Circular Letter

Rundbrief March 2014

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 7 calendar_month 11. 3. 2014

Navigate

Kapitoly

expand_more

Navigate

Kapitoly

Jump to any chapter without leaving the reader.

Kapitola 5

In direkter Verantwortung vor Gott

5 / 7

Im Brief an Timotheus stellt sich der Apostel Paulus selbst als vom Herrn in den Dienst eingesetzt vor: „Dankbar bin ich dem, der mich stark gemacht hat, unserem Herrn Christus Jesus, dafür, dass Er mich für treu erachtet hat, als Er mich in Seinen Dienst einsetzte (Kap 1:12). Dann folgen Ermahnungen, in der wahren Lehre zu bleiben, bis hin zu der Aufforderung: „Führe den Auftrag so aus, dass du ohne Flecken, ohne Tadel bleibst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus“ (1Tim 6:14).

Auch im zweiten Brief ermahnt er: „Sei eifrig bemüht, dich Gott als bewährt darzustellen als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, weil er das Wort der Wahrheit richtig darbietet“ (2Tim 2:15).

Dann kommt er auf die Männer, die sich nicht unterordnen können, die wertloses, leeres Geschwätz vortragen, das einem Krebsgeschwür gleicht, „die in Betreff der Wahrheit auf Abwege geraten sind, da sie behaupten, die Auferstehung habe bereits stattgefunden: sie bringen dadurch manchen um seinen Glauben“ (V 18). Alles wiederholt sich, sogar die Irrlehre, die Auferstehung und Entrückung habe stattgefunden, und vieles andere mehr.

Der Apostel beendet seinen Brief, indem er ihn eindringlich auffordert, ausschließlich das Wort zu predigen. Er wusste, dass die Zeit kommen würde, in der sich viele von der Wahrheit abkehren und ihre Ohren Fabeln zuwenden werden.

Bei seinem Abschied aus Kleinasien ermahnte Paulus die Ältesten, auf die Gemeinde des Herrn, die Er sich durch Sein eigenes Blut erkauft hat, achtzugeben und wie eine Herde zu weiden, denn er wusste, „… aus eurer eigenen Mitte werden Männer auftreten und Irrlehren vortragen.“ Das geschieht immer mit dem Gedanken, Jünger in die eigene Gefolgschaft zu ziehen (Apg 20:28-30). Von Anfang an gab es die von Gott gesetzten Dienste zum Aufbau der Gemeinde (1Kor 12) und es gab Männer, die mit Arglist auf Irreführung ausgehen.

An die Gemeinde in Rom schreibt der Apostel: „Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, auf der Hut vor denen zu sein, welche Spaltungen und Ärgernisse erregen im Gegensatz zu der Lehre, in der ihr unterwiesen worden seid: geht ihnen aus dem Wege“ (Röm 16:17).

In 2Kor 11:13 bezeichnet er sie als „Lügenapostel, unredliche Arbeiter, die nur die Maske von Aposteln Christi tragen“.

Der Galater-Gemeinde hält er gleich am Anfang seines Schreibens vor: „Ich muss mich darüber wundern, dass ihr so schnell wieder abfallt von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und euch einer anderen Heilsbotschaft zuwendet, während es doch keine andere gibt; nur dass gewisse Leute da sind, die euch verwirren und die Heilsbotschaft Christi verkehren möchten“ (1:6-7).

Auch heute müssen und werden alle Träger des Wortes die eindringliche Mahnung ernst nehmen: „Ich beschwöre dich vor dem Angesicht Gottes und Christi Jesu, welcher dereinst Lebende und Tote richten wird, und bei Seiner Erscheinung und bei Seiner Königsherrschaft: verkündige das Wort, tritt damit auf, du magst gelegen oder ungelegen kommen, überführe, weise zurecht, ermahne mit allem Aufwand von Langmut und Belehrung!“ (2Tim 4:2).

„Denn unwiderruflich sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes“ (Röm 11:29)

Mit Paulus kann ich zur Ehre Gottes sagen: „Doch ich sehe das Leben als für mich selbst völlig wertlos an, wenn ich nur meinen Lauf mit Freuden vollende und den Dienst zum Abschluss bringe, den ich vom Herrn Jesus empfangen habe, nämlich Zeugnis für die Heilsbotschaft von der Gnade Gottes abzulegen“ (Apg 20:24).

„… denn ich habe es an mir nicht fehlen lassen, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen“ (Apg 20:27).

„Weil ich nun Gottes Beistand bis auf den heutigen Tag gefunden habe, stehe ich da und lege Zeugnis vor hoch und niedrig ab; dabei sage ich nichts anderes als das, wovon schon die Propheten und Mose geweissagt haben, dass es geschehen werde“ (Apg 26:22).

