Circular Letter

Rundbrief Juni 1973

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 6 calendar_month 29. 6. 1973

Navigate

Kapitoly

expand_more

Navigate

Kapitoly

Jump to any chapter without leaving the reader.

In dieser Zeit ist man oft auf Betrug aus, und wer nicht aufpaßt, wird schnell betrogen. Menschen, die es gut meinen, werden ein Opfer des frommen Betruges und betrügen wiederum andere. Es gibt Bewegungen, die ihre Anhänger unter religiösen Vorwänden beherrschen. Mit fanatischer Hingabe verfechten sie ihre Ansichten. Die Tragödie mit dem Inder Lawrie ist nur ein Fall von vielen, die durch Geschicklichkeit nicht so leicht auffallen. Man muß immer erst den Balken im eigenen Auge wahrnehmen, ehe man den Splitter aus dem Auge des Bruders ziehen kann. Immer hat es Judasse gegeben, die zunächst mit Jesus wandelten, ja, möglicherweise von Ihm berufen und zu einem Dienst gebraucht wurden. Dann aber kam der Tag, an dem Satan in sie hineinfuhr und es war um sie geschehen.

Bis zu dem Tage, wo der Satan in Judas hineinfuhr, war er ein ganz normaler Mensch. Dasselbe trifft auf alle anderen und auf Lawrie zu. Er behauptet ja, daß Gott am 21. Juli 1969 in ihn hineinkam, doch offensichtlich verwechselte er Gott mit dem Teufel. Seine unbiblischen und gotteslästerlichen Behauptungen verraten die Quelle ihrer Herkunft. Seine Berufung auf Br. Branham ist nur ein Mittel zum Zweck, um sich selbst die nötige Autorität zu verschaffen. Alle Gläubigen können gar wohl unterscheiden, was Br. Branham gemäß der Bibel gesagt hat und welche Behauptungen jetzt lügnerisch aufgestellt werden. Es gibt viele Menschen, die sich einerseits auf Christus berufen, andererseits aber nicht tun, was Er geboten hat.

Gar viele berufen sich auf Paulus, lehren aber nicht, was er gelehrt hat. Wen soll es da verwundern, wenn man sich heute auf Br. Branham beruft, ohne mit dem übereinzustimmen, was er im Auftrage Gottes verkündigte? Für einige war die Indien-Geschichte ein willkommener Anlaß, ihrer Zunge und Schreibfeder freien Lauf zu lassen. Religiöse und weltliche Zeitschriften tun in solchen Fällen immer ihr Bestes, um die Sache zu dramatisieren und die Menschen kopfscheu zu machen. Wir sollten ein jeder vor der eigenen Tür nachsehen, ob wir nicht auch da etwas finden, was der Reinigung bedarf.

Wer diese Broschüre sorgfältig gelesen hat, wird sicher festgestellt haben, daß die Massen der Gläubigen in dieser Zeit der Verführung und dem religiösen Betrug zum Opfer gefallen sind. Niemand sollte sich auf das verlassen, was ihm gepredigt wird. Jeder hat das Recht und die Pflicht, die Bibel betend zu lesen und sich von Gott in allen Dingen Klarheit schenken zu lassen. Das Nachgeahmte ist oft dem Original so ähnlich, daß man es nur mit Gottes Hilfe zu unterscheiden vermag.

Volk Gottes, komme zum Worte zurück! Empfange die Erleuchtung des Heiligen Geistes und beuge dich unter die gewaltige Hand Gottes. Er führt noch immer in alle Wahrheit. Er leitet auf rechter Straße um Seines Namens willen. Er gibt uns die rechte Erkenntnis zur rechten Zeit. So wir wachen, beten und den Maßstab des Wortes anlegen und allein gelten lassen, brauchen wir weder einem kleinen noch großen, weder einem offensichtlichen noch geheimen Irrtum zu verfallen. Jede Deutung weicht vom Worte ab, - gleichgültig, wer sie gibt. Paulus schreibt: „Wer ein anderes Evangelium predigt… der sei verflucht.“ (Gal. 1) Zurück zur Bibel! Zurück zu dem unverfälschten Evangelium! Möge es dem Allmächtigen Gott gefallen, treue Arbeiter in Seinen Weinberg zu senden, die das volle Evangelium unter der Inspiration und Leitung des Heiligen Geistes predigen, Männer, die den ganzen Ratschluß Gottes verkündigen und als Knechte Gottes die Verantwortung vor Ihm tragen, daß dem abgeschlossenen Zeugnis der Heiligen Schrift nichts hinzugefügt und nichts davongenommen wird.

In dieser Zeit sollten die Gläubigen sich nicht mehr bevormunden lassen, sondern das Mannesalter in Christo erreichen. Sie sollten sich selber informieren und das beurteilen, was gepredigt wird.

Durch Gottes Gnade hatte ich die Möglichkeit, in vierzig Ländern zu vielen Menschen zu sprechen, die tiefer in die Erkenntnis Seines Wortes eingeführt wurden. Viele haben Gott aufs Neue erlebt und erkennen, was Gott in dieser Zeit tut. Ich bin keiner Gemeinde oder Denomination verpflichtet, sondern trage die Verantwortung vor Gott, Sein Wort Seinem Volke in der Weise darzulegen, wie Er es uns hinterlassen hat.

Die übersetzten Predigten Br. Branhams haben vielen großen Segen gebracht. Es ist ja allgemein bekannt, in welch einer Weise Br. Branham von Gott gesegnet und gebraucht wurde. Nur wer es mit sich selbst und andern nicht gut meint, und das Reden und Wirken Gottes in dieser Zeit ablehnt und die Bestätigung Seines Wortes nicht anerkennt, wird an dem vorbeigehen, was Gott getan hat. Wir leben nahe vor der Wiederkunft Jesu Christi und sollten deshalb das Wort Gottes und die Verheißungen für diese Zeit ernst nehmen. Meine Aufgabe besteht nicht allein darin, vom „lieben Heiland“ zu reden, der die Sünder rettet und die Kranken heilt. Das tun viele. Meine Berufung ist es, das prophetische Wort zu verkündigen und die Speise Gottes in dieser Zeit auszuteilen, wobei ich den ganzen Ratschluß Gottes verkündige. Selbstverständlich ist auch die Rettung der Seele einbegriffen.

Immer wieder erleben wir es, daß der Herr Sein Wort bestätigt, Sünder rettet, Kranke heilt und Gebundene befreit. Er ist und bleibt derselbe, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Die Kraft Seines Wortes, Seines Blutes und Seines Geistes ist immer noch dieselbe. Deshalb dürfen wir auch die gleiche Bestätigung in dieser Zeit erwarten. Der treue Herr hat es so geführt, daß diese weltweite Missions-Arbeit vielen Tausenden in Ost und West, in Süd und Nord zum großen Segen wurde.