Circular Letter
RUNDBRIEF Februar 1976
Ewald Frank
Navigate
Kapitoly
expand_more
Navigate
Kapitoly
Navigate
Kapitoly
Jump to any chapter without leaving the reader.
Kapitola 1
RUNDBRIEF Februar 1976
1 / 3
„Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit“ Heb. 13.8
RUNDBRIEF Februar 1976
Herzlich grüße ich alle Brüder und Schwestern und alle Freunde, die mit uns in der Liebe Gottes verbunden sind, in dem teuren Namen Jesu Christi mit dem Wort aus Ps. 89,8: „Gott ist sehr mächtig in der Versammlung der Heiligen, und wunderbar über alle, die um IHN sind.“
Was dieser Vers ausdrückt, haben wir in den vergangenen Jahren und besonders in den letzten Monaten erlebt. Gott ist sehr mächtig, ja allmächtig. Das wissen wir. Durch Sein Allmachtswort hat ER das Universum ins Dasein gerufen und trägt es auch durch dasselbe. Uns geht es darum, daß Gott sich in der Versammlung, in der Gemeinde der Heiligen, mächtig offenbart. Wir haben die Verheißung, daß ER da gegenwärtig ist, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind.
Nicht nur im Urchristentum, sondern noch heute ist der HERR mit Seiner Auferstehungskraft in der Gemeinde der Heiligen wirksam und erweist sich wunderbar an allen, die um IHN sind. Wer um Jesus Christus ist, sieht das mächtige Wirken Gottes. So war es damals, als ER auf Erden wandelte, und so ist es heute, denn ER wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern, und alle Seine Heiligen sind zu Seinen Füßen versammelt. Gottes Verheißungen bleiben, sie wanken ewig nicht, blutend hat Jesus besiegelt, was ER im Wort verspricht.
Hunderte haben mit uns das mächtige Wirken Gottes erlebt, Tausende haben davon gehört und freuen sich mit uns über die besonderen Segnungen. Die Apostelgeschichte ist ein lebendiges Zeugnis von dem mächtigen Wirken des lebendigen Gottes im Leben und im Dienst der Einzelnen sowie der Gemeinde. Was im Urchristentum geschah, gilt als göttlicher Auftrag und Maßstab für die Gemeinde, bis der HERR wiederkommt. Der Geist Gottes kann allerdings nur da voll wirksam sein, wo Menschen dem Worte Gottes völligen Glauben schenken und sich lehrmäßig danach ausrichten lassen. Dort, wo die Einzelnen und die Gesamtgemeinde mit dem Worte Gottes übereinstimmen, sich dem HERRn gläubig und vertrauensvoll zur Verfügung stellen, wird immer wieder aufs neue das mächtige Wirken des Heiligen Geistes erlebt.
Die urchristliche Gemeinde dient uns als Vorbild unseres Glaubens, der Lehre und des Wirkens des Heiligen Geistes. Zunächst müssen wir uns unter die gewaltige Hand Gottes beugen, von uns selbst befreit und dem HERRn geweiht sein. Im Urchristentum geschahen nicht nur große Wunder und Zeichen als Bestätigung des göttlichen Auftrages und der göttlichen Sendung unter den Seinen, es gehörte auch dazu, daß der HERR zu den Gläubigen durch Gesichte, durch Träume, Weissagung, Zungenrede, durch Auslegung derselben, ja durch die Mannigfaltigkeit der Geistesgaben redete und sich durch sie bezeugte.
Paulus schreibt in 2. Korth. 12,1: „Aber ich will doch auf die Gesichte und Offenbarungen des HERRn zu sprechen kommen.“ Alles, was vom Geiste Gottes gewirkt ist, dient nicht zur Selbstverherrlichung, sondern zur Verherrlichung Gottes und zur Auferbauung der Gemeinde Jesu Christi. Da, wo Menschenwort mit Gottes Wort vermischt wird, herrscht Menschengeist und das eigene Ich, man geht eigene Wege und versucht, sich selbst durch eigene Bestätigungen vor den anderen zu rechtfertigen. Wo aber der Geist Gottes wirksam ist, da betreten wir heiligen Boden. Wir müssen begreifen, daß Gott der HERR Seine Gemeinde gereinigt und geheiligt hat. Sie ist das Heiligtum Gottes hier auf Erden, die Stätte, da ER wohnt und der Ort Seiner göttlichen Offenbarung.
