Circular Letter

Rundbrief Dezember 1976

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 5 calendar_month 14. 12. 1976

Navigate

Kapitoly

expand_more

Navigate

Kapitoly

Jump to any chapter without leaving the reader.

Im Juni 1933 hatte Br. Branham einige ganz besondere Erlebnisse. Unter anderem sah er gewisse Ereignisse in Visionen, die sich vor dem Kommen des HErrn erfüllen würden. In verschiedenen Zusammenhängen sprach er im Laufe der Zeit immer wieder von dem besonderen Jahr 1977. Ich habe mich als Übersetzer seiner Predigten veranlaßt gefühlt, weiter zu geben, was er gesagt hat, ohne etwas zurückzuhalten. Selbst wenn das Jahr 1977 kommt und geht, ohne daß etwas Außergewöhnliches geschieht, so würde das keinen erschüttern, der sein Vertrauen auf den HErrn setzt und im Worte Gottes gegründet ist.

Es würde auch dem bevollmächtigten Dienst Seines Knechtes William Branham keinen Abbruch tun. Schon Paulus und die Apostel haben die Wiederkunft Jesu Christi zu ihrer Zeit erwartet. Sie waren deshalb weder Irrlehrer noch haben sie sich geirrt, obwohl der HErr nicht zu ihrer Zeit gekommen war. In ihnen war die Hoffnung und Erwartung so groß und lebendig, daß Paulus in seinem Brief schreibt, „Seht, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wohl aber werden wir alle verwandelt werden.“ (1. Kor. 15)

Er und die Gläubigen jener Zeit sind entschlafen, ohne daß sich an ihnen erfüllt hat, wovon gesprochen, gepredigt und geschrieben wurde. Wer mit dem Verstände überlegt, kommt bei solchen Aussprüchen, die in der Bibel zu finden sind, in Not. Doch wer geistlich ist, empfängt aus jedem Wort einen reichen Segen. Paulus schreibt dann gleich weiter über den Zusammenhang, in dem das Ereignis stattfinden wird: „ … in einem Augenblick, beim letzten Posaunenstoß; denn die Posaune wird erschallen, und sofort werden die Toten in Unvergänglichkeit auferweckt werden, und wir werden verwandelt werden.“

Er wußte, daß dieses geschehen wird, wenn der siebente Engel posaunt hat. Daß sich Gott vorbehalten hat, alles nach Seinem Heilsratschluß zu tun, wissen wir, doch jeder Gläubige hat zu seiner Zeit diese lebendige Hoffnung und Erwartung in sich getragen und die Wiederkunft Jesu Christi erwartet. Bei wem das nicht so ist, mit dem stimmt etwas nicht.

Für Br. Branham, der so in der Gegenwart Gottes lebte, war die Wiederkunft Jesu Christi eine Realität. Er hat oft genug gesagt: „Dies könnte meine letzte Versammlung sein.“ Das beweist uns nur, daß er direkt in der Gegenwart Gottes gelebt und mit Jesus Christus, seinem HErrn und Erlöser innigst verbunden war. Das Schlimmste, was uns passieren könnte, wäre wohl, daß wir die Einstellung einnehmen und denken: „Mein HErr kommt noch lange nicht.“

Es ist möglich, daß der HErr noch einmal Seinen starken Arm bewegt und Großes tut, daß es aber vorher zu einem direkten Tiefstand kommen muß, ehe wir das abschließende Werk Gottes in großer Kraft und Herrlichkeit erleben. Mehr als je zuvor gilt es jetzt, wachsam zu sein, denn noch steht geschrieben: „Der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meinet.“ Niemand vermag in den geheimen Rat Gottes hineinzuschauen. Die Wiederkunft Jesu Christi wird noch mancherlei Überraschungen bringen. Selbst die Festlegung der Reihenfolge der Ereignisse können wir nur nach bestem Verständnis der Heiligen Schrift annehmen.

Es würde mich gar nicht befremden, wenn das Jahr 1977 kommt und geht, denn dann müßten wir uns in der Prüfung bewähren. Auch muß sich jedes Wort Gottes erfüllen, ob es uns angenehm ist oder nicht. Petrus hat vom Geist Gottes geleitet geschrieben: „Ihr müßt dabei aber zunächst bedenken, daß am Ende der Tage Spötter voll Spottsucht auftreten werden, Menschen, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist denn Seine verheißene Wiederkunft? Seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt ja doch alles so, wie es seit Beginn der Schöpfung gewesen ist…“

Bis heute ist dieses Wort der Schrift noch nicht erfüllt. Die Spötter sind zwar da und treiben ihren Spott, aber noch sind sie nicht an die Gläubigen herangetreten mit der Frage: „Wie steht es nun mit der Wiederkunft eures HErrn? Was ist mit Seiner Verheißung? Bleibt nicht alles beim Alten?“ Das muß noch geschehen. Es wird gesagt, daß die Spötter am Ende der Tage auftreten werden. Wir leben jetzt in der Zeit, von der Petrus geschrieben hat. Die Antwort für die Gläubigen lautet: „Der HErr ist mit der Erfüllung Seiner Verheißungen nicht säumig, wie manche Leute eine Säumigkeit sehen, sondern ER übt Langmut gegen euch, weil ER nicht will, daß einige verloren gehen, sondern daß alle zur Buße gelangen.“

Der HErr wartet, bis der letzte, der zur Seligkeit bestimmt ist, Sein Wort gehört, Seine Gnade erlebt, Buße getan und hinzugekommen ist. Was immer der HErr in Seinem Plan beschlossen hat, kann uns nur recht sein. In der Zeit, in welcher die Spötter auftreten, wird der HErr ohne weiteren Verzug Seine Sache zur Ausführung bringen. Zur Klärung soll noch betont werden: Alles, was Br. Branham in Visionen sah, ist „So spricht der Herr!“, was aber die Zeit der Erfüllung betrifft, so müssen wir abwarten, bis es geschieht. Ich kann nur sagen, daß alle wahren Gotteskinder dem HErrn für alles danken. Wir erwarten die Wiederkunft Jesu Christi jeden Tag und heben unsere Häupter empor, weil wir wissen, daß sich unsere Erlösung naht. Wir erleben die Segnungen Gottes in einer Weise wie nie zuvor. Der HErr steht zu Seinem Wort, ER löst Seine Verheißungen ein, ER ruft die letzten heraus, erfüllt mit dem Heiligen Geist und läßt uns die Apostelgeschichte noch einmal in ihrer ganzen Bedeutung erleben. Wir wollen nicht nur davon gepredigt haben, daß Jesus Christus derselbe ist, wir dürfen Ihn erleben.