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Taufe, Abendmahl, Fußwaschung

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 4 calendar_month 18. 1. 2006

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Zuerst soll die biblische Taufe kurzgefaßt dargelegt werden. Der HERR hat zu taufen geboten, und deshalb wird in den christlichen Denominationen getauft. Die kirchengeschichtliche Entwicklung weist jedoch beträchtliche Abweichungen von der Lehre und Taufpraxis des Urchristentums auf. Gab es damals nur die einheitliche Taufe, so finden wir heute zum Teil erhebliche Unterschiede in den Kirchen und Freikirchen. 

Die Worte des Apostels Paulus an die Gläubiggewordenen in Ephesus aber haben auch heute noch volle Gültigkeit: „Ein HERR, ein Glaube, eine Taufe“ (Eph. 4, 5). Es gibt in der Tat nur einen HERRN, nämlich Gott; nur einen wahren Glauben, nämlich den biblischen; und nur eine Taufe: die von den Aposteln praktizierte. 

In dieser Abhandlung wollen wir folgende Fragen anhand der Heiligen Schrift beantworten: Worum geht es bei der Taufe? Was bedeutet sie? An wem kann sie vollzogen werden, und wie wird sie praktisch ausgeführt? 

Die Voraussetzung 

Die grundsätzliche Voraussetzung, um getauft zu werden, ist der persönliche Glaube. Der auferstandene HERR gab Seinen Jüngern kurz vor Seiner Himmelfahrt den klaren Auftrag: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden“ (Mark. 16, 15-16). An erster Stelle steht also die schriftgemäße Verkündigung der Heilsbotschaft und nicht eine religiöse Handlung. 

Durch die Predigt von der Versöhnung, die uns durch Christus, den Gekreuzigten, zuteil geworden ist, wird den Menschen das Gnadenangebot Gottes nahegebracht. Wie geschrieben steht, kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aus dem Worte Gottes (Röm. 10, 17). Dabei bewirkt der Heilige Geist in den Zuhörern den nötigen Glauben. Es kommt zu der inneren Zustimmung des einzelnen, zur Bejahung und bewußten Annahme des göttlichen Gnadengeschenks. Der Mensch dringt zu dem persönlichen Heilserlebnis durch und wird gläubig. Gemäß Röm. 8, 16 bezeugt der Geist einem jeden, der diese Erfahrung gemacht hat, ein Kind Gottes geworden zu sein. Das ist die Heilsgewißheit, die durch den Glauben an die Rechtfertigung vor Gott gilt. 

Darauf folgt der zweite Schritt: die Taufe. „Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen …“ (Apg. 2, 41), so wird es uns vom Gründungstag der neutestamentlichen Gemeinde berichtet. Das Resultat der ersten Predigt zu Pfingsten war überwältigend. Etwa dreitausend Zuhörer nahmen das Wort als göttliche Botschaft im Glauben an und ließen sich taufen. Bei diesem bib lischen Muster blieb es bis ins dritte Jahrhundert nach Christus. 

Die Apostel und andere mit Geistesvollmacht ausgestattete Männer zogen aus und predigten das Evangelium. Einer von ihnen war Philippus, durch dessen Dienst eine gewaltige Erweckung in Samarien ausbrach. Auch dort kamen Menschen zum Glauben und ließen sich anschließend taufen (Apg. 8, 16). 

Vom Geist geleitet, begegnete der Evangelist dem äthiopischen Hofbeamten, der gerade im 53. Kapitel des Propheten Jesaja las (Apg. 8, 26-39). In Vers 35 heißt es: „Da tat Philippus seinen Mund auf und verkündigte ihm, indem er an dieses Schriftwort anknüpfte, das Evangelium von Jesus.“ Die Verkündigung erfolgte in Anlehnung an das prophetische Wort, in dem bereits das Heil, das Gott der Menschheit schenken wollte, vorausgesagt worden war. 

Mitten in der Predigt unterbricht der Zuhörer den Gottesmann und sagt: „Hier ist ja Wasser! was steht meiner Taufe noch im Wege?“ Die Bedingung, die Philippus in völliger Übereinstimmung mit dem Wort des HERRN und den Aposteln stellte, lautet: „Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so darf es wohl geschehen.“ Spontan kam die Antwort: „Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist.“ 

„Er ließ also den Wagen halten, und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus sowohl wie der Hofbeamte, und er taufte ihn.“ (Vers 38). Auch hier kam der Glaube aus der Predigt und diese wiederum aus dem Worte Gottes. Der Geist Gottes wirkte an dem Zuhörer, und sogleich folgte die biblische Taufe. 

