Circular Letter

RUNDBRIEF September 1981

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 6 calendar_month 27. 9. 1981

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So spricht der HErr durch den Psalmisten: „ICH will Meinen Mund zur Rede in Gleichnissen auftun, will Rätsel aus der Urzeit her verkündigen.” (Ps. 78:2) In jedem Gleichnis ist der eigentliche Sinn verborgen, wir stehen dabei vor einem Rätsel, es sei denn, Gort offenbart es uns. Die eigene Deutung und Auslegung nützt keinem, im Gegenteil, sie kann nur schaden, weil sie den eigentlichen Sinn verfehlt. Viele haben im Laufe der Kirchengeschichte die Gleichnisse in mancherlei Weise gedeutet. Man hat auch versucht, die prophetische Sprache und die darin verwendeten Bilder zu ergründen, Doch der eigentliche Sinn konnte nur durch direkte Offenbarung kundgetan werden.

In unserer Zeit hat der HErr alles Rätselhafte und Verborgene gemäß Seiner Verheißung geoffenbart, ja, alle Geheimnisse Seines Wortes von Mose bis hin zur Offenbarung wurden enthüllt. Dabei ist zu beachten, was der HErr im letzten Kapitel der Offenbarung sagt. Dort hat Er die Warnung ausgesprochen für diejenigen, die den Worten des Buches der Weissagung etwas hinzufügen oder davon wegnehmen. Erfüllt wird dieses Wort jetzt zur Zeit Seiner Enthüllung bei denjenigen, die die Endzeitbotschaft hören und glauben. Niemand hat das Recht, in dem geoffenbarten prophetischen Wort zu sortieren und nach eigenem Ermessen etwas wegzulassen oder hinzu zufügen. Hier geht es nicht mehr um die Theorie, hier geht es um die Praxis, die sich im Leben derer kundtut, die den Anspruch stellen, das geoffenbarte Wort Gottes zu glauben. Wir können Dinge, die uns im Augenblick nicht zusagen oder unverständlich sind, nicht einfach beiseite legen oder gar verwerfen. Es kommt auf jede Offenbarung des prophetischen Wortes an. Wer auch nur eine davon verwirft, dessen Teil wird vom Baum des Lebens genommen werden. Wer dem, was Gott geredet hat, etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen hinzufügen. So gewiß der HErr durch die Sendung Seines Engels dem Johannes auf der Insel Patmos die abschließenden Dinge kundtat und die ernste Mahnung aussprach, so gewiß trifft sie auf alle diejenigen zu, die das geoffenbarte Wort gehört haben, denn der HErr hat denselben Engel zu Bruder Branham gesandt und grundsätzlich alles geoffenbart, was wir wissen müssen. Gott hat nicht eine Sache vergessen und hat dem, was Er geredet hat, wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

Warum hat Bruder Branham mit Nachdruck betont: „Sagt nur, was ich sage; sagt nur das, was ihr mich auf den Tonbändern sagen hört.” Er hat nicht von sich selbst aus geredet, sondern aufgrund des allumfassenden Auftrages hat er unter der Inspiration des Heiligen Geistes gestanden. Da es eine Wort-Braut sein wird, muß sie naturgemäß sämtliche Deutungen und spätere Zusätze ablehnen. Es gibt Keinen Menschen mehr, der auftreten und den Anspruch stellen könnte, daß Gott ihm dieses oder jenes geoffenbart hätte. Es gibt nur die eine Möglichkeit, daß wir nach und nach das Verständnis für alles bekommen, was der HErr schon geredet und geoffenbart hat. Jede göttliche Offenbarung verbindet, sie ist voller Gnade und Wahrheit. Jede zusätzliche Deutung ist fanatisch, unwahr und zertrennt.

