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RUNDBRIEF April 2018

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 6 calendar_month 22. 3. 2018

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Nach tausend Jahren der uneingeschränkten Machtausübung durch die Kirche fand eine geistliche Erneuerung und Rückbesinnung auf die Bibel statt. Martin Luther, Huldrych Zwingli, Jean Calvin, Schwenckfeld, Erasmus, Thomas Münzer, Melchior Hofman und andere, die gegen Papst und die Kirche protestierten, verhalfen der Reformation zum Durchbruch. Der Anschlag der 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg am 31. Oktober 1517 ist allgemein bekannt; der Auftritt Luthers am 17. April 1521 vor Kaiser und Fürsten in Worms ebenfalls. Sein Ausspruch: „Werde ich nicht durch Zeugnisse der Schrift oder klare Vernunftgründe überzeugt – denn ich glaube weder dem Papst noch Konzilien allein, da es am Tage ist, dass sie öfter geirrt habe –, so bleibe ich überwunden durch die von mir angeführten Schriftstellen und mein Gewissen gefangen durch Gottes Wort. Daher kann und will ich nichts widerrufen. Denn gegen das Gewissen zu handeln ist beschwerlich, unheilsam und gefährlich. Gott helfe mir, Amen!“ ist dokumentiert (Große illustrierte Kirchengeschichte, S. 136).

Leider übernahmen die neu entstandenen Kirchen – die lutherische, die reformierte, die anglikanische – ebenfalls das Nizäische Glaubensbekenntnis und sind bis heute bei ihrer Kindertaufe und in der Lehre der Trinität geblieben. Parallel dazu gab es besonders in den protestantisch gewordenen Gebieten weitere Erweckungen, so z.B. auch die der Wiedertäufer.

In der geistlichen Erneuerung haben die Verkündiger des Evange-liums Jesu Christi die biblischen Wahrheiten immer mehr betont. Vor allen Dingen wurde die Erlösung und Vergebung durch das Opferblut Christi gepredigt; viele Bekehrungen fanden überall statt. John Smith, der Gründer der Baptisten, John Wesley, durch den die Methodisten entstanden, Menno Simons, aus dessen Verkündigung die Mennoniten hervorgingen, William Booth, der Begründer der Heilsarmee, Dwight Moody, Georg Müller und viele andere haben das Evangelium verkündigt, indem sie Buße und Bekehrung zu Christus als persönliches Heilserlebnis betonten. Das Wort aus Röm 5:9 war nicht nur Luther, sondern allen Verkündigern des Evangeliums wichtig: „So werden wir also jetzt, nachdem wir durch Sein Blut gerechtfertigt sind, noch viel gewisser durch Ihn vor dem Zorn gerettet werden.“ Rechtfertigung vor Gott wird nicht durch eigene Werke erlangt, sondern durch den Glauben an die vollbrachte Erlösung durch Jesus Christus.

Es kann gesagt werden, dass die 500 Jahre seit der Reformation durch die verschiedenen Erweckungsprediger dazu genutzt worden sind, die Gläubigen tiefer in das Wort Gottes und in ein gottgeweihtes Leben zu führen. Der wahre Glaube kommt immer aus der Predigt des Wortes Gottes (Röm 10:17). Schon von Abraham, der als Vater des Glaubens gilt, steht geschrieben: „Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet“ (Röm 4:3; Hebr 11:8-10). Gott allein ist wahrhaftig; jeder Mensch ein Lügner (Röm 3:4).

Zum 500. Reformationsjubiläum 2017 sind tausende Artikel geschrieben worden, hunderte Veranstaltungen fanden statt. Doch bei genauer Betrachtung sind alle Kirchen und Freikirchen bei dem stehengeblieben, was sie bei ihrer Gründung als Glaubensbekenntnis festgelegt haben. Jetzt kehren die Tochterkirchen trotz aller Unterschiede in den Schoß der Mutterkirche zurück. Das ist „die Einheit in der Vielfalt“. Jesus, der Erlöser, meint aber eine ganz andere Einigkeit, nämlich die Einheit mit Gott in Übereinstimmung mit dem Wort und dem Willen Gottes: „Ich in ihnen und Du in Mir, auf dass sie zu vollkommener Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, dass Du Mich gesandt und sie geliebt hast, wie Du Mich geliebt hast“ (Joh 17:23).

Die letzte Botschaft vor der Wiederkunft Christi, die jetzt ergeht

Eine Stimme ruft laut: Hört dies, ihr Völker alle! Am Anfang des 20. Jahrhunderts brach durch die Ausgießung des Heiligen Geistes die Pfingst-Erweckung aus. Nicht nur 1906 auf der Asuza Street in Los Angeles, sondern auf allen Kontinenten erlebten Gläubige in besonderen Gebetsversammlungen das übernatürliche Wirken des Heiligen Geistes.

