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Global-Information - Aufklärung von oben

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 5 calendar_month 9. 6. 2005

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Nun ein Blick in die Geschichte: Vor 482 Jahren, am 19. November 1523, war zum letzten Mal ein Deutscher, nämlich Clemens VII. zum Papst gewählt worden. Es war zur Zeit der Reformation: Am 31. Oktober 1517 hatte der deutsche Mönch Martin Luther die 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt. Und wer sich die Mühe macht, dieselben sorgfältig nachzulesen, kommt, wie manche Kommentatoren geschrieben haben, zu der Überzeugung, dass er jedes Mal den Nagel auf den Kopf getroffen hat. 1518 hatte Martin Luther den Widerruf verweigert, 1520 seine reformatorischen Hauptschriften veröffentlicht. Am 3. Januar 1521 war er vom Papst in den Bann getan worden. 1522 erschien das Neue Testament, übersetzt von Martin Luther. Zugleich hatte der Schweizer Theologe Huldrych Zwingli 1522 seine reformatorischen Schriften als Gesamtprogramm vorgetragen und veröffentlicht.

Der Durchbruch der Reformation hatte zur Folge, dass Deutschland, Europa und die christliche Welt in zwei Lager geteilt wurden. Die katholische Kirche blieb reformunfähig an der Macht, die evangelischen Kirchen bahnten den Weg für weitere Erweckungen, die sich bis heute hauptsächlich in den freikirchlichen Gemeinschaften fortgesetzt haben. Leider haben die aus der Kirche Roms hervorgegangenen protestantischen Kirchen deren unbiblische Hauptlehren über die Trinität und die trinitarische Taufe übernommen. Doch erst jetzt, nach der Pfingsterweckung, erfolgt der Durchbruch in den Stand der Urgemeinde, wie es der besondere Dienst William Branhams, der auf übernatürliche Weise von Gott bestätigt wurde, deutlich gemacht hat.

Überspringen wir Jahrhunderte und kommen zur politischen Teilung zwischen Ost und West. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Deutschland, der europäische Kontinent und die Welt geteilt. Viele zur Kriegsgeneration Gehörenden haben den Schmerz und die Auswirkungen der Teilung zu spüren bekommen. Doch wir haben auch miterlebt, dass die politische Teilung ihr Ende nahm, als am 9. November 1989 das Brandenburger Tor in Berlin geöffnet wurde. Vorausgegangen waren die Demonstrationen der katholischen Gewerkschaft Solidarnocz des Lech Walesa auf der Danziger Werft in Polen, die vom Vatikan mit Millionen Dollar gefördert wurde, wie Bernhard Eibisberger in den Wirtschaftsnachrichten 1/2005 schreibt. Die protestantischen Montags-Demonstrationen in den ostdeutschen Städten führten schließlich zum Erfolg.

Jetzt erleben wir mit, wie nach der politischen auch die religiöse Teilung überwunden wird. Alle wissen, dass es Papst Johannes Paul II. war, den die „Vorsehung“, wie gesagt wird, „dazu gebraucht hat“, den Weltkommunismus zu Fall zu bringen und, wie Lech Walesa sagte, „dem russischen Bären die Zähne auszuschlagen“. Papst Benedikt XVI. braucht nicht mehr viel zu tun, damit alle Tochterkirchen in den Schoß der Mutterkirche zurückkehren. Sogar sämtliche Religionen dieser Welt blicken nicht nur nach Rom, sondern kommen und möchten in diese Weltvölkergemeinschaft, in der alle Kulturen und Religionen Platz haben, eingefügt werden. Wie die politische Teilung, so wird auch die religiöse Teilung überwunden. Niemand denkt mehr daran, dass Papst Benedikt XV. noch im Jahr 1915 die evangelischen Kanzeln als „Pestbeulen“ bezeichnet hat. Jetzt ist Einheit in der Vielfalt und Vielfalt in der Einheit.

