Circular Letter
Rundbrief März 1984
Ewald Frank
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Kapitola 4
Der HErr ist treu
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Voll Dankbarkeit blicken wir auf die herrlichen Segnungen und direkten Weisungen zurück, die der HErr in all den Jahren immer wieder gegeben hat. Doch wir mußten ebenfalls erleben, daß sich der Feind in unsere Mitte einschlich und ein Werk der Zerstörung begann, das seinen Höhepunkt im Mai 1979 erreichte. Vielen wurde unbeschreibliches Leid zugefügt; Verzweiflung und Ratlosigkeit blieb bei einigen Enttäuschten zurück. Nur der HErr kann den entstandenen Schaden wiedergutmachen.
Lange habe ich damit gezögert, die Ursachen und die Entwicklung, wie es dazu kommen konnte, aufzuzeigen und die Dinge beim Namen zu nennen. Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich auch weiterhin schweigen und alles mit ins Grab nehmen, falls der HErr verzieht. Doch weil der Feind an kostbaren Seelen Gottes sein Anrecht geltend macht, muß er samt seinen Machenschaften entlarvt werden. Hier geht es nicht darum, daß Menschen bloßgestellt werden, sondern darum, aufrichtigen Geschwistern zu helfen, damit sie wieder zurechtfinden.
Viele wissen, daß die Geistesgaben in unserer Mitte jahrelang von Gott als hundertprozentig echt erwiesen und bestätigt worden sind. Obwohl mir bewußt war, daß auch hausgemachte Weissagungen gegeben werden, habe ich das bei uns für unmöglich gehalten. Ich ging davon aus, daß etwas Wahres nie falsch werden kann und umgekehrt. Bekanntlich beinhaltet eine allgemeine Weissagung drei Dinge: Erbauung, Ermahnung und Trost (1. Kor. 14:3). Dazu benötigt der Gabenträger vorher keine Vision; die Inspiration des Geistes genügt. Wenn aber ganz konkrete Weisungen gegeben werden, kommt es vor, daß Gott vorher ein Gesicht gibt. Als ich deshalb Anfang Juni 1976 in Bremen durch eine Weissagung aufgefordert wurde, einen Bruder mit seiner Frau zum Dienst zu weihen, stand ich unter dem Eindruck, daß dem so war. Sie lautete: „Siehe, so spricht der Herr: Mein Knecht, wahrlich, ich habe dich in ein großes Werk hineingestellt, und ich habe gesehen deine Treue und deine Arbeit. Und siehe, heute weihe mir Bruder K. und Schwester R. zum Dienst, denn die Zeit ist gekommen, wo sie eingesetzt werden sollen und wo sie beginnen sollen, dir zu helfen und dir die Arme zu stützen, denn ich habe gesehen all deine Arbeit, und ich weiß der Mühe und darum: so weihe sie mir heute und erweitere das Werk, tue, was ich dir in das Herz hineingelegt habe, denn es ist nicht Menschengeist sondern Gottes Geist, der dich führt. Erweitere das Werk in Kürze und in Eile, denn mein Kommen ist nahe!“ Ich kam dieser Anordnung nach, ohne auch nur im geringsten an der Echtheit zu zweifeln.
Dies war der Anfang der bereits erwähnten tragischen Entwicklung, die, wenn Gott nicht gewehrt hätte, in einer totalen Zerstörung gemündet wäre. Obwohl es für die beiden praktisch unmöglich war, den Aufgaben in vollem Umfang nachzukommen, habe ich es aufgrund der Weissagung für meine Pflicht gehalten, sie dazu heranzuziehen. Sie gerieten dadurch in einen furchtbaren inneren Konflikt. Die Ältesten hielten es nicht für richtig, daß solch ein junger Mann in den Predigtdienst eingesetzt werden sollte. Dadurch entstand ein Zwiespalt unter den dienenden Brüdern und in der Gemeinde.
Von nun an folgte eine Weissagung nach der anderen. Einige wurden mit Namen gerufen und vor allen als Sünder, die Buße tun sollten, bloßgestellt. Öffentliche Sündenbekenntnisse sollten eine völlige Reinigung und Heiligung bewirken. Wir alle nahmen alles hin, doch das Resultat waren Zwietracht und Parteiungen, die sich innerhalb der Gemeinde breitmachten, bis schließlich alles beanstandet wurde: das Predigen, das Singen und das Spielen.