Im Ersten und auch im Zweiten Weltkrieg erhielten die Worte des Herrn aus Mt 24 eine besondere Bedeutung. Jesus sprach darin im Hinblick auf die Zeichen der Zeit von Kriegen und Kriegsgeschrei, von Hungersnöten und teuren Zeiten. Deshalb glaubte man in den Erweckungsversammlungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verstärkt an die nahe Wiederkunft Christi. In Lk 21 hatte der Herr ebenfalls von der Endzeit gesprochen und gesagt: „So sollt auch ihr, wenn ihr alles dieses eintreten seht, erkennen, dass das Reich Gottes nahe ist“ (V 31);

„Seid also allezeit wachsam und betet darum, dass ihr die Kraft empfanget, diesem allem, was da kommen soll, zu entrinnen und vor den Menschensohn hinzutreten!“ (V36).

Der Zweite Weltkrieg mit 60 Millionen Kriegsopfern und 6 Millionen ermordeten Juden hat die Welt nachhaltig verändert. Deutschland und Europa lagen in Trümmern. Die Auswirkungen des Krieges waren auf der ganzen Erde zu spüren, sogar im Pazifik, wo er durch die grauenvollen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sein Ende fand. Alle biblisch Gläubigen hatten den Eindruck, das Ende der Gnadenzeit sei nahe gekommen. Doch unser Herr sagte deutlich, was geschehen muss, ehe das Ende kommt: „Und dieses Evangelium vom Reich wird auf dem ganzen Erdkreis allen Völkern zum Zeugnis gepredigt werden, und dann wird das Ende kommen“ (Mat 24:14).

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, am 7. Mai 1946, erlebte der US-amerikanische Baptistenprediger William Branham wie Paulus (Apg 9:1-9) eine himmlische Berufung. Dem einfachen Prediger war bereits am 11. Juni 1933 bei einer Taufe im Ohio-Fluss aus der übernatürlichen Lichtwolke, die für alle etwa 3000 Anwesenden sichtbar war, zugerufen worden: »Wie Johannes der Täufer dem ersten Kommen Christi vorausgesandt wurde, so wirst du mit einer Botschaft gesandt, die dem zweiten Kommen Christi vorausgehen wird.« Darüber haben Zeitungen, besonders die „United Press International“, berichtet. Durch ihn nahm die Heilungserweckung vor allem innerhalb der Pfingstgemeinden ihren Anfang und breitete sich bald über die ganze Erde aus. Er war ein Mann von Gott gesandt mit der Botschaft des Wortes Gottes, die dem zweiten Kommen Christi vorausgeht. Mit göttlicher Vollmacht und der Gabe der Heilung ausgerüstet, hat er in Evangelisationen zu tausenden Menschen gepredigt, die Sünder zur Buße und zur Annahme Jesu Christi als Retter aufgerufen. Durch seine Predigt nahmen Tausende Jesus Christus als Retter an. Beim Gebet für die Kranken nach der Predigt wurden sogar Blinde sehend, Gelähmte konnten gehen und viele wurden von allen Arten von Krankheiten geheilt.

Ich habe seinen außergewöhnlichen Dienst von 1955 bis 1965 als Augen- und Ohrenzeuge miterlebt und trage eine große Verantwortung, das, was Gott getan hat, in aller Welt zu bezeugen. 1949 hörte ich als junger Mann zum ersten Mal von William Branham und den außergewöhnlichen Dingen, die in seinem Dienst geschahen. In mir entstand der Wunsch, diesen Mann Gottes persönlich zu hören. Im August 1955 erfüllte sich dieser Wunsch: ich erlebte die gesegneten Versammlungen Bruder Branhams in Karlsruhe mit und durfte ihn persönlich kennenlernen. Bei der Begrüßung sagte er mir: „Du bist ein Prediger des Evangeliums.“ Von da an wollte ich erfahren, was dieser Gottesmann glaubt und lehrt. Bei der großen „Voice of Healing“-Konferenz in Dallas, Texas, USA, im Juni 1958 konnte ich mich erneut von der göttlichen Bestätigung seines Dienstes überzeugen und durfte wieder mit ihm persönlich sprechen. Dabei sagte er mir: „Bruder Frank, du wirst mit dieser Botschaft nach Deutschland zurückkehren.“ Von da an bekam ich seine auf Tonband aufgenommenen Predigten zugesandt. Bei unserer dritten Begegnung am 3. Dezember 1962 bestätigte Bruder Branham meine Berufung vom 2. April 1962 und sagte: „… die Speise, die du einlagern sollst, ist das verheißene Wort für diese Zeit …“

