Circular Letter
Rundbrief Dezember 2016
Ewald Frank
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Kapitola 5
Die Rückkehr der Juden in ihr Land
5 / 8
Das jüdische Volk hat eine leidvolle Geschichte hinter sich. Nachdem es vor 2000 Jahren aus dem Land, das Gott ihnen gegeben hat, in alle Welt zerstreut wurde, gibt es seit 1948 wieder einen jüdischen Staat. Die Juden waren jahrhundertelang als fremde Minderheit und Religionsgemeinschaft betrachtet worden. Sie mussten in von Zäunen abgegrenzten Siedlungen leben. Ihnen wurde die Anerkennung als Volk verweigert. Mit dem ersten zionistischen Weltkongress 1897 in Basel mit Theodor Herzl qualifizierten sie sich wieder als Volk und meldeten Ansprüche auf ihren eigenen Staat an.
Am 2. November 1917 übermittelte der britische Außenminister Lord Arthur James Balfour der zionistischen Bewegung den Beschluss seiner Regierung, sie wolle bei der Errichtung einer „nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ behilflich sein. Seit 1922 hatte Großbritannien das Mandat über ganz Palästina. Am 29. November 1947 erfolgte der Beschluss der UNO-Generalversammlung: „Das britische Mandatsgebiet wird in einen arabischen und einen jüdischen Staat geteilt.“ Am 14. Mai 1948 rief David Ben Gurion die Gründung des Staates Israel aus.
„Als Israel 1948 gegründet wurde, zählte das Land etwa 806.000 Einwohner. 68 Jahre später, zum Unabhängigkeitstag 2016, sind es nach offizieller Statistik 8,522 Millionen“ (Israel Heute, Juni 2016).
Dem Volk Israel hat Gott viele Verheißungen gegeben, auch in Bezug auf das Verheißene Land. Jerusalem wird in der Bibel 780-mal genannt, der Berg Zion 157-mal – immer in Verbindung mit dem Volk Israel. Auch ihre Zerstreuung und ihre Rückkehr sind in der biblischen Prophetie vorausgesagt worden. Dazu folgende Bibelstellen:
„ … und sie werden durch die Schärfe des Schwertes fallen und in die Gefangenschaft unter alle Heidenvölker weggeführt werden, und Jerusalem wird von Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden abgelaufen sind“ (Lk 21:24).
„So wahr der Herr lebt, der die zum Hause Israel Gehörigen aus dem Nordland und aus all den Ländern, wohin Ich sie versprengt hatte, hergeführt und heimgebracht hat, damit sie wieder auf ihrem Grund und Boden wohnen!“ (Jer 23:8).
„ … Gib wohl Acht auf die Straße, auf den Weg, den du einst gezogen bist! Kehre heim, Jungfrau Israel, kehre heim zu deinen Städten hier!“ (Jer 31:21).
„Aber Ich will sie aus den Völkern sammeln und sie aus den Ländern, in die sie zerstreut worden sind, wieder zusammenbringen und ihnen das Land Israel zurückgeben“ (Hes 11:17)
„IcH will euch also aus den Heidenvölkern herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land zurückbringen“ (Hes 36:24).
„Doch wenn einst der Allherr Sein ganzes Werk am Berge Zion und an Jerusalem zum Abschluss gebracht hat …“ (Jes 10:12)
„Da wird dann der bleiche Mond erröten und die glühende Sonne erbleichen; denn der Herr der Heerscharen tritt alsdann die Königsherrschaft an auf dem Berge Zion und in Jerusalem, und angesichts Seiner Ältesten wird strahlender Lichtglanz sein“ (Jes 24:23).
Gemäß Hos 9:10 gilt der Feigenbaum als Symbol für Israel: „Wie Trauben in der Wüste, so fand Ich Israel, wie eine Frühfrucht am Feigenbaum in seinem ersten Triebe sah Ich eure Väter an.“
„Vom Feigenbaum aber mögt ihr das Gleichnis lernen: Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter hervorwachsen, so erkennet daran, dass es nahe vor der Tür steht“ (Mt 24:32; Mk 13:28).
Diese Entwicklung mit Israel sehen wir vor unseren Augen erfüllt.
Der Brief Balfours ist als „Balfour-Deklaration“ in die Geschichte eingegangen und gilt als Basis für die Entstehung des Staates Israels. Die Palästinensische Autonomiebehörde in Ramallah hat nun angekündigt, vom 2. November 2016 bis zum 100. Jahrestag am 2. November 2017 einen Kampf gegen die Balfour-Deklaration zu führen. Sie will gerichtlich gegen diese Erklärung vorgehen und fordert rückwirkend eine Entschädigung von London.
Wir glauben, dass Gott Sein Volk in das Verheißene Land zurückgebracht hat, um Seinen Plan für die letzte Zeit auszuführen. Daran ändert auch die Klage einer Volksgruppe nichts, die sich erst 1968 – also 51 Jahre nach der Balfour-Erklärung – konstituiert hat.
Allen Nationen, die sich gegen Israel erheben, hat Gott Gericht angekündigt: „ … da will Ich alle Heidenvölker versammeln und sie in das Tal Josaphat hinabführen, um dort mit ihnen ins Gericht zu gehen wegen Israels, Meines Volkes und Meines Eigentums, weil sie es unter die Heiden zerstreut und Mein Land aufgeteilt haben“ (Joel 4:2).
Die neueste UNESCO-Resolution, die den Tempelberg als „palästinensisches Kulturerbe“ und Israel als „Besatzungsmacht“ bezeichnet, zeigt, mit wie viel Blindheit Menschen geschlagen sein können. Der Tempelberg wurde im Alten Testament zuerst als der Berg Morija (1Mo 22:2), dann als Tenne des Jebusiters Ornan bekannt. David kaufte das ganze Berggelände für 600 Schekel Gold (1Chr 21:25) und erklärte in 1Chr 22:1: „Dies hier muss das Haus Gottes, des Herrn, werden und dies der Brandopferaltar für Israel!“ Bis zur Zerstörung durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. befand sich an der Stelle der zweite Jerusalemer Tempel.
Die Verheißung, dass der dritte Tempel auf dem gleichen Fundament erbaut wird, wo der erste und auch der zweite Tempel stand, wird sich erfüllen, denn in Offb 11:1 wird der neuerbaute Tempel in Verbindung mit dem Dienst der beiden Propheten ausgemessen.
Wir leben in dem Zeitabschnitt, in dem sich die biblische Prophetie vor unseren Augen erfüllt, auch wenn die Welt es nicht wahrnimmt. Wohl dem, der die Zeichen der Zeit, ja der Endzeit erkennt!
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