Obwohl wir in der Bibel und auch in den Predigten Bruder Branhams aufgefordert werden, jede Weissagung und die Geister zu prüfen, haben wir das versäumt, weil wir es nie für möglich hielten, daß sich falsche Geister auch bei echten Gabenträgern einschleichen können. Wir ließen unbeachtet, was Bruder Branham am 26. Dezember 1963 in der Predigt „Gemeinde-Ordnung” sagte: „… Wenn ihr einen Mann oder eine Frau antrefft, die ihr korrigieren müßt, und die betreffende Person gerät aus der Fassung, obwohl ihr die schriftgemäße Wahrheit darlegt, dann zeigt es, daß der Geist, der auf ihnen ist, nicht von Gott ist … denn manchmal habt ihr auch in diesen geringeren Diensten, wie in jedem anderen Dienst, Geister, die verkehrt sind. Seht, sie werden dort hineinfahren. Und das wollen wir nicht. Nein, wir möchten, daß diese Dienste dazu bereit sind, aufgedeckt zu werden, wenn sie bloßgestellt werden müssen, denn ihr braucht euch nicht darum zu sorgen, wenn etwas aufgedeckt wird, das von Gott ist. Es wird der Prüfung standhalten, wenn es von Gott ist … Trifft es dann genauso ein, wie die Auslegung es sagt, erheben wir unsere Hände und danken Gott für Seinen Geist, der unter uns ist. Wenn es nicht geschieht, dann tut es nicht mehr, bis der böse Geist aus euch heraus ist. Gott lügt nicht, Er ist von jeher die Wahrheit.”
Wir alle haben nicht bedacht, daß der Feind eine Lüge in 99% Wahrheit einbettet, wie er es seit dem Garten Eden tut, um die Sache glaubhaft zu machen. Kein Mensch hätte es von selbst erkannt, wenn der HErr mich nicht im September 1978 darauf aufmerksam gemacht hätte. Ich saß an meinem Eck-Schreibtisch, und zwar zum Fenster hingewandt, als ich laut und deutlich die Worte hörte: „Durchforsche die Apostelgeschichte, ob je ein Mann mit seiner Frau zum Dienst geweiht wurde!” Das drang mir durch Mark und Bein. Ich drehte mich nach rechts, wo meine Bibel lag, schlug sie auf und begann in der Apostelgeschichte zu lesen. Nach einigen Minuten sagte ich: „HErr, ich kenne die Apostelgeschichte und weiß, daß nie eine Frau mit ihrem Mann zum Dienst eingesetzt wurde.” Nun blieb mir nichts anderes übrig, als der Schwester zu sagen, daß ihre Weissagung unbiblisch war. Darauf erwiderte sie, daß die beiden ja nicht zum Dienst am Wort berufen worden sind, denn Bruder K. hätte ja gar keine Berufung. Die Schwester solle im Büro arbeiten, (obwohl sie damals bereits zwei Kinder hatte), und er bei der irdischen Arbeit mithelfen. Spontan antwortete ich, daß selbst die sieben Armenpfleger in der Apostelgeschichte weder durch eine Weissagung noch mit ihren Frauen gerufen worden seien. (Erst Jahre später sagte man mir: „Als ich R. und K. in den Saal kommen sah, kam mir der Gedanke…”) Von dem Tag an begannen sich, wie ich erst viel später merkte, die Angriffe gegen mich selbst zu richten. Das Vertrauen der Menschen in den mir übertragenen Dienst sollte systematisch, auf jede nur denkbare Weise zerstört werden.
Am 22. November 1978 versuchte ich in einer besonders anberaumten Gemeindestunde im Saalkeller darzulegen, was der HErr mir gesagt und durch Sein Wort bestätigt hatte. Da ich die Angelegenheit für einen einmaligen Ausrutscher hielt, wollte ich sie klarstellen, ohne offen vor der Gemeinde auszusprechen, daß die Weissagung unbiblisch gewesen war. In meiner Gutgläubigkeit nahm ich an, den Zwistigkeiten damit ein Ende gesetzt zu haben. Ich hatte nicht begriffen, daß es Satan war, der eine totale Zerstörung durch Gläubige unter Gläubigen geplant hatte.
