Circular Letter
Rundbrief Mai 1983
Ewald Frank
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Kapitola 4
Der Leib als Tempel des Geistes
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Der Apostel Paulus schreibt: „Ihr wißt ja, welche Weisungen wir euch im Auftrage des HErrn Jesus gegeben haben, denn das ist der Wille Gottes: eure Heiligung, daß ihr die Unzucht meidet.” Der hier verwandte Begriff „Unzucht” betrifft jede widernatürliche Beziehung der Geschlechter mit Menschen oder Tieren (3. Mose 18, 22-23; Rom. 1, 24-28). Sie hat ihren Ursprung im Garten Eden, nämlich in dem verbotenen, tierischen Umgang, den Eva mit dem „Schlangerich” hatte. Jeder wilde, unkontrollierte Trieb ist krankhaft und dämonisch und äußert sich in allerlei unzüchtigen Begierden, die den Menschen zugrunde richten. Gott hat Ehebruch und Hurerei schärfstens verurteilt, die Städte jedoch, in denen Unzucht getrieben wurde, schonungslos vernichtet, denn sie ist Ihm ein Greuel (Juda 7). Wer die Heiligung des Geistes wirklich erleben möchte, muß sich von jeder Art der Unsittlichkeit lossagen, denn es steht geschrieben: „Gott hat uns ja nicht zur Unsittlichkeit berufen, sondern zur Heiligung. Mithin, wer diese Weisungen mißachtet, der mißachtet damit nicht einen Menschen, sondern Gott, denselben, der euch ja auch Seinen Heiligen Geist ins Herz gibt.”
Wer die Heilige Schrift gelesen hat, weiß, daß Männer Gottes in verschiedenste Situationen geraten sind, doch gibt es keinen einzigen Fall, wo einem von ihnen Unzucht zur Last gelegt werden konnte.
Schon vor der Gesetzgebung wußten Knechte Gottes, was vor Gott recht und unrecht ist, obwohl es noch nicht niedergeschrieben worden war. Von Joseph lesen wir, daß er sich nicht des Ehebruchs schuldig gemacht hat, als ihn die Frau Potiphars um jeden Preis verführen wollte. Er sagte: „…nichts hat er mir vorenthalten als dich allein, weil du ja sein Weib bist. Wie sollte ich da ein so großes Unrecht begehen und mich gegen Gott versündigen?” (1. Mose 39). Über Ehebruch sagt das Wort Gottes: „Wenn ferner ein Mann Ehebruch mit einer verheirateten Frau treibt, wenn er mit der Ehefrau seines Nächsten Ehebruch begeht, so sollen beide, der Ehebrecher und die Ehebrecherin, unfehlbar mit dem Tode bestraft werden” (3. Mose 20,10). Bruder Branham sagte: „Dieses von Gott eingeführte Gesetz gilt für Gläubige und Ungläubige gleichermaßen.” Er erwähnte einen Gabenträger, der mit einer verheirateten Frau zwei Kinder hatte. In solch einem Fall kann von Heiligung überhaupt keine Rede sein, selbst wenn die Salbung des Heiligen Geistes vorhanden ist.
In 3. Mose 19, 29 und anderen Stellen verbot der HErr, eine Tochter zu entweihen, indem man eine Buhldirne aus ihr macht. Jeder Mann, der sich heute mit dieser und morgen mit jener einläßt, begeht Hurerei. Wir dürfen nicht alles in einen Topf werfen. Der HErr hat gerade in unserer Zeit völlige Klarheit über alles gegeben. Manche mögen dem Leibe nach in selbsterwählter Heiligkeit leben und sich viel darauf einbilden. Eine Gott wohlgefällige Heiligung an Seele, Geist und Leib geschieht nur in den bluterkauften, geistgetauften Brautseelen, die das Wort glauben.
Im Laufe von Jahrhunderten hat die katholische Kirche Moralbegriffe geprägt, die dann mehr oder weniger von den Gemeinden übernommen worden sind. Zu Unrecht beruft man sich dabei auf die Heilige Schrift. Oft wurden Menschen, die solchen Lehren zuwiderhandelten, in den Gemeinden mit schonungsloser Härte bloßgestellt und verurteilt. So kam es vor, daß man sie für eine bestimmte Zeit vom Abendmahl ausschloß, usw. Man nennt es noch heute „Gemeindezucht”. Aus Unwissenheit wurden sie wie Aussätzige behandelt. Wir aber unterstehen der Zucht des Geistes, der sich nur am Wort ausrichtet.