Petrus wurde durch eine besondere Offenbarung in das Haus des römischen Hauptmannes Kornelius nach Cäsarea gesandt (Apg. 10). Seine Predigt hatte wieder ein biblisches Ergebnis. Uns wird berichtet: „Während Petrus noch in dieser Weise redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die seine Ansprache hörten.“ (Vers 44). Damit die Gläubiggewordenen alle Gerechtigkeit erfüllen und dem Befehl des HERRN Genüge tun, sagte der Apostel: „Kann wohl jemand diesen Leuten, die den Heiligen Geist ebenso wie wir empfangen haben, das Wasser versagen, daß diese nicht getauft würden?“ (Vers 47). Genauso wird noch heute jeder wahrhaft Gläubige handeln und sich biblisch taufen lassen, auch wenn er den Heiligen Geist bereits empfangen hat. Alles von Gott Gewirkte verläuft bis ans Ende in unveränderter Weise, in völliger Übereinstimmung. 

Auf eine Kindertaufe bzw. Säuglingsbesprengung finden wir in der Heiligen Schrift keinen einzigen Hinweis. Wer sie mit der Begebenheit in Lukas 18, 15-17 zu rechtfertigen versucht, sollte dazu noch die Parallelstellen in Matth. 19, 13-15 und Mark. 10, 13-16 lesen. Daraus geht eindeutig hervor, daß der HERR Jesus den Kindern, die zu Ihm gebracht wurden, lediglich die Hände auflegte, sie in Seine Arme schloß und segnete. Von einer Kindertaufe hat der Meister nichts gesagt. Noch heute bringen gläubige Eltern in biblischen Gemeinden ihre Kinder, damit sie dem HERRN unter Gebet geweiht und gesegnet werden. 

Auch die zweite Stelle, von der man eine Kindertaufe ableitet, sagt nichts darüber aus. Als Paulus und Silas im Gefängnis zu Philippi waren, geschah etwas Übernatürliches, und es kam ein großer Schrecken über den Gefängnisaufseher. Er fragte die beiden Gottesmänner: „Ihr Herren, was muß ich tun, um gerettet zu werden?“ (Apg. 16, 30). Sie antworteten: „Glaube an den HERRN Jesus, so wirst du mit deinem Hause gerettet werden.“ Im nächsten Vers lesen wir: „Nun verkündigten sie ihm und allen seinen Hausgenossen das Wort des HERRN.“ Hier sehen wir wieder die treue Einhaltung des Missionsbefehles: zuerst erfolgte die Verkündigung, die alle seine Hausgenossen hörten und gläubig aufnahmen, bevor sie sich taufen ließen. 

„Da nahm er sie noch in derselben Stunde der Nacht zu sich, wusch ihnen die blutigen Striemen ab und ließ sich mit all den Seinen sogleich taufen.“ Der Gefängniswärter und die sich im Haus befanden kamen zuerst durch die Predigt zum Glauben und ließen sich dann taufen. Aus keinem Wort geht hervor, daß dort auch Kinder oder Säuglinge getauft wurden. 

Die heute allgemein bekannte Taufpraxis entbehrt jeder biblischen Grundlage, das bezeugt auch die Kirchengeschichte. Sie stammt aus der Epoche der grausamen Zwangschristianisierung, als ganze Häuser und Völker gegen ihren Willen getauft wurden. Als Ersatz für den Glauben, der zur Taufe notwendig ist, traten später die Paten, was ebenfalls völlig unbiblisch ist. Wie wir anhand der bereits dargelegten Schriftstellen klar ersehen können, steht der Mensch mit seinen Entscheidungen persönlich vor Gott. Leider entspricht die Verkündigung in den christichen Kirchen und Freikirchen größtenteils nicht dem apostolischen Muster, so daß auch die biblischen Resultate ausbleiben. 

Der Name 

Es gibt wohl kaum einen Vers in der heiligen Schrift, der so mißverstanden und mißbraucht wird wie Matth. 28, 19. Er lautet: „Darum gehet hin und macht alle Völker zu Jüngern: tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes …“ Unbegreiflicherweise hat man in den späteren Jahrhunderten aus diesen Worten eine trinitarische Formel gemacht, die noch heute in fast allen Kirchen und Freikirchen verwendet wird. Niemand scheint sich jedoch die Frage zu stellen, wie denn der Name lautet, auf den getauft werden soll. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind Bezeichnungen der Verschiedenen Gottesoffenbarungen. Ein Mensch kann auch vieles sein, z. B. Lehrer, Rechtsanwalt, Arzt usw. Er kann Vater, Ehemann und Sohn sein. Das alles sind Bezeichnungen, die ihre Existenzberechtigung in der jeweils gültigen Beziehung haben. Doch jeder Mensch hat einen Namen. So ist es auch mit Gott, der sich im Alten Testament mit dem Bundesnamen „Jahweh“ kundtat. Bei der Taufe geht es um den Namen, in dem Er sich im Neuen Testament geoffenbart hat, der jedoch in Matth. 28, 19 nicht ausgesprochen wurde. 