Ein Deutscher war der Reformator, durch den die freie Verkündigung unter das Volk gebracht und das Wort Gottes in die Hände und Herzen der Menschen gelegt wurde. Nun ist es wieder ein Deutscher, der alle aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen in den Schoß der Kirche Roms zurückbittet und aufnimmt, damit, wie er bei der Amtseinführung am 24. April 2005 gesagt hat, „ein Hirte und eine Herde“ sei. Doch es gibt auch Menschen, deren Gewissen mahnt und gebietet, dass ein „Untersuchungsausschuss“ ins Leben gerufen werden muss. Es muss, solange noch Redefreiheit existiert, hinterfragt werden dürfen, ob es sich im Laufe der Kirchengeschichte um eine biblische Entwicklung handelt oder ob seit dem 3. Jahrhundert eine völlig unbiblische Tradition ihren Anfang und dann ihre Fortsetzung genommen hat? Wieder fragen scharfe Zungen, ob es sich bei der in Purpur gekleideten Geistlichkeit um die Vertreter der Mutterkirche handelt, die als „Groß-Babylon“ beschrieben wird (Offbg. 17, 1-6). Doch sie ist nicht Mutter von Söhnen und Töchtern Gottes, sondern Mutter der Tochterkirchen.

Wer aber fragt heute noch aufrichtig wie Pilatus: „Was ist Wahrheit?“, und ist bereit, den Dornengekrönten, von der religiösen Welt Verhöhnten zu hören, der sagte: „ICH bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf Meine Stimme.“ (Joh. 18, 37)? Damals wurde Jesus gegeißelt, geschlagen, zum Spott in Purpur gekleidet und bekam eine Dornenkrone. Unter all den Purpurträgern in Rom haben alle ihre Ehrenkrone getragen. Bei der brennenden Frage: „Was ist Wahrheit?“, geht es nicht um religiöse Wahrheit, nicht um kirchliche Wahrheit, nicht um jüdische Wahrheit, nicht um christliche Wahrheit, sondern um die einzige Wahrheit: das Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt! Wir müssen aufrichtig nach dem einzigen Weg suchen, der wirklich zum Leben führt, und dazu benötigen wir die „eine“ Wegbeschreibung, die uns den biblischen Weg zeigt. Schon im Volksmund heißt es ja: „Viele Wege führen nach Rom, aber nur einer führt heraus.“ Es geht in der Tat um Sein oder Nichtsein — es geht um das ewige Leben! Was ist Wahrheit? Was ist Täuschung? Es gibt nur einen Einzigen, der von sich sagen konnte: „ICH bin der Weg, und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich!“ (Joh. 14, 6). Dieser Ausspruch unseres Herrn steht im Gegensatz zu der Behauptung: „Nur wer die Kirche zur Mutter hat, der hat Gott zum Vater.“

In keiner Weise soll die Würde des Papstes oder der katholischen Kirche noch die anderer Kirchen und Religionen angetastet werden. Es geht aber darum, dass wir darauf hingewiesen werden, unsere Blicke doch in die Heilige Schrift zu richten, und zwar bei jedem Thema, das die Gemeinde Jesu Christi betrifft. Es ist aber auch das Gebot der Stunde, dass wir einen tiefen Blick in die Kirchengeschichte tun.

Insgesamt ist die Welt in zwölf Hauptreligionen aufgeteilt, deren Vertreter dem Ruf von Papst Johannes Paul II. am 24. Januar 2002 zu dem Wallfahrtsort Assisi in Italien folgten. Die bekanntesten sechs sind: das Judentum, das Christentum, der Islam, der Taoismus, der Buddhismus, der Hinduismus. Dann gibt es noch die vielen Natur- und Stammesreligionen. Die Würde des Menschen, gleich welcher Rasse oder Religionszugehörigkeit, ist unantastbar. Jeder darf frei für sich entscheiden. Es ist auch verständlich, dass alle Menschen auf Erden von sich und von ihrer Religion und Weltanschauung überzeugt sind. Doch damit ist noch keinem wirklich die Gewissheit gegeben, dass sie stimmt. Wir müssen die ganze Sache von oben betrachten. Nur was von Gott kommt, führt auch zu Ihm. Als Missionar habe ich in über 40 Jahren allmonatlich Vortragsreisen in mehr als 130 Länder unternommen und dadurch die jeweiligen Religionen vor Ort kennen gelernt.

