Circular Letter
Rundbrief Dezember 2012
Ewald Frank
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Kapitola 2
Jeder prüfe sich selbst
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„Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen jedoch, dass, wenn diese Offenbarung eintritt, wir Ihm gleich sein werden; denn wir werden Ihn sehen, wie Er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf Ihn setzt, reinigt sich, gleichwie Er rein ist“ (1Joh 3:2-3). Ja, wenn diese Offenbarung eintrifft! Darauf warten wir. Doch nur wenn Christus in unserem Leben offenbar wird, werden auch wir mit Ihm offenbar werden in Herrlichkeit (Kol 3:1-4).
Wir sind im wichtigsten Abschnitt der gesamten Heilsgeschichte angekommen und dürfen aus Gnaden Anteil an dem haben, was Gott gegenwärtig tut. Unser Bestreben ist es, in jedem Punkt so zu glauben, zu leben und zu lehren, wie die Schrift sagt. Wir nehmen die Mahnung ernst: „Habt aber auf euch selbst acht, dass eure Herzen nicht etwa durch Schlemmerei und Trunkenheit und Sorgen des Lebens beschwert werden und jener Tag euch unvermutet überfalle wie eine Schlinge“ (Lk 21:34).
Sehr wichtig sind uns die persönlichen Ermahnungen: „Gebt auf euch selbst acht …“ (Lk 17:3-4) und: „Trachtet eifrig nach dem Frieden mit jedermann und nach der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird“ (Heb 12:14). Alles muss durch Vergebung und Versöhnung unter den Gläubigen geordnet sein (Kol 3:12-17).
Nur wer eine echte Bekehrung und Erneuerung erlebt hat, und zwar nach biblischem Muster: „… da hat Er uns – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir unsererseits vollbracht hätten, sondern nach Seiner Barmherzigkeit – gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung des heiligen Geistes“ (Tit 3:5) – nur der kann sagen: „Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir!“ Erst wenn wir den alten Menschen, das eigene „Ich will“ abgelegt haben, können wir im tiefsten Inneren der Seele den neuen Menschen – „wie Du willst“ – anziehen (Eph 4:22-29). Unser Erlöser hat uns in Seinem Fleischesleibe das neue göttliche Leben vorgelebt: „Nicht, wie ich, sondern wie Du willst! – Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“ (Mk 14:36). Ja, Er hat gelitten, hat alle Schuld, jede Übertretung auf sich genommen, um uns als heilig, untadelig, unanklagbar vor Seinem Angesicht darzustellen (Kol 1:22; Eph 5:27).
Es genügt nicht, von Brautgemeinde und Entrückung zu reden oder zu schreiben, wenn nicht mit heiligem Ernst gesagt wird, was jeden vom Reich Gottes und von der Entrückung ausschließt. Schon zu Israel hatte der Herr gesagt: „… wenn ihr Meinen Weisungen willig gehorcht und Meinen Bund haltet, so sollt ihr aus allen Völkern Mein besonderes Eigentum sein; denn Mir gehört die ganze Erde; ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein“ (2Mo 19:5-6). Im Neuen Testament schreibt der Lieblingsjünger Jesu: „Ihm, der uns liebt und uns durch Sein Blut von unseren Sünden erlöst und uns zu einer Königsherrschaft gemacht hat, zu Priestern für Seinen Gott und Vater …“ (Offb 1:6; 5:9-10).
Wer in der Heiligen Schrift aufmerksam liest, ob im Alten oder Neuen Testament, wird feststellen, dass Heiligung nur möglich ist, indem wir das Wort Gottes in allen Bereichen gehorsam ausleben. Jesus Christus, unser Herr, hat uns von aller Sünde, von aller Gesetzlosigkeit, von jedem Fluch erlöst und befreit. Die Erlösten sprechen nicht von der „freien Gnade“, sondern sind Täter des Wortes. Sie kommen grundsätzlich allem nach, was der Herr in Seinem Wort geboten hat. „Als gehorsame Kinder gestaltet euer Leben nicht nach den Lüsten, die ihr früher während eurer Unwissenheit gehegt habt, sondern werdet nach dem Vorbild des Heiligen, der euch berufen hat, gleichfalls in eurem ganzen Wandel heilig, wie ja doch geschrieben steht: »Ihr sollt heilig sein, denn Ich bin heilig!«“ (1Pt 1:14-16).
Gott fordert Ordnung und Heiligkeit in Seiner Gemeinde. Unglaube und Ungehorsam können absolut nicht vor Ihm bestehen (Heb 3:18-19). Es war besonders Paulus, der in vielen seiner Briefe darauf hingewiesen hat, welche Dinge jeden vom Reich Gottes ausschließen. Einmal zählt er sogar 15 „Werke des Fleisches“ auf, nämlich Unzucht, Unsittlichkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindseligkeiten, Zank, Eifersucht, Zerwürfnisse, gemeine Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Trunksucht, Schwelgerei. Vorher aber sagt er deutlich, dass jeder, der im Geist wandelt, „die Werke des Fleisches nicht vollführt“ (Gal 5:16-21). Ganz gewiss wird niemand, der in solchen Werken des Fleisches erfunden wird, entrückt werden. Es wird sich lohnen, in den Spiegel des Wortes zu schauen und solche Stellen noch einmal zu lesen.