Wir wollen jetzt einige Schriftstellen betrachten, in denen ebenfalls von dem Namen die Rede ist, ohne daß er genannt wird. Dies wird allen Wahrheitssuchenden eine große Hilfe sein. In Luk. 10, 17 lesen wir, daß die siebzig vom HERRN ausgesandten Jünger zurückkehrten und voller Freude berichteten: „HERR, auch die bösen Geister sind uns kraft Deines Namens untertan!“ Ist uns dabei nicht klar, daß diese Männer die Kraft des Namens JESUS erlebt und gemeint haben? Natürlich! Bei den Worten des HERRN: „Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind …“ (Matth. 18, 20), wird ebenfalls niemand bezweifeln, daß es sich dabei um den Namen JESUS handelt, auch wenn er nicht ausgesprochen wurde. In Lukas 24, 47 steht, daß in Seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden soll, und in Joh. 2, 23, daß viele an Seinen Namen glaubten. Bei allen solchen Bibelstellen weiß jeder, welcher Name gemeint ist, nur bei Matth. 28, 19 nicht. Das ist doch sonderbar. Darüber sollte ernsthaft nachgedacht werden. 

In den bis jetzt genannten Stellen ging es um den Namen des Sohnes, die nun folgenden beziehen sich auf den Namen des Vaters. Hier betreten wir göttlichen Offenbarungsboden. 

Der HERR lehrte uns beten: „Unser Vater, der Du bist im Himmel: Geheiligt werde Dein Name!“ (Matth. 6, 9). So sprechen Millionen, ohne sich zu fragen, welches der Name des Vaters ist, der geheiligt werden soll. Gott ist Vater, denn Er hat Söhne und Töchter, aber hier geht es um Seinen heiligen Namen. In Joh. 12, 28 sprach der Sohn: „Vater, verherrliche Deinen Namen!“ Die Antwort von oben lautete: „ICH habe ihn verherrlicht und werde ihn noch weiter verherrlichen!“ Welcher Name ist damit gemeint? Wie heißt Gott, der Seinen Namen noch einmal verherrlichen möchte? Es gibt doch nur einen Namen, durch den wir uns Gott nahen können, das ist Sein eigener Name. 

Im hohenpriesterlichen Gebet sagte der Sohn mit Bezug auf den Vater: „ICH habe Deinen Namen den Menschen geoffenbart, die Du Mir aus der Welt gegeben hast“ (Joh. 17, 6). Ist denn hier von einem alttestamentlichen Namen die Rede? Gewiß nicht. Wer aufmerksam gelesen hat, dem wird auffallen, daß der Name des Vaters denen geoffenbart wird, die Ihm als Söhne und Töchter angehören. Sie sind von Gott erkannt worden, und sie wiederum erkennen Gott. Nun wird die Sache auf einen Nenner gebracht: „Heiliger Vater, erhalte sie in Deinem Namen, den Du Mir gegeben hast(Vers 11). Deutlicher kann es nicht gesagt werden: Der Name des Sohnes ist zugleich der Name des Vaters. In Vers 26 gab Er die Verheißung: „ICH habe ihnen Deinen Namen kundgetan und werde ihn auch weiterhin kundtun.“ 

Den Juden sagte Er damals: „ICH bin im Namen Meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt Mich nicht an.“ (Joh. 5, 43). Wie steht es mit den Christen? Wohl dem Menschen, der glauben kann, daß der Vater sich im Sohn geoffenbart und uns Seinen Namen kundgetan hat! Wie aber lautet nun Sein Name? JESUS — Immanuel: Gott mit uns! Es gibt nur eine persönliche Gottesoffenbarung, die geschah in Christus, und nur einen Gottesnamen, um den es hier geht: HERR Jesus. In diesem Namen wird sich jedes Knie beugen, und diesen Namen wird jede Zunge bekennen. So ist Gott uns begegnet, und nur so können wir Ihm begegnen. Durch das eben Dargelegte löst sich das Rätsel von Matth. 28, 19 und mündet in dem Namen des HERRN Jesus Christus. 

Apostel-Lehre 

Wir wollen jetzt betrachten, wie der Taufbefehl im Urchristentum tatsächlich ausgeführt wurde. Petrus gehörte zu denen, die der HERR in Matthäus 28 beauftragte. Er war es, dem Jesus die Schlüssel des Himmelreiches anvertraute, das heißt, er hatte Zugang zu allem, was das Reich Gottes betraf. Schon vor der Ausgießung des Geistes trat er im Kreis der 120 auf und begann, die Ereignisse anhand der Schrift einzuordnen (Apg. 1, 15). Sofort nachdem sie am Pfingsttag mit dem Heiligen Geist erfüllt worden waren, predigte er dem zusammengeströmten Volk das Evangelium. Den Menschen gingen seine Worte wie ein Stich durchs Herz, und sie fragten: „ ,Was sollen wir tun, werte Brüder?‘ Da antwortete ihnen Petrus: ,Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen …‘ “ (Apg. 2, 37-38). Hier wurde der Missionsbefehl zum ersten Mal ausgeführt, indem die Gläubiggewordenen gemäß Matth. 28, 19 auf den Namen getauft wurden, von dem dort die Rede ist. Das Argument, daß die Worte Jesu wichtiger seien als die der Apostel, kann einen Menschen, der an die absolute Inspiration der Schrift glaubt, nicht beeindrucken. Was uns tief beeindruckt, ist die Tatsache, daß Befehl und Ausführung ganz genau übereinstimmen. 

