Circular Letter

Rundbrief Dezember 2012

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 9 calendar_month 13. 11. 2012

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Kapitola 4

Wenn der Menschensohn sich offenbart und wenn Er kommt

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In Mat 24, in Mk 13, in Luk 17 und Luk 21 wird uns gesagt, was alles in der Endzeitphase geschieht, wenn der Menschensohn sich offenbart, und es wird uns auch genau gesagt, was geschieht, wenn Er kommt. Geoffenbart hat Er sich in unserer Zeit in der gleichen Weise wie damals, in den Jahren Seines Dienstes, als Er auf Erden wandelte. Er hat sich in der Wolken- und Feuersäule herabgeneigt, hat ein Gefäß gefunden, durch das Er sich während der Jahre des prophetischen Dienstes als derselbe Menschensohn offenbaren konnte.

Am 7. Mai 1946 hat der himmlische Bote Bruder Branham genau gesagt, was in seinem Dienst geschehen würde. Dasselbe prophetische Zeichen des Messias als Menschensohn (Joh 1; Joh 4; Joh 5:19 u.a.), wie es damals vor den Juden und den Samaritern geschah, ist in unserer Zeit in der Gemeinde aus den Nationen geschehen. Darüber hat Bruder Branham vor jedem Gebetsgottesdienst für die Kranken gesprochen. Ja, er hat es mit dem verglichen, was zur Zeit Sodoms geschah, als der Herr Abraham besuchte (1Mo 18). Das kann in seinen Predigten in allen Einzelheiten nachgelesen werden. Ich selbst durfte es in den Jahren 1955-1965 als Augen- und Ohrenzeuge miterleben.

Die Wiederkunft Jesu jedoch wird wie Seine Himmelfahrt, und wie Er es selbst gesagt hat, plötzlich stattfinden, nämlich: „… wie der Blitz vom Osten ausgeht und bis zum Westen leuchtet, so wird es auch mit der Ankunft des Menschensohnes sein“ (Mat 24:25). „… im Nu, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenstoß; denn die Posaune wird erschallen, und sofort werden die Toten in Unvergänglichkeit auferweckt werden, und wir werden verwandelt werden“ (1Kor 15:52).

Zu den über 100 Weissagungen im Alten Testament, die sich beim ersten Kommen Christi erfüllten, gehört auch Ps 47:6: „Aufgefahren ist Gott unter Jauchzen, der Herr unter Posaunenschall.“ Als Sieger ist der auferstandene Herr leibhaftig mit einem Jubelruf unter Posaunenschall in einer Wolke gen Himmel aufgestiegen und das Wort erfüllte sich: „Hebt hoch, ihr Tore, eure Häupter und öffnet euch weit, ihr uralten Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe! »Wer ist denn der König der Herrlichkeit?« Der Herr, gar stark und ein Held, der Herr, ein Held in der Schlacht!“ (Ps 24:7-8). Damals hat der Herr die alttestamentlich Heiligen – alle, die mit Ihm auferstanden sind (Mat 27:50-54) – in die Herrlichkeit hinaufgenommen. Derselbe auferstandene Herr wird gemäß Apg 1:9-11 in derselben Weise wiederkommen, wie Er gen Himmel aufgestiegen ist (Lk 24:51).

Dasselbe Wort „shout“, das in der englischen Bibel in Ps 47:6 für „Jauchzen“ steht, finden wir in 1Thes 4:16, wenn der Herr selbst mit dem „Weck-“, dem „Siegesruf“ vom Himmel herabkommt. Wie bei der Auferweckung des Lazarus, wo es heißt: „Nach diesen Worten rief Er mit lauter Stimme: »Lazarus, komme heraus!«“ (Joh 11:43), geht es dann zuerst um die Auferstehung der Entschlafenen. Gemäß 1Thes 4:13-18 wird Er leibhaftig mit dem Siegesruf in Begleitung der Stimme des Erzengels unter Posaunenschall wiederkommen. Wenn Seine laute, befehlende Stimme erschallt, werden zuerst die im Herrn Entschlafenen in Unvergänglichkeit auferstehen und dann die im Herrn Lebenden aus der Sterblichkeit in die Unsterblichkeit verwandelt.

