Circular Letter

Rundbrief Dezember 1984

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 5 calendar_month 26. 12. 1984

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Mit Dankbarkeit darf ich auf das vergangene Jahr zurückschauen. In jeder Hinsicht konnten wir mit Gottes Hilfe die uns gestellten Aufgaben wahrnehmen. Obwohl ich meine Missionsreisen auf ein Minimum herabsetzen mußte, war es mir trotzdem möglich, den Brüdern und Gemeinden überall dort, wo es am dringendsten war, zu dienen. Immer schenkte der HErr Sein Wort und machte es bei all denen lebendig und wirksam, die es im Glauben aufgenommen haben.

Wie immer hat sich auch diesmal keine der Voraussagen, die für das Jahr 1984 gegeben wurden, erfüllt. Der Monat Juli, der in besonderer Weise hervorgehoben wurde, kam und ging, ebenso das ganze Jahr. Doch das scheint weder diejenigen zum Nachdenken zu bringen, die solche Ankündigungen lautstark in Umlauf setzen, noch diejenigen, die ihnen Glauben schenken.

Der Gedanke, daß Gott mit Seiner Gemeinde weitergeht und immer Neues offenbart, hört sich wunderbar an. Wenn man dann aber fragt: „Was ist denn das Geheimnis der sieben Donner ganz konkret?”, so weiß es keiner. Es heißt lediglich: „Das ist ein Geheimnis, das nur die Braut erfährt. Es muß jedem persönlich offenbart werden.” Wer nach schriftgemäßer Substanz sucht, findet sie nicht. Es sind lediglich Wortspiele mit den Hauptbegriffen „Offenbarung” und „Geheimnis”.

Natürlich wird Bruder Branham alles zugeschrieben, ganz gleich, um welche Ansicht es sich handelt. Selbst wenn man ihm alle möglichen Aussprüche zuschreibt, zum Beispiel: „Ein helles Licht wird dort hervorleuchten, wo die schwarzen Tannen stehen.”, kommt kaum jemand auf die Idee, sich davon zu überzeugen, ob es auch der Wahrheit entspricht. Niemandem scheint dabei aufzufallen, daß die Tannen auch im Schwarzwald nur bei Nacht schwarz sind wie überall. Wie viele bittere Erfahrungen und innere Nöte könnten teuren Geschwistern erspart bleiben, wenn sie ihren Verstand auch in geistlichen Dingen nicht ganz außer acht lassen würden.

Dies trifft ebenfalls beim Lesen anderer christlicher Literatur zu. Immer wieder kommt es vor, daß uns Geschwister um Aufklärung über den Antichristen und die Zahl 666 bitten, über die darin geschrieben wurde. Es ist mir unbegreiflich, wie diejenigen, die das Buch „Die Offenbarung der sieben Siegel” gelesen haben, sich durch derartige Spekulationen in Unruhe versetzen lassen können. Die Zahl 666 hat doch weder mit einem Computer noch mit Kreditkarten oder Warencodierungen usw. das geringste zu tun. Es ist die Rede darin, daß die Zahl 666 die totale Kontrolle per Computer und Satelliten bedeutet. Das alles ist von dem, was die Bibel sagt, so weit entfernt wie der Osten vom Westen. Es ist lediglich eine „Panikmache”, die an der wirklichen Gefahr und an der Sache selbst meilenweit vorbeigeht. Wir werden in Zukunft bestimmt noch deutlicher begreifen, warum Gott einen Propheten sandte: nämlich, damit alle, die wirklich zur Gemeinde des HErrn gehören, erkennen, wer der Antichrist, wer der falsche Prophet und wer das Tier ist. Im übrigen haben wir ja schon darauf hingewiesen, daß gemäß der Bibel das Malzeichen des Tieres erst nach der Entrückung der Brautgemeinde einsetzen wird. Jeder kann in Offenbarung 13:11-18, selbst feststellen, daß es dabei um einen Menschen geht, dessen Zahlenwert 666 ist. Bruder Branham gibt die Erklärung darüber im Siegelbuch, Seite 96.

Ganz herzlich danke ich allen, die uns hier im Missionszentrum bei den mannigfaltigen Arbeiten und Aufgaben geholfen haben. Ebenso möchte ich auch denen von Herzen Dank sagen, die das Missionswerk im Gebet und in der Tat tragen. Ich schätze es sehr, daß es immer noch Menschen gibt, die den HErrn nicht nur in Gebeten und schönen Liedern ehren, sondern mithelfen, daß Sein Wort auf der ganzen Welt verkündigt werden kann. Ohne Eure Hilfe wäre das nicht möglich. Der HErr möge es Euch reichlich vergelten und nach Seiner Verheißung die Fenster des Himmels öffnen und Segen die Fülle schenken.

Gemeinsam wollen wir mit größter Anstrengung die uns zur Verfügung stehende Zeit nutzen und trotz aller Widerwärtigkeiten noch vielen Menschen das Heil und die Gnade anbieten, damit auch noch die letzten hereinkommen.

Getrost gehen wir in das Jahr 1985 und wissen, daß der HErr uns bis ans Ende führen und in Seiner Gnade und Seinem Wort erhalten wird, bis wir vom Glauben zum Schauen kommen. Wir haben kein eigenes Programm, das wir vorstellen, möchten uns aber in den ewigen Heilsplan Gottes einfügen lassen. Der HErr schenke, daß wir noch inniger mit Ihm und miteinander verbunden werden und gemeinsam in der Erwartung leben, die letzten Verheißungen erfüllt zu sehen. Es wird noch manche Hürde genommen werden müssen, doch der HErr hat verheißen, bis ans Ende mit uns zu sein. Der Liederdichter singt: „In allen Stürmen, in aller Not, wird Er uns beschirmen, der treue Gott.” Sein Wille geschehe mit mir, mit jedem von Euch und mit der Gesamtgemeinde, zur Ehre und zur Verherrlichung Seines Namens.

Euch allen wünsche ich für das Jahr 1985 alles Gute und Gottes Segen. Gedenkt meiner, des Dienstes und des gesamten Werkes in Euren Gebeten.

Im Auftrage Gottes wirkend

Br. Frank