Wir haben bereits vorhin erwähnt, daß in Samarien viele gläubig wurden und sich taufen ließen. Die Kunde davon drang bis nach Jerusalem. Darüber wird uns wie folgt berichtet: „Als nun die Apostel in Jerusalem vernahmen, daß Samaria das Wort Gottes angenommen habe, entsandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Diese beteten nach ihrer Ankunft für sie, daß sie den Heiligen Geist empfangen möchten; denn dieser war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren lediglich auf den Namen des HERRN Jesus getauft worden“ (Apg. 8, 14-16). Die Betonung liegt auf der Tatsache, daß sie allein auf den Namen des HERRN Jesus getauft waren. 

Auch im Hause des Kornelius ordnete Petrus an, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden (Apg. 10, 48). Es gibt keinen Theologen, der das anders darstellen könnte, als es uns im Wort hinterlassen wurde, und selbst wenn es ein Engel vom Himmel wäre, so stünde er unter dem Fluch (Gal. 1, 8). 

Es ist gewiß jedem aufgefallen, daß die Gläubiggewordenen in allen bisher erwähnten Fällen nur „auf den Namen Jesus Christus“ getauft worden sind. Die Apostel haben den HERRN genau verstanden. Sie führten hundertprozentig aus, was der Meister befohlen hatte. Der Missionsbefehl lautet: „Gehet hin und macht alle Völker zu Jüngern: tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was Ich euch geboten habe.“ Sie waren vom HERRN selbst gelehrt worden, erkannten den Namen, in dem sich der eine Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat, und tauften in ihn hinein. Somit taten sie, was Er befohlen hatte. 

Nun wollen wir sehen, wie Paulus, den der HERR „ein auserwähltes Werkzeug“ nannte, getauft hat. Als er nach Ephesus kam, fand er dort zwölf Männer, die nur von der Taufe des Johannes wußten. Nach einer kurzen Einführung in den Heilsplan Gottes stand das biblische Resultat fest: „Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen des HERRN Jesus taufen; und als Paulus ihnen dann die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie …“ (Apg. 19, 5-6). 

Jede Sache muß ja mindestens auf zwei oder drei Zeugen beruhen. Wir haben uns mit dem befaßt, was in Jerusalem, in Samarien, im Hause des Kornelius und in Ephesus geschah. Bei Juden, Samaritern und Heiden, ob Petrus, Philippus oder Paulus predigte — überall fand die Taufe auf den Namen des HERRN Jesus Christus statt. 

Wir müssen uns vor Augen führen, daß in der Bibel kein Widerspruch sein kann. Der Heilige Geist wird über eine Sache niemals zwei verschiedene Offenbarungen geben. Gott erwählte in jener ersten Epoche einen Petrus, einen Paulus und andere Männer und bevollmächtigte sie, die biblischen Lehren festzulegen. Sie taten dies in vollkommener Harmonie mit dem Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift und untereinander. Wer will den Gottesmännern des Urchristentums, die noch mit Jesus wandelten, oder Paulus, der eine Begegnung mit dem HERRN nach Seiner Himmelfahrt hatte, unterstellen, daß sie den Missionsbefehl nicht richtig ausführten, und sie damit der Irrlehre bezichtigen? 

Wir wollen Paulus noch einmal hören. Er schreibt an die Römer: „Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft worden sind, in Seinen Tod getauft worden sind?“ (Röm. 6, 3). In diesem Vers schließt er sich mit ein, auf den Namen Jesu Christi getauft worden zu sein wie alle Gläubigen. Es gibt in der ganzen Heiligen Schrift keine einzige Stelle, wo ein Mensch in der trinitarischen Weise auf die drei Titel „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ getauft worden wäre. 

Alle vom HERRN berufenen, mit dem Geist erfüllten Reichsgottesarbeiter hatten die gleiche Erkenntnis, dieselbe Lehre, denselben Glauben, dieselbe Taufe. Alles stimmte in vollkommener Harmonie überein. Keiner von ihnen hat den Text aus Matth. 28 mechanisch nachgesprochen. Sie wußten, daß es dort in der Einzahl heißt: „Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“, und das taten sie. Sie glaubten, daß Gott sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat; sie kannten Ihn und Seinen Namen. Es waren Männer, die in einer direkten Lebensgemeinschaft mit Gott standen. Sie befanden sich unter keinem theologischen Einfluß, ihnen strömte das Göttliche durch Offenbarung zu. 