Uns sandte Gott einen Propheten, der alle Dinge wieder in den rechten Stand gebracht und die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Gottes neu auf den Leuchter gestellt hat. Die Zeit der Unwissenheit hat Gott übersehen. Doch nun, nachdem Bruder Branham aufgrund göttlicher Offenbarung den Stand des Mannes und den der Frau aus biblischer Sicht klar und eindeutig dargelegt hat, können wir die religiöse Morallehre nicht mehr als Maßstab verwenden. Dieses Thema ist vielen noch nicht ganz klar. Es wird immer noch gefragt: „Darf ein Geschiedener am Abendmahl teilnehmen? Darf er wieder heiraten? Darf er predigen?” Anscheinend haben wir noch gar nicht bemerkt, daß der Begriff „Geschiedener” in der Bibel nicht ein einziges Mal vorkommt. Sollte irgend jemand darin einen Hinweis finden, der einem „Geschiedenen” gegeben wurde, dann darf er kommen und es vorlesen. In der Heüigen Schrift steht dieses Wort überhaupt nicht. Da stehen nur Hinweise für eine geschiedene Frau. Niemals gibt es ein Ge- oder Verbot für einen Geschiedenen in der Bibel – höchstens in den kirchlichen Vorschriften und in den Satzungen all der Gemeinden, deren Wurzeln im römischen Boden sind! Vor Gott gilt der Mann nie, unter keinen Umständen, als geschieden. Es kommt jetzt darauf an, daß wir auch den letzten Rest des römischen Sauerteigs hinaustun und uns prüfen, ob wir wirklich in allen Dingen nur das glauben, was Gott gesagt hat. Wer noch weiter so tut, als hätte Gott nicht geredet und an all den unbiblischen Ansichten festhält, der hat das Wort gar nicht wirklich im Herzen aufgenommen und wird die Heiligung nicht erleben. Obwohl viele sogar den Anspruch stellen, „nur das Wort zu glauben”, vertreten sie in Wirklichkeit jahrhundertealte Überlieferungen. Wer nur das glaubt, was ihm zusagt, der glaubt noch lange nicht, wie die Schrift sagt. Wir müssen endlich begreifen, daß Gott Seinen Propheten in dieser Zeit nicht gesandt hat, damit alle weiterhin an dem festhalten, was in den vergangenen Generationen gelehrt wurde, sondern sein Dienst war dazu bestimmt, das Volk Gottes aus Babylon, aus allen Überlieferungen, herauszuführen und zu dem Absolut des Wortes Gottes zurückzubringen. Der HErr ist doch nicht umsonst in der Wolke aus der Herrlichkeit herabgekommen und hat gesprochen! Das Wort war lange genug außer Kraft gesetzt; es ist wieder zu einem scharfen, zweischneidigen Schwert geworden. Es dringt hindurch und scheidet. „Zu einer Scheidung bin Ich in diese Welt gekommen: die Nichtsehenden sollen sehen können und die Sehenden blind werden.” (Joh. 9, 39). Denen, die meinen, schon immer gesehen zu haben, wird das Licht ausgehen. Das Wort ist aber auch ein mächtiger Hammer, der auf alle Gebüde Babylons, die anti-Wort und deshalb antichristlich sind, herabfährt. Es gibt eine wirkliche Heiligkeit, die der Geist durch das Wort wirkt, und eine Scheinheiligkeit, die päpstliche Merkmale trägt. Alle sollen zum Schweigen gebracht werden, damit Gottes Reden allein gehört wird. Wer meint, vor Gott geheiligt zu sein, wenn er seine eigenen Vorschriften erfüllt, dieses nicht trinkt, das nicht ißt und jenes nicht tut, der betrügt sich selbst.
Dieser Tag ist dem HErrn heilig. Jetzt vollzieht Er selbst durch Sein Wort und durch Seinen Geist die Heiligung in Seinem Volk. Auch wenn uns manche Ausführungen im Augenblick neu vorkommen, muß doch das Wort Gottes zu unserer einzigen Richtschnur für unser persönliches Leben werden. Niemand ist berechtigt, über einen anderen das Urteil zu sprechen. Auch darin ist Bruder Branham uns ein Vorbild gewesen. Im Grunde genommen ist nämlich jeder auf die eine oder andere Weise vor Gott schuldig geworden.
Am 18. April 1965 ordinierte er eine Anzahl Prediger, unter denen sich auch solche befanden, die nach dem zivilen Recht geschieden waren und wieder geheiratet hatten. Vor Offenbarung dieses Themas, das am schwerverständlichsten von allen ist, wäre so etwas undenkbar gewesen. Von da an tat der Prophet Dinge, die seiner vorherigen Einstellung widersprachen. Die Endzeitbotschaft ist eine dynamische, geistliche Revolution. Jedes Joch Babylons wurde zerstört; wir sind frei. Ein Halljahr brach an, das mit dem Kommen des HErrn enden wird.