Der Sieg des Erlösers ist auch der Sieg der Erlösten. Seine Auferstehung ist die Garantie für unsere Auferstehung. Seine Leibesverwandlung aus der Sterblichkeit in die Unsterblichkeit und Seine Himmelfahrt – alles geschah mit Ihm und wird an uns geschehen. Der Apostel Paulus schreibt darüber: „Denn dieser vergängliche Leib muss die Unvergänglichkeit anziehen, und dieser sterbliche Leib muss die Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieser vergängliche Leib die Unvergänglichkeit angezogen hat und dieser sterbliche Leib die Unsterblichkeit, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: »Verschlungen ist der Tod in Sieg!«“(1Kor 15:53-55).

Die Entrückung wird der absolute, endgültige Triumph, die Krönung des vollbrachten Erlösungswerkes sein, an dem alle zur Braut des Lammes Gehörenden teilhaben. Es wird vollendete göttliche Realität sein und wir werden bei dem Herrn sein allezeit (1Thes 4:17). Die Verheißung aus Joh 14:1-3: „… Ich komme wieder und werde euch zu Mir nehmen, damit da, wo Ich bin, auch ihr seid.“ ist dann erfüllt. Kinder der Verheißung (Gal 4:28) glauben alle Verheißungen Gottes, die durch uns Ja und Amen sind (2Kor 1:20-22).

Dann wird großer Jubel herrschen, wie Petrus schreibt: „… damit ihr auch bei der Offenbarung Seiner Herrlichkeit euch freuen und jubeln könnt (1Pt 4:13b).

Dann hörte ich ein Getön, das klang wie der Jubel einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Krachen starker Donnerschläge, als sie riefen: »Hallelujah! Der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten! Lasst uns fröhlich sein und jubeln und Ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und Seine Braut hat sich bereitet (Offb 19: 6-7). Alles wird vollendete Realität sein! Wer wirklich aus dem Wortsamen und durch den Geist gezeugt, wer aus Gott geboren ist, glaubt alles genau so, wie die Schrift es sagt. Gott sei Dank, dass wir beides, nämlich „wenn Er sich offenbart“ und „was geschieht, wenn Er kommt“, richtig und zwar biblisch einordnen können! Er hat dazu Gnade geschenkt, und wir haben voll und ganz respektiert „… dass keine Weissagung der Schrift eine eigenmächtige Deutung zulässt“ (2Pt 1:20). Jede eigenmächtige Deutung ist eine Lüge, eine Lästerung.

Wer lehrt, dass seit Öffnung der Siegel der Gnadenthron zum Gerichtsthron geworden ist und der Herr herabsteigt oder gekommen ist, und alle, die es glauben, sind einem schrecklichen Irrtum zum Opfer gefallen. Noch ist Gnadenzeit, noch spricht das Blut für uns (Kol 1:14; Heb 9:14), noch rufen wir als Seine Gesandten: „Lasst euch mit Gott versöhnen!“ (2Kor 5:14-20); noch werden Sünder gerettet. Noch stellt Er den Anspruch auf die Seinen, auf alle, die zum ewigen Leben verordnet sind (Apg 13:48)! Die Botschaft, die immer noch dem zweiten Kommen Christi vorausgeht, schließt das volle Heil mit ein.

Alles, was der Botschafter sagte, muss in die Bibel eingeordnet werden. Das geschriebene Wort, auf das sich Bruder Branham als sein Absolut immer wieder berufen hat, ist das einzige Absolut, das wir haben. Wer das, was er sagte, nicht in die Bibel einordnet, missdeutet seine Zitate und führt die Menschen in die Irre. Daraus sind die verschiedenen Gruppen in der Endzeitbotschaft entstanden. Doch wo Irrlehre ist, kann Gott nicht sein, denn Gott ist die absolute Wahrhaftigkeit: „… damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in Seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (1Joh 5:20b). Ein Gottesdienst und die Anbetung sind vergeblich, wenn Menschenlehren vorgetragen werden (Mt 15:8-9; Mk 7:6-7). Der wahrhaftige Gott kann in dem Fall doch gar nicht zuhören. Die wahre Anbetung ist ein heiliges Muss: „Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh 4:24).