Wer nur den Buchstaben von Matth. 28 nimmt, ohne die dazugehörende Offenbarung zu haben, der wird Vers 19 wiederholen und gar nicht merken, daß der HERR im Taufbefehl eine Aufgabe gestellt hat. Matth 28 und Mark.16 führen uns den großen Auftrag — den Missionsbefehl vor Augen. In der Apostelgechichte finden wir die Ausführung, das für immer gültige Ergebnis. 

Würde ein Lehrer eine Aufgabe stellen, und ein Schüler gäbe nicht die Antwort, das Ergebnis, sondern würde die Aufgabe wiederholen, dann wüßten alle, daß etwas nicht stimmt. Wenn es um die Taufe geht, wiederholen sogar Bibellehrer die Auftragsworte, anstatt das auszuführen, was der HERR geboten hat. Nur wenn wir den Missionsbefehl so ausführen wie die Apostel, haben wir auch die Bestätigung, von demselben HERRN gerufen und mit der Verkündigung des Evangeliums betraut worden zu sein. Die Apostel und Lehrer der ersten Zeit haben die Aufgabe aus Matth. 28 verstanden. Gott sei Dank, daß uns das Ergebnis schriftlich hinterlassen wurde. Es bedarf aber derselben Erleuchtung durch den Heiligen Geist, damit auch wir sehen, was die Apostel sahen, um lehren zu können, was sie lehrten, und zu taufen, wie sie tauften. 

Diese Darlegung, die in klarer Beweisführung der Heiligen Schrift gebracht wird, sollte jeder ernst nehmen. Oft sieht es aus, als wären zwei Dinge das gleiche. Sie liegen auch eng beieinander und sind trotzdem soweit voneinander entfernt wie der Himmel von der Erde. Im Sendschreiben an die Gemeinde zu Philadelphia lobt der HERR Sein Volk mit den Worten: „Du hast Meinen Namen nicht verleugnet“ (Offbg. 3, 8). Was aber ist mit all den Gläubigen, die den Namen Jesus besingen, im Gebet verwenden und über ihn predigen, sich aber weigern, diesen Namen durch die Taufe anzunehmen? 

Was ist mit all den Evangelisten, die im Namen Jesus Teufel austreiben, Wunder und Krankenheilungen vollführen, ihn aber verleugnen, wenn es um das Bekenntnis zu Ihm in der Taufe geht? Mit den Lippen bezeugen sie lautstark, wie wunderbar der Name Jesus sei, in der Tat aber sind sie nicht bereit, die Schmach Seines Namens zu tragen. Der HERR spricht: „Viele werden an jenem Tage zu Mir sagen: ,HERR, HERR, haben wir nicht kraft Deines Namens geweissagt und kraft Deines Namens böse Geister ausgetrieben und kraft Deines Namens viele Wundertaten vollführt?‘ Aber dann werde Ich ihnen erklären: ,Niemals habe Ich euch gekannt: hinweg von Mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit!‘ “ (Matth. 7, 22-23). 

In dieser Bibelstelle ist von Menschen des vollen Evangeliums die Rede, die einerseits an den verheißenen Segnungen der Gemeinde Anteil haben, andererseits aber unbiblische Überlieferungen als sehr wertvoll betrachten und nicht bereit sind, eine völlige, schriftgemäße Kurskorrektur vorzunehmen. Wer ist bereit, sich dem klaren Zeugnis der Schrift zu beugen? Es gehört Mut dazu, die traditionelle Taufpraxis zu verwerfen und die biblische zu akzeptieren. Doch wer sich nicht mit Christus und Seinem Tod durch die Taufe identifiziert, wie wir in Röm. 6, 3 lesen, kann auch nicht mit Ihm auferstanden sein! Segnungen und Gaben allein sagen nichts aus. Zuerst müssen Lehre und Praxis stimmen. Am Ende wird sich der Glaubensgehorsam als allein gültig erweisen. Das ist der Glaube, durch den uns der Wille Gottes geoffenbart wird, der Glaube, der die im Wort geforderten Werke nach sich zieht. Selig sind alle zu preisen, die Gottes Wort hören und danach tun. 

Die Bedeutung 

Zu Beginn des Neuen Testaments trat Johannes der Täufer auf und predigte: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matth. 3, 2). Der HERR nahm wiederholt Bezug auf ihn und seinen Dienst. Unter anderem sagte Er: „Das gesamte Volk, das ihn hörte, auch sie Zöllner sind dem Willen Gottes nachgekommen, indem sie sich mit der Taufe des Johannes taufen ließen; aber die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den Heilsratschluß Gottes für ihre Person verworfen, indem sie sich von ihm nicht taufen ließen.“ (Luk. 7, 29-30). Selbst Jesus Christus begab sich in den Jordan und ließ sich von Johannes taufen, indem Er sprach: „Es gebührt uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ (Matth. 3, 13-17). 

