Book

Global-Information - Aufklärung von oben

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 5 calendar_month 9. 6. 2005

Navigate

Kapitoly

expand_more

Navigate

Kapitoly

Jump to any chapter without leaving the reader.

Kapitola 5

Auf dem Boden der Tatsachen

5 / 5

Von den Reisen des Petrus nach Samarien, nach Cäsarea und bis nach Antiochien (Gal. 2, 11) berichtet das Neue Testament, auch die des Paulus sind dort eingehend beschrieben. Paulus war dreimal in Rom; er war römischer Staatsbürger (Apg. 22, 22-29) und konnte somit ungehindert auch Rom auf seiner Reise nach Spanien besuchen (Röm. 15, 22-29). Petrus war kein einziges Mal dort. Ihn versetzte erst der römische Anspruch auf ein Primat vierhundert Jahre später per Legende dorthin. In Wirklichkeit gibt es in Rom weder ein Grab noch einen Stuhl Petri. In den Jahren 41-54 regierte Claudius in Rom und hat gemäß Apg. 18 alle Juden ausgewiesen, unter ihnen Aquilla und Priscilla, die Paulus in Korinth traf. Unter Nero, der von 54-68 regierte, fand die erste Christenverfolgung statt. Nach göttlichem Beschluss lautete die Vereinbarung, Jakobus, Kephas und Johannes seien für den Aposteldienst der Juden und Paulus und Barnabas für den Aposteldienst der Heiden bestimmt (Gal. 2 u. a.). Paulus richtete den Römer-Brief, der in sechzehn Kapiteln verfasst ist, an die kleine judenchristliche Gemeinde in Rom, grüßte 27 Personen namentlich, doch Petrus war nicht unter ihnen. Paulus blieb bei seinem letzten Besuch zwei volle Jahre in Rom (Apg. 28, 30). Lediglich die Legende schreibt den Auftritt des Simon Magus in Rom dem Simon Petrus zu. Dieses Wissen gehört zum Grundstudium der unabhängigen Kirchengeschichte.

Gibt es aus dem Munde des Herrn überhaupt eine Verheißung, dass Petrus einen Nachfolger haben würde? Nein! Gibt es eine Verheißung, dass Jesus Christus einen Stellvertreter haben würde? Nicht in der Heiligen Schrift! Gibt es eine Verheißung, dass ein Gottesstaat Christi im Menschenstaat aufgerichtet werden sollte? Nein! Gibt es eine Verheißung, dass die römisch-katholische Kirche oder eine andere allein seligmachend und heilspendend sein sollte? Nicht in der Heiligen Schrift! Sind der Gemeinde Jesu Christi, die im Neuen Testament mit ihren Gaben und Diensten in allen Einzelheiten beschrieben wird, jemals weltliche Befugnisse gegeben worden? Nicht in der Heiligen Schrift. Kennt die neutestamentliche Gemeinde Weihwasser, Weihrauch, Kruzifixe, Rosenkränze, Prozessionen, Wallfahrten oder ein Fegefeuer? Nein! Kennt die neutestamentliche Gemeinde Sakramente? kennt sie eine Säuglingstaufe und Taufpaten? kennt sie eine Totenmesse? ein Messopfer? Nein! Kennt sie Beichtstühle und Ablässe? Nein! Kennt die neutestamentliche Gemeinde eine Selig- und Heiligsprechung Verstorbener? Nein!

Hat die neutestamentliche Gemeinde etwas von einer Marienver-ehrung, von einem „Ave Maria“ gehört? Nein! Kannte die Urgemeinde ein Zölibat? Nein! Paulus hat es, vom Geist Gottes geleitet, dem »großen Abfall« zugeordnet und das »Eheverbot« als direkte Lehre der Dämonen bezeichnet (1. Tim 4, 1-5), denn es ist gegen die Schöpfungsordnung Gottes, die sich in die Heilsordnung einfügt. Die Vorsteher und Diakone der lokalen Gemeinden mussten verheiratet sein, um das Amt überhaupt ausführen zu können (1. Tim. 3; Tit. 1, 5-9).

Es gibt in der Gemeinde Jesu Christi auch weder Klöster noch Mönche oder Nonnen noch Ordensgemeinschaften. Nichts ist so, wie es in der Urgemeinde war, geblieben; grundsätzlich alles in Lehre und Praxis ist umgedeutet worden, steht im Gegensatz, ist anti = gegen das und anstatt dessen, was Christus gelehrt und befohlen hat und von den Aposteln ausgeführt wurde. Es ist alles unglaublich, wurde aber für glaubwürdig erklärt.

