Book
Global-Information - Aufklärung von oben
Ewald Frank
Navigate
Kapitoly
expand_more
Navigate
Kapitoly
Navigate
Kapitoly
Jump to any chapter without leaving the reader.
Kapitola 3
So spricht der Herr: „ICH will bauen Meine Gemeinde!“
3 / 5
Das Neue Testament kennt nur die eine Gemeinde Jesu Christi, die selbst Säule und Grundfeste der Wahrheit ist (1. Tim. 3, 15). Seine Gemeinde besteht aus den im Himmel aufgeschriebenen Erstgeborenen (Hebr. 12, 23), deren Namen im Buch des Lebens stehen (Offbg. 3, 5). Sie werden als „lebendige Bausteine zu einem geistlichen Hause, zu einer heiligen Priesterschaft aufgebaut, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott durch Jesus Christus wohlgefällig sind.“ Die Gesamtheit der wahrhaft an Jesus Christus Gläubigen bildet „das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, die heilige Volksgemeinschaft, das zum Eigentum erkorene Volk“ (1. Petr. 2, 5-10). Amen.
Die wahre Gemeinde Jesu Christi ist „… aufgebaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, bei welchem Christus Jesus selber der Eckstein ist; in Ihm wächst jeder Bau fest zusammengefügt zu einem heiligen Tempel im Herrn empor, und in diesem werdet auch ihr mitauferbaut zu einer Wohnstätte Gottes im Geist.“ (Eph. 2, 20-22). Amen. Auf diese Gemeinde trifft zu: „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe.“ (Eph. 4, 5).
Die durch den Geist Gottes Wiedergeborenen werden zu dem Leib Christi zusammengefügt: „Denn wie der Leib eine Einheit ist, und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber trotz ihrer Vielheit einen Leib bilden, so ist es auch mit Christus. Denn durch einen Geist sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden …“ Amen. Die einzelnen Glieder werden auf übernatürliche Weise durch die Geistestaufe in den Leib Christi hineingetauft. Erst dadurch erfüllt sich: „Ihr aber seid Christi Leib, und jeder Einzelne ist ein Glied daran nach seinem Teil; und zwar hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens die einen zu Aposteln, andere zu Propheten, noch andere zu Lehrern; sodann Wunderkräfte, sodann Gaben der Heilungen …“ (1. Kor. 12, 4-30). Amen. Wieder wird uns gesagt, dass es Gott selbst ist, der die Dienste in die Gemeinde einsetzt.
In Seiner Gemeinde hat der Herr „… die einen zu Aposteln bestellt, andere zu Propheten, andere zu Evangelisten, noch andere zu Hirten und Lehrern, um die Heiligen tüchtig zu machen für die Ausübung des Gemeindedienstes, für die Erbauung des Leibes Christi …“ (Eph. 4, 1-16). Amen.
Die Gemeinde Jesu Christi erlebt das übernatürliche Wirken Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes, von ihrer Gründung, in ihrem Aufbau bis hin zur Vollendung bei der Wiederkunft Christi. „Es gibt nun zwar verschiedene Arten von Gnadengaben, aber nur einen und denselben Geist. Und es gibt verschiedene Arten von Diensten, aber nur einen und denselben Herrn. Es gibt verschiedene Arten von Kraftwirkungen, aber nur einen und denselben Gott, der alles in allen wirkt.“ Amen.
In der Gemeinde des lebendigen Gottes vollzieht sich an der Dienerschaft, was geschrieben steht: „Jedem wird aber die Offenbarung des Geistes zum allgemeinen Besten verliehen.“
In der Gemeinde sind folgende Dienste, die nur der Geist Gottes bewirken kann:
„So wird dem einen durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis durch denselben Geist, einem anderen Glaube in demselben Geist, einem anderen Heilungsgaben in dem einen Geiste, einem anderen Verrichtung von Wundertaten, einem anderen prophetische Rede, einem anderen Unterscheidung der Geister, einem anderen mancherlei Arten von Zungenreden, einem anderen die Auslegung der Zungenreden. Dies alles wirkt aber ein und derselbe Geist, indem Er jedem eine besondere Gabe zuteilt, wie Er will …“ Amen. Eine Liturgie kennt die Heilige Schrift nicht.