Ehe die Gesamtgemeinde das mächtige Wirken Gottes erleben kann, muß jeder Einzelne mit seinen eigenen Werken aufgehört haben und in Gott zur Ruhe gekommen sein. Da, wo man glaubt, wie die Schrift sagt, fliessen noch heute Ströme lebendigen Wassers. Wo Gottes Wort in aller Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit auf den Leuchter gestellt und von Herzen geglaubt wird, ist der Heilige Geist durch die verschiedenen Glieder des Leibes Jesu Christi wirksam. Der Heilige Geist leitet in alle Wahrheit und bezeugt sich durch die Geistesgaben und Geistesfrüchte als der Gegenwärtige.
Durch die Ausgießung des Heiligen Geistes sind alle Gaben des Geistes der Gemeinde geschenkt und zu ihrer Auferbauung in sie hineingelegt worden. Je nach Notwendigkeit kann der Heilige Geist sich ihrer in der Gemeinde bedienen – Er kann reden und wirken, wie es IHM gefällt. Diese Gaben sind nicht das Eigentum der Gläubigen, sie können nicht darüber verfügen wie sie wollen. Es sind und bleiben die Gaben des Heiligen Geistes, die den Gläubigen geschenkt wurden, damit der Geist selber sich durch sie bezeugen und wirken kann.
Nicht nur Paulus konnte von Gesichten, Offenbarungen und Führungen des HERRn reden, sondern die Bibel berichtet von vielen, die den HERRn in dieser Weise erlebten. Ohne Anmaßung dürfen auch wir in aller Demut bezeugen, daß der HERR von Anfang an in besonderer Weise die Arbeit im Reiche Gottes gesegnet hat. Zum Teil wurde uns in Gesichten schon Jahre im voraus gezeigt, was geschehen wird. Die ganze Gemeinde ist Zeuge der wunderbaren Führungen des HERRn in den vergangenen fünfzehn Jahren.
Als wir den Dienst Br. Branhams miterlebten und sahen, was Gott durch ihn tat, begriffen wir sofort, daß er ein besonders begnadigter und von Gott gesegneter Knecht und Prophet war. Für uns war die bevollmächtigte Verkündigung und die außerordentliche Legitimation ein Ansporn, unser Leben, unseren Glauben und unsere Lehre neu vor dem HERRn zu überprüfen und alles auf Seinen Altar zu legen.
Im Grunde genommen hat Br. Branham nichts Neues verkündigt. Er hat lediglich die alten biblischen Wahrheiten neu ans Licht gebracht. In der Kirchengeschichte können wir feststellen, daß es immer wieder eine neue Belebung durch den Geist Gottes und immer wieder eine neue Verkündigung biblischer Wahrheiten gegeben hat. Den laugewordenen, organisierten und lehrmäßig festgelegten Glaubensgemeinschaften waren die biblischen Wahrheiten, die neu gepredigt wurden, gleichgültig, doch denen, die vom Feuer des Heiligen Geistes erfaßt wurden, waren sie kostbar. Das ist ein geistlicher Prozess, durch den die Gemeinde im Laufe der fast zweitausend Jahre immer wieder neu hindurchging.
In dieser Zeit meinen viele Gläubige, daß es nicht in erster Linie darauf ankommt, daß man biblisch glaubt und lehrt und demzufolge die göttlichen Wahrheiten und Lehren der Heiligen Schrift konsequent verkündigt und verteidigt, sondern es gehe vielmehr darum, die Einheit aller gläubigen zu fördern. Hier muß ganz klar gesagt werden, daß das Wort im Anfang war und am Ende sein muß und daß Gott an Sein Wort gebunden ist und alle Dinge gemäß Seinem Worte ihren Verlauf nehmen.
