Circular Letter
RUNDBRIEF April 2018
Ewald Frank
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Kapitola 6
Jerusalem – der Hebestein / Israel 1948 – 2018
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Eine Stimmt ruft laut: Hört dies, ihr Völker alle: „An jenem Tage will Ich Jerusalem zu einem Hebestein für alle Völker machen: alle, die ihn aufheben wollen, werden sich unfehlbar wund an ihm ritzen, wenn alle Völker der Erde sich gegen die Stadt versammeln“ (Sach 12:3).
Durch die offizielle Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und seiner Ankündigung, die US-Botschaft dorthin zu verlegen, hat der amerikanische Präsident Donald Trump am 6. Dezember 2017 den Stein des Anstoßes losgetreten. Bereits wenige Tage später forderte die UN-Vollversammlung die Vereinigten Staaten mit einer Resolution auf, die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zurückzunehmen. Der Antrag war von der Türkei und dem Jemen eingebracht worden. Zu den 128 Staaten, die dafür stimmten, zählen neben Saudi-Arabien, Ägypten und Kuwait auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Alle Politiker und Verantwortlichen sollten in die Geschichte schauen:
Schon Abraham ging mit Isaak auf den Berg Morijah, um Gott ein persönliches Opfer darzubringen (1Mo 22). Das ist der Tempelberg in Jerusalem. Jerusalem wird in der Bibel 780-mal genannt.
David kaufte den Platz von dem Jebusiter Ornan und bezahlte ihn mit Gold, das ein Gewicht von 600 Schekeln hatte (1Chr 21:25). Darauf erklärte er: „Dies hier muss das Haus Gottes, des Herrn, werden und dies der Brandopferaltar für Israel!“ (1Chr 22:1).
David regierte vor 3000 Jahren 33 Jahre in Jerusalem, sein Sohn Salomo regierte 40 Jahre in Jerusalem. Salomo erbaute dort den Tempel im direkten Auftrag Gottes. Hauptsächlich ging es um die Bundeslade, in der das Wort Gottes war: „… und ich habe darin eine Stätte geschaffen für die Lade, in der die Urkunde des Bundes liegt, den der Herr mit unseren Vätern geschlossen hat, als Er sie aus dem Lande Ägypten hinausführte“ (1Kön 8:21). Gemäß 1Kön 8 erfüllte die übernatürliche Herrlichkeit sichtbar den fertiggestellten Tempel. Es war die Entscheidung Gottes, Jerusalem zur Hauptstadt Israels zu machen. Keine heute noch bestehende Hauptstadt der Welt ist so alt wie Jerusalem.
Die Israeliten waren seit Abraham, Isaak und Jakob das besondere Eigentumsvolk Gottes des Herrn. Für diese Zeit hat Er ihnen folgende Verheißungen gegeben: „Ich will euch also aus den Heidenvölkern herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land zurückbringen“ (Hes 36:24).
„Denn der Herr wird sich Jakobs erbarmen und Israel noch einmal erwählen und sie auf ihrem Heimatboden zur Ruhe bringen. Die Fremdlinge werden sich ihnen dabei anschließen und sich dem Hause Jakobs zugesellen“ (Jes 14:1).
„Darum hat Gott der Herr so gesprochen: »Nunmehr will Ich das Geschick Jakobs wenden und Mich des gesamten Hauses Israel erbarmen … Wenn Ich sie aus den Völkern zurückgebracht und sie aus den Ländern ihrer Feinde gesammelt und Mich vor den Augen der Heidenvölker als der Heilige an ihnen erwiesen habe …“ (Hes 39:25+27).
In Lk 21:24 sagte der Herr: „… Jerusalem wird von Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden abgelaufen sind.“ Die Zeit ist nahe gerückt, alles geht in Erfüllung.
Jesaja hatte geweissagt: „In der Endzeit wird es geschehen, dass der Tempelberg des Herrn festgegründet dasteht an der Spitze der Berge und über die anderen Höhen erhaben; dann werden alle Heidenvölker zu ihm strömen und zahlreiche Völkerschaften hinwallen und sagen: »Kommt, lasst uns zum Berg des Herrn hinaufziehen, zum Hause, zum Tempel des Gottes Jakobs, damit Er uns über Seine Wege belehre und wir auf Seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird Belehrung ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem“ (Jes 2:2+3).
„Der Herr aber wird Juda als Sein Erbteil auf dem heiligen Boden in Besitz nehmen und Jerusalem wiederum erwählen“ (Sach 2:16). Amen.
„Freuet euch mit Jerusalem und jubelt über sie, ihr alle, die ihr sie lieb habt! Seid mit ihr hocherfreut, ihr alle, die ihr Trauer um sie getragen habt“ (Jes 66:10).
