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Global-Information - Aufklärung von oben
Ewald Frank
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Kapitola 4
Ein überzeugender Vergleich
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Ein überzeugender Vergleich
Es könnten alle Lehren und die gesamte Praxis der Urgemeinde dargelegt werden. Zusammenfassend soll nur noch gesagt werden, dass uns aus der Apostelzeit die wahren Lehren über die Gottheit, die Taufe, das Abendmahl — grundsätzlich über den gesamten Heilsratschluss Gottes schriftlich hinterlassen worden sind. Wenn wir nun in dieser Darlegung einen Vergleich zwischen der Gemeinde Jesu Christi aus dem Urchristentum und allen im Laufe der zweitausend Jahre entstandenen Kirchen ziehen, dann wirklich nur zu dem einen Zweck, allen den Weg zum Anfang, zur Urgemeinde und ihrer Struktur zu zeigen. Damit verbunden ist die Bitte zu Gott, dass wir die Gnade Gottes in der gleichen Weise erleben wie unsere Brüder und Schwestern am Anfang, denn Jesus Christus ist Derselbe gestern, heute und Derselbe in Ewigkeit. Amen.
Allen, die in der Kirchengeschichte bewandert sind, ist bekannt, dass die ersten Jahrhunderte ohne eine einheitlich organisierte Kirche vergangen sind. Es gab zunächst nur die lokalen Gemeinden. Doch schon im 2. Jahrhundert berichtet Irenäus von 20, Hippolyt im 3. Jahrhundert von 32, Epiphanius nennt im 4. Jahrhundert bereits 60 verschiedene Glaubensrichtungen und Bischof Philaster schreibt von insgesamt 131 verschiedenen Gruppierungen. Es gab in den ersten Jahrhunderten keine Kardinäle, keine Päpste, und die Bischöfe waren keine Würdenträger, sondern die Vorsteher und Ältesten in den lokalen Gemeinden. Sie mussten verheiratet sein (1. Tim. 3). Nach der letzten Christenverfolgung unter Diokletian (240-313) öffnete Kaiser Konstantin den Weg zu einer allgemeinen christlichen Kirche im römischen Reich. Erst später haben wir es mit einer Staatsreligion zu tun! mit einem Nachfolger Petri! mit dem Titel „Pontifex Maximus“ für die Päpste!
Im Jahr 380 erklärte Kaiser Theodosius I. der Große den Trinitätsglauben, den hauptsächlich Tertullian formuliert hatte, zur Staatsreligion, die alle Bürger zu akzeptieren hatten. Im Jahr 382 legte Kaiser Gratian offiziell den römischen Titel „Pontifex Maximus“, den er als oberster des heidnischen Priesterkollegiums trug, ab. „Pontifex Maximus“ als höchster Brückenbauer hatte schon damals die Aufgabe, alle Brücken herzustellen, um Völker und Stämme zusammenzuführen. Im Jahr 217 forderte der römische Bischof den Vorrang, den aber erst Leo I. im Jahr 441 für sich durchsetzte. Er war der erste, der das an Petrus gerichtete Wort in Matth 16: „ICH will dir die Schlüssel des Himmelreiches geben …“ exklusiv für sich allein beanspruchte. Konstantin hatte im Jahr 312 das politische Dogma begründet, wobei der Kaiser nicht nur Herr des Staates, „sondern als Stellvertreter Christi auch Herr der Kirche“ sei, wie es im Heidentum der Fall war, dass in dem Herrscher beide Mächte vertreten waren. Diese Sichtweise übernahmen später die Päpste, indem sie geistliche und weltliche Macht beanspruchten. Martin Luther bestand auf der Teilung der beiden Reiche.
Es fanden Konzile statt, angefangen mit dem Konzil zu Nizäa (325 n. Chr.), an dem etwa 300 Delegierte aus den verschiedenen Lagern teilnahmen. Der erkrankte Bischof von Rom war nicht anwesend. Es wurden bestimmte Themen diskutiert und Glaubenserkenntnisse formuliert. Es folgte ein Dogma nach dem anderen, bis hin zu dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit (1870) und der leiblichen Himmelfahrt Marias (1950). Wenn der Glaube eines Dogmas zum Seligwerden notwendig ist, dann müssten wir die Apostel, ja den Herrn selbst anklagen, dass sie uns nichts davon gesagt haben. O Gott, wie gut, dass im Wort der Wahrheit alles, aber auch wirklich alles steht, was Du Deiner Gemeinde zu sagen hattest, und dass nur Dein Wort unseres Fußes Leuchte ist! Amen. Das Neue Testament ist doch abgeschlossen, es ist seit dem Tod des Testators rechtskräftig und darf weder umgeändert noch mit Zusätzen ergänzt werden (Gal. 3, 15). Was ist demnach gefälschter Glaube, gefälschte Wahrheit und was stimmt mit dem Original überein? Das ist die Kernfrage, der wir uns alle stellen müssen.
