Circular Letter

Rundbrief Dezember 2016

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 8 calendar_month 23. 12. 2016

Navigate

Kapitoly

expand_more

Navigate

Kapitoly

Jump to any chapter without leaving the reader.

Kapitola 4

Das 500. Jubiläumsjahr der Reformation

4 / 8

Vom 31. Oktober 2016 bis zum 31. Oktober 2017 begeht die Evangelische Kirche das 500-jährige Jubiläum der Reformation durch Luther. Dieses Reformationsjubiläum wird nicht nur in Deutschland, sondern weltweit begangen. Sogar die katholische Kirche feiert mit: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm haben sich darauf geeinigt, dass beide Kirchen das Jubiläum in einer ganzen Reihe von Veranstaltungen gemeinsam begehen. Dadurch soll „die Einheit im Glauben“ sichtbar gemacht werden.

Auf Weltebene sind die Feiern zum 500. Reformationsjubiläum in den schwedischen Städten Lund und Malmö gestartet – in dem Land, wo vor 70 Jahren der Lutherische Weltbund gegründet wurde. Der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Bischof Munib Younan, und das Oberhaupt der katholischen Kirche feierten mit 10.000 Teilnehmern im Stadion von Malmö. Anlässlich des gemeinsamen ökumenischen Gebetes in der Lutherischen Kathedrale von Lund hielt Papst Franziskus eine kurze Ansprache, die er mit dem Text aus Joh 15:4 eröffnete: „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch“. In Lund hat Papst Franziskus zusammen mit Bischof Younan am 31. Oktober 2016 auch eine Erklärung zum gemeinsamen Abendmahl unterzeichnet. Die gemeinsame Erklärung begann ebenfalls mit den Worten in Joh 15:4: „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.“ Es geht darin um Versöhnung und die Heilung der Wunden, die sie einander zugefügt haben, und die Erkenntnis, dass das Verbindende größer sei als das Trennende. Beide Seiten verpflichten sich, die Hindernisse zu beseitigen, um in die volle ökumenische Einheit zu gelangen. Ziel ist das gemeinsame Abendmahl. Durch das gemeinsame Bemühen will man sich „der Macht des Dreieinen Gottes“ öffnen, heißt es.

Die konkrete und volle Einheit soll durch die katholische Eucharistie-Feier mit dem evangelischen Abendmahl zum Ausdruck kommen. Die sind aber grundverschieden, wie im Heidelberger Katechismus unter Frage 80 ersichtlich: Gedächtnismahl (1Kor 11:25), nicht erneute Opferung.

Glauben die evangelischen Wortführer überhaupt, was der Reformator gelehrt hat? Hat einer von ihnen Luthers Vorwort zum Propheten Daniel, Ausgabe 1545, gelesen? Hat jemand begriffen, was für einen prophetischen Ein- und Weitblick Luther damals hatte?

In seiner Vorrede hat er die vier aufeinanderfolgenden Weltreiche, von denen im Propheten Daniel die Rede ist, deutlich beschrieben: das Babylonische Reich, das Medo-Persische Reich, das Griechische Reich und das Römische Reich, das 63 vor Christus begann.

Alle religiösen Publikationen, selbst Tageszeitungen und Wochenzeitschriften beschäftigen sich mit der Reformation. Ist das Endziel nicht die Vereinigung aller Weltreligionen unter Rom, der Sieben-Hügel-Stadt – dem Vatikan? Wurden die Römischen Verträge am 25. März 1957 nicht im Vatikan unterzeichnet? Ist die ersehnte neue Weltordnung bereits in greifbare Nähe gerückt? Das muss alles gesagt werden, denn es ist biblische Prophetie in ihrer Erfüllung. Wir sind in der Endzeit angekommen und alles geschieht, wie es für die Endzeit vorausgesagt wurde.

Der Erlöser hat im hohenpriesterlichen Gebet natürlich nicht für die Vereinigung von zwei Kirchen oder aller Religionen gebetet, sondern für die Einheit der Erlösten: „IcH habe ihnen Dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht zur Welt gehören, wie auch ich nicht der Welt angehöre … Ich in ihnen und Du in Mir, auf dass sie zu vollkommener Einheit gelangen …“ (Joh 17:14+23). er ist der Weinstock und alle wahrhaft wiedergeborenen Gläubigen sind die Reben, in denen das göttliche Leben als die Frucht des Weinstocks offenbar wird. Die Einheit der Erlösten vollzieht sich unter Christus, dem Haupt der Gemeinde, die gemäß Apostelgeschichte, Kapitel 2, vor 2000 Jahren am Pfingsttag in Jerusalem gegründet wurde. Die Staatskirche im Römischen Reich wurde 325 n. Chr. durch das Konzil zu Nizäa gegründet. Die Reformation durch Luther, Melanchton, Zwingli, Calvin und ihren Vorgängern Wycliff und Hus war dann der Durchbruch einer geistlichen Erneuerung. Auch in den folgenden Erweckungen der Methodisten, Baptisten bis hin zur Pfingsterweckung in unserer Zeit war der Geist Gottes wirksam. Die biblisch Gläubigen gehen nicht nach Rom oder nach Nizäa, sondern nach Jerusalem zurück. Es geht um die Rückkehr zu Gott und Seinem Wort. Durch die letzte Botschaft vor der Wiederkunft Christi werden die Gläubigen zum Urchristentum zurückgebracht. Wir sind in dem Zeitabschnitt der Herausrufung, der Wiedererstattung und der Zubereitung angekommen, dürfen an dem Anteil haben, was Gott gegenwärtig tut, und erwarten die Wiederkunft Christi.