Bei Beginn der Königsherrschaft wird Gott der Herr Seine Füße auf den Ölberg setzen: „Er wird an jenem Tage mit den Füßen auf den Ölberg treten, der vor Jerusalem gegen Osten liegt …“ (Sach 14:4). Dann werden die vierundzwanzig Ältesten Gott mit den Worten anbeten: „Wir danken Dir, Herr, allmächtiger Gott, der da ist, und der da war, dass Du Deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast“ (Offb 11:17).
Gegen Ende des Ersten Weltkriegs nahm der britische Befehlshaber Allenby im Dezember 1917 die Stadt Jerusalem ein, die 400 Jahre lang unter osmanischer Herrschaft gewesen war. Seitdem stand das ganze Gebiet – als Transjordanien bekannt – bis 1948 unter britischer Verwaltung. Einen Palästinenserstaat gab es nie.
Am 14. Mai 1948 rief Ben Gurion den Staat Israel aus. Bis 1979 lebten dort alle Volksgruppen friedlich zusammen. Erst als Ayatollah Khomeini den Schah von Persien, der ein Freund Israels war, gestürzt hatte, erklärte er vom Iran aus Israel die Feindschaft. Bis zum Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr 2000 konnten wir mit unserer Reisegruppe sogar in den Gazastreifen fahren. Heute ist das leider nicht mehr möglich.
Mit dem „Grundgesetz zu Jerusalem als Hauptstadt“ erklärte das israelische Parlament Jerusalem 1980 zur unteilbaren Hauptstadt Israels. Am 2. Januar 2018 hat die Knesset das alte Abkommen von 1980 geändert und das „Vereinigte Jerusalem Gesetz“ beschlossen. Es besagt, dass jede Entscheidung über den Status Jerusalems nur durch eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Knesset getroffen werden kann.
Ein neuer Abschnitt hat begonnen: Jerusalem ist nun offensichtlich zum Hebestein geworden. Nach der Erklärung von Donald Trump besuchte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am 11. Dezember 2017 die Europäische Union in Brüssel, gab eine kurze Erklärung ab und wurde mit Verachtung gedemütigt. Die Europäische Union fordert durch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini eine Rücknahme der Trump-Erklärung. Offenbar soll die Weltmacht „Vereinigte Staaten von Amerika“ durch die „Vereinigten Staaten von Europa“ abgelöst werden. Es gibt Bestrebungen innerhalb der EU, als deren Geburtsurkunde die „Römischen Verträge“ gelten, dies bis 2025 zu erreichen. Entsprechend der biblischen Prophetie wird es das vierte große Weltreich, die letzte Weltmacht sein, wie der Prophet Daniel es vorhergesehen hat.
Im Mai 2018 werden seit der Gründung des Staates Israel 70 Jahre vergangen sein. Hatte das Land bei der Staatsgründung 850.000 Einwohner, so waren es zehn Jahre später bereits mehr als doppelt so viele. 1990 betrug die Einwohnerzahl 4.500.000. Heute sind es etwa 8,7 Millionen.
Der Friedensprozess wird seinen Lauf nehmen, damit sich erfüllt: „Wenn sie sagen: »Jetzt herrscht Friede und Sicherheit«, dann überfällt sie das Verderben plötzlich wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden sicherlich nicht entrinnen“ (1Thes 5:3).
Doch es wird auch geschehen, was der Prophet Joel geweissagt hat: „Denn wisset wohl: in jenen Tagen und zu jener Zeit, wo Ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde, da will Ich alle Heidenvölker versammeln und sie in das Tal Josaphat hinabführen, um dort mit ihnen ins Gericht zu gehen wegen Israels, Meines Volkes und Meines Eigentums, weil sie es unter die Heiden zerstreut und Mein Land aufgeteilt haben“ (Joel 4:1-2).
Wir leben mitten in der Erfüllung der biblischen Endzeit-Prophetie. Schade, dass die EU-Außenminister und viele Staatsoberhäupter die Entscheidung Gottes nicht respektieren.
Wir sind in großer Erwartung und rechnen damit, dass der treue Herr Sein Erlösungswerk mit der Gemeinde aus den Nationen vollendet und uns in der Entrückung hinaufnehmen wird, wie geschrieben steht: „… darauf werden wir, die wir noch leben und übriggeblieben sind, zusammen mit ihnen auf Wolken dem Herrn entgegen in die Luft entrückt werden; und alsdann werden wir allezeit mit dem Herrn vereinigt sein“ (1Thes 4:17). Zeit und Stunde, wann das geschehen wird, weiß niemand, deshalb müssen wir bereit sein. Danach wird Er Sein Werk mit Israel unter dem Dienst der beiden Propheten (Offb 11) zum Abschluss bringen und Seine Königsherrschaft des Tausendjährigen Reiches wird anbrechen. Amen.
„Nun stieß der siebte Engel in die Posaune: da ließen sich laute Stimmen im Himmel vernehmen, die riefen: »Die Königsherrschaft über die Welt ist an unseren Herrn und Seinen Gesalbten gekommen, und Er wird als König in alle Ewigkeit herrschen!«“ (Offb 11:15).
Im Auftrage Gottes wirkend
Br. Frank
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