedene Richtungen wehen zu lassen. Nur die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen das schwer Verständliche (2. Pet. 8, 14 – 18), die andern überlassen es Gott. Ich bin gewiß, daß der treue HErr allen die richtige Erkenntnis zur rechten Zeit geben wird. Die Gnade Gottes sei mit Euch allen.

Im Auftrage Gottes wirkend

Br. Frank