Was sagt ihr zum Beispiel von unserem geliebten Bruder Sidney Jackson? Am 23. August 1964 sagte Bruder Branham folgendes:
„Warum bedeutete mir Bruder Jackson und seine Frau soviel? Weil er ein Jäger war? Nein! Denn dort habe ich viele Jagdfreunde. Warum bedeutete er mir soviel? Weshalb? Wenn ihr nur das Geheimnis wüßtet, das hinter all diesen Dingen steht! Doch ich sage den Menschen nicht alle Geheimnisse, die ich weiß. Nun, warum ist es? In der gleichen Stunde, als der HErr sagte: ,Nimm Kontakt mit Sidney Jackson in Südafrika auf!', sprach der HErr zu Sidney Jackson, daß er hierher kommen soll.”
In den Augen der Menschen war dieser geheiligte Bruder, der bis zu seinem Lebensende mit einer geschiedenen Frau verheiratet war, mit einem Makel behaftet. Vor Gott aber war er untadelig und ein auserwähltes Rüstzeug! Wer es fassen kann, der fasse es, daß der HErr zur selben Stunde zu Bruder Branham in den USA und zu Bruder Jackson in Südafrika gesprochen hat. Wer es begreifen kann, der begreife es, daß der HErr am 1. April 1962 zu Bruder Branham in den USA über die Einlagerung der Speise sprach, und am 2. hier in Europa dasselbe mit einer mächtigen, hörbaren Stimme! Will jemand leugnen, daß der Auftrag in aller Welt ausgeführt wurde? Wo bleibt der Respekt vor den Entscheidungen Gottes? Wer hat den Sinn des HErrn erkannt? Wer ist Sein Ratgeber gewesen? Triumphiert Seine Barmherzigkeit nicht über das Gericht, Seine Gnade nicht über dem Gesetz? Ist die Selbstzerstörung der Gläubigen nicht das direkte Werk der Dämonen? Nur der Satan kommt, um zu zerstören. Gott baut auf. Wo Gott ist, da ist Frieden, Segen und Liebe.
Zusammen mit diesem Rundbrief wird die Predigt „Respekt” versandt. Gewiß wird sie vielen zu Herzen gehen, wie auch schon die vorherige Predigt „Die Gemeinde und ihr Zustand”. Bruder Branham führt darin unter anderem auch das Beispiel von der Respektlosigkeit Miriams und Aarons gegen ihren Bruder Mose an. Aus ihrer Sicht glaubten sie, im Recht zu sein, erkannten aber nicht, wie Bruder Branham sagt, daß Gott hinter dem stand, was Mose getan hatte. Sie begriffen nicht, daß die Berufung Gottes nicht von den Umständen des natürlichen Lebens eines Menschen abhängt. Miriam wurde schwer dafür bestraft.
In der Predigt „Schauet auf zu Jesus”, Serie VII, Nr. 1, berichtet Bruder Branham von der Begebenheit, wo der HErr eine Respektlosigkeit Schwester Branhams gegen ihren Mann sofort bestrafte. Schwester Branham hatte nur die Tür vor ihrem Mann zugeschlagen, der sich zunächst gar nichts dabei dachte. Dann aber lesen wir folgendes:
„Der Heilige Geist jedoch ließ es nicht durchgehen. Als ich nach draußen kam, sagte Er: ,Gehe und sage ihr, sie soll das Wort aus 4. Mose 12 lesen.' … So ging ich hinein, nahm die Bibel und las es. Es war die Stelle, wo Miriam, die Prophetin, sich über ihren Bruder Mose lustig machte, weil er ein äthiopisches Mädchen geheiratet hatte. Gott mißfiel ihr Tun. ER sagte: ,Es wäre besser gewesen, ihr Vater hätte ihr ins Gesicht gespien, als daß sie dieses getan hätte.'“
In dieser Zeit finden wir eine Respektlosigkeit unter den Menschen, wie sie nie vorher dagewesen ist. Das bezieht sich auf jeden Bereich: vor der Obrigkeit, vor dem Staat, vor Gott und Seinem Wort, vor den Eltern, in den Schulen, vor den Diensten in der Gemeinde. Aus diesem Grund befindet sich die Gemeinde auch in dem Zustand, den Bruder Branham so treffend beschrieben hat. Ist darin nicht ausgeführt worden, daß wir sogar das preisgeben müssen, worauf wir ein Recht haben, damit Gott zu Seinem Recht kommen kann? Wie oft wollen wir unser Recht behaupten und setzen andere dadurch ins Unrecht! War nicht die Respektlosigkeit der Prophetin Miriam und die des Aaron im Grunde genommen eine Respektlosigkeit Gott gegenüber? War nicht die Respektlosigkeit und Auflehnung von Korah, Dathan und denen, die unter ihrem Einfluß standen, im Grunde genommen eine Respektlosigkeit und Auflehnung gegen Gott? Wann werden wir die göttliche Ordnung respektieren und uns in sie einfügen? Sogar dienende Brüder werden in dieser Zeit in solch einer herabwürdigenden Weise behandelt wie nie zuvor. Älteste, die doppelter Ehre würdig sind, werden zu einem Nichts degradiert. Solche Menschen fragen dann noch: „Wo ist denn die Gemeinde?” Ihnen ist nichts gut genug; nichts stimmt. Nur sie selber sind im Recht. Bruder Branham sagt: „Neun von zehn Malen sind es diejenigen, mit denen es nicht stimmt, die eine Beanstandung vorbringen.” Solche Menschen werden sich immer wieder neue Lehrer beschaffen, die nach ihrer Einschätzung richtig stehen und das predigen, was ihre Ohren gerne hören.
