Circular Letter

Rundbrief Juni 1973

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 6 calendar_month 29. 6. 1973

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Unter der Bezeichnung ist das derzeitige Geisteswirken in den verschiedenen christlichen Kreisen und Kirchen zu verstehen. Man hört davon, daß in allen protestantischen Kirchen das Wirken des Heiligen Geistes neu auflebt, und liest Begriffe wie „Katholische Pfingstbewegung.“ Wer mit der religiösen Auslands-Presse bekannt ist, weiß, was auf diesem Gebiet vor sich geht. Es besteht hier nicht die Absicht, ein Urteil abzugeben, sondern allein zu berichten. Man liest und hört, daß Menschen in vielen Teilen der Welt eine Pfingsterfahrung machen, das heißt, in Zungen reden, ohne sich von allen unbiblischen Lehren abzuwenden und auf die Bedingungen der Schrift einzugehen.

So findet man in der USA-Zeitschrift „Logos“ in der Nov./Dez. 1972 Ausgabe auf Seite 43 eine merkwürdige Abbildung von einem Mann, der die Pfeife raucht, wobei ein Buch empfohlen wird mit dem Titel: „Vater McCarthy raucht Pfeife und spricht in Zungen.“ Kann sich jemand vorstellen, daß der Herr Jesus, ein Prophet, oder Apostel eine Pfeife rauchte? - abgesehen davon, daß schon die Bezeichnung „Vater“ nicht angewandt werden darf, denn Jesus sagte wörtlich: „Niemand auf Erden sollt ihr Vater nennen, denn einer ist euer Vater, der im Himmel.“ (Matth. 23:9)

So tritt denn die Frage auf: „Handelt es sich hier um eine echte, biblische Geistestaufe und ist die heutige charismatische Bewegung mit ihrem Zungenreden mit dem Urchristentum identisch, wo alle in ihren Kirchen und Traditionen bleiben? Sagt das Wort nicht deutlich: „Darum gehet aus ihrer Mitte hinweg, ihr mein Volk, und sondert euch ab, gebietet der Herr, und rührt nichts Unreines an, so will ich euch aufnehmen und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige“. (2. Kor. 6:17-18) Sondert der Geist Gottes heute nicht mehr ab und führt Er nicht mehr in alle Wahrheit? Bringt Er uns nicht mehr zu der Lehre der Apostel und Propheten zurück?

Auch der Besuch der erfolgreichen amerikanischen Pfingst-Predigerin, Kathryn Kuhlman, beim Papst ist in pfingstlichen Kreisen begrüßt worden. Die Frage seijedoch erlaubt: „Hat der Heilige Geist sie dorthin geführt?“ Simeon wurde vom Heiligen Geist nicht zum Papst, sondern zu Jesus geführt. In der schon genannten Zeitschrift „Logos“, in der Jan./Febr. 1973 Ausgabe, sieht man die Pfingst-Predigerin auf Seite 32 mit dem Papst abgebildet, der ihr eine handgefertigte Goldmedaille mit dem Symbol des Heiligen Geistes, einer Taube, schenkt Der Papst versicherte ihr, daß sein Segen und seine Gebete sie begleiten. Für sie war es eine besondere Ehrung, doch was sagt Jesus dazu? „Wie könnt ihr zum Glauben kommen, da ihr voneinander geehrt sein wollt, aber nicht die Ehre von dem alleinigen Gott sucht?“ (Joh. 5:44)

Es gibt einige Frauen und viele Männer, die mit Erfolg Heilungsversammlungen abhalten, sich aber gleichzeitig der geistlichen Hurerei mit Rom schuldig machen. Werden wir in diesem Zusammenhang nicht an Matth. 7 erinnert? Es wäre zu wünschen, daß solche Menschen nachlesen würden, in welch einer Weise die vom Geiste Gottes erfüllten Reformatoren, Papst und römische Kirche beurteilten.

Das „Miracle Magazin“ berichtet auf Seite 9, wie Billy Graham in dem röm.-kath. „Belmont College“ das Joch Roms auf sich nimmt und die Zeremonie der Ehrendoktorwürde über sich ergehen läßt. Kardinal Cushing erklärt: „Ich bin lOOprozentig für Billy Graham.“ Billy Graham erwidert: „Ich fühle mich der röm.-kath. Tradition enger verbunden, wie manchen der liberalen Protestanten.“ Ist das die Sprache und Leitung des Heiligen Geistes? Was sagt Jesus dazu? „Denn an der Ehre bei den Menschen lag ihnen mehr als an der Ehre bei Gott.“ (Joh. 12:43) Das alles erinnert uns an das Wort aus Offenbarung 13:8: „So werden ihn denn alle Bewohner der Erde anbeten, alle, deren Namen nicht im Lebensbuche des geschlachteten Lammes seit Grundlegung der Welt geschrieben stehen.“

Die Wege der wahren Christen führen nicht nach Rom, sondern aus Rom heraus. Das ist „So spricht der Herr!“ in Seinem Wort. Wer es leugnet, hat nicht begriffen, worum es geht. Millionen Christen und Juden sind um ihres Glaubens willen ermordet worden, weil sie den römischen Glauben nicht annahmen. Während das Blut der Märtyrer zum Himmel schreit, verabreichen die Prediger des Evangeliums den Gläubigen dieser Zeit eine sanfte Gehirnwäsche und bringen sie in den Mutterschoß der röm. Kirche zurück. Würden die Gläubigen dieser Zeit erkennen, was vor sich geht, kämen sie noch heute aus allen Gemeinden und Denominationen heraus. Ihnen wird freilich alles so schmackhaft und schön gemacht, es geht so reibungslos in die Ökumene hinein. Doch das Wort sagt: „Mein Volk wird vertilgt aus Mangel an Erkenntnis…“ (Hos. 4:6) Der Prophet Jesaja rief aus: „Die Führer dieses Volkes waren Irreleiter, und die sich von ihnen führen ließen, wurden ins Verderben gestürzt.“ (Kap. 9:15)

Ich weiß, daß es nicht populär ist, in dieser Weise zu schreiben, doch soll hier abschließend der Herr selbst zu Wort kommen: „Gehet aus ihr hinaus, ihr mein Volk, damit ihr an ihren Sünden keinen Anteil habt und von ihren Plagen nicht mitbetroffen werdet.“ (Offbg. 18:4) Dieser Ruf ist nicht an alle gerichtet.

Der Herr sagt wörtlich: „…Ihr mein Volk…“ Wer Sein Eigentum ist, wird Seinem Rufe folgen, so gewiß der Herr es gesagt hat.