Der Zweck sollte jedes Mittel heiligen. Hinter meinem Rücken war ein enger Kontakt zu der Schwester in Ost-Berlin geknüpft worden, wo wir von Zeit zu Zeit Versammlungen gehalten hatten. Das wußte ich nicht, als ich am 24. Februar 1979 von einer Asien-Reise zurückkam und auf dem Züricher Flughafen Kloten landete. Doch ich wurde dort bereits erwartet und aufgefordert, mit nach Ost-Berlin zu fliegen, weil da eine Offenbarung Gottes meiner warte. Ich sträubte mich zunächst und wandte ein, daß der HErr überall zu mir reden kann, wenn Er mir etwas sagen möchte. Am 26. Februar gab ich schließlich nach und gehorchte, wie schon so oft vorher, denn ich wollte die angekündigte Erweckung doch um keinen Preis aufhalten.
Auch Geschwister, die irgendwelche Nöte hatten, wurden daraufhin ohne mein Wissen zu der neuernannten „Prophetin” geschickt. Sie nahm sie in ein extra Zimmer, dort mußten sie ihr Herz ausschütten, und anschließend erfolgte eine „Weissagung”. Manche berichteten sogar, daß Teufel ausgetrieben wurden. Mir gegenüber erwähnte man wohlweislich nichts von einer „Teufelaustreibung”, denn daran hätte ich sofort erkannt, daß die ganze Sache unbiblisch sein mußte, weil es keiner Frau zusteht, Teufel auszutreiben. Aber mit dem „SO SPRICHT DER HERR” konnte man mich hinters Licht führen, weil ich nie damit gerechnet hätte, daß Menschen damit einen vorsätzlichen Betrug begehen würden.
Am 6. Mai 1979 sollte dann endlich die völlige Reinigung der ganzen Gemeinde stattfinden. Durch die vorhergehende Predigt veranlaßt, glaubte jeder einzelne, nur durch ein öffentliches Sündenbekenntnis dem angekündigten gewaltigen Wirken des Geistes den Weg bahnen zu können. Was aber wurde gleich danach offenbar? Haß, Neid, Eifersucht, Bosheit mit allem, was dazugehört. Es hat sich bewahrheitet, was an jenem Sonntag, nachdem ich mich auf dem Podium in der Ecke gesetzt hatte, in meinem Herzen sprach, als liefe eine Schallplatte in mir ab: „Das Kreuz, die Versöhnung und Vergebung wurden beseitigt, die Feindschaft und Unversöhnlichkeit aufgerichtet.” Es war genau 12.45 Uhr.
Während ich noch dort saß, ging plötzlich die Tür zu dem Raum neben der Plattform auf und Schwester F., die sich Schwester W. zu Hufe geholt hatte und mit ihr auf dem Fußboden kniete, gab mir zu verstehen, daß ich hereinkommen sollte. Ich winkte ab und blieb sitzen. Dann ging die Tür noch weiter auf. Jetzt lagen beide der Länge nach auf dem Fußboden und schlugen mit dem Kopf gegen die Erde. Ich konnte es nicht mehr mitansehen, erhob mich und ging hinein. Mir wurde gesagt, daß ich sofort nach Berlin fahren solle, denn dort würden mir die Weisungen gegeben werden, wie nun das Wirken Gottes weitergehen sollte.
Wieder gab ich nach. In Berlin angekommen, bat ich darum, mir die angekündigten Weisungen zu geben, worauf die „Prophetin” in ein schallendes Gelächter ausbrach und sagte: „Ich weiß überhaupt nichts davon. Wer hat denn so etwas gesagt?” Was da in mir vorging, kann sich niemand vorstellen! Mir blieb nichts weiter übrig, als kurz darauf an einem Mittwoch Abend das, was am 5. und 6. Mai hier als von Gott hingestellt wurde, zu widerrufen, weil es ein teuflischer Betrug war. Mein Widerruf wurde falsch gedeutet und blieb wirkungslos. Damit wurde mir bewußt, welches Ausmaß die Zerstörung bereits angenommen hatte.
