Circular Letter
RUNDBRIEF April 2018
Ewald Frank
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Kapitola 2
Der Übergang vom Alten zum Neuen Testament
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„Das Gesetz und die Propheten reichen bis auf Johannes; von da an wird das Reich Gottes durch die Heilsbotschaft verkündigt, und ein jeder drängt sich mit Gewalt hinein“ (Lk 16:16).
„Horch! Ein Ruf erschallt: »In der Wüste bahnet dem Herrn einen Weg, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!«“ (Jes 40:3). Diese Weissagung erfüllte sich durch den Dienst Johannes des Täufers; so wird es in Mt 3:3, Mk 1:3, Lk 3:4, Joh 1:23 bestätigt. Der Engel des Herrn, der dem Zacharias die Geburt Johannes des Täufers ankündigte, sagte: „… mit heiligem Geist wird er schon von Geburt an erfüllt werden. Viele von den Söhnen Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, zurückführen; und er ist es, der vor dem Herrn einhergehen wird im Geist und in der Kraft des Elia, um die Herzen der Väter den Kindern wieder zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten zu führen, um dem Herrn ein wohlbereitetes Volk zu schaffen“ (Lk 1:15-17). Amen.
Nach seiner Geburt wurde sein Vater Zacharias mit heiligem Geist erfüllt und sprach die prophetischen Worte in Bezug auf den Dienst Johannes des Täufers aus: „… um unsern Vätern Barmherzigkeit zu erweisen und Seines heiligen Bundes zu gedenken …“ (Lk 1:72).
„… um Seinem Volke die Erkenntnis des Heils zu verschaffen, die ihnen durch Vergebung ihrer Sünden zuteil werden wird …“ (Lk 1:77).
Die zweite Verheißung im Alten Testament, die den Dienst Johannes des Täufers betrifft und in Mal 3:1 geschrieben steht, hat der Herr selbst in Mt 11:10 und Lk 7:27 bestätigt: „Denn dieser ist es, auf den sich das Schriftwort bezieht: »Wisset wohl: Ich sende Meinen Boten vor Dir her, dass er den Weg vor Dir her bereiten soll.« …“
Als Johannes gefragt wurde: „Bist du Christus?“, sagte er: „Nein.“ „Bist du Elijah?“ „Nein.“ „Bist du der Prophet?“ Er antwortete: „Nein.“ (Joh 1:19–21). In Vers 23 lesen wir sein auf die Heilige Schrift gegründetes Zeugnis, wer er denn sei: „Da antwortete er: »Ich bin die Stimme dessen, der in der Wüste ruft: ›Ebnet dem Herrn den Weg!‹, wie der Prophet Jesaja geboten hat (Jes 40:3).«“
Johannes konnte seiner gläubigen Zuhörerschaft zurufen: „Ich taufe euch nur mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht gut genug, Ihm Seine Schuhe abzunehmen: Der wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen“ (Mt 3:11).
Durch den Dienst des verheißenen Wegbereiters wurden die Herzen der alttestamentlichen Väter zum Glauben der neutestamentlichen Kinder zugewandt und dem Herrn ein wohlbereitetes Volk geschaffen (Lk 1:17). Es war absolut wichtig, die Botschaft des verheißenen Propheten zu hören, zu glauben und sich taufen zu lassen.
Jesus tadelte die Schriftgelehrten und Pharisäer, die den Dienst Johannes des Täufers abgelehnt haben, vor dem Volk mit den Worten: „Aber die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den Heilsratschluss Gottes für ihre Person verworfen, indem sie sich von ihm nicht taufen ließen“ (Lk 7:30).
Eine Stimme ruft laut: Es war möglich, die Thora zu küssen, die heiligen Schriften zu lesen, von dem Heilsratschluss Gottes zu reden, vom Kommen des Messias und Seinem Vorläufer Elijah (Mt 17:10) zu predigen, die Psalmen zu singen, den Sabbat zu halten, die Opfer darzubringen, dann aber beide, den Vorläufer und den Messias, zu verwerfen und den Tag der gnädigen Heimsuchung nicht zu erkennen (Lk 19:42-44). Die große Lektion lautet: Nur wer die Botschaft des Vorläufers glaubte und sich taufen ließ, hat den Messias erkannt und aufgenommen.
„Als aber die Erfüllung der Zeit gekommen war, sandte Gott Seinen Sohn, der von einem Weibe geboren und dem Gesetz unterworfen wurde; Er sollte die unter dem Gesetz Stehenden loskaufen, damit wir die Einsetzung in die Sohnschaft erlangten. Weil ihr jetzt aber Söhne seid, hat Gott den Geist Seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: »Abba, Vater!«“ (Gal 4:3-6).
Als die Verheißung aus Sach 9:9 sich erfüllte und der Herr auf dem Füllen einer Eselin in Jerusalem einzog (Lk 19:28-44), freuten sich die Gläubigen und riefen: „Hosianna sei dem König, der da kommt im Namen des Herrn!“ Die geistlich blinden Schriftgelehrten wollten, dass sie mit dem Lobpreis aufhörten (V39), doch der Erlöser antwortete ihnen: „Ich sage euch: Wenn diese schwiegen, würden die Steine schreien!“ Dann schaute Er über Jerusalem und weinte vor Herzeleid: „Als Er dann nähergekommen war und die Stadt erblickte, weinte Er über sie und sagte: »Wenn doch auch du an diesem Tage erkennen möchtest, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es deinen Augen verborgen geblieben.“ Darauf folgte die Ankündigung des Gerichts: „Denn es werden Tage über dich kommen, da werden deine Feinde einen Wall gegen dich aufführen, dich ringsum einschließen und dich von allen Seiten bedrängen; sie werden dich und deine Kinder in dir dem Erdboden gleichmachen und keinen Stein in dir auf dem anderen lassen zur Strafe dafür, dass du die Zeit deiner gnädigen Heimsuchung nicht erkannt hast«“ (Vv 41-44). Im Jahr 70 n. Chr. zerstörte der römische General Titus mit seinem Heer Jerusalem und den Tempel. Auch jetzt ist es von allergrößter Bedeutung, Anteil an dem zu haben, was Gott für diesen Zeitabschnitt verheißen hat.
Eine Stimme ruft laut: Seit Adam und Eva waren 4000 Jahre vergangen, in denen man auf den verheißenen Retter, der als Same Gottes kommen sollte (1Mo 3:15), wartete. Als die Zeit der Erfüllung gekommen war, erkannten die geistlichen Führer und das Volk, das ihnen glaubte, den Tag der gnädigen Heimsuchung Gottes nicht. Die religiösen Führer waren blinde Blindenleiter, die das Volk durch ihre Schriftauslegungen irreführten. Von denen, die nicht an den Messias glaubten, heißt es: „Er kam in das Seine, doch die Seinen nahmen Ihn nicht auf“. Von den Gläubigen steht jedoch geschrieben: „… allen aber, die Ihn annahmen, verlieh Er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, nämlich denen, die an Seinen Namen glauben“ (Joh 1:11-12). Amen. So war es am Anfang. So war es in jedem Gemeindezeitalter. So ist es heute.
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