Seit Gründung der neutestamentlichen Gemeinde gilt, was Petrus bei seiner ersten Predigt nach der Geistesausgießung sagte: „Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg. 2, 38). 

Die Taufe ist nicht dem Ermessen des einzelnen überlassen, sondern ein unumgänglicher Gehorsamsschritt für jeden Gläubigen. Wer das voll brachte Erlösungswerk für sich im Glauben angenommen und die Recht fertigung erlebt hat, tritt in die Nachfolge Jesu. Die Taufe an sich geschieht nicht zur Vergebung der Sünden; sie wird an denen vollzogen, die ihre Vergebung empfangen haben. Gemäß 1. Petr. 3, 21 ist sie „der Bund eines guten Gewissens vor Gott, kraft der Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ Der Täufling bekennt sich zu Christus, mit dem er gekreuzigt wurde und gestorben ist. 

Beide, der Taufende und der Täufling, begeben sich ungefähr hüfthoch ins Wasser. Vor der Taufhandlung spricht der Taufende: „Bruder“ oder „Schwester, aufgrund deines Glaubens taufe ich dich gemäß dem Worte Gottes auf den Namen des HERRN Jesus Christus.“ Vergleichbar mit einem Begräbnis wird der Täufling rückwärts ganz untergetaucht und wieder herausgehoben. Das Hervoheben des Täuflings aus dem „Wassergrab“ versinnbildlicht, daß der Betreffende mit Christus zu einem neuen Leben auferstanden ist. Deshalb dürfte das Begießen oder Besprengen gar nicht als Taufe bezeichnet werden. 

Der Apostel schreibt: „… da ihr in der Taufe mit Ihm zusammen begraben worden seid. In Ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes“ (Kol. 2, 12). Von einer „Taufwiedergeburt“ lehrt die Heilige Schrift nichts. Sie lehrt vielmehr, daß Menschen, die durch das Wort und den Geist die Wiedergeburt erlebt haben, sich taufen lassen. Auch bedeutet die Wassertaufe nicht automatisch den Empfang des Heiligen Geistes. Die Geistestaufe ist die göttliche Antwort, die dem Gläubigen bestätigt, von Gott angenommen worden zu sein. Sie ist ein tatsächliches Erlebnis. 

Im Brief an die Römer steht: „Wir sind also deshalb durch die Taufe in den Tod mit Ihm begraben worden, damit, gleich wie Christus von den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, ebenso auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit Ihm zur Gleichheit des Todes verwachsen sind, so werden wir es auch hinsichtlich Seiner Auferstehung sein“ (Röm. 6, 4-5). 

An die Galater schreibt der Apostel: „… denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen“ (Gal. 3, 26-27). Es steigt doch nicht ein trockener Sünder in das Wasser hinein und ein nasser kommt wieder heraus. Vielmehr handelt es sich um von Gott begnadigte und mit Ihm versöhnte Menschen, die Heilsgewißheit erlangt haben. 

Der Apostel Petrus zeigt die Notwendigkeit der Taufe an dem Beispiel der Arche Noahs: „… als Gottes Langmut geduldig wartete in den Tagen Noahs, während die Arche hergestellt wurde, in der nur wenige, nämlich acht Seelen, Rettung fanden durchs Wasser hindurch. Dieses rettet jetzt als Gegenstück auch euch, nämlich die Taufe …“ (1. Petr. 3, 20-21). Die Sintflut riß alle mit, die sich nicht in der Arche befanden. Nur einige hörten auf die Predigt, glaubten die Botschaft des Propheten Noah und gingen hinein. 

Warum verwendet Petrus das Beispiel mit der Arche für die Taufe der Gläubiggewordenen? Wer wirklich glaubt, der tut, was der HERR geboten hat und läßt sich in Christus hineintaufen. ER ist unsere Arche, in Ihm sind wir vor dem kommenden Zorngericht geschützt. Die Rettung kommt durch den Glauben an Jesus Christus. Wer gläubig geworden ist, läßt sich im Gehorsam zum Wort auf den Namen des HERRN Jesus Christus taufen. Wer der göttlichen Anordnung nicht Folge leistet, offenbart damit seinen Unglauben, bleibt ungehorsam und wird vom Verderben erfaßt, vergleichbar mit der Sintflut in den Tagen Noahs. 

