Circular Letter

Rundbrief Dezember 1973

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 7 calendar_month 19. 12. 1973

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Mein Auftrag besteht allein darin, das von Gott geoffenbarte Wort weiterzugeben, die eingelagerte Speise auszuteilen. Ich möchte diesen Dienst gewissenhaft ausführen und mich in keine Spekulationen einlassen. Entschieden wenden wir uns gegen alle eigenmächtigen Deutungen der Heiligen Schrift und des geoffenbarten Wortes in dieser Zeit. Wir distanzieren uns bewußt von jedem Bruder und jeder Gruppe, die sich nicht allein an das Wort Gottes hält.

Es liegt auf der Hand, daß Gott der Herr das prophetische Wort in seiner Bedeutung und Erfüllung kundgetan hat. Auch hat der Herr alle biblischen Lehren in der Gemeinde neu auf den Leuchter gestellt. Der ganze Ratschluß Gottes ist verkündigt worden, wie Er es Seinem Knecht und Propheten geoffenbart hat. Es gibt jetzt keinen Anlaß dafür, daß wir uns auf gewisse Dinge festlegen sollten. Gott hat alles festgelegt, und das genügt. Ob nach Entrückung der Brautgemeinde bis zur Aufrichtung des tausendjährigen Reiches drei oder sieben Jahre sein werden, hat Gott schon bestimmt. Er wird keinen von uns danach fragen, was wir darüber denken oder für richtig halten. Für uns ist es wichtig, daß wir die Botschaft der Endzeit für unsere Zubereitung und Vollendung verwenden, damit wir am Hochzeitsmahl des Lammes teilnehmen. können.

Ein Knecht Gottes ist nicht streitsüchtig noch rechthaberisch. Er diktiert anderen sein Wissen nicht dogmatisch auf, sondern verkündigt das Wort Gottes in der Liebe Gottes, getrieben durch den Heiligen Geist. In 1. Kor. 2 hat Paulus den geistlichen Standpunkt, die wahre Einstellung eines Knechtes Gottes für die Verkündigung deutlich dargelegt.

Wir müssen in allem gründlich und wahr sein. Nach dem Heimgang Br. Branhams hatten wir in Europa Versammlungen mit Brüdern aus den USA. Was uns gesagt wurde, glaubten wir nach dem Wort der Schrift: „ … die Liebe glaubt alles.“ In den folgenden Jahren sind wir allem gründlich nachgegangen wie die zu Beröa, und forschten, ob es sich also verhielt. Wenn es sich um angebliche Aussprüche Br. Branhams handelt, nehmen wir als Grundlage der Prüfung allein die Tonbänder, auf denen alles festgehalten wurde, was Br. Branham in den Versammlungen gesagt hat.

Bis jetzt haben wir nicht gefunden, daß er von einem Kalender sprach, der sich selbst aufschlug und auf dem Jahr 1977 stehenblieb. Das Jahr 1977 hat er in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder erwähnt. An dessen Bedeutung ändert sich absolut nichts. Auch die Brüder aus den USA konnten diesen Ausspruch noch nicht finden. Man sagte mir lediglich, daß er in einem Manuskript gestanden habe. Wir müssen es also offen stehenlassen. Niemand sage: „Mein Herr kommt noch lange nicht“ und keiner lege sich fanatisch auf eine Zeit fest. Gewiß ist, daß die Wiederkunft Jesu Christi nahe bevorsteht. Zeit und Stunde aber weiß niemand. Möchten wir täglich wachen und bereit sein.