Circular Letter
RUNDBRIEF April 2018
Ewald Frank
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Kapitola 3
Die Gründung der Gemeinde Jesu Christi zu Jerusalem
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Die Gründung der Gemeinde geschah auf übernatürliche Weise durch die Ausgießung des Heiligen Geistes. In Apg 1 wird uns berichtet, dass der auferstandene Erlöser 40 Tage mit Seinen Jüngern verbrachte und mit ihnen über das Reich Gottes sprach (V3). Dabei wiederholte Er die Verheißung: „… denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit heiligem Geist getauft werden, und zwar nicht lange nach diesen Tagen“ (V5).
In Lk 24:36-51 hatte der auferstandene Herr Seinen Jüngern gezeigt, welche Schriftstellen aus dem Alten Testament sich erfüllt hatten. Er öffnete ihnen das geistliche Verständnis, so dass sie alle Weissagungen erkannten, die sich auf Sein Leiden, Seinen Tod, die Auferstehung bezogen. Er sprach: „So steht geschrieben: Christus muss leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen, und aufgrund Seines Namens muss Buße zur Vergebung der Sünden bei allen Völkern gepredigt werden, zuerst aber in Jerusalem“ (V46-47) und endete: „Und wisset wohl: Ich sende das Verheißungsgut Meines Vaters auf euch herab; ihr aber bleibt hier in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe ausgerüstet worden seid!“ (V49). Danach wurde Er vor ihren Augen in den Himmel emporgehoben (Lk 24:51; Apg 1:9).
Nach der Geistesausgießung konnte der Apostel Petrus am Pfingsttag bezeugen: „… hier erfüllt sich die Verheißung des Propheten Joel: »In den letzten Tagen wird es geschehen, spricht Gott, da werde Ich von Meinem Geist auf alles Fleisch ausgießen, so dass eure Söhne und eure Töchter prophetisch reden und eure jungen Männer Gesichte schauen und eure Greise Offenbarungen in Träumen empfangen“ (Apg 2:16-17).
Petrus hielt die erste Predigt unter der direkten Inspiration des Heiligen Geistes. Von Vers 37 bis 41 wird uns berichtet, was geschah, als die Volksmenge von der Predigt erfasst wurde: „Als sie das hörten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz und sie wandten sich an Petrus und die anderen Apostel mit der Frage: »Was sollen wir tun, werte Brüder?« Da antwortete ihnen Petrus: »Tut Buße und lasst euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, so viele ihrer der Herr, unser Gott, berufen wird.«“ Zuerst die Predigt, gefolgt vom Glauben der Zuhörer und dem Gehorsam durch die Taufe. „Die nun Sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und so kamen an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzu“ (Apg 2:41).
Eine Stimme ruft laut: Hört dies ihr Völker alle: Am Pfingsttag wurde die fundamentale Predigt gehalten, die in der Apostelzeit überall galt und noch heute in der Gemeinde Jesu Christi gilt! Von der ersten Stunde, vom ersten Tag des Neuen Testaments an geschah alles, was zum Erlösungsplan gehört, wie es im Alten Testament vorausgesagt wurde. Diese Tatsache bezeugt Paulus in seinem ersten Brief: „Ich, Paulus, ein Knecht Christi Jesu, bin durch Berufung zum Apostel ausgesondert, die Heilsbotschaft Gottes zu verkündigen, die Er durch Seine Propheten in den heiligen Schriften voraus verheißen hat“ (Röm 1:1-2). Amen.
In Samarien predigte der Evangelist Philippus. „Als sie jetzt aber dem Philippus Glauben schenkten, der ihnen das Evangelium vom Reiche Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, Männer wie Frauen“ (Apg 8:12). Die Apostel aus Jerusalem kamen und: „Diese beteten nach ihrer Ankunft für sie, dass sie den heiligen Geist empfangen möchten; denn dieser war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren lediglich auf den Namen des Herrn Jesus getauft worden“ (Vv 15-16).