Maria, die auserwählte Jungfrau (Jes. 7, 14), die Mutter unseres Herrn, hat ihre einmalig hohe Aufgabe erfüllt und wird nur noch ein einziges Mal in der Apostelgeschichte (Kap. 1, 14), und zwar am Anfang in Verbindung mit der Ausgießung des Heiligen Geistes erwähnt. Wuss­ten die Apostel etwas von einer unbefleckten Empfängnis Marias? Nein! Der Sohn Gottes musste in der Gestalt des sündigen Fleisches kommen (Röm. 8, 4), in die gefallene Schöpfung hineingeboren werden, um uns aus dem Sündenfall zu erlösen. Ist ihnen etwas von ihrer bleibenden Jungfrauenschaft bekannt? Nein, denn die Bibel bezeugt, dass sie vier Söhne und auch Töchter (Matth. 13, 55-58) hatte und dass Joseph ehelichen Verkehr mit ihr hatte (Matth. 1, 25), nachdem Christus, der Sohn Gottes, geboren war. In Joh. 2, 12 steht außerdem: „Hierauf zog Er nach Kapernaum hinab, Er, Seine Mutter, Seine Brüder und Seine Jünger …“ Paulus bezeugt: „Von den übrigen Aposteln habe ich damals keinen gesehen, außer Jakobus, den Bruder des Herrn.“ (Gal. 1, 19). Amen.

Haben die Apostel eine leibliche Himmelfahrt Marias bezeugt? Nein, denn es steht geschrieben: Niemand ist in den Himmel hinaufgefahren außer dem Einen, der vom Himmel herabgekommen ist …“ (Joh. 3, 13)! Amen.

Kann sie ebenfalls Mittlerin sein, wenn geschrieben steht: „Denn es ist nur ein Gott, ebenso auch nur ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich ein Mensch Christus Jesus …“ (1. Tim. 2, 5)?

Kann sie auch Fürsprecherin sein, wenn geschrieben steht: „… Sollte aber jemand sündigen, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, nämlich Jesus Christus, den Gerechten.“ (1. Joh. 2, 1)?

Kann Maria auch nur in einem Punkt sein, was Jesus Christus allein ist? Doch sicher nicht! Der Marien- sowie der gesamte Heiligenkult mit all den Ikonen, Bildnissen und Statuen ist nach dem Zeugnis der Schrift doch nicht Gottesdienst, sondern wird als Götzendienst eingestuft (2. Mose 20, 1-6 u. a.), ist gegen Christus gerichtet, also „antichristlich“ — unbiblisch. Er ist Teil der „christlichen“ Kirchen, die ganz und gar außerhalb des Wortes Gottes stehen.

Man könnte weiter fortfahren, alles aufzulisten und zu hinterfragen, was gelehrt, geglaubt und praktiziert wird. Man könnte sogar fragen: Hat Jesus Christus oder Hugo von Pyens den Ritterorden vom Heiligen Grab gegründet? Hat der Erlöser den Jesuitenorden und die Gegenreformation gewollt, oder war es der Eifer des Spaniers Ignatius von Loyola, der es sich zur Aufgabe machte, die eine „heilige“ römische Kirche wiederherzustellen, sogar mit Gewalt? Es braucht nicht gefragt zu werden, wozu der Geheimorden Opus Dei 1928 gegründet wurde, der mit seinen 86.000 Mitgliedern in allen Bereichen mit Schlüssel­positionen in 90 Ländern tätig ist. Kann angesichts dieser Tatsachen die Behauptung wahr sein: Nur die katholische Kirche sei die Kirche Christi und spende das Heil, alle anderen seien allenfalls kirchliche Gemeinschaften?

Allein in den sieben Kreuzzügen von 1095 bis 1292 wurden 22 Millionen Menschen ermordet. Ist das als heilspendend zu verstehen? Wer den Aufruf Papst Urbans II. vom Konzil zu Clermont im Jahr 1095 nachliest, dem bleibt die Luft weg, und wer dann noch liest, dass von den 40.000 Juden und Moslems in Jerusalem nach dem Massaker im Juni 1099 nur knapp 100 am Leben blieben, dem verschlägt es völlig die Sprache. Was hat das mit der Befreiung des „heiligen Grabes Christi aus der Hand der Ungläubigen“ zu tun, wie der Befehl Urbans II. lautete — zumal dieses Grab in der Stadt eine Fiktion ist? Das Grab lag und liegt noch heute in einem Garten nahe der Schädelstätte außerhalb der Stadt, so bezeugt es die Schrift. Amen. „Es lag aber bei dem Platze, wo Er gekreuzigt worden war, ein Garten, und in dem Garten befand sich ein neues Grab, in welchem bisher noch niemand beigesetzt worden war.“ (Joh. 19, 41). Weiter steht geschrieben: „Deshalb hat auch Jesus, um das Volk durch Sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Stadttores gelitten.“ (Hebr. 13, 12). Amen.

