Circular Letter

RUNDBRIEF April 1996

Ewald Frank

library_books Chapters: 4 calendar_month 12. 4. 1996

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Es ist einfach wunderbar, wie Gott der Herr im Alten Testament durch Prophetenmund alles vorausgesagt und dann im Neuen Testament durch Seine Apostel die Erfüllung des Angekündigten bestätigt hat. Insgesamt finden wir im Neuen Testament 845 Zitate aus dem Alten, von denen sich 333 auf Christus beziehen. 109 fanden ihre Erfüllung bei Seinem ersten Kommen, 25 davon in den letzten 24 Stunden bei Seinem Leiden und Sterben. Weil Gott wahrhaftig ist, hält Er jedes Seiner Worte, auch diejenigen, welche jetzt in Verbindung mit Seiner Wiederkunft, mit Israel und all den endzeitlichen Ereignissen stehen.

„Darauf, weil Jesus wußte, daß nunmehr alles vollbracht war, sagte Er, damit die Schrift ganz erfüllt würde: ,Mich dürstet4Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sagte Er: ,Es ist vollbracht!', neigte dann das Haupt und gab den Geist auf“ (Joh. 19:28-30). Nicht ein einziger prophetischer Ausspruch brauchte gedeutet oder erklärt zu werden, alles erfüllte sich buchstäblich genau so, wie es vorausgesagt worden war. Das gleiche trifft auf die Wiederkunft Jesu Christi und die verschiedenen Kommen danach zu. Die Worte: damit die Schrift ganz erfüllt werde …“ gelten für immer. Das prophetische Wort gestattet keine eigenmächtige Deutung (2. Petr. 1:20). Alles geschieht, wie es geschrieben steht. Amen. Wer deutet, verpaßt die Erfüllung; wer nicht deutet, sondern einfach glaubt und abwarten kann, erlebt die Erfüllung.

Mit Verwirklichung der in der Heiligen Schrift vorausgesägten Ereignisse öffnet der Auferstandene den Seinen auch das Verständnis für die Schrift. „Dann sagte Er zu ihnen: ,Dies besagen Meine Worte, die Ich zu euch gesprochen habe, als Ich noch bei euch war: es müsse alles in Erfüllung gehen, was im mosaischen Gesetz, beiden Propheten und in den Psalmen über Mich geschrieben steht/ Hierauf erschloß Er ihnen den Sinn für das Verständnis der Schriften.“ (Luk. 24:44-45).

Jedesmal, wenn sich die Heilige Schrift vor unseren Augen erfüllt, können wir es schwarz auf weiß nachlesen und, wie unser Herr in Luk. 4:21, ausrufen: „Heute ist dieses Schriftwort, das ihr soeben vernommen habt, zur Erfüllung gekommen!“

Die Heilige Schrift muß immer in Verbindung mit der Erfüllung gesehen und verkündigt werden. Ganz gleich, um welch eine Frage, um welch ein Thema, um welch eine Lehre oder Heilserfahrung es geht: immer stimmen Altes und Neues Testament, Propheten und Apostel, das Vorhergesagte und seine Erfüllung überein. Alle von Gott berufenen und gesandten Knechte lehren im völligen Einklang mit dem Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift. Sie sind im gleichen Geiste, haben dieselbe Offenbarung, Lehre und Praxis wie die Apostel.

Noch heute können wir bei jedem biblischen Thema mit unseren Vorgängern im Apostelamt ausrufen: „Und damit stimmen die Worte der Propheten überein; denn es steht geschrieben …“ (Apg. 15:15). Paulus legte größten Wert darauf, daß seine Verkündigung, sein Zeugnis, auf dem prophetischen Wort gegründet ist: „Weil ich nun Gottes Beistand bis auf den heutigen Tag gefunden habe, stehe ich da und lege Zeugnis vor hoch und niedrig ab; dabei sage ich nichts anderes als das, wovon schon die Propheten und Mose geweissagt haben, daß es geschehen werde…“ (Apg. 26:22).

Im letzten Kapitel der Apostelgeschichte wird noch einmal der Schwerpunkt auf das Alte Testament gelegt: „So bestimmten sie ihm denn einen Tag und fanden sich bei ihm in seiner Wohnung in noch größerer Anzahl ein. Da legte er ihnen von früh morgens bis spät abends das Reich Gottes dar und bezeugte es ihnen, indem er sie im Anschluß sowohl an das mosaische Gesetz als an die Propheten für Jesus zu gewinnen suchte.“ (Apg. 28:23). So sieht wahre Wortverkündigung im Neuen Testament aus!