Circular Letter

RUNDBRIEF September 1981

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 6 calendar_month 27. 9. 1981

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Die Predigt von Bruder Branham über die Gemeinde-Ordnung hat allgemeine Zustimmung gefunden. Wiederum kann gesagt werden: Wer zur Gemeinde gehört, wird die ihr auferlegten Rechte und Pflichten willig tragen. Jeder menschliche Bereich hat eine gewisse Ordnung, in die wir uns fügen müssen, wieviel mehr trifft das auf die Gemeinde zu. Die Gemeinde ist zwar in dieser Welt, hat aber einen göttlichen Auftrag zu erfüllen.

Paulus und auch Bruder Branham gehen davon aus, daß die Glieder des Leibes Jesu Christi mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und demzufolge die Möglichkeit haben, sich der Leitung des Geistes zu unterstellen. Leider haben wir es heute in erschreckender Weise noch mit so vielen Brüdern und Schwestern zu tun, denen die erste Voraussetzung, in dem Leibe Christi gebraucht zu werden, fehlt. Der HErr Jesus gab ja die Anweisung, in Jerusalem zu bleiben, bis sie mit der Kraft aus der Höhe ausgerüstet worden sind. Der Missionsbefehl kann nur da dem Willen Gottes entsprechend ausgeführt werden, wo diese Voraussetzung erfüllt wurde. Geistesgaben und Geistesfrüchte werden nur dort zum Vorschein kommen, wo der Heilige Geist so gefallen ist, wie Petrus sagte: „Während ich dann zu reden begann, fiel der Heilige Geist auf sie ebenso wie auch auf uns im Anfang.” (Apg. 11:15). Es gibt nur diesen einen Maßstab, der uns im Urchristentum gezeigt und in der Apostelgeschichte sowie auch in den Briefen beschrieben wird.

Petrus legte den größten Wert darauf, bei seiner Verteidigung zu erwähnen, daß der Heilige Geist im Hause des Kornelius in gleicher Weise wie zu Pfingsten gefallen ist. Die gleichen Merkmale und Auswirkungen waren da. Heute hat jeder seine eigene Meinung und daher die vielen Schwierigkeiten. Wir können Tag und Nacht über die Gemeinde-Ordnung und den Gebrauch der Geistesgaben diskutieren, es wird uns aber nichts nützen, wenn wir uns nicht selber von Gott als Glieder zu Seinem Leibe zusammenfügen lassen, damit Er dann wirksam sein kann. Einige berufen sich auf das Wort in 1. Könige 19, wo uns von dem Erlebnis des Propheten Elia berichtet wird. Sie sagen: „Gott ist nicht in dem mächtigen Sturm, Gott ist auch nicht in dem Feuer, sondern in dem leisen und sanften Säuseln.“ Wenn wir dazu Apostelgeschichte 2 lesen, dann kam die Herrlichkeit Gottes und das Feuer Gottes mit einem mächtigen Brausen herab und erfüllte das ganze Haus, in dem die 120 versammelt waren. Es gibt keine Möglichkeit, Gott in Seinem Wirken zu begrenzen oder in eine Schablone zu legen. Wenn wir über die biblische Geistestaufe sprechen, müssen wir die Bibelstellen, die gerade von diesem Erlebnis berichten, zu Herzen nehmen und nicht andere Bibelstellen suchen, die mit dem Erlebnis nichts zu tun haben, sonst führt uns der Feind in die falsche Richtung, und wir gehen am Ziel vorbei. Wer sich über Krankenheilung informieren will, muß die Berichte und Bibelstellen über Krankenheilungen lesen. Wer sich über den Gebrauch der Geistesgaben informieren will, muß die entsprechenden Stellen lesen, sonst denken und reden wir an Gott vorbei. Wir müssen zu jedem Thema die dazu gehörenden Bibelstellen lesen.

Leider ist es geschehen, daß Geistesgaben in Mißkredit gebracht wurden, nur weil Menschen meinten, selber damit umgehen zu können. Das aber hebt die Bedeutung und den Segen, der durch echte Geistesgaben von Gott der Gemeinde zugedacht wurde, nicht auf. Es muß beachtet werden, daß geschrieben steht: „Denn noch niemals ist eine Weissagung durch menschlichen Willen ergangen, sondern vom Heiligen Geist getrieben, haben Menschen von Gott aus geredet.” (2. Petr. 1:21). Eine biblische Weissagung kommt für den, der sie bringt, genauso unverhofft wie für alle Zuhörer und hat nichts mit menschlichem Willen oder eigener Überlegung zu tun. Jeder Mensch, der bei einer Weissagung selber überlegt, was gesagt werden kann, sollte sich heute sagen lassen, daß es sich dann um eine Weismachung handelt. In dem Fall hat der Betreffende überhaupt noch nicht begriffen, was mit dieser Gabe tatsächlich gemeint ist. Es gibt drei Inspirationsgaben, die außerhalb des menschlichen Willens und der verstandesmäßigen Überlegung liegen. Das sind: Zungenrede, Auslegung der Zungenrede und Weissagung. Da es sich dabei um Inspiration handelt, die außerhalb des menschlichen Bereichs liegt, sind gerade diese drei Gaben der Prüfung insbesondere unterworfen. Der Mensch, der redet, braucht selber noch nicht einmal festzustellen oder zu wissen, aus welch einer Quelle die Inspiration kommt. Beides liegt sehr eng beieinander. Deshalb bestand Bruder Branham darauf, daß mindestens zwei oder drei, denen die Gabe der Unterscheidung der Geister gegeben ist, die Beurteilung darüber aussprechen.