Man darf den Gedanken mit all den Irreführungen und Umdeutungen des Feindes nicht zu Ende denken. Andererseits existiert nur ein Buch auf Erden, das volle Auskunft gibt, das unbestechlich ist und mit der Offenbarung Jesu Christi endet, worin auch die letzten Geheimnisse enthüllt werden. Tausend Jahre der absoluten Herrschaft Roms: das Mittelalter, die Inquisition, die Scheiterhaufen, die Hexenverbrennungen, die Judenverfol­gungen, das Blutbad unter den Hugenotten usw. — es ist viel Blut vergossen worden. Die Kirche Roms übte mit vereinten Kräften geistliche und irdische Macht aus. Manche Exegeten behaupten, dass Offbg. 18, 24 sich hier wiederfindet: „… alle Völker verführt worden sind; und in ihr ist das Blut der Propheten und Heiligen und aller derer gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.“

Kann dem Papst, einem Kardinal, einem Priester heute ein Vorwurf gemacht werden? Doch sicher nicht. Seit 1500 Jahren hat die kirchliche Entwicklung stattgefunden. Alle sind in diese Tradition hineingeboren, sind darin geschult worden und gehen davon aus, dass alles richtig ist. Das Gleiche trifft auf alle Kirchen und ihre Geistlichkeit zu; alle haben ihre eigene Entstehungsgeschichte und ihre Tradition.

Jede Kirche hat ihre eigene Entwicklung erlebt. Die Gemeinde Jesu Christi aber ist, wie sie bei ihrer Gründung war. Wie die Kirchengeschichtsschreibung überzeugend darlegt, ging es bei den Glaubensrichtungen nicht mehr um die Bedeutung der Worte Jesu und der Apostel, sondern um die eigene Umdeutung, die alle ohne Ausnahme vorgenommen haben. Sie alle wurden in die Reichskirche hineingezwungen. Nach der Reformation kamen die verschiedenen Lehren wieder hervor. Und jetzt kehren alle, ungeachtet, was sie glauben, in die Kirche zurück.

Keine Kirche kann den Anspruch stellen, die Gemeinde Jesu Christi zu sein. Christus selbst baut Seine Gemeinde mit allen, die Gottes Gnade annehmen und ewiges Leben empfangen wie am Anfang. Aus allen Völkern, Sprachen und Nationen, aus allen Kirchen und Freikirchen, aus allen Religionen und Kulturen ruft Gott durch die Botschaft des Evangeliums die Seinen heraus. Während der gesamten Gnadenzeit erfüllt sich: „… und alle, soweit sie zum ewigen Leben verordnet waren, wurden gläubig.“ (Apg. 13, 47-49). Amen. Nie ist die Seligkeit an einen Menschen oder an eine Institution geknüpft worden. Von Anfang an gilt die göttliche Botschaft mit Blick auf den Erlöser: „Und es ist kein anderer Name den Menschen auf Erden gegeben worden …“ als HerrJesus Christus, in dem allein das Heil Gottes ist. Sein Ruf gilt noch heute: „Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid …“ (Matth. 11, 28). Deshalb kann ein Bote Gottes den Hörern in einer Predigt zurufen: „Glaubet an den Herrn Jesus Christus, so werdet ihr gerettet werden.“ Der Glaube an eine Kirche ist doch gar nicht Glaube an Gott — kann es nicht sein. Es gilt allein der Glaube an den einen wahren Gott, der sich uns in Jesus Christus offenbart hat. Durch ein persönliches Heilserlebnis werden die Menschen zu einer lebendigen Hoffnung wiedergeboren (Joh. 3, 1-10; Jak. 1, 18; 1. Petr. 1, 22-25)