Vor dem Hereinbrechen der Sintflut fragten die Menschen bestimmt: „Warum müssen wir denn in die Arche hineingehen? Wir glauben doch an Gott. Das genügt. Alles läuft seinen gewohnten Gang.“ Sie erkannten nicht, daß Noah im Auftrag des HERRN sprach. Der „Countdown“ aber lief, ur plötzlich war der Tag da, die angekündigte Katastrophe brach herein. Trotz der vielen Warnungen durch die Predigt des Propheten kam das Ende unverhofft. Die Tür wurde verschlossen, und die Draußengebliebenen kamen um. Augenblicklich mag es den Anschein haben, als bliebe alles beim alten (2. Petr. 3, 4), doch am Tage Jesu Christi, der nahe bevorsteht, wird der Unterschied offenbar werden. Urplötzlich wird die Stunde Gottes schlagen, die Gnadenzeit vorbei sein und die Tür verschlossen werden. 

Dann ist es für immer zu spät, und Versäumtes kann nicht mehr gutgemacht werden. Deshalb ruft uns der HERR zu: „Heute, wenn ihr Seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht“ (Hebr. 3, 7). Noch gilt das Wort: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden.“ Wer ist bereit, es ernst zu nehmen und zu befolgen? Der echte Glaube ist lebendig und erweist sich im Gehorsam zum Worte Gottes. Der Glaube ohne die dazugehörenden Werke, wie sie im Worte gefordert werden, ist tot in sich selbst und somit wertlos. Es ist in der Tat nur ein religiöses Glaubensbekenntnis, das noch keinen Menschen selig gemacht hat. Christliche Lehren nützen keinem etwas, wenn sie nicht schriftgemäß sind. Unsere Verbindung mit Gott ist durch das Wort, das uns vom Geist lebendig gemacht wird. Nur, was von Ihm kommt, führt auch wieder zu Ihm. 

Prüfet die Geister 

Ehe wir mit diesem Thema zum Abschluß kommen, muß noch etwas ganz Entscheidendes gesagt werden. Abgesehen von den traditionellen Kirchen, in denen heute weitgehend keine biblische Bekehrung und Wiedergeburt gepredigt werden, herrscht selbst in Kreisen des vollen Evangeliums Unklarheit über die wichtigsten Grundlehren der Heiligen Schrift. Weder Bibellehrern noch Theologen scheint aufzufallen, daß es in der Bibel keine einzige Stelle gibt, die bezeugen würde, daß je eine Person in der Formel „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft wurde. Sie ist aus der katholischen Kirche in die protestantischen Kirchen und bis in die christlichen Gemeinschaften der Neuzeit übernommen worden. 

Die meisten Menschen wissen nicht, daß die Anwendung dieser Formel im Spiritismus und Okkultismus üblich ist. Besprechungen, Trichrücken, Kartenlegen, Zukunftsdeuterei, Wahrsagerei, Pendeln, Handlinienlesen usw. geschehen in dieser sogenannten „hohen Formel“. Medien im gesamten „christlichen Abendland“ bedienen sich ihrer, wenn sie mit den Geistern der Verstorbenen sprechen. Selbst beim Eintritt in Logen wird sie als Eid nachgesprochen. Die Beteiligten, denen Zweifel bei derlei Dingen kommen, fühlen sich erleichtert, wenn sie die Formel „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ hören, denn sie ist ihnen aus der Kirche gut bekannt. Ob in der Schwarzen oder Weißen Magie oder bei der Verwendung des sogenannten „6. und 7. Buches Mose“, überall ist diese Formel mit im Spiel. 

Spricht man Beteiligte auf diese Machenschaften an, so antworten sie ahnungslos: „Das ist doch im Namen Gottes geschehen!“ Eben nicht! Nur was im Namen „JESUS“ getan wird, ist im Namen Gottes geschehen. Alles andere ist vom Teufel, dem Beherrscher dieser Welt. Gott der HERR hat doch mit Tischrücken, Besprechung von Menschen und Tieren, Totenbefragung und dergleichen nichts zu tun, ja Er hat es in Seinem Wort ausdrücklich verboten! Solche Dinge sind satanisch, auch wenn sie unter dem frömmsten Deckmantel geschehen. 

Was haben okkulte Machenschaften und spiritistische Praktiken mit einer wahrhaftigen göttlichen Handlung gemeinsam? Seit wann sagen Knechte Gottes und Diener Satans das gleiche? Seit wann hat Satan sein Reich im Reiche Gottes? 

Jeder muß sich die Frage stellen, ob es nicht das gleiche ist, wenn zwei dasselbe tun. Manche sind erstaunt, ja sogar entsetzt, wenn sie hören was in dieser „Formel“ alles getrieben wird, betrachten aber ihre Verwendung bei der Taufe als die größte Selbstverständlichkeit. Daß im Neuen Testament alles nur im Namen Jesus geschieht und die Kraft Gottes durch ihn allein offenbar wird, gibt den wenigsten zu denken. Es steht doch geschrieben: „Und alles, was ihr mit Worten oder Werken tun mögt, das tut alles im Namen des HERRN Jesus“ (Kol. 3, 17). 

