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Rundbrief Mai 1984

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 5 calendar_month 28. 5. 1984

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Kapitola 1

Rundbrief Mai 1984

1 / 5

„Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.“(Heb. 13:8)

Rundbrief Mai 1984

Die Gnade und der Friede Gottes sei mit Euch allen. Ganz herzlich grüße ich Euch in dem teuren Namen des HErrn mit dem Bibelwort: „Denn für jede Sache gibt es eine zur bestimmten Zeit eintretende Entscheidung; doch der Übelstand lastet schwer auf dem Menschen, daß er die Zukunft nicht kennt; denn wer könnte ihm sagen, wie es in Zukunft sein wird?“

Gott hat alle Entscheidungen bereits von Ewigkeit her getroffen. Vor Grundlegung der Welt faßte Er Seinen gesamten Heilsratschluß. ER hat ein Konzept, nach dem alles verläuft. Wir kennen die Zukunft nicht – Er kennt sie, denn vor Ihm ist alles gegenwärtig. Uns ist vom HErrn die Verheißung gegeben worden, daß der Geist der Wahrheit uns das Zukünftige verkünden wird (Joh. 16:13). Immer, wenn heilsgeschichtlich wichtige Ereignisse geschehen sollen, tut Er Sein Wort der Prophetie kund, so daß wir eine unfehlbare Orientierung haben. Paulus schreibt: „Diesen Vorsatz, den Er von Ewigkeit her gefaßt hat, bringt Er zur Ausführung durch Jesus Christus, unseren HErrn.“ (Eph. 3:11).

Dennoch offenbart Gott nicht alle Einzelheiten, die mit einem bedeutenden Ereignis verbunden sind. Oft bekümmert es uns, daß wir gewisse Umstände nicht voraussehen konnten, doch das ist gut so. Jedesmal, wenn wir im Reiche Gottes einer neuen Entwicklung begegnen, müssen wir uns entscheiden. Entweder nehmen wir an oder lehnen ab. Um die richtige Entscheidung treffen zu können, ist es notwendig, daß wir uns die Antwort aus der Heiligen Schrift holen.

Wenn Gott zu einer bestimmten Zeit eine Sache offenbarte, mußten die Menschen ihre Wahl treffen. So war es in der Zeit der Propheten, der Apostel und auch in den Tagen unseres HErrn. Obwohl die Menschen sich dessen nicht bewußt waren, trafen sie damit eine Entscheidung für die Ewigkeit. Der Dienst des HErrn verlief von Anfang bis Ende gemäß dem prophetischen Wort. Gleich in Seiner ersten Predigt legte Er dem Volk dar, daß sich die Worte aus dem Propheten Jesaja, Kapitel 61, zu der Zeit erfüllten. Damit bekamen sie die Möglichkeit, anhand der Heiligen Schrift ihre Entscheidung für Ihn zu treffen. Gleichzeitig aber waren sie vor Gott ohne Entschuldigung, wenn sie Ihn ablehnten.

Auch in dieser Zeit erfüllen sich ganz bestimmte Dinge im Reiche Gottes, die im Worte Gottes verheißen sind. Deshalb müssen auch wir unsere Entscheidung vor Gott treffen, um ein Teil Seines Reiches zu werden und an Seinem Wirken Anteil zu bekommen.

Was jedoch die Erfüllung des Wortes Gottes in allen anderen Bereichen betrifft, so müssen wir den gegenwärtigen Zustand hinnehmen, wie er ist. Selbst wenn wir darum beten würden, könnten wir das, was für die Endzeit vorausgesagt worden ist, nicht ändern. Alles verläuft gemäß dem Plan Gottes und wie Er es in Seinem Wort vorausgesagt hat. Nicht einmal das Gebet von Aposteln und Propheten würde Erhörung finden, wenn es nicht in den Schranken des Wortes wäre – im Gegenteil: gerade sie haben ja durch den Geist vorausgesagt, was geschehen soll. Auch wenn der Zustand der Welt heute schlimmer ist als zur Zeit Sodoms und Gomorrhas, erfüllt sich darin nur das Wort Gottes und wird sich erfüllen bis ans Ende. Die wahrhaft Gläubigen aber haben die Möglichkeit, dem Lauf dieser Welt zu entrinnen, indem sie sich in das verheißene Wort für diese Zeit einfügen lassen und damit der Leitung des Heiligen Geistes unterstellen.