In Apg 10 predigte Petrus im Hause des römischen Hauptmanns Kornelius die Heilsbotschaft von Jesus Christus: „»Und Er hat uns geboten, dem Volke zu verkündigen und zu bezeugen, dass dieser der von Gott bestimmte Richter über Lebende und Tote ist. Für diesen legen alle Propheten das Zeugnis ab, dass jeder, der an Ihn glaubt, Vergebung der Sünden durch Seinen Namen empfängt … Kann wohl jemand diesen Leuten, die den heiligen Geist ebenso wie wir empfangen haben, das Wasser versagen, dass diese nicht getauft würden?« So ordnete er denn an, dass sie im Namen Jesu Christi getauft würden“ (Apg 10:42-48).
Als Paulus in Ephesus den Jüngern des Johannes predigte, lesen wir in Apg 19:5-6: „Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen; und als Paulus ihnen dann die Hände auflegte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten mit Zungen und sprachen prophetisch … Auch ungewöhnliche Wunder ließ Gott durch die Hände des Paulus geschehen“ (V11).
Solange die Gemeinde des Herrn Jesus Christus auf Erden ist, gilt für alle Gläubigen weltweit, was Petrus am Pfingsttag dargelegt hat: „Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, so viele ihrer der Herr, unser Gott, berufen wird“ (Apg 2:39).
Eine Stimme ruft laut: In der Gemeinde Jesu Christi muss die erste und die letzte Predigt, die erste und die letzte Taufe genau übereinstimmen. Das ist das ewiggültige Muster für die Verkündigung: Glaube – Taufe – Geistestaufe. Was am Gründungstag der Gemeinde des lebendigen Gottes gelehrt und erlebt wurde, ist die Richtschnur bis ans Ende des Neuen Testaments.
Der Apostel Paulus bezeugt von der Gemeinde, dass sie „aufgebaut ist auf dem Grund der Apostel und Propheten, bei welchem Christus Jesus selber der Eckstein ist“ (Eph 2:20). „Und eben dieser ist es auch, der die einen zu Aposteln bestellt hat, andere zu Propheten, andere zu Evangelisten, noch andere zu Hirten und Lehrern, um die Heiligen tüchtig zu machen für die Ausübung des Gemeindedienstes, für die Erbauung des Leibes Christi“ (Eph 4:11-12).
An Timotheus schreibt der Apostel: „Sollte sich mein Kommen jedoch verzögern, so sollst du dir klar darüber sein, wie man sich im Hause Gottes zu verhalten hat, das da ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, die Säule und Grundfeste der Wahrheit“ (1Tim 3:15).
Die Urgemeinde war Leib des Herrn, Offenbarungsstätte Gottes, ausgerüstet mit der Kraft Gottes, mit Geistesgaben und verschiedenen Diensten (1Kor 12:4-31) – durch Glaube, Taufe und Geistestaufe zu einem Leib zusammengeschlossen (vv 12-26). Nur wo es so ist, trifft heute noch zu: ein Herr, ein Glaube, eine Taufe (Eph 4:3-5).
Bei der Wiederkunft Jesu Christi wird sich an der Gemeinde erfüllt haben: „… um sie zu heiligen, nachdem Er sie durch das Wasserbad im Wort gereinigt hat, um so die Gemeinde für sich selbst in herrlicher Schönheit hinzustellen, ohne Flecken und Runzeln oder irgendeinen derartigen Fehler, vielmehr so, dass sie heilig und ohne Tadel sei“ (Eph 5:26-27). Die Predigt von der Gnade Gottes, von der Erlösung, der Rechtfertigung und Versöhnung mit Gott hören, glauben und erleben, bedeutet: „So werden wir also jetzt, nachdem wir durch Sein Blut gerechtfertigt sind, noch viel gewisser durch Ihn vor dem Zorn gerettet werden“ (Röm 5:9). Im Wort Gottes müssen wir alles – und alle biblisch Gläubigen tun es auch – so gelten lassen, wie es am Anfang festgelegt wurde.
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