Als ich erkannte, daß ich hereingefallen und daß das Vertrauen der Leute in die Berufung und in den Dienst größtenteils zerstört worden war, wußte ich, daß ich für Gott kaum noch etwas ausrichten konnte. Damit war mir der Inhalt meines Lebens genommen, und es hatte für mich keinen Sinn mehr. Ich wollte meinem Leben deshalb ein Ende setzen. Im Juni 1979 ging ich noch vor Tagesanbruch auf dem weiten, flachen Sandstrand der dänischen Insel Fanø der herannahenden Flut entgegen. Noch ein letztes Mal dankte ich dem HErrn für das große Vorrecht, das Er mir gegeben hatte, Ihm dienen zu dürfen, legte Ihm meine Angehörigen und Sein Volk hin und schüttete Ihm mein Herz aus. Zum Schluß betete ich in der tiefsten Verzweiflung meiner Seele: „HErr, ehe ich jetzt zu Dir komme, sage mir doch, warum all dieses Leid über mich hereingebrochen ist.” Wie ein Donnerschlag ertönte es über mir, als das letzte Wort noch nicht verklungen war: „Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört hast.” Fast wäre ich von der Wucht der Stimme des HErrn, die wie immer von rechts oben kam, nach links umgestürzt. Das heranbrausende Wasser hatte mich fast erreicht. Als ich mich umwandte, sah ich die Lichter des Ortes und ging langsam zurück. Innerlich noch mehr zerrissen, warf ich mich in meinem Dachzimmer zu Boden und machte mir schlimme Vorwürfe. Als ich nicht mehr weinen und nicht mehr beten konnte, begann ich in der Bibel zu lesen, schlug sie dann aber wieder zu, weil ich kein Wort fand, das mich ansprach. Nachdem ich den HErrn weiter darum bat, mir doch ein Wort des Trostes zu geben, schlug ich sie wieder auf. Der erste Blick fiel auf die Stelle in 1. Mose 3:17, wo es heißt: „Weil du der Aufforderung deines Weibes nachgekommen bist…”
Nun hatte ich vom Wort her die Bestätigung für das, was der HErr eine Stunde vorher als Antwort hörbar zu mir gesprochen hatte. Ich dachte an die Jahre zurück, in denen Gott meinen Dienst auf mannigfaltige Weise biblisch bestätigt hatte, und mir wurde klar, daß der HErr solange gesegnet hat, wie ich nur das befolgte, was Er mir persönlich gesagt oder in Seinem Wort geoffenbart hatte. Doch als ich auf Menschen hörte, die unter einer falschen Inspiration standen, war das Resultat verheerend.
Schon viel früher hätte ich mit dem Schwert des Geistes die Machenschaften Satans, die er so fromm und listig eingefädelt hat, zerschlagen sollen. Doch die Furcht, mich am Heiligen Geist zu versündigen, indem ich eine Weissagung antaste, hatte mich davon abgehalten.
So hoffnungslos die Lage der Gemeinde damals auch aussah, hat der HErr sie dem Feind doch nicht preisgegeben. Ein Überrest vergaß nicht, was Gott an ihnen getan hatte und blieb stehen, andere Geschwister fanden nach einer kurzen Zeit wieder zurecht. Auch die letzten werden noch erkennen, was eigentlich gespielt wurde, sich davon lösen, Gott um Vergebung bitten und ihren Platz in der Gemeinde des HErrn einnehmen.