Zur Verkündigung des vollen Evangeliums gehört die Rettung der Seele und die Heilung des Leibes, wie der Herr es im Missionsbefehl gesagt hat: „Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen: in Meinem Namen werden sie … Kranken die Hände auflegen, und sie werden gesund werden“ (Mk 16:17-18). Der Gottesmann berief sich beim Gebet für die Kranken auch auf die Worte unseres Herrn in Joh 14:12: „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer an Mich glaubt, wird die Werke, die Ich tue, auch vollbringen, ja er wird noch größere als diese vollbringen.“

Heute hören wir von Kriegen, von atomarer Bedrohung, vom Nahostkonflikt, von der Erderwärmung, vom Klimawandel, von weltweit stattfindenden Naturkatastrophen. Alles gerät außer Kontrolle. Dabei denken wir auch an die Worte des Propheten Jesaja, der vorausgesagt hat: „… in Wanken und Schwanken gerät die Erde; hin und her taumelt die Erde wie ein Trunkener und schaukelt hin und her wie eine Hängematte, und schwer lastet ihr Frevel auf ihr: sie stürzt hin und steht nicht wieder auf“ (Jes 24:19b-20). Wir sehen die Zeichen der Zeit: Die Endzeit ist da, Sein Kommen ist nah! Tag und Stunde aber kennt niemand.

Die verheißene Wiederkunft Christi wird uns in vielen Bibelstellen beschrieben. Die Hauptverheißung hat der Erlöser selbst in Joh 14:3 gegeben: „… und wenn Ich hingegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme Ich wieder und werde euch zu Mir nehmen, damit da, wo Ich bin, auch ihr seid.“ Auf Gottes Verheißungen können sich alle Söhne und Töchter Gottes verlassen. „… ebenso wird auch Christus, nachdem Er ein einziges Mal als Opfer dargebracht worden ist, um die Sünden vieler wegzunehmen, zum zweiten Mal ohne Sünde denen, die auf Ihn warten, zum Heil erscheinen(Heb 9:28).

Eine Stimme ruft laut: Hört dies, ihr Völker alle: Beim ersten Kommen Christi erfüllten sich über 100 Weissagungen aus dem Alten Testament. Übernatürliches geschah. Der Herr Jesus hat gepredigt, gelehrt und alle Kranken geheilt, die zu Ihm kamen: „… und es zogen Ihm viele nach, die Er alle heilte“ (Mt 12:15b). Um unsere Zubereitung wirklich zu erleben, müssen wir die Verheißung für unsere Zeit respektieren und glauben: „Wisset wohl: Ich sende euch den Propheten Elijah, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt“ (Mal 3:23). Unser Herr hat sie in Mt 17:11 und Mk 9:12 wiederholt und bestätigt: „Ja, Elia kommt allerdings zuerst und bringt alles wieder in den rechten Stand“. Das ist die wichtigste Verheißung, die vor der Wiederkunft Christi Erfüllung findet. So wie Elijah das Volk Israel auf dem Berge Karmel zur Entscheidung aufforderte, so werden jetzt alle, die zur Gemeinde Gottes gehören, aufgefordert, ihre Entscheidung zu treffen.

Vor der Wiederkunft Christi muss in der Gemeinde des Herrn alles in den ursprünglichen Stand wie am Anfang gebracht werden (Apg 3:18-21). Ob es das persönliche Leben, die Ehe, die Familie oder das geistliche Leben der Gemeinde betrifft, alles wird in die göttliche Ordnung, wie sie in der Bibel festgelegt wurde, zurückgebracht. Dazu muss sich jeder Gläubige ohne inneren Widerstand auf die Seite Gottes stellen (1Kön 18:21-39). Alle Gläubigen, die zur Gemeinde des lebendigen Gottes gehören, kehren hundertprozentig zu Gott, zum Wort und Willen Gottes, zur Lehre und Praxis der Ur-Gemeinde am Anfang zurück.

Wer Gnade bei Gott gefunden hatte, glaubte zu allen Zeiten jedes Wort Gottes. Auch in den vergangenen 500 Jahren gab es immer Menschen, die jeweils der Botschaft, die in ihrer Zeit verkündigt wurde, Glauben schenkten. So war es auch in der Pfingsterweckung. Jetzt glauben alle, die Gnade bei Gott finden, die biblische Original-Botschaft.

