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RUNDBRIEF September 1979

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 3 calendar_month 12. 9. 1979

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Gibt es göttliche Träume?

Selbstverständlich gibt es göttliche Träume, durch die der HERR zu den Einzelnen redet. Es gibt aber auch menschlich und vom Feind inspirierte Träume. Wir sehen im Alten Testament, besonders bei Joseph und später bei Daniel, daß der HERR in ganz besonderer Weise sogar heilsgeschichtliche Dinge in Traumgesichten und mit hörbarer Stimme redend kundgetan hat. Göttliche Träume haben ein helfendes, klärendes und richtungweisendes Element in sich.

Nachdem was Salomo sagte, kommen auch Träume zustande, wenn man sich mit bestimmten Dingen befässt. Unser Unterbewußtsein speichert gewisse Wahrnehmungen und Dinge, die wir bewußt oder unbewußt erleben. Diese werden während des Schlafes verarbeitet, und so kommen manche Träume zustande. Diese Art wird dann nach eigenem Ermessen gedeutet und hilft keinem. Träume, die vom Feind eingegeben werden, haben ein zerstörendes und zerreißendes Element in sich. Trotz frömmster Tarnung wird das eigentliche Wesen dessen, der dahinter steckt, zum Vorschein kommen.

Jeder Mensch kann von beiden Seiten angesprochen werden. Wenn Gott etwas sagen oder zeigen möchte, wird Er dafür sorgen, daß es durch Seinen Geist erleuchtet und verstanden wird. Niemand braucht dann noch etwas eigenmächtig zu deuten, sondern man überläßt die Sache dem HERRn. Es gibt natürlich auch direkte Weisungen, die der HERR durch ein Traumgesicht zuteil werden läßt. In Matth. 1, Vers 20 lesen wir: „Doch als er sich mit solchen Gedanken trug, siehe, da erschien ihm ein Engel des HERRn im Traum und sagte zu ihm: ,Joseph, Sohn Davids, trage keinerlei Bedenken, Maria, deine Verlobte, als Ehefrau zu dir zu nehmen! denn das von ihr zu erwartende Kind stammt vom Heiligen Geist’.“

Wir alle kennen diese Geschichte, doch kaum jemand von uns wird sich ganz in die Lage J osephs versetzen können, der plötzlich feststellen mußte, daß Maria guter Hoffnung war. Er trug sich mit dem Gedanken, sich von ihr loszusagen, ohne Aufsehen zu erregen. In dieser entscheidenden Stunde sprach der HERR in einem Traumgesicht zu ihm und beantwortete seine Frage und löste sein Problem. Die Weisen aus dem Morgenland kamen, um das neugeborene Kind, den König aller Könige, anzubeten. In Matth. 2, Vers 12 lesen wir: „Weil sie hierauf im Traume die göttliche Weisung erhielten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Wege in ihr Heimatland zurück.“ Auch das war ein sehr klares Reden des HERRn in einem Traumgesicht. Nichts brauchte gedeutet zu werden, nichts konnte mißverstanden werden.

Gemäß Matth. 2, 13 erschien ein Engel des HERRn dem Joseph im Traum und gebot ihm, das Kindlein und seine Mutter zu nehmen und nach Agypten zu fliehen und abzuwarten, bis der HERR ihm eine neue Weisung gibt. In dem Text von Vers 19 bis 23 wird abermals berichtet, daß der HERR in dieser Weise zu ihm sprach. Und er zog in die Landschaft Galiläa. Es war ein deutliches Reden des HERRn. Nicht in unklaren Bildern, sondern in deutlicher Sprache.

Gemäß Joel 3 und Apostelgesch. 2 sind der neutestamentlichen Gemeinde neben allen Geistesgaben, Diensten und Geistesfrüchten folgende drei Dinge durch die Ausgießung des Heiligen Geistes geschenkt worden:

Erstens: „Eure Söhne und eure Töchter werden weissagen,“

Zweitens: „eure jungen Männer Gesichte schauen“

Drittens: „und eure Alten Traumgesichte sehen.“

Diese drei Kundgebungen werden auch in dreifacher Weise eingestuft. Erstens wird auf Söhne und Töchter Bezug genommen. Sie sollen weissagen; zweitens ist von Jünglingen oder jungen Männern die Rede, daß sie Gesichte sehen werden; und drittens von den Alten, daß sie Offenbarungen in Träumen empfangen werden. Prüfen wir uns anhand des Wortes Gottes, was auf den Einzelnen zutrifft und erkennen wir, auf welch eine Art und Weise Gott den Einzelnen gemäß Seiner Verheißung gebrauchen kann. Wir leben in einer Zeit, in der alles, was als Offenbarung einem Einzelnen oder der Gemeinde gegeben wird, anhand des Wortes Gottes geprüft werden muß.