Der Ablauf eines Gottesdienstes und die harmonische Fülle in der Urgemeinde werden uns in 1. Kor. 14 genauer beschrieben. Dort wird gezeigt, wie spontan der Geist Gottes wirkt: „Wenn aber einem anderen, der noch sitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so soll der erste schweigen. … Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens — wie in allen Gemeinden der Heiligen.“ Frauen sollen während des Gottesdienstes keine Fragen stellen, sondern zu Hause ihre Ehemänner befragen, lautet die Weisung, gegen die niemand etwas einwenden kann. Darauf folgt die verständliche Erklärung: „Wenn jemand sich für einen Propheten oder für einen Geistbegabten hält, so muss er erkennen, dass das, was ich euch hier schreibe, das Gebot des Herrn ist. Wenn jemand es aber nicht anerkennen will, so wird auch er nicht anerkannt.“ (1. Kor. 14, 38). Amen. Wer die von Gott gegebene Gemeinde-Ordnung für die neutestamentliche Gemeinde nicht anerkennt, wird von Gott nicht anerkannt. Und alle wissen, dass sie in keiner Landes- oder Volkskirche auf Erden existiert! Alle haben ihre eigene Liturgie und Gestaltung ihrer Gottesdienste, die nur noch eine Form der Gottseligkeit ist.
Wir erkennen aber, dass es göttliche Weisungen und Anordnungen sind, die der Mann Gottes kraft göttlicher Berufung an die Gemeinde weitergibt. In der Urgemeinde galt die göttliche Ordnung in allen lokalen Gemeinden.
„In Antiochia wirkten damals in der dortigen Gemeinde folgende Propheten und Lehrer: Barnabas, Simeon mit dem Beinamen Niger, Lucius aus Cyrene, Manaön, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus.“
In Verbindung des Dienstes von Propheten und Lehrern wird uns eine Versammlung aus der Urgemeinde vor Augen geführt: „Als sie nun einst dem Herrn Gottesdienst hielten und fasteten, gebot der Heilige Geist: ,Sondert Mir doch Barnabas und Saulus für das Werk aus, zu dem Ich sie berufen habe!‘ Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen. So gingen denn die beiden, vom Heiligen Geist ausgesandt, nach Seleucia hinab, fuhren von dort zu Schiff nach Zypern und verkündigten nach ihrer Ankunft dort in Samalis das Wort Gottes …“ (Apg. 13, 1-4).
Uns werden die Struktur, der Aufbau, die Dienste und Gaben in der Gemeinde Jesu Christi am Anfang in vielen Kapiteln der Apostelgeschichte und auch in den Apostelbriefen ausführlich beschrieben. Das ist das ursprüngliche Muster, das ist die lebendige Gemeinde des lebendigen Gottes! In Apg. 15 wird uns berichtet, wie der Gemeinde in Gegenwart der Ältesten und der Apostel die Streitfrage über die Beschneidung vorgetragen wurde. Die Antwort kam aus dem berufenen Mund des Petrus: „Werte Brüder! Ihr wisst, dass Gott schon vor längerer Zeit mich in eurer Mitte dazu erwählt hat, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und so zum Glauben kommen sollten. Und Gott, der Herzenskenner, hat selbst Zeugnis für sie dadurch abgelegt, dass Er ihnen den Heiligen Geist gerade so verliehen hat wie uns; Er hat keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, indem Er ihre Herzen durch den Glauben gereinigt hat.“ Es war also eine Fortsetzung wie am Anfang mit der Geistestaufe der Gläubiggewordenen. Dann fuhr Jakobus fort: „Simon hat berichtet, wie Gott selbst zuerst darauf bedacht gewesen ist, ein Volk aus den Heiden für Seinen Namen zu gewinnen. Und damit stimmen die Worte der Propheten überein; denn es steht geschrieben …“ (Amos 9, 11-12). Schließlich heißt es: „Es ist nämlich des Heiligen Geistes und unser Beschluss, euch keine weitere Last aufzubürden als folgende: …“
Weiter lesen wir: „Judas aber und Silas, welche Propheten waren, spendeten auch ihrerseits den Brüdern durch viele Ansprachen Zuspruch und stärkten sie“ (Apg. 15, 1-34). Seit Gründung der neutestamentlichen Gemeinde durch die Ausgießung des Heiligen Geistes sehen wir das übernatürliche Wirken durch Dienste und Gaben. Direkt am Anfang ist Seiner Gemeinde durch die vom Herrn selbst erwählten Zeugen das wahre Evangelium Jesu Christi und der gesamte Ratschluss Gottes geoffenbart worden: „Daran könnt ihr, wenn ihr es lest, meine Vertrautheit mit dem Geheimnis Christi erkennen, das in früheren Zeitaltern den Menschenkindern nicht kundgetan worden ist, wie Er es jetzt Seinen heiligen Aposteln und Propheten geoffenbart hat … um allen Aufklärung darüber zu geben, welche Bewandtnis es mit der Verwirklichung des Geheimnisses hat, das von Urzeiten in Gott, dem Schöpfer aller Dinge verborgen gewesen ist … Diesen Vorsatz, den Er von Ewigkeit her gefasst hatte, hat Er zur Ausführung gebracht in Jesus Christus, unserem Herrn …“ (Eph. 3, 4-11). Amen.