Die Gemeinde Jesu Christi ist nicht eine Allianz oder gar eine Ökumene, in der man sich in gewisser Weise einigt. Das ist Menschenwerk. Die Gemeinde Jesu Christi besteht in der absoluten und völligen Vereinigung des Bräutigams mit der Braut und kommt durch den Glauben an das volle Evangelium, an alle biblischen Wahrheiten und den gesamten Heilsratschluß Gottes zustande. Die göttliche Einheit wird nie auf Kosten biblischer Wahrheiten erreicht, sondern allein in der Wahrheit, dem heiligen Worte Gottes.
Jesus betete: „ … daß sie alle eins seien; wie Du, Vater, in Mir bist und Ich in Dir bin“. Die Einheit Gottes und Christi bestand darin, daß Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte. Die Einheit der Gemeinde mit Christus besteht darin, daß Christus als die Hoffnung der Herrlichkeit in den Erlösten ist.
Hier zählen keine Ansprüche menschlicher Überlegung, sondern nur göttliche Tatsachen. Alle christlichen Gemeinschaften berufen sich darauf, daß der HERR in ihrer Mitte ist, ohne eine persönliche biblische Verbindung und Beziehung zu Gott zu haben. Wenn jemand das Werk des HERRn erkennen will und daran Anteil haben möchte, der verleugne sich selbst und jede menschliche Schriftdeutung und stelle sich dem HERRn und Seinem geoffenbarten Wort in dieser Zeit.
Wir leben jetzt ganz nahe vor der Wiederkunft Jesu Christi. Die wahrhaft Gläubigen müssen durch den mächtigen Weckruf vom Schlaf aufgerüttelt und zur geistlichen Besinnung und Orientierung gebracht werden. Es steht ein für allemal fest, daß der HERR nie über den Inhalt Seines Wortes hinausgeht, ob es sich dabei um die sieben Siegel, die sieben Donner, die sieben Posaunen, die sieben Zornschalen, oder sonst etwas handelt. Was immer geschehen mag und vom Geiste Gottes ist, wird in den Schranken Seines Wortes sein.
Jede biblische Lehre und göttliche Offenbarung muß mit der Heiligen Schrift übereinstimmen. Neben der Bibel kann kein Buch als gleichrangig für Glaubens- und Lehrfragen angesehen werden. Es gibt Bücher und Predigten, die vielen zum Segen geworden sind, doch unser Absolut, unser Fundament, ist allein die Heilige Schrift, das Wort der Apostel und Propheten, wo Jesus Christus der Eckstein ist. Sinn und Zweck der Endzeit Botschaft ist es, den Menschen dieser Zeit das wahre Wort Gottes nahezubringen und alle biblischen Lehren, wie sie im Urchristentum gepredigt wurden, neu auf den Leuchter zu stellen. Nur so können die Gläubigen den menschlichen Meinungen und religiösen Deutungen entrissen und auf den Boden der göttlichen Offenbarung zurückgebracht werden.
In aller Dankbarkeit Gott gegenüber darf ich sagen, daß wir im Glauben und in der Lehre völlig mit der Schrift übereinstimmen. Wer etwas anderes behauptet, den fordere ich hiermit auf, das biblisch nachzuweisen. Wenn uns nachgesagt wird, daß wir nicht an die Dreieinigkeit glauben, so ist das ein dehnbarer Begriff und trifft nur bedingt zu. Wenn jemand damit die römische Konzeption meint, daß Gott von Ewigkeit her in drei für sich selbstständigen Personen besteht, so stimmen wir dem nicht zu, weil es keine einzige Bibelstelle gibt, die dies lehrt. Geht es aber um die Offenbarung Gottes als „Vater, Sohn und Heiliger Geist“, so entspricht das dem Zeugnis der Heiligen Schrift. Wir glauben von ganzem Herzen, daß Gott unser himmlischer Vater und Jesus Christus der eingeborene Sohn Gottes ist, der für uns am Kreuz auf Golgatha starb, und daß wir durch IHN mit Gott versöhnt und zu Söhnen und Töchtern Gottes geworden sind. Wir glauben, daß der Heilige Geist in der Gemeinde wirksam ist und in den Gläubigen Wohnung nimmt, wie es die Heilige Schrift lehrt. Wer uns nachsagt, daß wir die „Jesus Only“ – Lehre vertreten, ist im Unrecht. Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat sich weder selbst gezeugt, noch hat ER zu sich selbst gebetet. Vielmehr steht schon im Ps. 2,7 geschrieben: „Du bist Mein Sohn, Ich habe Dich heute gezeugt.“ Wir haben über diese Themen bereits gesprochen und geschrieben. Wer sich darüber informieren möchte, kann es tun. Von Herzen glauben wir, daß Gott sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist geoffenbart hat, daß es sich dabei aber nicht um verschiedene Götter, sondern um den Einen wahren Gott handelt.