Wer sich allerdings wie Kain weiterhin am Brudermord beteiligt, wird wie er sogar in der Gegenwart des HErrn fragen: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?” Da sagte der HErr zu Kain: „Wo ist dein Bruder Abel?” Er antwortete: „Ich weiß es nicht…,” Wenn ein Bruder so antwortet, dann lügt er, wie Kain gelogen hat, denn er wußte genau, wo er ihn liegen ließ. Auch heute weiß es jeder. Es könnte dann sein, daß derjenige unter demselben Geist steht, von dem Kain beherrscht war. Niemand behauptet, daß ein solcher Mensch zum Samen der Schlange gehört, doch es gibt auch solche, die auf dem Wege Kains gehen, denn so steht es geschrieben: „Wehe ihnen, sie sind auf dem Wege Kains gegangen und haben sich aus Gewinnsucht in die Verirrung Bileams verstricken lassen und sich durch ihre Auflehnung wie einst Korah ins Verderben gestürzt” (Juda-Brief). Zuerst regte sich Kain auf, so daß sich sein Angesicht finster senkte. Das geschieht bei denen, die auf seinem Wege gehen, noch heute. Plötzlich meint man, einen anderen Menschen vor sich zu haben. Es steht geschrieben, daß Kain über seinen Bruder herfiel (1. Mose 4:8), umgekehrt wäre es undenkbar. Jeder prüfe sich, ob er ein Abel oder ein Kain ist. Kannst du deinen Bruder zurücklassen und in der Gegenwart des HErrn noch so tun, als wäre nichts geschehen? Schreit nicht das Blut deines Bruders zu Gott?
Gewiß sind noch Brüder und Schwestern, die abseits stehen, die nur mitgerissen wurden. Wer noch weiterhin daran festhält, daß all die Aktionen von Gott waren, der verwechselt Gott mit dem Teufel, der kann Zerstörung nicht von Aufbau unterscheiden, der weiß nicht, was Segen und was Fluch ist. Seit wann sind denn Unversöhnlichkeit, Haß, Verleumdung und eine totale Feindschaft göttlichen Ursprungs? Es muß uns bewußt werden, daß Menschen, die nicht zum Aufbau beitragen, unter falscher Inspiration stehen, auch wenn sie meinen, Gott behilflich zu sein und Ihm einen Dienst zu erweisen. Wer nicht mit Ihm sammelt, der zerstreut. Wo ist die Liebe Gottes wirklich, die auf Golgatha offenbar wurde und die durch den Heiligen Geist in die Gläubigen ausgegossen wird? Sie tritt fürbittend für die Feinde ein, ist langmütig und freundlich, läßt sich nicht erbittern, sie deckt alles zu, usw.
Rückblickend können wir sagen, daß durch die Gnade Gottes die Missionsarbeit nicht nur weiterging, sondern sogar in verstärktem Maße fortgesetzt werden konnte. Obwohl Satan sein zerstörerisches Werk in die ganze Welt auszuweiten versuchte, hat Gott nicht nur die erhalten, welche die Wahrheit bereits erkannt hatten, sondern überall neue Menschen gerufen und zu Seinem Volk hinzugetan. Ohne daß wir unter dem Vorwand besonderer Offenbarungen Menschen anziehen mußten, durften wir durch die klare Verkündigung des reinen Wortes Gottes ein geistliches Wachstum erleben.
Bis auf weiteres gilt die letzte Aufforderung: „Versammle Mir Mein Volk, mit dem Ich den Bund geschlossen habe beim Opfer.” Dieser Weisung möchte ich nachkommen. Wir wollen uns vor dem HErrn im Namen Jesus versammeln und erkennen, daß Er einen Bund mit uns geschlossen hat, als Er selber zum Opfer wurde. Es geht nicht um leere Lehren, sondern um das volle, wiedererstattete Evangelium Jesu Christi, des Sohnes Gottes, das noch immer eine frohe Botschaft ist. Alle Söhne und Töchter Gottes werden sich auf den Siegesboden von Golgatha stellen und das ewiggültige Evangelium ganz neu als Gotteskraft erleben. Wir sind mit Gott versöhnt, unsere Sünde ist vergeben, unsere Schuld bezahlt. Uns ist Heil widerfahren. Gelobt sei der Name des HErrn! Jetzt geht es um den geistgewirkten Glauben, der aus der geistgewirkten Predigt des geistgewirkten Wortes Gottes kommt. Ein solcher Glaube ist eine Offenbarung, macht selig und bringt uns in Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Dazu sind uns doch die Original-Predigten, die im Auftrage Gottes gehalten und genauso gewiß in Seinem Auftrag übersetzt wurden, gegeben. Wir wollen uns nicht länger vom Feind täuschen lassen, sondern als bluterkaufte Schar erkennen, daß wir alle die Gnade Gottes benötigen. Wir sind teuer erkauft, deshalb wollen wir zur Ehre Gottes leben.
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