Circular Letter
RUNDBRIEF April 1996
Ewald Frank
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Kapitola 4
Dreißig Jahre im Dienst
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Mit tiefer Dankbarkeit kann ich auf dreißig Jahre des vollen Einsatzes im Dienst des Herrn zurückschauen. Seit April 1966 darf ich dem Herrn entsprechend der Berufung vom 2. April 1962 mit ganzer Hingabe dienen. Wie schon oft möchte ich die Treue Gottes, die ich in so mannigfaltiger Weise erlebt habe, besonders hervorheben. Gott ist treu, Er ist wahrhaftig und heilig in all Seinem Tun.
Wie Paulus an die Korinther schreibt, sind wir Mitarbeiter Gottes und dürfen das uns anvertraute Amt aus Gnaden entsprechend Seinem Willen ausüben. Ich bin mir dessen völlig bewußt, daß ich vor Gott stehe wie alle, die der Herr je berufen hat, und daß ich Ihm Rechenschaft ablegen muß für alles, was ich gepredigt und gelehrt habe. Mein Gewissen bezeugt mir im Heiligen Geist, daß ich in all den Jahren nur das verkündigt habe, was im Worte steht, und deshalb mit Euch allen, die ihr glaubt, wie die Schrift sagt, vor Gott bestehen werde.
Über die vielen Erlebnisse, Bewahrungen und Führungen, die ich erfahren durfte, könnten Bücher geschrieben werden. Zum zweiten Mal während der gesamten Zeitspanne mußte ich in diesem Monat wieder gegen meinen Willen Versammlungen, die fest geplant waren, absagen. Abermals war es die Hand des Herrn, die es so gefugt hat. Am Donnerstag, den 11. April 1996 wollte ich um 16.45 Uhr von Düsseldorf nach Berlin, am Freitag, den 12., nach Prag fliegen und von dort am 13. zur Versammlung nach Preßburg-Bratislava Weiterreisen. Aufgrund einer Verletzung am rechten Schienbein war ich jedoch gezwungen, diese Reise abzusagen. Als ich erfuhr, daß im Terminal A des Düsseldorfer Flughafens kurz nach 16.00 Uhr ein Brand ausbrach, der 16 Menschenleben forderte, wurde mir bewußt, daß ich ohne weiteres das 17. Opfer hätte sein können. Unweigerlich fiel mir dabei die Reise nach Indien ein, die ich 1976 absagen mußte. Damals sind auf dem Flug nach Madras, für den ich fest gebucht war, kurz nach dem Start in Bombay 96 Passagiere in der Luft verbrannt. Ganz gewiß wäre ich der 97. Passagier gewesen, wenn der Herr mir nicht geboten hätte, die Reise abzusagen. Voll Dankbarkeit kann ich auf viele Erlebnisse mit Gott und besondere Führungen zurückblicken, in denen der Herr Seine Hand schützend über mir gehalten hat.
Das Größte aber ist für mich die Bewahrung im Wort und die Hineinführung in den ganzen Ratschluß Gottes, wie er noch nie zuvor in dieser vollkommenen und allumfassenden Weise geoffenbart worden ist. Diese Gewißheit stammt nicht von mir, sondern kommt aus dem Absolut des Wortes Gottes. Kein Mann Gottes war als Mensch ein Absolut. Das Absolut war immer das Wort Gottes als göttliche Autorität, das durch Menschenmund weitergegeben wurde. Bis heute, und das sage ich zur Ehre Gottes, habe ich nur dargelegt, was ich aus der Heiligen Schrift lehren konnte.
Gedenkt meiner und des gesamten Missionswerkes sowie aller dienenden Brüder weiterhin in Euren täglichen Gebeten. Der Herr segne Euch alle, die Ihr diese Missionsarbeit unterstützt und Anteil an dem habt, was Gott jetzt tut. ER vergelte es und sei mit Euch allen.
Im Auftrage Gottes wirkend
Br. Frank
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