Circular Letter
Rundbrief März 1984
Ewald Frank
Navigate
Kapitoly
expand_more
Navigate
Kapitoly
Navigate
Kapitoly
Jump to any chapter without leaving the reader.
Kapitola 3
Besondere Weisungen
3 / 6
„Weil ich nun Gottes Beistand bis auf den heutigen Tag gefunden habe, stehe ich da und lege Zeugnis vor hoch und niedrig ab.” (Apg. 26:22).
Mit tiefer Dankbarkeit denke ich an all die herrlichen Führungen und besonderen Weisungen des HErrn im Laufe der vergangenen Jahre. Wer die folgenden Erlebnisse nicht glauben kann, dem bin ich nicht böse. Auch ich hätte meine Mühe damit, wenn mir jemand etwas Derartiges berichten würde. Außer Br. Branham habe ich keinem geglaubt, der behauptet hat, Gott hätte zu ihm geredet. Doch die außergewöhnlichen Erlebnisse, die ich hin und wieder hatte, kann mir niemand nehmen. Sie waren jedesmal so ehrfurchtgebietend und überwältigend, daß mir kein Raum für eigene Gedanken blieb. Einige davon werden den meisten von euch bekannt, andere werden euch neu sein.
Das, was sich am 2. April 1962 vor Tagesanbruch ereignete, als der HErr mit gewaltiger Stimme hörbar zu mir sprach, braucht hier nicht mehr in den Einzelheiten berichtet zu werden. Sicher habt ihr mein Zeugnis darüber bereits gehört oder gelesen. Zwar überwältigt es mich jedesmal aufs neue, wenn ich die Stimme des HErrn höre, doch dieses Erlebnis war für mich von ganz besonderer Bedeutung und einmalig in seiner Art. Ich befand mich tatsächlich außerhalb des Leibes und sah meinen Körper, wie er dort stand. Es war, als spräche der HErr mit Seiner ganzen Autorität aus der Ewigkeit in die Zeit hinein. Ich dachte, die Welt bliebe bei diesem Allmachtswort stehen.
Besonders dankbar war ich für die Warnung, die der HErr mir an einem Morgen gegen 10.00 Uhr gab. Wie immer kam die mächtige Stimme von halb rechts oben, und es hieß: „Sage die Reise nach Indien ab!” Ich verließ den Raum, setzte mich ins Auto, fuhr ein wenig hinaus und betete. Die Reise sollte in einigen Tagen beginnen, die Versammlungen waren anberaumt, alle Säle gebucht. Ich dachte, die Brüder würden zutiefst enttäuscht sein, wenn ich mein Wort nicht halte. All das sagte ich dem HErrn. Doch nachdem ich um kurz vor 12.00 Uhr zurückgekommen war, erscholl die gleiche Stimme zum zweitenmal, jedoch lauter und mit noch mehr Nachdruck: „Sage die Reise nach Indien ab!” In diesem Augenblick wußte ich, was ich zu tun hatte. Ich sandte den Brüdern Telegramme, weil die Mitteilung per Brief nicht mehr rechtzeitig angekommen wäre, und informierte das Reisebüro entsprechend.
Als ich am Flugtag um 8.00 Uhr die Nachrichten hörte, erfuhr ich, daß genau das Flugzeug, mit dem ich von Bombay nach Madras geflogen wäre, mit 95 Passagieren an Bord kurz nach dem Start über dem Flughafen in Flammen aufgegangen und abgestürzt war, ohne daß ein Passagier überlebt hätte. Meinem treuen HErrn konnte ich nur noch für Seine Gnade danken.