Jeder wahrhaft Gläubige, der zur Braut des Lammes gehört, ob Mann oder Frau, Junge oder Mädchen, reinigt sich, gleichwie Er rein ist. So ist bei keinem gläubigen Mann, bei keiner gläubigen Frau und selbst bei gläubigen Kindern auch nur der geringste innere Widerstand gegen das Wort Gottes.
„Ihr Frauen, seid euren Männern untertan, wie es sich im Herrn gebührt!
Ihr Männer, habt eure Frauen lieb und lasst euch nicht erbittern gegen sie!
Ihr Kinder, seid euren Eltern in allen Stücken gehorsam, denn das ist wohlgefällig im Herrn“ (Kol 3:18-20).
Wer zur Gemeinde der Erstgeborenen gehört, mit Christus gekreuzigt ist und mit Ihm durch die Kraft Seiner Auferstehung zu einem neuen Leben durchgedrungen ist, wird sich durch Gottes Wort ansprechen und korrigieren lassen.
Zur Auferbauung der Gemeinde hat Gott die Dienste gesetzt, „um die Heiligen tüchtig zu machen für die Ausübung des Gemeindedienstes“ (Eph 4:11-16). Wenn wir 1Kor 12:4-11 lesen, stellen wir fest, dass die neun Geistesgaben ebenfalls dazu dienen. Von Vers 12 bis 26 wird die absolute Einheit der Glieder im Leibe Christi betont und in den Versen 27 bis 31 noch einmal die Gemeinde als der Leib Christi hervorgehoben, in die Gott selbst Apostel, Propheten, Lehrer usw. gesetzt hat. Wer das nicht respektiert, ist geistlich blind, ein Lästerer, ein Verächter (4Mo 16:30; Apg 13:41), und wer sich von der Gemeinde löst, gerät unter verkehrten Einfluss, zu dem kann der Geist nicht mehr reden, der geht eigene Wege. Der Herr wandelt doch nicht außerhalb des Leuchters (Offb 2:1). Wie können Gläubige, die behaupten, der Botschaft zu folgen, aber keine Gemeinschaft untereinander haben, kein Lied miteinander singen, kein Abendmahl miteinander feiern, überhaupt daran denken, zur Braut, zur Überwinderschar zu gehören und gemeinsam das Hochzeitsmahl im Himmel feiern und das Lied des Lammes singen zu dürfen?
Schon hier wird offenbar, ob wir zur wahren Gemeinde Jesu Christi gehören oder nur eine religiöse Gemeinschaft sind. Es muss noch dazugesagt werden, dass bis heute noch keine Spaltung durch einen Dienst, den Gott selbst eingesetzt hat, gekommen ist, denn alle von Gott verordneten Dienste dienen zur Auferbauung der Gemeinde, nicht zu ihrer Zerstörung. Auch hat noch nie eine wahre Lehre eine Trennung verursacht. Nur selbsternannte Prediger tragen durch ihre Deutungen falsche Lehren vor, die Spaltungen bringen. „Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, auf der Hut vor denen zu sein, welche Spaltungen und Ärgernisse erregen im Gegensatz zu der Lehre, in der ihr unterwiesen worden seid: geht ihnen aus dem Wege“ (Röm 16:17).
Keiner, der zur Braut des Lammes gehört, wird das Wort und das Blut des Bundes missachten, sondern bemüht sein, alle Worte zu befolgen und danach zu leben. Die Braut hört jetzt die letzte Botschaft, die dem zweiten Kommen Christi vorausgeht, und erlebt ihre Herausrufung, Absonderung und Zubereitung, um am Ende in völliger Übereinstimmung mit dem Bräutigam zu sein – nicht in einem Punkt außerhalb des Wortes, nicht in einem Punkt ungehorsam. Für sie gibt es keinen Kompromiss und keine Vermischung! Ihr Absolut ist jedes Wort Gottes im Alten und im Neuen Testament.
Kein Auserwählter wird das erste Gebot übertreten und andere Götter haben, keiner wird aus dem einen Gott Elohim/Jahweh drei Ewige, drei Allmächtige, drei Allwissende machen, keiner wird sich irgendein Symbol, ein Bildnis machen, keiner wird zu einem Kruzifix aufschauen (5Mo 27:15), sondern Gott allein im Geist und in der Wahrheit im Namen Jesu Christi anbeten (Joh 4:24).
Kein Auserwählter wird den heiligen Bundesnamen Gottes des Herrn Jahweh oder Jahschua/Jesus missbrauchen. Keiner wird wie Kain töten, auch keinen Rufmord oder Verleumdung begehen. Kein wahrhaft Erlöster lebt in den Übertretungen der zehn Gebote oder wie sie besonders in 3Mo 20 und in 5Mo 27:15-26 aufgelistet werden. Unter den Auserwählten gibt es auch keine gleichgeschlechtlichen Paare, weder bei Männern noch bei Frauen (Röm 1:24-32). Für alle Bereiche hat Gott selbst alles festgelegt und schenkt uns die innere Kraft, im Gehorsam danach zu leben, so dass wir die göttliche Ordnung im Geistlichen und im Natürlichen in vollem Umfang respektieren können.
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