Der Apostel Petrus mahnt schon in der Urgemeinde: „… damit ihr die Worte, welche die heiligen Propheten zuvor geredet haben, und das von euren Aposteln euch mitgeteilte Gebot unseres Herrn und Erretters in Erinnerung festhaltet.“ (2. Petr. 3, 2).
Der Apostel Johannes schreibt: „Was von Anfang an da war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens, und das Leben ist offenbar geworden, und wir haben es gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben …“ (1. Joh. 1, 1-2). Amen. Das Gebot der Stunde ist deshalb: Zurück zum Anfang!
Fassen wir kurz zusammen: Die Gemeinde Jesu Christi, unseres Herrn, ist keine von Menschen geleitete Organisation, sondern ein lebendiger Organismus, sie ist der Leib Jesu Christi, der aus vielen Gliedern besteht. In der Gemeinde des lebendigen Gottes muss jetzt am Ende der Gnadenzeit alles wieder in die göttliche Heilsordnung zurückgebracht werden. Die verheißene Wiederkunft unseres Herrn und Bräutigams (Joh. 14, 1-3; Matth. 25, 1-10) kann nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift erst stattfinden, wenn die Gemeinde in den Urzustand zurückgebracht worden ist: „IHN muss allerdings der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, was Gott durch den Mund Seiner heiligen Propheten von der Urzeit her verkündet hat.“ (Apg. 3, 21). Amen.
Von den Gläubigen der Urgemeinde wird gesagt: „Sie hielten aber beharrlich fest an der Lehre der Apostel und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.“ (Apg. 2, 42). Dies sind die Merkmale der wahren Gemeinde Jesu Christi: Erstens die Lehre der Apostel; zweitens die Gemeinschaft derer, die in dieser Lehre verbleiben; drittens, dass sie das Mahl des Herrn, das als Brechen des Brotes bezeichnet wird, miteinander halten und viertens auch die Gebetsgemeinschaft pflegen. Unser Herr und Erlöser hat selbst das Beispiel des Brotbrechens gegeben, Er hat nicht Oblaten verteilt, sondern tat, wie geschrieben steht: „Jesus nahm das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es den Jüngern …“ (Matth. 26, 26). Amen.
Die wahre Gemeinde feiert das Abendmahl noch heute, indem ein Brot entsprechend der Teilnehmerzahl zubereitet wird. Ebenso feiert die Gemeinde noch heute das Abendmahl mit einem Kelch, der gesegnet wird, an dem alle teilnehmen. So steht es geschrieben und so gilt es für immer. Nach Seiner Auferstehung tat unser Herr das Gleiche wie vorher: „… als Er sich hierauf mit ihnen zu Tisch gesetzt hatte, nahm Er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen …“ (Luk. 24, 30). Amen. In Apg. 20, 7 lesen wir: „Als wir uns nun am ersten Tage nach dem Sabbat versammelt hatten, um das Brot zu brechen …“ Paulus schreibt an die Gemeinde zu Korinth: „Der Kelch des Segens, den wir segnen: ist er nicht die Gemeinschaft mit dem Blute Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft mit dem Leibe Christi?“ (1. Kor. 10, 16-22; 1. Kor. 11, 23-34). Amen.
PDF
EPUB