Jeder Religion fehlt die Endgültigkeit, das wirkliche Absolut, das Siegel Gottes. Wir brauchen etwas, das über jeden Zweifel und alles für uns Fassbare hinausgeht und von Gott bestätigt worden ist. Die vielen Religionen haben sich eine zeitliche Betreuung der Seelen zu eigen gemacht, auch wenn darin vom Jenseits und Paradies die Rede ist. Genau betrachtet sind sie aber nur für dieses vorübergehende Leben zuständig und sind zugleich das eigentliche Hindernis, das zwischen uns und Gott steht. Jede Philosophie oder Weltanschauung, die Hoffnungen über dieses Leben hinaus weckt, ohne dass wir die Verbindung zu dem einen Ewigen finden, führt zur folgenschweren Enttäuschung. Immer gelangen wir zu dem Punkt, wobei die letzten Fragen doch nicht beantwortet werden. Das wirkliche Schicksal der Verstorbenen bleibt uns verborgen. Darüber kann doch nur der Eine etwas sagen, der von den Toten auferstanden ist, und die Apostel, die mit dem Auferstandenen 40 Tage zusammen waren und von Ihm selbst als Seine Zeugen ausgesandt wurden. Alles Zeitliche — und sei es noch so religiös — hat eine Grenze. Der Zugang in die Ewigkeit ist uns bei unserem Eintritt in diese Welt nicht automatisch in die Wiege gelegt worden. Ehe wir uns mit dem Hauptgedanken über Gott und das ewige Leben befassen können, müssen wir zuerst den Eintritt des Ewigen in den Zeitverlauf erkennen.

In dieser Darlegung können wir uns nicht mit den vielen Religionen und ihren Glaubensregeln befassen und auch nicht mit dem, was Philosophen der Welt hinterlassen haben. Welchen Nutzen hätte z.B. ein Mensch durch Meditationen in dem Glauben, dass er in verschiedenen Lebewesen zurückkehrt, einen Läuterungsprozess durchmacht, wenn er dann irgendwann im Nirvana als Nichts endet und nicht mehr ist? Was bringt uns die Evolutionstheorie, die an der Schöpfungs-Realität vorbei geht? Denkende Menschen, die über den Rand der Zeit schauen, interessieren nur erwiesene Tatsachen, die weit über dem menschlich Erklärbaren liegen. Alle müssen zugeben, dass die majestätische Schöpfung eine lebendige Tatsache ist, in der wir uns alle bewegen. Auch das Leben und ebenfalls der Tod, der doch allen sicher ist, sind Tatsachen. Es gibt Dinge, die sich unserer Beurteilung völlig entziehen, aber in sich endgültig sind. Was wir jedoch wissen sollten, ist, dass der Mensch mit bewusstem Seelenleben zur Gemeinschaft mit dem Schöpfer bestimmt ist. Die ersten Menschen sind durch Ungehorsam und Übertretung aus der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott ausgeschieden und wir mit ihnen. Doch Gott selbst hat sich unser durch die Erlösungstat erbarmt und uns durch Jesus Christus mit sich selbst versöhnt (2. Kor. 5, 28). An diesem Punkt hört die jeweilige Religion und Philosophie auf, die Geister werden geschieden und der lebendige Glaube an den lebendigen Gott setzt ein.

Diese kurze Abhandlung ist an alle Menschen guten Willens auf dem ganzen Erdkreis gerichtet. Der Gott des Himmels kann nur einen ewigen Plan haben, den Er allen Menschen in allen Religionen und Kulturen zeigen möchte. ER ist ein persönlicher Gott, der seit dem Zeitbeginn die Gemeinschaft mit den Menschen sucht, und nur wer das ewige Leben empfangen hat, kann und wird ewig leben. Das einzige Buch auf Erden, das zu Recht als Heilige Schrift und Gottes Wort bezeichnet wird und als einziges wirklich Aufschluss gibt, ist die Bibel. Im endgültigen Sinn ist nur ein Einziger heilig, nämlich Gott, und das, was von Ihm stammt. Nur die Bibel bezeugt Ihn, der von Ewigkeit zu Ewigkeit ist, und Er bezeugt sich nur in Seinem Wort.

Weder im Babylonischen noch im Jerusalemer Talmud finden wir jedoch Gottes Wort im Original, sondern die verschiedenen Deutungen der Rabbiner über die Thora. In den 114 Suren des Koran, Gott sei es zutiefst geklagt, sucht man nach der Übereinstimmung mit der Bibel vergeblich. Mohammed, der nicht lesen konnte, hat aus dem Gedächtnis aus dem Alten und Neuen Testament zitiert, leider kein einziges Mal in direkter Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift. Darauf kann sich doch kein Mensch auf Erden verlassen. Auch steht das Wort „Allah“ wirklich kein einziges Mal in der Bibel, jedoch das Wort „Elohim“ über sechstausend Mal. In den Ländern des Islam wurde das Wort „Elohim“ in den Bibeln durch das Wort „Allah“ ersetzt.