Ich erachte es als ein außergewöhnliches Vorrecht, das der Herr mir für den Dienst in Seiner Gemeinde geschenkt hat. Ebenso bin ich mir der besonderen Verantwortung bewusst, die mit einer direkten Sendung verbunden ist. In verschiedenen Rundbriefen seit 1966 habe ich immer wieder über außergewöhnliche Erlebnisse, in denen der Herr mich als „Mein Knecht“ angesprochen hat, berichtet. Die meisten stehen im Rundbrief vom Dezember 2005. Die Weisungen, die der Herr mir in all den Jahren gab, sind für mich Bestätigungen, dass Er mich gesandt hat und mit mir ist.

Geboren wurde ich 1933, in demselben Jahr, in dem Bruder Branham aus der übernatürlichen Lichtwolke zugerufen wurde: „Wie Johannes der Täufer dem ersten Kommen Christi vorausgesandt wurde, so wird die Botschaft, die dir gegeben wurde, ein Vorläufer des zweiten Kommens Christi sein.“

Von 1952 an habe ich regelmäßig in den Gottesdiensten gepredigt.

1955 lernte ich Bruder Branham kennen und bin seitdem mit seinem Dienst vertraut.

1958 erkannte ich, dass es bei seinem Dienst um die Botschaft für diese Zeit geht. Bruder Branham selbst sagte mir am 12. Juni nach unserem Gespräch in Dallas, Texas: „Bruder Frank, du wirst mit dieser Botschaft nach Deutschland zurückkehren.“

Am 2. April 1962 empfing ich in einem übernatürlichen Erlebnis durch die hörbare Stimme des Herrn meine Berufung. Für immer bleibt mir Beides – Seine gebietende Stimme wie auch die gewaltigen Worte, die der Herr mir zugerufen hat – in Erinnerung: „Mein Knecht, deine Zeit für diese Stadt ist bald um. Ich werde dich in andere Städte senden, Mein Wort zu verkündigen. Mein Knecht, es kommt eine große Hungersnot. Sorget euch ein mit Speise und Lebensmitteln, denn dann sollst du mitten unter dem Volk stehen und die Speise austeilen … Mein Knecht, gründe keine lokalen Gemeinden und gib kein Gesangbuch heraus, denn es ist das Zeichen einer Denomination.“

Am 3. Dezember 1962 bestätigte Bruder Branham vor den Zeugen Sothman und Woods die Berufung im genauen Wortlaut und fügte hinzu: „Die Speise, die du einlagern sollst, ist das für diese Zeit verheißene Wort. Doch warte mit der Austeilung der Speise, bis du den Rest bekommen hast.“

Am 24. Dezember 1965 sah ich, wie Bruder Branham auf einer lichten Wolke hinaufgenommen wurde. Es war genau zu dem Zeitpunkt seines Heimgehens.

Am 11. April 1966 nach der Beerdigung des Propheten sprach es in meinem Herzen: „Jetzt ist deine Zeit gekommen, von Stadt zu Stadt zu gehen, das Wort zu verkündigen und die eingelagerte Speise auszuteilen.“

1966/67 hatten wir in 25 Städten Westeuropas besondere Versammlungen,

1968/1969 in ganz Osteuropa von Prag über Warschau und Bukarest bis Moskau. Es ging auch nach Jerusalem, Jordanien und bis nach Indien.

Von 1968 an predigte ich zehn Jahre lang jeden Sonntagmorgen 20 Minuten über Radio Luxemburg. Die Sendungen erreichten über Mittelwelle und Kurzwelle ganz Europa – selbst die deutschsprachige Bevölkerung in Osteuropa.

1969/70 folgten Versammlungen in ganz Kanada. Von Edmonton aus ging es in alle Provinzen, über Toronto bis nach Gander, Neufundland.

Von 1970 an führten mich die Missionsreisen nach Afrika, nach Kairo und Damaskus im Mittleren Osten, nach Nord-, Zentral- und Südamerika, schließlich auch nach Fernost auf die Philippinen, nach Indonesien und China bis nach Australien und Neuseeland. Bis 1979 waren es 85, jetzt sind es über 150 Länder, die meine Füße betreten haben, um die Heilsbotschaft zu verkündigen (Jes 52:7).

Die letzte Botschaft hat die Enden der Erde erreicht. Seit der Herr Seinen Propheten zu sich genommen hat, darf ich als Sein Knecht mit allen Trägern des wahren Wortes die geistliche Speise austeilen (Mat 24:45-47). Aufgrund der direkten Berufung habe ich das Wort, die Botschaft der Stunde als erster auf alle Kontinente getragen und den wahren Samen des Wortes gesät. Heute schaue ich dankbar auf mehr als 60 Jahre im Predigtdienst, auf mehr als 50 Jahre in der Verkündigung der Botschaft zurück, in denen der treue Gott mich gesegnet und bewahrt hat.