Circular Letter
RUNDBRIEF März 1979
Ewald Frank
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Kapitola 2
Wie am Anfang
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Wir sind davon überzeugt, daß die Gemeinde am Ende so dastehen muß wie am Anfang. Es ist deshalb notwendig, daß wir alles, was am Anfang geschah, betrachten und Gott darum bitten, uns die gleichen Erlebnisse zu schenken. Das Zeugnis des Petrus in Apg. 11 beschäftigt mich in diesem Zusammenhang. Besonders geht es mir um den Ausspruch: „Während ich dann zu reden begann, fiel der Heilige Geist auf sie ebenso wie auch auf uns im Anfang.“
Mit dem Wort „auf uns im Anfang“ bezieht sich der Apostel auf die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die gläubig gewordenen Juden, die am Pfingsttage in Jerusalem geschehen war. Er selbst war dort mit dabeigewesen und wurde nun auch hier Augen- und Ohrenzeuge, als dasselbe unter den Heiden geschah. Es war genau dasselbe Erlebnis mit denselben Begleiterscheinungen. Wir alle sollten noch einmal den letzten Teil von Apg. 10 und den Anfang von Kap. 11 lesen und uns dabei die Frage stellen, ob auch wir den Heiligen Geist so empfangen haben wie die Gläubigen am Anfang.
Gerade in dieser Frage gibt es verschiedene Meinungen, doch für jede biblische Frage kann nurdie biblische Antwort maßgebendsein. Menschliche Ansichten mögen für den menschlichen Bereich Gültigkeit haben, aber im Reiche Gottes kann nur Gottes Wort gelten.
Nachdem Petrus den Hergang des Erlebnisses erzählt hat, läßt er uns die Gedanken wissen, die ihn bei dem Vorgang bewegten. Wir lesen: „Da dachte ich an das Wort des HErrn, wie ER sagt: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden.’“
Bei jedem Erlebnis, das von Gott kommt, müssen wir des Wortes Gottes gedenken, das im Zusammenhang mit dem Erlebnis steht. Der Apostel machte sich keine eigenen Gedanken, sondern dachte gemäß der Verheißung, die der HErr gegeben hatte. Was Menschen über geistliche Dinge denken oder sagen, führt doch nur zu einer falschen Beurteilung der Verheißungen und einer unbiblischen Einstufung der Erlebnisse. Sollten wir nicht alle gemäß dem Worte Gottes denken, reden und handeln, und damit zu einer völligen Übereinstimmung mit Gott und Seinem Worte kommen? Petrus führt weiter aus: „Wenn somit Gott ihnen die gleiche Gnadengabe verliehen hat wie uns, die wir zum Glauben an den HErrn Jesus Christus gekommen sind, wie wäre ich da imstande gewesen, Gott zu wehren?“
Dabei ging es um die Glaubenstaufe auf den Namen Jesu Christi bei denen, die mit dem Heiligen Geist getauft worden waren. Man kann dem Wirken Gottes nicht wehren und dem HErrn auch nicht vorschreiben, in welch einer Reihenfolge Sein Wirken stattfinden soll. In jedem Fall muß jeder Gläubige jedes Erlebnis, das im Worte Gottes gefordert wird, machen. Die Gläubigen müssen die Gnadengabe des Heiligen Geistes empfangen.
An Gott und Gottes Wort hat sich nichts geändert und auch an den Segnungen der Gemeinde nicht. Vom Heiligen Geist geleitet, hat Petrus es gleich zu Pfingsten bei seiner ersten Predigt deutlich ausgesprochen: „…so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Besonders in dieser Zeit brauchen wir die Ausrüstung mit der Kraft aus der Höhe. Unser HErr hat selbst gesagt: „Und siehe, Ich sende das Verheißungsgut Meines Vaters auf euch herab.“ Es ist nicht nur eine Verheißung, es ist ein göttliches Gut, ein Besitzen dessen, was in den Verheißungen in Aussicht gestellt wurde. Durch die Kraft des Heiligen Geistes werden wir aus der Theorie in die Praxis geführt. Das göttliche Leben wird offenbar.
Der Glaube braucht die göttliche Kraft. Diese Kraft ist der Heilige Geist, der die Worte Gottes in die Tat umsetzt. Wer an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, wirklich von Herzen gläubig geworden ist, wird das Verlangen in sich tragen, die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen, denn so spricht der HErr: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.“
Für uns, die wir am Ende der Gnadenzeit leben, gibt es nur einen Weg: wir müssen zum Anfang zurückkehren. Ehe sich Gott in der gleichen Weise offenbaren kann wie damals, müssen wir Ihn in derselben Weise erleben. Es liegt nur an uns, ob Gottes Wort bestätigt und die Verheissungen Gottes erfüllt werden. Wir müssen glauben wie die Schrift sagt, damit wirklich die Ströme lebendigen Wassers fließen können.
Petrus sagte abschließend: „Als sie das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott mit den Worten: ,So hat Gott also auch den Heiden die Buße zum Leben verliehen.’“ Offensichtlich betrachtete er das Erlebnis der Erfüllung mit Heiligem Geist als eine göttliche Bestätigung, daß den Menschen Buße und ewiges Leben durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt worden war. Das stimmt genau mit dem überein, was ER gleich am Anfang sagte. „Tut Buße! … und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Wir wollen nicht länger über diese so klaren biblischen Erlebnisse diskutieren, sondern von Herzen Gott darum bitten, sie uns zu schenken. Er möge uns so behandeln, wie ER unsere Brüder und Schwestern am Anfang behandelt hat, und an uns das gleiche tun. ER steht zu Seinem Wort. Ihm sei die Ehre!
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