Jetzt geht es nicht mehr darum, dass am gesamten Christentum etwas reformiert wird, nicht darum, dass an der Pfingstbewegung etwas korrigiert wird, jetzt geht es darum, dass alle biblisch Gläubigen die völlige Zurückerstattung erleben und auf dem ursprünglichen Fundament auferbaut werden. Die Erlösten, die Gottes Wort jetzt wirklich glauben, bleiben nicht in der babylonischen Verwirrung, sondern werden im Wort der Wahrheit geheiligt: „Heilige sie in Deiner Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit“ (Joh 17:17).

Wir sind in dem wichtigsten Zeitabschnitt der Heilsgeschichte angekommen: Die verheißene Wiederkunft Christi steht nahe bevor. Umso ernster müssen wir das, was unser Herr gesagt hat, nehmen: „Wahrlich, wahrlich Ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben her geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Joh 3:3). So viel dürfte allen klar sein: Bei der Entrückung werden nur die Erlösten, die durch das Blut des Neuen Bundes die Vergebung persönlich erlebt und das neue, göttliche Leben durch die Wiedergeburt empfangen haben, dabei sein. Der Apostel Petrus beschreibt das Heilserlebnis der Wiedergeburt so: „… ihr seid ja nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen wiedergeboren, nämlich durch das lebendige und ewigbleibende Wort Gottes“ (1Pt 1:23; Lk 8:11).

Die Wiederkunft des Erlösers war eines der Hauptthemen in der Apos-telzeit. In vielen Bibelstellen ist davon die Rede. In 1Thes 4:13-18 beschreibt Paulus genau, was und wie es geschehen wird. Am Ende des 5. Kapitels schreibt er: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und völlig tadellos möge euer Geist samt der Seele und dem Leibe bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus bewahrt geblieben sein“ (Vers 23).

Unser Herr und Erlöser hat sich selbst auch als Bräutigam bezeichnet und des Öfteren vom Hochzeitsmahl gesprochen. Wer zur Brautgemeinde gehört, nimmt das verheißene Wort für diese Zeit an, hört den Ruf: „Der Bräutigam kommt!“ (Mt 25) und lässt sich auf den glorreichen Tag zubereiten. In Mt 25:10 wird vorausgesagt: „… die Jungfrauen, welche in Bereitschaft waren, gingen mit Ihm zum Hochzeitsmahl hinein, und die Tür wurde verschlossen.“ In Offb 19:7 lesen wir: „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und Ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und Seine Braut hat sich bereitet.“

Der Herr hat den Erlösten eine Stätte bereitet, „Und niemals wird etwas Unreines in sie hineinkommen und niemand, der Gräuel und Lüge übt, sondern nur die, welche im Lebensbuche des Lammes verzeichnet stehen“ (Offb 21:27).

Eine Stimme ruft laut: Hört dies, ihr Völker alle: Jetzt ergeht die göttliche Botschaft als letzter Ruf vor der Wiederkunft Christi. „Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit den Götzen? Wir sind ja doch der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich werde unter ihnen wohnen und wandeln; Ich will ihr Gott sein, und sie sollen Mein Volk sein.« Darum: »Geht aus ihrer Mitte hinweg und sondert euch ab«, gebietet der Herr, »und rührt nichts Unreines an, so will Ich euch aufnehmen« und »Ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt Mir Söhne und Töchter sein«, spricht der Herr, der Allmächtige (2Kor 6:16-18).

Jetzt ist die Zeit der Herausrufung aus allem Irrtum, aus allen unbiblischen Überlieferungen. Jetzt ist die Zeit der Zubereitung, die Zeit, nur das zu glauben, was die Schrift sagt. Jetzt müssen sich alle biblisch Gläubigen wie am Anfang durch Untertauchen auf den Namen des Herrn Jesus Christus taufen lassen. Kein Gläubiger sollte den Heilsratschluss Gottes verwerfen wie die Schriftgelehrten damals (Lk 7:30).

Mit Blick auf den Dienst Johannes des Täufers fragte unser Herr die Volksmenge: „Wozu seid ihr in die Wüste hinausgegangen? Wolltet ihr ein Schilfrohr sehen, das vom Wind hin und her geweht wird?“ Er fragte noch einmal: „Wozu seid ihr hinausgegangen? Wolltet ihr einen Mann in weichen Gewändern oder wolltet ihr einen Propheten sehen?“ Jesus antwortete: „Ja, Ich sage euch: einen Mann, der noch mehr ist als ein Prophet! Denn dieser ist es, auf den sich das Schriftwort bezieht: ›Siehe, Ich sende Meinen Boten vor Dir her, der Dir den Weg vor Dir her bereiten soll‹“ (Mt 11:9-10). Alle Propheten hatten bis auf Johannes geweissagt (V 13), von da an ist das Reich Gottes verkündigt worden.

