Circular Letter
RUNDBRIEF Mai 1981
Ewald Frank
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Kapitola 4
Die Decke Christi
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Es ist kein Geheimnis, daß die meisten Gläubigen Christus noch nicht erkannt haben. Die Jünger wandelten mit ihrem HErrn, und dennoch mußte Er sagen: „So lange Zeit schon bin ich mit euch zusammen, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: ,Zeige uns den Vater’?“ (Joh. 14:9). Es gibt noch viele „Philippusse“ und ,,Thomasse“ unter den Nachfolgern unseres Heilands. Im letzten Buch der Bibel beginnt der erste Vers mit den Worten: „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm hat zuteil werden lassen, um seinen Knechten anzuzeigen, was in Kürze geschehen soll.“ Was Johannes empfing, ist für alle Knechte Gottes bestimmt. Viele lesen die Evangelien, sie predigen über Christus und die Gleichnisse, doch liegt über ihren Herzen eine Decke. Christus ist ihnen nicht in Seiner Gottheit enthüllt. Das Wort „Offenbarung“ heißt im Grundtext ,,Enthüllung“. Daraus geht hervor, daß vorher etwas zugedeckt und verhüllt war. Johannes wurde zu einem besonderen Zweck auf die Insel Patmos verbannt. Bevor ihm das Wort und all die Ereignisse, die geschehen würden, anvertraut werden konnten, sah er Christus enthüllt, der sich ihm mit den Worten vorstellte: „Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“ Das ist völlige Enthüllung und Offenbarung Jesu Christi. In der gleichen Weise tut Er sich all Seinen Kindern kund, die das prophetische Wort und die Botschaft glauben.
Die Enthüllung Jesu Christi steht an erster Stelle; danach Folgen all die weiteren Offenbarungen über die zukünftigen Dinge. Wir müssen tatsächlich feststellen, daß die Decke Christi über denen ist, die an jedem Sonntag aus den vier Evangelien lesen, so, wie die Decke Moses über denen ist, die an jedem Sabbat aus den fünf Büchern Mose lesen. Ich bin mir dessen bewußt, daß dies eine kräftige Aussage ist. Es ist an der Zeit, einmal ernsthaft darüber nachzudenken. Die vier Evangelien und die Gleichnisse darin werden doch nach Belieben eigenmächtig gedeutet; denn ohne die Offenbarung des Geistes bleibt der tatsächliche Sinn verborgen. Auch die Apostelgeschichte und die Briefe sind für Christen zum Gegenstand von Deutungen geworden, wie die Juden es mit den Psalmen und den Propheten getan haben. Beides ist wertlos, denn es geht allein um Christus, in dem alle Schätze der göttlichen Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen. Von Ihm sagt Paulus: „Gott ist geoffenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist…“ (1. Tim. 3:16) Weil wir in der Zeit leben, in der die prophetischen Dinge, die im letzten Buch der Bibel beschrieben werden, ihre Erfüllung finden, ist es zunächst erforderlich, Christus als den HErrn der Herren und den König der Könige zu sehen. Niemand meine, daß es ohne Offenbarung geht. Wenn das möglich wäre, dann könnten wir Gott und Gottes Wort mit dem Verstände erfassen. „ … Niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn, und der, welchem der Sohn ihn offenbaren will.“ Wenn jemand sagt: „Nun, das weiß ich doch.“, dann weiß er trotzdem noch nichts, es sei denn, ihm ist durch göttliche Offenbarung das Geheimnis Gottes zuteil geworden, der sich als Vater im Himmel und als Sohn auf Erden geoffenbart hat und durch den Heiligen Geist in uns wohnt. Offenbarung ist immer ein Geschenk Gottes gewesen, das nur den Seinen vorbehalten bleibt.
In unseren Versammlungen während der Ostertage haben wir die Gegenwart Gottes in einer besonderen Lieblichkeit und innigen Gemeinschaft erlebt. Christus hat sich uns als der Auferstandene bezeugt. Das können alle bestätigen, die hier waren. Ich bin erstaunt gewesen, daß so viele kamen. Wir alle hatten das Verlangen, den HErrn neu zu erleben, und keiner von uns wurde enttäuscht. Die Gebetsstunden, an denen sich viele beteiligten, waren ebenfalls reich gesegnet. Laßt uns auch für die vor uns liegenden Versammlungen Ende Mai und zu Pfingsten den Segen Gottes erbitten. Kommt selbst und ladet noch andere dazu ein.
Wiederholt wurden wir gebeten, den Eingang der Spenden nicht extra zu bestätigen, deshalb werden wir es in Zukunft nur noch auf direkten Wunsch tun. Wir bitten diesbezüglich um eine kurze Benachrichtigung. Der treue HErr möge es all denen, die Ihn und Sein Werk an die erste Stelle setzen, reichlich vergelten und Seinen Segen auf ihnen ruhen lassen.
So Gott will und Gnade schenkt, werden wir die beiden Bücher ,,Die Sieben Siegel“ von Br. Branham und ,,Ein Mann von Gott gesandt“, das von Gordon Lindsay in der englischen Sprache herausgegeben und von Pfarrer Rud. Kägi ins Deutsche übersetzt wurde, neu drucken lassen. Sie sind seit längerer Zeit vergriffen, werden aber immer wieder verlangt.
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