Eine der gewaltigsten Weisungen, was die Verkündigung betrifft, war für mich das Ereignis in Marseille, das ich bereits im letzten Rundbrief erwähnt habe. Dort zeigte mir der HErr durch das Wort aus 2. Tim. 4, daß ein wahrer Knecht Gottes nur das, was im Wort geschrieben steht, predigen kann. Deshalb ist jeder Versuch, über die sieben Donner zu predigen, absolut unbiblisch, denn der HErr gestattete nicht, daß sie niedergeschrieben wurden (Offbg. 10:4). Es lohnt sich, darüber nachzudenken, warum Br. Branham nicht über sie predigen durfte, obwohl es ihm ein Anliegen war. Wie wichtig die Aufforderung ist: „Verkündige das Wort!”, wird uns umso klarer, je deutlicher wir sehen, wie die Menschen sich von der Wahrheit abwenden und den schrecklichsten Irrtümern verfallen. Bis an mein Lebensende werde ich daran festhalten: Nur was als Wort Gottes niedergeschrieben wurde, kann gepredigt werden. Was nicht in der Bibel steht, müssen wir Gott allein überlassen. „Das noch Verborgene steht beim HErrn, unserm Gott, aber das bereits offenbar Gewordene ist für uns und unsere Kinder für alle Ewigkeit bestimmt.”(5. Mose 29:29)
Einmal wurden wir nach einem Gottesdienst zu Br. Turnwald zum Gebet gerufen, der todkrank war. Bruder Russ und Bruder Schmidt saßen bereits im Auto, ich ging noch in die Kapelle zurück, um das Salböl zu holen. Als ich wieder herauskam und noch etwa acht bis zehn Meter vom Wagen entfernt war, erscholl die Stimme des HErrn: „Gehe hin und lese ihm das Wort, das der Prophet Jesaja an Hiskia gerichtet hat.” Ich sagte es gleich den beiden Brüdern, und wir fuhren los. Am Krankenbett beteiligte ich mich zunächst nicht am Gespräch, weil ich nach dieser Bibelstelle suchte. Als ich sie gefunden hatte, berichtete ich, was der HErr mir geboten hatte. Schwester Turnwald, die, mir gegenüber, auf der anderen Seite des Bettes stand, rief mit ergriffener Stimme aus: „Das Wort habe ich meinem Mann heute morgen vorgelesen.” Die Gegenwart Gottes erfüllte den Raum, ich las das angegebene Wort, danach beteten wir, und Gott bestätigte es gemäß Seiner Verheißung.
Ein anderes Mal ereignete es sich, als Schwester Witt aus Bielefeld mit einem ganz neuen Wagen nach Krefeld zu den Versammlungen gekommen war. Das Fahrzeug war noch keine tausend Kilometer gelaufen und sprang nicht mehr an. Schon am Samstag nachmittag und abend hatten die Fachleute unter unseren Brüdern erfolglos daran gearbeitet. Auch der Sonntag verging, ohne daß sie den Wagen zum Laufen bekamen. Nach der letzten Versammlung am Sonntag, als ich gerade den Gebetsraum neben der Plattform verlassen wollte und etwa in der Mitte des Raumes angekommen war, hörte ich die Stimme des HErrn: „Gehe hin, sprich das Wort, denn die Frau soll vor ihrem ungläubigen Mann nicht zuschanden werden.” Sofort ging ich hinaus und traf Schwester Witt, ihre beiden Kinder und Bruder Brozda, als ich von der Rückseite des Gotteshauses her kam. Alle ihre Versuche waren vergeblich gewesen, und sie hatten den Wagen stehenlassen. Ich erhob meine rechte Hand, sprach das Wort des HErrn aus, wie mir geboten worden war, und sagte: „Gehe hin und starte den Wagen!”
Unsere teure Schwester wollte mit einer Geste ausdrücken, daß es sinnlos sei und wandte ein: „Es hat doch keinen Zweck!” Ich aber mußte sie unterbrechen und sagte: „Rede nicht, gehe hin und starte den Wagen!” In diesem Augenblick begriff sie, daß ich nicht von mir aus redete, denn sie machte kehrt und ging zum Wagen zurück. Wir anderen folgten ihr. Sie stieg ein, drehte den Zündschlüssel herum, und sofort lief der Motor. Die Tränen fielen ihr auf den Schoß, wir alle dankten dem HErrn, und danach begann für die drei die Heimreise.
Unterwegs hielten sie an einer Autobahn-Raststätte, starteten wieder und kamen wohlbehalten zu Hause an. Am nächsten Tag wollte ihr Mann mit dem Wagen fahren, doch er sprang wieder nicht an. Mechaniker wurden geholt, aber alle Mühe war vergebens: Der Wagen mußte zur Werkstatt abgeschleppt werden, wo man feststellte, daß die Einspritzpumpe überhaupt nicht funktionierte. Es mußte eine neue eingebaut werden. Das durch direkte Inspiration ausgesprochene Wort wird immer dem Willen Gottes entsprechend ausrichten, wozu es gesandt wurde.
PDF
EPUB