Wozu sind wir hinausgegangen? Wollten wir einen Wohlstandsprediger, einen TV-Charismatiker hören? Nein und nochmal nein. Wir haben erkannt, dass nach 2000 Jahren durch den von Gott gesandten Mann William Branham wieder der ganze Ratschluss Gottes verkündigt wurde (Apg 20:27). Wir sind ausgezogen, um die aus berufenem Mund ergangene Originalbotschaft zu hören; einen Mann zu hören, der am 28. Februar 1963 im Sunset-Gebirge, 40 Meilen von Tucson, Arizona, USA, entfernt, aus der übernatürlichen Licht-Wolke die direkte Weisung bekam, in seiner Heimatgemeinde in Jeffersonville über die 7 Siegel der Offenbarung zu sprechen. Das tat er vom 17. bis 24. März 1963. Das US-Magazin „Science“ veröffentlichte das Foto von der Wolke am 19. April, das „Life“ Magazin am 17. Mai 1963. Nicht nur die sieben Siegel, sondern alle verborgenen Geheimnisse, jede Lehre – über die Gottheit, die Taufe, das Abendmahl usw. – alles ist uns im Original verkündigt worden, wie es die Bibel lehrt. Auch wenn der Prophet im Dezember 1965 heimgenommen wurde, ist uns die Botschaft geblieben und in die ganze Welt getragen worden.

Die Gemeinde Gottes ist wieder Säule und Grundfeste der Wahrheit, kein religiöses Lügengebäude. In der Gemeinde Jesu Christi existiert keine Deutung, keine Irrlehre. Durch die letzte Botschaft, die hundertprozentig mit der Botschaft am Anfang übereinstimmt, ist die Gemeinde auf dem ursprünglichen Fundament aufgebaut worden. Den wahrhaft biblisch Gläubigen ist das Siegel Gottes als Bestätigung verheißen: „In Ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, die Heilsbotschaft von eurer Rettung, vernommen habt und zum Glauben gekommen seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden“ (Eph 1:13). Ehe das geschehen kann, müssen alle aus der Verwirrung der Deutungen herauskommen, denn Gott wird Sein Siegel nur auf die reine Wort-Braut legen.

Seit meiner direkten Berufung am 2. April 1962 habe ich das Wort Gottes, das volle Evangelium, die reine Botschaft für diese Zeit in aller Welt verkündigt und die geistliche Speise ausgeteilt (Mt 24:45-47). Nachdem ich im November 2017 in Kuwait und in Bahrain predigen konnte, sind es jetzt genau 165 Länder, die ich auf meinen monatlichen Missionsreisen im Laufe der vergangenen 55 Jahre besucht habe. Ich habe in Hauptstädten wie Moskau und Peking, Damaskus und Kairo sowie vielen anderen Städten auf der ganzen Erde gepredigt.

Auch durch 30-minütige Fernsehprogramme, die in englischer Sprache von 56 TV-Stationen gesendet wurden, haben Millionen auf der ganzen Welt den gesamten Ratschluss Gottes erfahren. In verschiedenen Ländern werden meine Predigten durch lokale TV-Sender ausgestrahlt. Unsere monatlichen Versammlungen an jedem ersten Wochenende im Missionszentrum in Krefeld werden von Tausenden auf der ganzen Erde mitgehört und -gesehen, sei es live über das Internet oder auf CD bzw. DVD, die wir kostenlos versenden. Gott hat Sorge dafür getragen, dass die Predigten an jedem ersten Wochenende hier im Missions-Zentrum simultan in 15 Sprachen und die Botschaft, die dem zweiten Kommen Christi vorausgeht, in alle Sprachen der Erde übersetzt werden.

Was Gott gegenwärtig tut, ist einmalig auf Erden. So wird das ewiggültige Evangelium allen Völkern und Sprachen als letzte Botschaft verkündigt (Offb 14:6; Mt 24:14). Alle wahrhaft biblisch Gläubigen wissen: Die Endzeit ist da, Sein Kommen ist nah. Sie hören, was der Geist den Gemeinden durch das geoffenbarte Wort sagt, und lassen sich zubereiten auf den glorreichen Tag der Entrückung.

Ich kann vor Gott bezeugen, wie Micha in unserem Einleitungswort sagte, nur das weitergegeben zu haben, was der Herr uns in Seinem Wort hinterlassen hat.

Der Herr spricht: „Siehe, Ich komme bald!“, und alle wahrhaft Erlösten rufen laut: „Amen, komm, Herr Jesus!“ (Offb 22).