Wer die Bibel kennt, der weiß, daß kein Prophet oder Apostel jemals die Formulierung „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ gebraucht hat. Wie in der Broschüre Gott und Sein Plan mit der Menschheit ausgeführt, ist Vater, Sohn und Heiliger Geist doch der eine wahre Gott! 

Was in Matth. 28, 19 geschrieben steht, ist die absolute Wahrheit, ebenso das, was in Apg. 2, 38 etc. nachzulesen ist. Doch Satan hat sich von Anfang an des Wortes Gottes bedient und es verdreht wiedergegeben. Es ist ihm gelungen, die Menschen auch mit der Taufe auf frömmste Art und Weise zu täuschen. Als er damals zum HERRN kam und sagte: „Es steht geschrieben …“, so stand das, was er zitierte, tatsächlich geschrieben. Er hatte es lediglich aus dem Zusammenhang gerissen und falsch angewandt. Dasselbe ist mit dem Taufbefehl geschehen. Satan hat die Menschen verblendet, daß sie die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi nicht erkennen (2. Kor. 4, 4-6). Der Name, um den es geht, bleibt ihnen verborgen. 

Ist nicht die gesamte christliche Welt im Aberglauben und Unglauben verstrickt? Wo ist noch der wahre, schriftgemäße Glaube zu finden? Gott läßt gemäß Offbg. 18, 4 den Ruf ergehen, aus dem religiösen Babylon herauszukommen. Wem der HERR die Augen öffnet, der wird den Irrtum erkennen und dem Worte Gottes bereitwillig Folge leisten. Gott scheidet immer noch das Licht von der Finsternis. Wer hat den Mut, sich von Ihm belehren zu lassen und sich nicht mit Fleisch und Blut zu besprechen? Jeder steht ganz persönlich vor dem HERRN und muß seine Entscheidung treffen. 

Zum Schluß noch ein Wort der eindringlichen Mahnung an alle, die in der Herrlichkeit sein möchten: Gott hat die Zeit der Unwissenheit übersehen und trotz allem mannigfaltig gesegnet. Jetzt aber gebietet Er jedem, sich Ihm und Seinem geoffenbarten Wort zu stellen. Wir müsen uns aller unbiblischen Lehren entledigen und zu der ursprünglichen Wortverkündigung zurückfinden, die von Jerusalem ausging. 

In Apg. 3 wird uns die Zeit der Erquickung verheißen und ebenso, daß vor der Wiederkunft des HERRN alles in den rechten Stand gebracht werden muß. In Vers 20 und 21 steht: „… auf daß Zeiten der Erquickung vom Angesicht des HERRN kommen und Er den für euch zum Gesalbten bestimmten Jesus senden kann. Diesen muß allerdings der Himmel aufnehmen, bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, was Gott durch den Mund Seiner heiligen Propheten von der Urzeit her verkündet hat.“ Ganz deutlich wird uns hier gesagt, daß Christus in der Herrlichkeit bleibt, bis die Zeit der Erquickung und der Wiedererstattung gekommen ist. Wer Gottes Wort glaubt, muß es ernst nehmen. Wir leben jetzt ganz nahe vor dem Kommen des HERRN und deshalb in der Zeit, in der alles wieder in den rechten Stand gebracht wird. Es ist eine Zeit der geistlichen Erquickung vor dem Angesicht Gottes. 

Jedem von uns ist bekannt, daß die verschiedenen Gemeinden und die zu ihnen Gehörenden mit der Wiederkunft Jesu Christi rechnen. Warum aber erkennen sie die Zeit der gnädigen Heimsuchung nicht, in der wir jetzt leben? Dem HERRN geht es um Seine Gemeinde, die in Seinem Wort gegründet ist. Dazu gehört auch, daß die biblische Taufe entsprechend der Lehre und Praxis der Apostel vollzogen wird. Paulus schreibt: „… aufgebaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, bei welchem Christus Jesus selber der Eckstein ist“ (Eph. 2, 20). Noch heute baut der HERR Seine Gemeinde in der gleichen Weise wie damals am Anfang und wird sie in ihren ursprünglichen Stand zurückbringen. Erst danach kann Er kommen und sie in die Herrlichkeit hinübernehmen. 

Niemand sollte leichtfertig über die Darlegung der biblischen Taufe hinweggehen. Wem Gott gnädig ist, der wird die Notwendigkeit erkennen, sich auf den Namen des HERRN Jesus Christus taufen zu lassen, um so aus dem Bann herausgenommen zu werden, unter dem alle stehen, die mit der trinitarischen Formel getauft wurden. Wer aus Gott ist, der wird auch in diesem Punkt Gottes Wort hören. Wohl dem, der die göttliche Botschaft, um die es heute geht, erkennt und die für diese Zeit gegebenen Verheißungen glaubt und an ihrer Erfüllung Anteil hat.