Weil er selber direkt am Anfang seines Dienstes mit dem großen Problem des Mißbrauchs der Geistesgaben konfrontiert wurde, hat er dieser Sache besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Man weissagte nämlich, daß die neu errichtete Kapelle in weniger als sechs Monaten zu einer Werkstatt umgebaut sein wird und manches andere mehr. Als Prophet konnte er die Sache durchschauen, denn von den unzähligen Fällen, in denen Gott ihm etwas geoffenbart hatte, war nicht ein Fehler. Er hat eben nur geredet, nachdem Gott ihm etwas gezeigt und geoffenbart hatte. Es ist ein Unterschied zwischen dem Amt eines Propheten und der Gabe der Weissagung. In keinem Fall sollen wir eine ablehnende Haltung dem gegenüber einnehmen, was Gott zur Auferbauung gegeben hat, wohl aber werden wir dazu aufgefordert, alles zu prüfen und das Gute zu behalten. In dem Moment, wo Zerstörung die Folge ist, können wir gewiß sein, daß es sich nicht mehr um den Geist Gottes und den Gebrauch der Geistesgaben handelt, die ausdrücklich zur Auferbauung gegeben wurden. In 1. Kor. 14:2 wird uns berichtet, daß derjenige, der in Zungen redet, im Geist Geheimnisse ausspricht. Er redet zu Gott, und niemand versteht ihn. In Vers 27 wird uns gesagt: Will man in Zungen reden, so sollen es jedesmal nur zwei oder höchstens drei sein, und zwar der Reihe nach, und einer soll die Auslegung geben. Es war nicht üblich im Urchristentum, das die gleiche Person in Zungen sprach und selber auslegte, obwohl die Betreffenden um die Gabe der Auslegung bitten sollten, aber nicht unbedingt, daß diese Gabe von der gleichen Person betätigt werde. Damit sollte sichergestellt werden, daß sich keine eigenen Gedanken einschleichen können. Paulus sagt weiter in Vers 28: „Ist jedoch kein Ausleger da, so soll er in der Versammlung schweigen, er mag dann für sich allein zu Gott reden.” Das ist ein sehr deutlicher Ausspruch. Eine Ausnahme bildet das Singen in Zungen, das als Psalmen und als geistliche Lieder bezeichnet wird. Viele von uns haben miterlebt, zu welch einem großen Segen die Geistesgaben für die Gemeinde sein können, wenn sie biblisch gebraucht werden. Einige haben aber auch das schreckliche Gegenteil zu spüren bekommen.

Bruder Branham hat als reine Vorsichtmaßnahme angeordnet, daß diejenigen, die sich dem HErrn zum Gebrauch der Geistesgaben zur Verfügung stellen wollten, schon vor dem Gottesdienst zusammenkamen. Wird etwas öffentlich gebracht, das später nicht eintrifft, so entsteht dadurch ein nie gutzumachender Schaden. Auch das wird jeder, der einige Jahre gläubig ist, in kleinerem oder größerem Maße miterlebt haben. So wurde ich zum Beispiel bei einer offenen Diskussion von Menschen, die den christlichen Geschäftsleuten nahestehen, über die Vision gefragt, daß das Olympiastadion in Berlin zu Pfingsten voll werden würde usw. Tatsache ist, daß knapp ein Viertel besetzt war und daß diese betreffenden Menschen in ihrem jungen Glauben an den Gebrauch der Geistesgaben völlig erschüttert wurden. Man bat mich um Rat und Aufklärung über dieses Thema. Gott lügt nicht, er verschätzt und vertut sich nie, wenn Er es gewesen wäre, der das geredet hat, dann hätte Er um Seines heiligen Namens willen, wie seit Anfang der Zeit, dafür gesorgt, daß es erfüllt worden wäre. Das trifft auf mich, auf dich und auf jeden Gläubigen zu. Geht eine Sache schief, dann trägt nicht Gott die Verantwortung, sondern die Menschen, die ihre eigenen Gedanken und Wünsche angekündigt haben.

Dennoch gehört es zur Wiedererstattung, daß alle Dinge, die im Urchristentum am Anfang in der Gemeinde waren, jetzt am Ende in der Gemeinde sind. Wir können nur aus unseren eigenen Fehlern und den Fehlern anderer lernen und Gott darum bitten, uns gnädig zu sein und uns zu helfen. In einer Weissagung, die an die Gemeinde gerichtet ist, müssen immer drei Dinge enthalten sein: Erbauung, Ermahnung und Trost. (1. Kor. 14:3).

Dieses Thema müßte eigentlich ausführlich behandelt werden, dennoch ist zu hoffen, daß diese kurze Darlegung allen geholfen hat.

Mit großer Freude dürfen wir mitteilen, daß wir das Buch: „William Branham – Ein Mann von Gott gesandt” nachgedruckt haben. Es handelt sich dabei um das Buch von Gordon Lindsay, einem engen Mitarbeiter Bruder Branhams in der Anfangszeit, das von Pfarrer Rudolf Kägi, Zürich, übersetzt wurde. Es ist sehr gut dazu geeignet, andere über die Lebensgeschichte und den Dienst Bruder Branhams zu informieren.

Weiter steht das Buch: „Prophet oder Wahrsager” von Pfarrer Otto Witt zur Verfügung. Dieses Buch wurde in Verteidigung des Dienstes Bruder Branhams geschrieben und widerlegt schlagkräftig die Argumente der Kritiker.

Vom gleichen Verfasser wurde ein Buch, ca. 330 Seiten, unter dem Titel: „Krankenheilung” 2. Teil geschrieben. Dieses Buch dürfte für alle Kranken in ihrer besonderen Lage eine treffende Antwort haben.

Eine Broschüre mit dem Titel: „Krankheit und Heilung in biblischer Sicht” von H. Witt, 55 Seiten, kann zum eigenen Gebrauch und Weitergabe empfohlen werden.