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RUNDBRIEF März 1979

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 4 calendar_month 12. 3. 1979

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Kapitola 1

RUNDBRIEF März 1979

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„Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.“(Heb. 13:8)

RUNDBRIEF März 1979

Herzlich grüße ich Euch alle in dem teuren Namen des HErrn Jesus Christus mit dem Wort aus Heb. 6,13-14: „Nachdem Gott nämlich dem Abraham die Verheißung gegeben hatte, schwur ER, weil ER bei keinem Höheren schwören konnte, bei sich selbst mit den Worten: fürwahr. Ich will dich reichlich segnen und dich überaus zahlreich machen!' und auf diese Weise harrte jener geduldig aus und erlangte das Verheißene.“

Welch ein wunderbarer Text! Man muß das Kapitel bis zu Ende lesen, um den ganzen Zusammenhang zu erfassen. Jeder Gedanke, der darin ausgedrückt wird, ist von größter Bedeutung. Gott gibt nicht nur Verheißungen, ER steht auch dazu und gibt denen, die glauben, die absolute Gewißheit, daß sie in Seinem Worte ruhen dürfen. Wer glaubt, was Gott zugesagt hat, muß ausharren, bis es geschieht. Geduld tut uns not, damit wir das Verheißene empfangen.

Gott trat mit einem Eid für die Verheißung ein. Das war für Abraham eine zusätzliche Gewißheit, daß Gott wirklich meint, was ER gesagt hat. „Menschen schwören bekanntlich bei dem Höheren, und der Eid dient ihnen zur Bekräftigung, so daß alle Widerrede ausgeschlossen ist.“ Niemand kann das Wort Gottes außer Kraft setzen oder Seine Verheißungen für ungültig erklären. Alles, was Gott gesagt hat, bleibt bestehen. Doch nur bei denen, die glauben, wird es realisiert. „Aus diesem Grunde ist auch Gott, weil ER den Erben Seiner Verheißung das Unabänderliche Seines Ratschlusses in besonderem Grade dartun wollte, als Bürge mit einem Eid eingetreten.“

Wie wir festgestellt haben, geht es hier bei den Verheißungen um die Erben Seiner Verheißung. Abraham hatte eine Verheißung, die ihm das Erbteil sicherte. Isaak war aufgrund einer Verheißung geboren und wurde Erbe des gesamten Besitzes Abrahams. Wir sind Erben Gottes und Miterben Jesu Christi.

Was die Verheißungen und das göttliche Erbteil betrifft, so soll ein Beispiel gegeben werden. Das Volk Israel war Träger folgender Verheißungen: erstens für die Befreiung und Herausführung aus der ägyptischen Sklaverei, denn so hatte der HErr dem Abraham verheißen, daß sie nach 400 Jahren mit starker Hand herausgeführt werden; zweitens hatte Israel die Verheißung in das Land Kanaan gebracht zu werden. Diese beiden Hauptverheißungen erfüllten sich in einer mächtigen Weise unter Mose und Josua. In dem Augenblick, wo die Stunde Gottes schlägt, wird aus der Verheißung Wirklichkeit. Sie wird realisiert.

Das Volk Israel gelangte in den Besitz des verheißenen Landes. Zuerst spricht Gott zu uns durch Sein Wort. ER gibt Verheißungen, die wir im Glauben erfassen, doch dann gilt es Geduld zu bewahren, bis die Erfüllung eintritt.

In einem Testament wird festgelegt, was den Erben zugedacht ist. Nach dem Tode des Stifters wird es rechtskräftig. Der Nachlaß geht in den Besitz der Erben über. Zunächst steht es auf Papier, dann aber kann man seinen Fuß darauf setzen. Es wird Realität.

Gott schloss einen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. Die zwölf Stämme wurden Träger der Verheißungen. Schon während der Zeit in Ägypten hatten sie aufgrund der Verheißung eine berechtigte Hoffnung auf Befreiung. Ägypten stellt die Welt der Sünde und des Unglaubens und das weltliche Wesen dar — das Land Kanaan das Erbteil der Gläubigen.

Von Natur aus ist jeder Mensch unter die Sünde und das fleischliche Wesen gestellt. Doch plötzlich mahnt uns der Geist Gottes und wir werden zur Buße geführt und erleben die Kraft Gottes. Eine mächtige Herausführung aus der Versklavung der Sünde findet statt. Die Prüfungszeit folgt. Das zweite ist die Hineinführung in die Welt des Glaubens, in den Besitz des verheißenen göttlichen Erbteils. Derselbe Gott, der Israel unter Mose aus Ägypten herausführte, war es, der die Glaubenden unter Josua hineinführte. Derselbe Gott, der uns durch Christus erlöst und befreit hat, bringt uns durch die Kraft des Heiligen Geistes in den vollen Besitz der Verheißungen. Wohlgemerkt, wir besitzen nicht nur die Verheißungen, sondern kommen in den Besitz dessen, was darin in Aussicht gestellt wurde. „…damit wir durch zwei unabänderliche Tatsachen, bei denen Gott unmöglich getäuscht haben kann, eine starke Ermutigung besäßen, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die uns eröffnete Hoffnung zu ergreifen.“

Eine Hoffnung, die wir aufgrund des Wortes Gottes in uns tragen, die in den Verheißungen Gottes begründet ist, führt nicht zur Enttäuschung, sondern durch den Glauben in den Besitz dessen, was Gott zugesagt hat. „Darin besitzen wir ja gleichsam einen festen und zuverlässigen Anker für unsere Seele, der bis hinter den Vorhang reicht, wohin Jesus als Vorläufer uns zum Heil hineingegangen ist, insofern ER Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks geworden ist in Ewigkeit.“

Möchte doch dieses Wort uns gerade jetzt in besonderer Weise ansprechen. Im Glauben wollen wir vorwärts gehen und als Träger der Verheissungen Gottes unser Erbteil antreten. Der Gott Moses und Josuas ist unser Gott. „Möchtet ihr mit aller Kraft, wie es der Macht Seiner Herrlichkeit entspricht, zu aller Standhaftigkeit und Ausdauer ausgerüstet werden und mit Freuden dem Vater Dank sagen, der uns zur Teilnahme am Erbe der Heiligen im Licht tüchtig gemacht hat!“