Dennoch haben alle Religionen, alle Kirchen ihre Existenzberechtigung. Wer nicht den Ruf Gottes hört und in das ewige Leben eingehen will, wird bleiben, wo und was er ist. Alle biblisch Gläubigen sollen sich aber allein an das halten, was in der Bibel steht. Es gibt im Grunde genommen nur zwei Glaubensbekenntnisse: Das eine ist die Lehre der Apostel und Propheten (Eph. 2, 20), die bis ins kleinste Detail die Lehre Jesu Christi ist, wie wir sie in der Bibel bezeugt finden. Das andere ist die Lehre, wie sie in den Glaubensbekenntnissen der Kirchen festgelegt worden ist. Das eine ist biblisch, das andere wird als „biblisch“ bezeichnet. Das eine ist apostolisch, das andere wird als „apostolisch“ bezeichnet. Und so hart es auch klingen mag: das eine schließt das andere aus. Alle haben die Möglichkeit, sich selbst zu entscheiden, und jeder wird dann vor dem gerechten Richter stehen, der allerdings nur gemäß Seinem Wort das Urteil sprechen wird.

Warum wird die Fehlentwicklung der Kirche im römischen Reich bis hin zu ihrer Spaltung im Jahr 1054 und danach in ihren einzelnen Etappen verschwiegen? Warum wird nichts mehr mit der Heiligen Schrift verglichen? Was ist denn maßgebend? Was trägt das Siegel Gottes? Glaubt denn heute noch jemand an die Pippinsche oder Konstantinische Schenkung? Ist nicht erwiesen, dass es der Kirche Roms um weltliche Macht ging, die im Namen des Christentums ausgeübt wurde? Wiederholt es sich jetzt nicht in all den Volks- und Staatskirchen in den verschiedenen Ländern, dass Religion und Politik gemeinsame Sache machen? Doch wir fragen: Was hat das mit der wahren Gemeinde Jesu Christi zu tun? Gott hat es selbst so entschieden, dass die frohe Botschaft — das ewiggültige Evangelium Jesu Christi aller Welt gepredigt wird und dass alle, die das Heil Gottes in Christus annehmen, Vergebung der Sünden erlangen. Denn so spricht unser Herr: „Wenn ihr nicht glaubt, dass Ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben …“ (Joh. 8, 24).

Nur die Gläubiggewordenen, die durch Buße und Bekehrung ihr persönliches Heilserlebnis machten, ließen sich gemäß dem Missionsbefehl in Mark. 16: „Wer da glaubet und getauft wird …“ und wie es in der ganzen Apostelgeschichte und später bestätigt wird, auf den Namen des Herrn Jesus Christus taufen. Sie erlebten dann ebenfalls die Verheißung, die zuerst aus dem Munde Johannes des Täufers gegeben (Matth. 3, 15) und von unserem Herrn selbst in Apg. 1, 5 bestätigt wurde: „… denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden …“ Nichts ist bei biblisch Gläubigen eine Amtshandlung, alles ist Gottes übernatürliches Wirken in den Menschen, die zum seligmachenden Glauben an Jesus Christus gekommen sind. Buße als Reue über das Leben, das wir ohne Gott geführt haben, Bekehrung als Umkehr von dem breiten auf den schmalen Weg, Wiedergeburt aus dem Samen des Wortes Gottes (Jak. 1, 18; 1. Petr. 1, 23), Erneuerung im tiefsten Inneren durch den Heiligen Geist gemäß Tit. 3 — das alles sind persönliche Erfahrungen, die ein Mensch macht, wenn er gläubig wird. Jeder muss es selbst erleben, dass Gott eine persönliche Beziehung zu uns hergestellt hat und dass wir als Menschenkinder zur Gotteskindschaft berufen worden sind. Allen kann der Rat gegeben werden, nur Gott zu glauben und die Heilige Schrift als das einzig gültige Muster für Glauben, Lehre und Praxis zu respektieren.