Ich habe, gemäß der mir übertragenen Verantwortung, in den hinter uns liegenden Jahren immer eine klare Stellung beziehen müssen und werde es mit Gottes Hilfe bis ans Ende tun. Alle, die aus der Wahrheit sind, werden von Klarheit zu Klarheit und von Erkenntnis zu Erkenntnis in den Dingen geführt, die Gott geoffenbart hat. Andererseits werden diejenigen, die nach sensationellen Spezialitäten trachten, von einer Deutung in die andere fallen. Dabei braucht man nur an die vielen Auslegungen über die sieben Donner aus Offenbarung 10 zu denken. Ich habe die Sache seit 1967 beobachtet, als jemand etwas sein wollte und die erste eigenmächtige Deutung gab. Nichts ist so geschehen, wie es angekündigt wurde, und auch die jüngste Version ist falsch, worin behauptet wird, daß die sieben Stimmen der sieben Donner sieben gesalbte Männer sein werden. Derjenige, der diese Behauptung aufstellte, hat bis jetzt erst einen gefunden, nämlich sich selbst. Die übrigen sechs fehlen noch. Ich frage mich: Wann werden die Menschen sich dem HErrn und Seinem Worte stellen und das Rätselhafte in den Aussprüchen Bruder Branhams stehen lassen, bis es Gott gefällt, das zu verwirklichen, was Er angekündigt hat? Wir sind doch nicht dazu da, daß der Teufel uns an der Nase herumführt.

Sicher hat Bruder Branham die Entfaltung der sieben Donner gesehen; er hat das, was in Verbindung damit geschehen wird, geschaut, durfte es aber nicht weitersagen. Er selber hat nicht darüber gepredigt und auch keinen anderen darüber predigen gehört. Er sah nur das, was zum Zeitpunkt unmittelbar vor der Entrückung geschehen würde. Die Redewendung, daß die sieben Donner in der Braut offenbar werden, hat überhaupt nichts mit einer Spekulation zu tun, sondern betrifft das Wirken Gottes unter den Seinen. Nach eigenem Ermessen darüber zu sprechen, ist doch nichts als eine Torheit in den Augen Gottes. Genauso wie Bruder Branham sagte, daß die sieben Donner in der Braut offenbar werden, genauso sagt die Heilige Schrift, daß die Söhne Gottes offenbar werden. Ja, die ganze Schöpfung wartet auf das Offenbarwerden der Sohne Gottes. Doch dabei handelt es sich nicht um eine Sache, über die gepredigt wird und die mit Worten erledigt werden könnte, dabei geht es um das Werk Gottes in den Seinen, die zur Vollendung gelangen. So gewiß die Söhne Gottes offenbar werden, so gewiß Wird in ihrer Mitte zu der Zeit das offenbar werden und zur Entfaltung kommen, worauf wir alle warten. Bruder Branham durfte es nicht sagen, sonst hätte der Teufel großen Schaden damit angerichtet. Das abschließende Wirken Gottes wird allein unter der Entrückungs-Gemeinde geschehen und den Entrückungs-Glauben bewirken. Es wird nichts davon hinausgetragen werden. Alles, was jetzt mit großem Wortschwall darüber gesagt wird, ist leeres Geschwätz, das nur den Schein einer besonderen Erkenntnis tragt und eine Begeisterung unter den Menschen hervorrufen soll.

Paulus schreibt durch den Geist geleitet: „ … damit ihr an uns das Wort verstehen lernt: ,Nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht’“ (1. Kor. 4:6). Von Gott gesandte Männer können nicht über das hinausgehen, was geschrieben steht. Das müssen wir ein für alle mal begreifen. Aaron konnte nur sagen, was Gott zu Mose geredet hatte und ihm mitgeteilt wurde. Timotheus sollte nur das weiter geben, was er von Paulus gehört hatte. Ich bin nur für das verantwortlich, was Gott durch Bruder Branham in Obereinstimmung des Alten und Neuen Testaments geredet hat. Ich selbst habe dem nicht einen Satz und nicht eine Offenbarung hinzuzufügen, werde mich aber hüten, auch nur das Geringste davon wegzunehmen. Wie dank bar können wir sein, daß Bruder Branham ein Wort-Prophet war, nicht ein Fantast oder Grübler, sondern ein Mann von Gott gesandt mit der Botschaft Gottes an das Volk des HErrn. Durch die Endzeitbotschaft wird die Braut herausgerufen, um dann bei der Hinweg nähme dem Wort-Bräutigam zugeführt zu werden. Vor der Entrückung wird das kurze und gewaltige Werk Gottes in der Brautgemeinde geschehen, von dem Bruder Branham sprach und dessen Entfaltung er sah.

