Circular Letter

RUNDBRIEF Februar 1976

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 3 calendar_month 16. 2. 1976

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Neben dem lehrmäßigen und evangelistischen Aspekt gibt es den prophetischen Teil der Heilsgeschichte. Das letzte Buch der Bibel, „Die Offenbarung Jesu Christi“, vermittelt uns Begriffe, die nicht alltäglich sind und von vielen Gläubigen gar nicht berührt werden, weil sie nichts damit anfangen können. Doch seit Öffnung der Siegel ist die Zeit angebrochen, in der dem Volke Gottes das Verständnis für die prophetischen Dinge geschenkt wird.

Gleich in Kap. 1,1 bezeugt der HERR, daß ER Seinen Engel gesandt hat, um Seinem Knecht Johannes das alles zu zeigen. In Kap. 22,16 bestätigt der HERR abschließend: „Ich, Jesus, habe Meinen Engel gesandt, um euch dieses vor den Gemeinden zu bezeugen…“  Wenn Br. Branham in dieser Zeit bezeugt, daß ein Engel des HERRn zu ihm kam, dann treiben die Schriftgelehrten und die leichtfertigen Gotteskinder ihren Spott damit. Daß wir jetzt aber in den abschließenden prophetischen Teil der Heilsgeschichte hineingegangen sind und daß der HERR sich deshalb in der gleichen Weise offenbart, bedenken sie nicht.

Die Frage entsteht: Wo wird in dieser Zeit der Inhalt der gesamten Offenbarung Jesu Christi den Gemeinden so bezeugt, wie der HERR Jesus es selbst gesagt hat? Jedes Wort hat seinen Platz, und jede Offenbarung muß der Gemeinde zur rechten Zeit gegeben werden. In Kap. 1 wird der HERR Jesus mitten unter den sieben goldenen Leuchtern gezeigt. ER hat sieben Sterne in Seiner rechten Hand. Die sieben goldenen Leuchter repräsentieren die neutestamentliche Gemeinde in den sieben Epochen, die sieben Sterne die sieben Botschafter, die als Engel der Gemeinde bezeichnet werden. (Kap. 2 und 3)

Wir leben jetzt ohne jeglichen Zweifel am Ende der Gnadenzeit und somit am Ende des Gemeindezeitalters zu Laodicea. Es gibt noch einige, die geistlich stehengeblieben sind und meinen, daß wir jetzt im Gemeindezeitalter zu Philadelphia sind, nur weil sie von Bruderliebe sprechen, ohne dieselbe in die Tat umzusetzen.

Weil wir jetzt am Ende der Gnadenzeit angekommen sind, hat der HERR durch den Dienst Br. Branhams, ähnlich wie durch den Dienst des Johannes, die göttlichen Geheimnisse des Wortes und Seines Ratschlußes auf übernatürliche Weise kundgetan. Johannes hatte eine besondere Führung von Gott und war zu einem speziellen Zweck bestimmt, nämlich die prophetischen Dinge zu sehen, zu hören und niederzuschreiben. Br. Branham als ein auserwähltes Rüstzeug Gottes in dieser Zeit hatte die Gnade und den Auftrag von Gott, in diese Dinge hineinzusehen und das zu hören und weiterzugeben, was der Geist den Gemeinden zu sagen hat.

Das letzte Buch der Bibel ist nicht jedermanns Sache. Es unterwinde sich auch nicht ein jeder, nach eigenem Ermessen zu deuten. Wir betreten heiligen Boden und müssen unsere Schuhe ausziehen und die Art und Weise respektieren, in der es dem HERRn gefallen hat, zu uns zu reden. Daß der prophetische Dienst in das Amt eines Propheten fällt, müssen wir alle zugeben. Jetzt bleibt nur noch die Frage, wer in dieser letzten Generation von Gott für die Gesamtgemeinde als Prophet bestätigt worden ist. Wenn es jemand weiß, der schreibe es mir.