Wir können uns allein an die in der Bibel gegebenen Ausführungen über die Gottheit halten und keine theologischen Begriffe prägen, die der Bibel fremd sind. Wenn uns jemand nachsagt, daß wir nicht biblisch taufen, wenn wir die Taufhandlung so vollziehen wie die Apostel es taten, nämlich auf den Namen des ,HERRn Jesus Christus', so muß dazu gesagt werden, daß entweder die Apostel falsch waren, weil sie so tauften, oder es handelt sich bei denjenigen um falsche Apostel, die nicht in dieser Weise taufen. Wer Petrus und Paulus eine falsche Lehre und eine falsche Taufpraxis unterstellt, der muß sich die Frage gefallen lassen, ob er nicht nur die Maske eines Dieners Christi trägt, in Wahrheit aber keine göttliche Berufung zur Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi hat. (Gal. 1,8)
Die Apostel verstanden den Missionsbefehl aus Matth. 28 sehr deutlich und handelten demgemäß. Sie begriffen, daß Gott sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist im Neuen Testament in dem Namen des HERRn Jesus Christus offenbart. Wer immer den eigenen Widerstand aufgibt und mit demütigem Herzen vor Gott tritt, wird es sofort sehen können. Der Befehl lautet: Auf den Namen „des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“, deshalb geschieht die Ausführung auf den Namen „des HERRn Jesus Christus“. Die gesamte Kraft Gottes steht uns zur Verfügung in dem Namen „JESUS“, der über alle Namen ist.
Auch heute rufe ich es allen zu: Es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir selig werden, in den wir hineingetauft werden, in dem wir für die Kranken beten, in dem Teufel ausgetrieben werden, in dem uns alles von Gott geschenkt ist, als nur der Name des „HERRN JESUS CHRISTUS“. (Kol. 3,17)
So nahe vor Seiner Wiederkunft sollten die Gläubigen ein jeder für sich selbst forschen, ob sie einer römischen Tradition folgen oder der biblischen Lehre der Apostel, damit sie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Die Treue eines wahrhaft Gläubigen ist nicht an der Bindung an eine Gemeinde zu messen, sondern an der Verbindung zu Jesus Christus und Seinem Wort. Es geht um den Einzelnen, der die Gewißheit haben muß, daß sein Glaube und seine Lehre mit Gott und Gottes Wort übereinstimmt. Noch nie hat sich eine bestehende Gemeinde, die sich in ihren Glaubenssatzungen und Lehren festgelegt hat, vom Geiste und vom Worte Gottes korrigieren lassen. Es waren nur die Einzelnen in den bestehenden Gemeinden, mit denen Gott weitergehen konnte.
Natürlich behauptet jede Gemeinde von sich, richtig zu sein, und hält es deshalb nicht für nötig, sich einer gründlichen Selbstprüfung zu unterziehen. Uns geht es nicht um die Verteidigung einer Glaubensgemeinschaft, sondern um die Verteidigung des Wortes Gottes und der Lehre der Apostel und Propheten. Es ist im Willen Gottes, daß in dieser letzten Zeit alle Dinge biblisch geordnet und in den ursprünglichen Stand zurückversetzt werden. Es geht jetzt um die völlige Wiedererstattung und die Vollendung der Brautgemeinde Jesu Christi.
PDF
EPUB