Aus der Kirchengeschichte sind uns die Erweckungen, die seit der Reformation stattgefunden haben, bekannt, ebenso die Streitfragen. Martin Luther und andere gaben zu seiner Zeit durch die Predigt weiter, was sie persönlich erlebt hatten: die Gnade und die Rechtfertigung durch den Glauben an Jesus Christus, den Erlöser. Dann folgte die Erweckung unter John Wesley und vielen anderen, die einen Schritt weiter gingen und neben der Rechtfertigung auch die persönlich erlebte Heiligung aus dem Wort verkündigten. Es folgte John Smith mit vielen anderen, die mit der Taufe der Gläubiggewordenen durch Untertauchen die neu ausgebrochene Erweckung persönlich erlebten. Die vergangenen Jahrhunderte sind tatsächlich durch Erweckungen geprägt, die immer tiefer führten und dem Worte Gottes und dem urchristlichen Zeugnis immer näher kamen. In jeder Erweckung ging es darum, dass alle, die der Botschaft ihrer Stunde glaubten — ob Rechtfertigung, ob Heiligung, ob Erfüllung mit dem Heiligen Geist gelehrt wurde —, dies auch in der Tat erlebten. Martin Luther konnte die Rechtfertigung erst predigen, nachdem er sie ganz persönlich erlebt hatte. So war es auch mit John Wesley. Er hat die Heiligung im Wort persönlich erlebt und dann gepredigt. So war es mit John Smith, welcher der Taufe der Gläubiggewordenen zum Durchbruch verholfen hat. So geschah es auch in der Pfingsterweckung. Erst haben die Brüder zunächst in Los Angeles, dann überall auf Erden die Geistestaufe erlebt, danach verkündigten sie diese Erfahrung und alle, die ihrem Zeugnis glaubten, haben es ebenfalls persönlich erlebt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat der treue Herr selbst eine Berufung ausgesprochen und damit eine Sendung gegeben. Im Hinblick auf die nahe Wiederkunft Jesu Christi wurde am 7. Mai 1946 William Branham ähnlich wie der Apostel Paulus damals direkt beauftragt, die ursprüngliche göttliche Botschaft zu predigen, die dem zweiten Kommen Christi vorausgeht. Seit den Tagen unseres Herrn und der Zeit der Apostel hat es einen solchen Dienst auf Erden nicht mehr gegeben: Kranke wurden gesund, Blinde konnten sehen, Taube hören, Gelähmte gehen, sogar einige Tote wurden auferweckt. Das volle Evangelium wurde wie am Anfang jetzt wieder gepredigt und auf übernatürliche Weise direkt bestätigt. Es ist allgemein bekannt, dass etwa 500 Evangelisten in den USA durch das, was sie in den Versammlungen Branhams sahen und erlebten, inspiriert wurden und ihren Dienst begannen. So ist die große weltweite Erweckung, in der das Heil der Seele und die Heilung des Leibes gepredigt und erlebt wurden, in kurzer Zeit bis an die Enden der Erde gedrungen. Ich selbst war während der Jahre 1955 bis 1965 Augen- und Ohrenzeuge dieses einmalig gewaltigen Dienstes.

Jetzt geht es nicht mehr um Teilwahrheiten wie in den vergangenen Jahrhunderten, jetzt ergeht die Verkündigung des vollen Evangeliums mit allen Erlebnissen, die Darlegung des gesamten Heilsratschlusses Gottes — die völlige Wiedererstattung der göttlichen Heilsordnung in der Gemeinde Jesu Christi. Es erfolgt die Herausrufung derer, die bei der Wiederkunft Jesu Christi bereit sein möchten. Gemäß Matth. 25 ergeht jetzt der Ruf: „Siehe, der Bräutigam kommt! Macht euch auf, Ihm zu begegnen!“ Alle, die zur Brautgemeinde gehören, vernehmen die Stimme des Bräutigams. Diese letzte Botschaft muss hundertprozentig mit der ersten Botschaft übereinstimmen, damit allen, die zur Gemeinde Jesu Christi gehören, dieselben Lehren über Gottheit, Taufe, Abendmahl etc. etc. verkündigt, von ihnen geglaubt und erlebt werden. Nicht alle, die ,Herr, Herr‘ sagen, werden in das Reich Gottes eingehen, auch wenn sie geweissagt und Wunder gewirkt haben (Matth. 7, 21-23), sondern nur diejenigen, die den Willen des himmlischen Vaters jetzt wirklich tun. Mit dem Begriff „Endzeitbotschaft“ ist die Herausrufung aus allen Traditionen, aus grundsätzlich allem, was nicht mit Gott und Gottes Wort übereinstimmt, verbunden (2. Kor. 6, 14-18; Offbg. 18, 4).

Niemand wird bestreiten, dass sich das Christentum in einem großen Chaos, in der direkten babylonischen Verwirrung und Gefangenschaft befindet und dass alle ihre eigene religiöse Sprache sprechen. Deshalb erfolgt jetzt die Herausführung des Volkes Gottes aus allem, was uns von Gott und voneinander trennt, und die Zurückführung in die Übereinstimmung mit dem gesamten Wort. Wer aus Gott ist, wird die Stimme Gottes hören und verstehen, was der Geist den Gemeinden jetzt sagt. Allen, die aufrichtig suchen, kann ich nur um ihrer eigenen Seligkeit willen zurufen: „Heute, so ihr Seine Stimme höret, verstocket eure Herzen nicht!“ Amen. Amen bedeutet: So sei es!

Krefeld, im Juni 2005