Nach allem, was zu vernehmen ist, hat sich in der ganzen Welt soweit alles gelegt, was die Sonderlehren betrifft. Die Begeisterung ist verblaßt, und bei den meisten ist eine Besinnung und Umorientierung zu bemerken. In Kürze wird sich auch hier alles legen, und die von Gott Herausgerufenen werden zu einer nüchternen Beurteilung der göttlichen Botschaft gelangen. Die übersetzten Predigten Bruder Branhams bilden dazu die gemeinsame Grundlage, und sie verbinden untereinander. Es ist nicht ein Menschenwerk, sondern das Werk Gottes, das wir in dieser Zeit sehen. Der HErr wird die Seinen führen, bis sie vom Glauben zum Schauen kommen. Das Größte, Gewaltigste und Herrlichste kommt noch, und dafür wollen wir unserem Gott schon jetzt danken. Die Zwischenzeit dient als Prüfung und Läuterung. Jeder wird den Platz einnehmen, der ihm von Gott bestimmt ist. Alle, die zur Wort-Braut gehören, werden zu der absoluten Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes und des Wortes Gottes gelangen. Aller Streit, alle Rechthaberei werden ihr Ende gefunden haben, und wir werden uns gemeinsam an dem übernatürlichen Wirken des Heiligen Geistes erfreuen.

Wer selbst zur Gemeinde des HErrn gehört, wird den Leib des HErrn unterscheiden. Als einzelne Glieder werden wir in den lebendigen Organismus des Leibes Jesu Christi hineingetauft. Die Dienste und Gaben, die durch die Ausgießung des Heiligen Geistes in die Gemeinde hineingelegt wurden, dienen zur Auferbauung. Es ist notwendig, daß wir den Leib des HErrn, die Gemeinde des Lebendigen Gottes, von allen Gruppierungen und Strömungen unterscheiden. Der Maßstab ist Gottes Wort, doch darauf berufen sich alle, auch wenn sie noch so verdreht sind. Offensichtlich sind viel mehr verkehrt als bekehrt, ohne es zu wissen oder es sich selber einzugestehen. Möge Gott uns in einer ganz besonderen Weise gnädig sein und uns Sein Angesicht zum Heil zuwenden. Überall da, wo eine göttliche Berufung vorliegt, wird durch den gegebenen Dienst die Gemeinde auferbaut. Da geht es um die Sache Gottes. Dort, wo kein göttlicher Auftrag vorliegt, handelt es sich um einen oder mehrere kluge Köpfe, die einen Scharfsinn haben und gut überlegen, was sie aus dem Schaf sinn der Gläubigen tun können. Nichts ist notwendiger als die klare Unterscheidung des Leibes Jesu Christi.

Bruder Branham hat keine eigenen Gemeinden oder Gruppen gegründet, er hatte nur eine Lokalgemeinde, von der die Botschaft ausgegangen ist. Wohl haben sich Gemeinden und einzelne in jeder Weise voll hinter seinen Dienst gestellt und ihn unterstützt. Gott hat aus Gnaden auch dafür gesorgt, daß diese Botschaft in alle Welt hinausgetragen wurde. Kein Mensch kann etwas dafür, wenn Gott ihn zu einem Dienst berufen hat. Soweit es nur möglich ist, muß dieser Auftrag mit Gottes Hilfe bis ans Ende ausgeführt werden.