Tausende haben in dieser Generation mit eigenen Augen gesehen und mit ihren Ohren gehört, in welch einer Weise Br. Branham in seinem Prophetenamt und seinem göttlichen Auftrag bestätigt wurde. Wir begegnen in dem letzten Buch der Bibel oft dem Begriff „Engel“. Erstens hat der HERR Seinen Engel gesandt, das alles den Gemeinden zu bezeugen. Zweitens hat der HERR selbst sieben Sterne in Seiner rechten Hand, nämlich die sieben Engel der sieben Gemeinden. Drittens kündigt ein starker Engel die Öffnung der sieben Siegel an und ruft mit lauter Stimme: „Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu lösen?“ Viertens singen alle Engel im Himmel und sind rings um den Thron versammelt. Fünftens werden vier Engel gezeigt, die die vier Winde der Erde festhalten. Sechstens machen sich sieben Engel, die vor Gott stehen, bereit, die sieben Posaunen zu blasen. Dann wird ein weiterer Engel am goldenen Raucheraltar gezeigt.

In Offenbarung 14 ist zunächst von drei Engeln die Rede. Von dem ersten heißt es: „Dann sah ich einen anderen Engel hoch oben mitten am Himmel fliegen, der den Bewohnern der Erde und allen Völkerschaften und Stämmen, Sprachen und Völkern ein ewig-gültiges Evangelium zuverlässig zu verkündigen hatte.“ Hierbei könnten wir uns lange aufhalten. Eins ist uns klar: hier wurde im Himmel angezeigt, was Gott auf Erden durch Sein ewig-gültiges Evangelium unter den Völkern in der Endzeit tut, denn bisher verkündigte uns noch kein Engel vom Himmel her das Wort des HERRn, sondern Gott sandte immer einen Menschen als Seinen Boten zu uns.

Weiter lesen wir: „Hinter ihm kam ein anderer zweiter Engel, der rief: ,Gefallen, gefallen ist das große Babylon, das alle Völker vom Glutwein seiner Unzucht hat trinken lassen.'“ Auch eine solche Ankündigung hat bis jetzt niemand aus dem Munde eines Engels gehört, doch steht fest, daß sie in die Verkündigung der Endzeit-Botschaft hineingehört. Dann heißt es: „Noch ein anderer dritter Engel folgte ihnen nach, der rief mit lauter Stimme: ,Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet, und das Malzeichen an seiner Stirn oder seiner Hand annimmt…“ Hier haben wir drei Engelbotschaften gehört, die in dieser Zeit verkündigt werden müssen. Es geht um das ewig-gültige Evangelium Jesu Christi, nicht um das, was Menschen im Laufe der Jahrhunderte daraus gemacht haben, sondern um das Evangelium, das eine Gotteskraft ist.

Die Gemeinde braucht geöffnete Augen, um zu wissen, was mit dem großen Babyion gemeint ist, das alle Völker mit seiner Unzucht betört hat. Ferner geht es darum, zu erkennen, wer das Tier, das Bild des Tieres und sein Malzeichen sind. Menschen haben darüber ihre Meinungen geäußert, doch darum geht es nicht. Wir brauchen darüber die klare Antwort Gottes, und diese hat ER uns in der Endzeit aus Gnaden geschenkt. Wir können über all diese Dinge in den verschiedensten Predigten Br. Branhams nachlesen. Gott hat Seine Engel und Boten im Himmel, ER hat Seine Engel und Boten auf Erden.

