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Rundbrief Dezember 1973

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 7 calendar_month 19. 12. 1973

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Kapitola 2

Israel in der Prophetie

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In diesem prophetischen Zeitalter erfüllt sich Gottes Wort vor unseren Augen in mannigfaltiger Weise. Gott tut Entscheidendes nicht nur in der Gemeinde, sondern auch in Israel. Er spricht: „An jenem Tage will ich Jerusalem zu einem Hebestein für alle Völker machen: alle, die ihn aufheben wollen, werden sich unfehlbar wund an ihm ritzen, wenn alle Völker der Erde sich gegen die Stadt versammeln.“ (Sach. 12, 3)

In diesen Tagen wurde die Aufmerksamkeit der gesamten Weltbevölkerung neu auf Israel gerichtet. Die meisten jedoch erkennen nicht, daß Gott der Herr die Weissagungen der Propheten erfüllt. Er selbst hat verheißen, daß Er Israel am Ende der Tage aus allen Völkern sammeln und in das verheißene Land zurückbringen wird. Er wird sie einpflanzen und niemand kann sie ausreißen. Er ist im Begriff, Seinen Segen und Sein Heil über Israel auszuschütten.

Die Gläubigen in aller Welt haben ungeachtet der Einstellung ihrer Regierung im Gebet an Israel gedacht. Während Israel gerade das große Versöhnungsfest feierte, überfielen sie die Feinde. Nirgends in der Welt finden wir solchen Haß wie zwischen den Nachkommen Isaaks und Ismaels. Beide können sich auf Abraham als ihren Vater berufen. Allein das Wort Gottes zeigt uns worin der Unterschied besteht. Paulus beschreibt in Gal. 4, 21-30 die Bedeutung der Söhne Abrahams. In Vers 22 steht: „Abraham hatte zwei Söhne, einen von der Magd und einen von der Freien. Jedoch jener von der Magd war nur sein fleischmäßig erzeugter Sohn, dieser von der Freien aber war ihm auf Grund der Verheißung geboren.“ Hierin liegt das Geheimnis. Die Verheißung, die Gott Abraham gab, galt nicht Ismael, sondern allein Isaak. Er war der rechtmäßige Erbe und empfing den Segen des allmächtigen Gottes. Die Bedeutung einer göttlichen Verheißung kann nicht überbewertet werden, denn mit ihr ist der Segen Gottes verbunden. In Vers 28 führt Paulus aus: „Ihr aber, liebe Brüder, seid nach Isaaks Art Kinder der Verheißung.“

Wahre Kinder Gottes sind Kinder der Verheißung. Sie glauben was Gott den Seinen verheißen hat, sie sind Erben Gottes und Miterben Jesu Christi. Das Sonderbare ist, daß die Israeliten die Araber, die Nachkommen Ismaels, nicht hassen, sondern jederzeit bereit sind, ihnen Liebe zu erweisen. Doch die Ismaeliten hassen die Israeliten, die Nachkommen Isaaks, mit einem Todhaß. Das, was sich im Natürlichen unter den Nachkommen Abrahams abspielt, sehen wir auch in der Christenheit verwirklicht. Diejenigen, die aus Gott geboren sind, die Verheißung des Wortes und des Geistes empfangen haben, werden von den anderen gehaßt und verfolgt.

Die Märtyrergeschichte beweist deutlich diese Tatsache. Paulus führt aus: „Wie jedoch damals der nach dem Fleisch erzeugte Sohn den nachdem Geist erzeugten verfolgt hat, so ist es auch jetzt der Fall.“ Die Gläubigen sind über die Vorgänge im Nahen Osten nicht verwundert, denn sie sehen darin die Erfüllung der Schrift. Obwohl es noch nicht abzusehen ist, welch einen Verlauf die Dinge nehmen werden, wissen wir doch, daß Israel in ein Bündnis einwilligen muß. Gemäß dem prophetischen Wort aus Dan. 9 werden die Juden für die letzten sieben Jahre in den Bund eintreten.

Bis jetzt waren keine direkten Friedensverhandlungen möglich, doch nun wird der Weg dazu frei. Dieser Krieg hat eine vorher nicht dagewesene, jedoch notwendige Situation geschaffen. Es wird unter dem Druck der Großmächte zu international anerkannten Grenzen kommen, denn die Schrift muß sich erfüllen: „Wenn sie sagen:,Jetzt herrscht Friede und Sicherheit, dann überfällt sie das Verderben plötzlich…’“ Die Feinde Israels werden zwar in den Grenzverlauf einwilligen, jedoch wird in ihnen der Haß weitersteigen, bis zu dem Tage, wo sie gemäß Hesekiel 38 und 39 mit all ihren Verbündeten über Israel herfallen werden. Die Juden sind sich dessen noch nicht bewußt, in welch einer Weise die Verheißungen sich erfüllen. Ihre Augen sind gehalten, wie Paulus es in 2. Kor. 3, 15 schreibt: „Ja, bis heute liegt, so oft Mose vorgelesen wird, eine Decke über ihrem Herzen.“

Unter den Auserwählten in Israel ist die Erwartung auf den Messias sehr groß. In ihren Herzen ist die Sehnsucht nach Erlösung und Befreiung. Die Zeit für Israel als ganze Nation bricht erst an, wenn die Vollzahl aus den Nationen in die Gemeinde eingegangen sein wird. Paulus schreibt weiter: „Sobald Israel sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggezogen.“ Das kann erst nach Entrückung der Brautgemeinde geschehen.

Wie können wir die Ereignisse dieser Zeit einordnen? Unter den wahrhaft Gläubigen geht es um die ernste Frage: Wie lange wird die Gnadenzeit wohl dauern und wann wird der Herr wiederkommen? Die Zeichen der Zeit sprechen deutlich zu uns. Der Feigenbaum steht in voller Blüte. Das prophetische Wort erfüllt sich vor unseren Augen.