Gott hat in der Heiligen Schrift alles vorausgesagt und verwirklicht es im Laufe der Zeit. Das Alte Testament ist mit dem Propheten Maleachi in sich komplett und abgeschlossen, das Neue Testament ebenso mit dem letzten Buch, der Offenbarung Jesu Christi. Es sind zwei Testamente, die eine vollkommene Einheit bilden, an denen nichts abgeändert und denen nichts hinzugefügt werden darf. Gott selbst hat im letzten Kapitel der Bibel denen, die Seinen Worten etwas hinzufügen, die Strafe angedroht. Wenn nun jemand über sechshundert Jahre später auftritt und den Anspruch stellt, direkte Offenbarungen vom Erzengel Gabriel empfangen zu haben, die mit Gottes Wort überhaupt nicht übereinstimmen, dann müssen wir doch an die Warnung denken: „… auch wenn wir selbst oder ein Engel aus dem Himmel euch ein anderes Evangelium verkündigte als das, welches wir euch verkündigt haben: — Fluch über ihn!“ (Gal. 1, 8). Kann dem, was uns Propheten Gottes und Apostel Jesu Christi hinterlassen haben, nachträglich etwas hinzugefügt werden? Sie haben den ganzen Erlösungsplan angekündigt und in seiner Verwirklichung bis hin zur Vollendung aufgezeigt. Wer ist der Mensch, der sich das Recht herausnimmt, Gott korrigieren zu wollen?

Durch die Auferstehung unseres Herrn und Erlösers ist der Beweis erbracht worden, dass Er nicht allein Mensch war, sondern der Herr selbst, der den Tod, der über alle Menschen gekommen ist, besiegt hat. Für immer sollte folgende Tatsache beachtet werden: Nach Seiner Auferstehung hat der Herr Jesus besonders in Luk. 24, 44-45 betont, dass alles in Erfüllung gegangen ist, was im mosaischen Gesetz, bei den Propheten und in den Psalmen über Ihn geschrieben steht. In Ihm und durch Ihn selbst haben wir die erwiesene göttliche Legitimation, dass alles, was Gott im gesamten Alten Testament, was Sein erstes Kommen betraf, angekündigt und verheißen hatte, Erfüllung gefunden hat. Ebenso erfüllt sich seit Gründung der neutestamentlichen Gemeinde, was Gott den Seinen verheißen hat. Das Gleiche trifft jetzt in der Endzeit auf alle vorhergesagten Ereignisse bis zur Wiederkunft Jesu Christi und bis die Zeit in die Ewigkeit mündet zu. Nur wenn es in der Heiligen Schrift Verheißungen gibt, dann gibt es auch ihre Erfüllung. Der auferstandene Herr hat damals Seinen Jüngern das Verständnis für die gesamte Schrift geöffnet — dasselbe tut Er noch heute.

Für weitere Offenbarungen bestand überhaupt keine Notwendigkeit. Dafür gab es auch keine Verheißung. Die Erlösung hatte doch stattgefunden. Die neutestamentliche Gemeinde war auf übernatürliche Weise durch die Ausgießung des Heiligen Geistes ins Leben gerufen worden, alle Dienste und Gaben waren in der Gemeinde des Herrn. Es bestand überhaupt keine Notwendigkeit, im vierten Jahrhundert eine „Staatskirche“ mit weltlicher Macht im Römischen Reich zu gründen. Das war eine politische Entscheidung. Es bestand auch keine Notwendigkeit, im siebenten Jahrhundert eine islamische Religion zu gründen. Auch das war eine weltlich-politische Entscheidung. Zuerst haben Juden, dann Christen und dann Araber, die sich allesamt auf Abraham berufen, offensichtlich den Anschluss an das gnädige Handeln Gottes entsprechend Seinem Heilsplan verpasst. Es bestand überhaupt kein Bedarf, Konzile abzuhalten, neue Lehrsätze und Dogmen festzulegen. Jedes Mal wurde dabei Gottes Wort außer Kraft gesetzt (Mark. 7, 9). Gott hatte bereits alles gesagt und jede Lehre und Praxis für die Gemeinde geoffenbart und festgelegt. Das Neue Testament war doch längst abgeschlossen. Es bestand auch kein Bedarf, den Menschen mit irdischer Gewalt eine Islam-Religion aufzuzwingen. Alles von Menschen Gemachte hat nichts mit dem Willen Gottes zu tun. Er ist nur für das verantwortlich, was Er selbst verheißen hat. Alles im Reiche Gottes muss allein nach Seinem festgelegten Willen geschehen.