Der Wortbegriff „Dogma“ ist abgeleitet vom Griechischen „dokein“ und bedeutet „scheinen“. So schien den Kirchenvätern das eine oder andere richtig zu sein. Was Kirchenfürsten „scheinbar“ richtig vorkam, muss aber noch lange nicht richtig sein. Gottes Wort scheint nicht richtig zu sein, Gottes Wort ist richtig und wahrhaftig und bleibt in Ewigkeit! Amen.
Es ist nicht unsere Aufgabe, ein Urteil über die größte und mächtigste Institution auf Erden abzugeben. Auch nicht über die vielen Landes- und Volkskirchen, die alle ihre eigene Tradition und Prägung haben. Doch um der Wahrheit willen muss gefragt werden: Was ist, wenn die Kirchen in Lehre und Praxis nicht mit der Heiligen Schrift übereinstimmen? Was nützt es den gläubigen Katholiken, dass der Vatikan seit 1929 durch die Lateranverträge ein Kirchenstaat ist, der mit 175 Nationen der Erde diplomatische Beziehungen unterhält? Was hat das mit dem Heil unserer Seele zu tun? Was nützte all den protestantischen Staats-, Landes- und Volkskirchen die staatliche Anerkennung, wenn sie samt der Geistlichkeit von Gott nicht anerkannt werden? Die Kirche Roms zählt über eine Milliarde Mitglieder in aller Welt, hat über eine Million Ordensleute, rund vierhunderttausend Priester und viertausendfünfhundert Bischöfe. Die anderen Kirchen haben ebenfalls ihre Millionen Anhänger und ihre Geistlichkeit. Doch wie viele von ihnen haben Jesus Christus als persönlichen Erlöser aufgenommen und die Gewissheit, zur Gemeinde des lebendigen Gottes zu gehören? Hier drängt sich uns die Frage auf: Kann es sich bei den Milliarden und Millionen wirklich um die „kleine Herde“ handeln, von der Jesus Christus sprach, welcher der Vater das Reich geben will (Luk. 12, 32)? Ist das die Gemeinde, die Jesus gemeint hat, als Er sagte: „Ich will Meine Gemeinde bauen …‘“? Sind die Kirchen dieser Welt das Reich Gottes, das nach den Worten Jesu nicht von dieser Welt ist (Joh. 18, 36)?
Wann und wo hat Jesus Christus den Apostel Petrus zum Oberhaupt Seiner Gemeinde oder gar zum Staatsoberhaupt bestimmt? Der Herr hatte gesagt: „Du bist Petros (ein Stein) und auf diesem Felsen (petra) — nicht „auf dir“ — will Ich Meine Gemeinde bauen …“, doch nicht auf dem wankelmütigen Mann, dem der Herr bei gleicher Gelegenheit, als er nicht unter göttlicher Inspiration sprach, sagen musste: „Satan, tritt hinter Mich! Du bist Mir ein Ärgernis, denn deine Gedanken sind nicht auf Gott, sondern auf die Menschen gerichtet.“ (Matth. 16, 23)! Christus selbst ist doch der Fels, der Eckstein, auf dem die Gemeinde gegründet ist. Das ist die eigentliche Offenbarung, die Petrus empfangen hat! Der Erlöser selbst ist das „Haupt der Gemeinde“!
Die Botschafter des Papstes in allen Ländern sind doch nicht Botschafter Jesu Christi, sondern die des Vatikanstaates! Sind all die Geistlichen in allen Kirchen wirklich Boten Gottes? Sind sie Apostel Jesu Christi oder sind sie Diener ihrer Kirche? Predigen sie das Wort Gottes wie am Anfang oder die jeweiligen Lehren ihrer Denomination? Hat Christus je einen weltlichen Anspruch gestellt? Hat Er einen Kirchenstaat gewollt? oder eine Volks- oder Staatskirche? Kann Petrus der erste Papst gewesen sein, obwohl alle Historiker darin übereinstimmen, dass er nie in Rom war?
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