Dieses Wort, das Paulus an Timotheus gerichtet hat, erinnert uns an Richter, Kapitel 17. Dort konnte es sich jemand leisten, einen Mann für seinen Hausgottesdienst anzustellen. Der Wanderer wurde gefragt: „Woher kommst du?” Die Antwort lautete: „Ich bin ein Levit aus Bethlehem in Juda und bin unterwegs, um mich an irgendeinem Ort niederzulassen, wo ich etwas Geeignetes finde.” Solche Menschen gibt es heute noch, und nicht wenige. Er wurde an Sohnes statt aufgenommen. Das Gottesbild war schon aufgestellt, das Schulterkleid fertig, und so wurde dieser Mann in den Dienst eingestellt. Aber nicht von Gott! Micha dachte dabei: „Jetzt bin ich gewiß, daß der HErr es mir glücken lassen wird, weil ich einen Leviten zum Priester habe” (Vers 13). Frommer kann es nicht mehr ausgedrückt werden, und schlimmer kann ein Selbstbetrug nicht sein. Einerseits will man alles ganz biblisch machen; andererseits ist es so unbiblisch, wie es nur sein kann. In dem Hause fand nämlich kein Gottesdienst, sondern, wie jeder nachlesen kann, Götzendienst statt. Die Leute fühlten sich glücklich, denn zu ihnen war ja ein Mann aus Bethlehem gekommen, aus der Stadt, aus dem Land, woher der große Prophet, von dem Mose geweissagt hatte, kommen sollte.
Gewiß wird der Geist Gottes in dieser ernsten Zeit mit einem jeden Gotteskind noch einmal reden, vielleicht zum letzten Mal. Wer zur Gemeinde Gottes gehört, wird das zu Herzen nehmen, was der Geist den Gemeinden sagt. Die Gemeinde des HErrn ist nicht dort, wo Menschen eigensinnig handeln, sondern da, wo Gott die verschiedenen Dienste einsetzen kann. Es steht geschrieben: „Gott hat gesetzt in die Gemeinde.”, und nur da, wo das geschieht, ist wirklicher Gottesdienst und Aufbau der Gemeinde des HErrn. Wir wollen die göttliche Ordnung respektieren und in allen Stücken zum Worte zurückkehren. Möge der HErr allen klarmachen, daß die göttliche Heiligung in denen geschieht, die sich von der Wahrheit Seines Wortes durchdringen lassen.
An alle, die geredet haben, ergeht der Aufruf: „Versammelt euch am Offenbarungszelt!” Gott gibt heute jedem die gleiche Antwort. Erst danach hilft die Fürbitte. Die Reinigung und Buße, die manche lautstark von anderen gefordert haben, werden sie selber stillschweigend vornehmen müssen. Wer jetzt nicht erkennt, welch eine Feindschaft und Unversöhnlichkeit mit mörderischem Haß verbreitet wurde, wird kaum die Versöhnung und Vergebung erleben. Für viele wird es ein „Zu spät” geben.
Die wichtigsten Predigten sind veröffentlicht worden, die Aussaat ist damit geschehen. In jedem wird der Same aufgehen und wachsen. Wir sind in großer Erwartung des Spätregens, der ganz gewiß vor der Ernte fallen wird. Wenn das Reden des HErrn auch manchmal ernst ist, so doch stets liebevoll. Alle, die der HErr liebt, mahnt und züchtigt Er. In Seiner großen Liebe sorgt Er sich um alle, die Er herausgeliebt hat. So wollen wir alles annehmen und dafür dankbar sein.
Im Auftrage Gottes wirkend
Br. Frank
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