Im Juli 1975 suchte uns der HERR während einem Gottesdienst in besonders gnädiger Weise heim. In einem Gesicht wurden prophetische Vorgänge gezeigt. In der Weissagung, die darauf folgte, sprach der HERR zu uns:

„Siehe, so spricht der HERR! Mein Volk, wahrlich, ihr seid es, … die Engelwort gehört haben, Mein ewiges gültiges Evangelium, das da war vor Grundlegung der Welt. Und siehe, ihr seid das Volk, ihr seid die Herde, die sehen werdet, wenn der Schlußstein angebracht wird; ihr werdet zur Vollendung kommen, und ihr werdet sehen Mein vollbrachtes Werk. Ihr werdet das Ende von allem sehen, denn ihr seid Meine auserwählte Braut …“

Alle, die vor Grundlegung der Welt von Gott ersehen und zur Seligkeit bestimmt sind, werden auf das ewig-gültige Evangelium hören. Sie sind das Volk Gottes, die Herde Seiner Weide, denn sie vernehmen die Stimme Seines Wortes und folgen ihr.

Am Anfang der Gnadenzeit wurde der Eckstein gelegt – Jesus Christus. (Jes. 28,16) Jetzt am Ende der Gnadenzeit wird Jesus Christus als der Schlußstein (Sach. 4,7) in den göttlichen Bau hineingefügt. Nur der Geist Gottes kann uns den prophetischen Teil des göttlichen Heilsratschlußes und die gesamten Zusammenhänge des Wortes offenbaren. Ohne uns zeitlich festzulegen, kann gesagt werden, daß wir in dieser Generation die Vollendung des Werkes Gottes sehen werden. Was Paulus, der große Apostel, von der Verwandlung und Entrückung vorausgesagt hat, wird geschehen.

Aus allen Völkern, Sprachen und Nationen ruft der HERR die Seinen heraus. Allen, die zerstreut wohnen und oft den Wunsch in ihrem Herzen tragen, hier in Krefeld anwesend zu sein, um die Segnungen Gottes in den Versammlungen mitzuerleben, dürfen wir zurufen: Der Herr kennt die Seinen und führt Seine Heiligen wunderbar, wo immer sie sein mögen. Er richtet Sein Heiligtum unter ihnen und Seinen Thron in ihren Herzen auf, denn ER hat einen ewigen Bund mit uns geschlossen. Wiederholt zeigte der HERR den Bogen des Bundes über der Versammlung. Am 27. 12. 1975 hieß es in einer Weissagung in Verbindung mit einem Gesicht: „Ihr habt Meine Stimme gehört, habt Meine Worte vernommen, die Offenbarung ist vor euch nicht verborgen. Nein, aufgeschlossen habe ICH euch jedes Wort, und nun sehet, nicht nur hier habe Ich Mein Heiligtum aufgerichtet, und nicht nur an dieser Stätte wohne Ich, und nicht nur hier bin Ich mit der Feuersäule, sondern wahrlich, so spricht der HERR: in jedem einzelnen Herzen, das Ich Mir bereitet habe, da habe Ich Mein Heiligtum aufgerichtet, und das ist Mein Thron, und darüber ist der Bogen des Bundes…“

Noch heute wohnt der HERR bei denen, die zerschlagenen Herzens und demütigen Geistes sind, doch die Hochmütigen und Hoffärtigen gehen leer aus. Es ist einfach gewaltig, wenn wir hier erleben dürfen, daß der HERR Sein Heiligtum unter uns aufrichtet und Seinen Thron in unserem Herzen einnimmt. Nachdem in Offbg. 2 und 3 die sieben Sendschreiben an die Gemeinden gerichtet werden, zeigt uns das vierte Kapitel den HERRn auf Seinem Thron. Ober den Thron war der Bogen des Bundes gespannt. Gott hat in Jesus Christus einen Bund mit uns geschlossen. Auf Golgatha ist dieser Bund bestätigt und rechtskräftig geworden. Alle Verheißungen Gottes sind Ja und sind Amen durch Jesus Christus, unseren HERRn.

Wir hier an diesem Orte und alle, die das geoffenbarte Wort Gottes in dieser Zeit glauben, dürfen getrost sein, daß der HERR mit uns ist. Wollten wir auf das alles eingehen, was der HERR in unserer Mitte in den letzten Monaten getan hat, so müßten wir ein Buch darüber schreiben. Wir erleben in mannigfaltiger Weise die biblischen Segnungen. Der HERR hat sich als der Lebendige bestätigt, Gesichte geschenkt, Offenbarungen gegeben, durch Weissagung, durch Zungenreden und Auslegung geredet. Ja, auch durch Zungengesänge, die dann in unserer Sprache als Lobpreis gesungen wurden, verherrlichte Gott sich in unserer Mitte. Wir alle, die wir dabei sein konnten, sind überwältigt von der großen Gnade und Barmherzigkeit unseres Gottes. Der HERR bringt Sein angefangen es Werk selbst zur Vollendung. Keinem Menschen, sondern IHM allein gebührt der absolute Lobpreis, die Verherrlichung und Ehre von allen Gläubigen, an denen ER sich herrlich erweist.

Ob auch die Kritiker, die ihre Stimme ab und zu erheben, bezeugen können, daß der HERR sich in ihrer Mitte und unter ihnen in gleicher Weise kundtut? Es ist leicht, Br. Branham zu kritisieren, seine Aussprüche zu verdrehen, seinen Dienst geringschätzig abzutun. Dabei ist manchem jedes Mittel recht, auch wenn große Lügen verbreitet werden. So ist in der Zeitschrift: „Stimme der Zigeuner“ Nr. 33 auf Seite 13 mit Bezug auf Lawrie zu lesen: „Branham trichterte ihm stundenlang die Jesus Only-Lehre ein und offenbarte ihm, daß er von Gott auserwählt werden würde, in Indien die Gemeinde zusammenzuscharen, deren genaue Zahl sich bei der Entrückung im Jahre 1973 auf 700 belaufen werde. Außerdem prophezeite er, daß Tucson, USA, ein sicherer Ort in der Trübsalszeit sein werde…“

Das alles sind erbärmliche Lügen. Br. Branham hat offen darüber gesprochen, daß die ,Jesus Only Lehre' verkehrt ist. Er hat nie behauptet, daß die Entrückung im Jahre 1973 stattfinden würde, noch daß 700 entrückt werden. Er hat weder einen Zeitpunkt für die Entrückung noch eine Zahl der Entrückten angegeben. Nie hat er von Tucson als einem sicheren Ort in der Trübsalszeit gesprochen. Aller Lügner Teil ist im feurigen Pfuhl. (Offbg. 21,8) Gott macht keine Ausnahmen, bei IHM ist kein Ansehen der Person. Wer auf diese Weise vorsätzlich sündigt, ist zu bedauern.

Derselbe Verfasser schreibt: „Dreieinhalb Jahre lang, von Ende 1965 bis Mitte 1969 verbreitete Branham seine Offenbarungen, die im Widerspruch zu der biblischen Lehre stehen.“ Wie kann Branham, der am 24.12.1965 abberufen wurde, von Ende 1965 bis Mitte 1969 seine Offenbarungen verbreitet haben? Ich verzichte darauf, den Text weiter auszuführen, der da zu Papier gebracht wurde. Gott hat mich nicht zum Richter gesetzt. Ich möchte den Herausgeber jedoch dringend bitten, sich um seiner Seele willen vom Geist der Lüge befreien zu lassen und die falschen Behauptungen richtig zu stellen – das ist er seinen Lesern schuldig. Br. Branhams Predigten sind alle auf Tonband festgehalten. Wer falsche Behauptungen aufstellt, ist demselben Lügengeist verfallen wie Lawrie, der vom Satan irregeführt wurde. Es ist noch keinem gelungen, seine eigene Sache zu fördern, indem er den Dienst und den Namen eines Gottesmannes in einer solch schändlichen Weise untergräbt und schimpfiert. Noch gilt das Wort: „Tastet Meine Gesalbten nicht an und tut Meinen Propheten nichts zuleide.“